Wenn Menschen ihr Geschlecht wechseln

05. August 2011

Ich denke, wenn der Gesellschaftsdruck nicht wäre, könnten viele Menschen so leben, wie sie sich fühlen.
Als Mensch eben, ohne "Normen", wie sich ein weiblicher Mensch zu kleiden, zu verhalten, zu reden usw. hat sowie es ein männlicher Mensch tun soll.

Ich benenne hier nur die angeboren Geschlechtsmerkmale als männlich oder weiblich *zwinker*

Ich fühle mich als Mensch, weiblich und männlich und genieße es.
Oft mit Unverständnis anderer, aber das muss ich so hinnehmen, weil verbiegen lasse ich mich nicht...und kann ich auch nicht.

Leider gibt es auch Tage, da fühle ich mich zerrissen, ohne eine wirkliche Identität, nicht vorgesehen in dieser Gesellschaft, weil alles vorgegeben wird, ob in Büchern, Medien, Freunde und weil viele so leben, ohne sich zu fragen, ob sie es überhaupt wollen ? Sie leben es einfach, meist unzufrieden ohne zu wissen warum sie es sind ?

Aber auch diese Tage, versteckt in meiner Wohnung, gehen vorbei und ich bin froh, das ich bin wer und wie ich bin.
06. August 2011
einfach sagen

Hallo,

ich würde es meinem Kind, so früh, Im Schulalter sagen, dass es versteht, dass ich es vor diesem nich verheimlichen muss und einfach so fühle.

Es kann ja fragen stellen.

Aber ich finde es ähnlich mit dem Thema Tod und Sterben - ehrlich sein. Das Kind merkts.

Kinder haben als kleine Menschen ein -fach (noch) ein Gespür, wenn etwas nicht stimmt.

Grüße
16. August 2011

Es ist ein schwieriges Thema. Ja, und mich freut der relativ differenzierte Blickwinkel der "Nicht-Betroffenen". Dennoch wundere ich mich.

Ja, es ist wahr. Natürlich erfolgt nach einer operativen Maßnahme kein Ausbleiben jeglicher Probleme. Was hier aber einige falsch verstehen ist, dass Trans kein Problem wie unerwiderte Liebe, unerfüllte Träume oder der Verlust einer geliebten Sache ist. Wenn ich ein Mensch auf einer einsamen Insel wäre und ich in meinem ganzen Leben nie einer Person begegnen würde, dann, ja dann, wäre mir meine Hülle egal.
Da dies aber nicht so ist, wird man als transidenter Mensch zwangweise eben darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig (in jeder Kulur!) das Äußere ist. Machen wir uns nichts vor. Niemand kann allein mit seinem Intellekt alle äußerlichen Geschlechtergrenzen wegblenden.
Selbstverständlich gibt es Menschen, die ohne operative Maßnahmen leben und glücklich sind. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Vielleicht stört es diese Leute nicht, aus der Norm zu fallen oder sie streben es an? Vielleicht leben sie in einem toleranter Umfeld und haben einen Lebenspartner, der ihnen Mut macht? Vielleicht wollen sie gegen die Dogmen unserer Zeit ankämpfen? Viele Varianten sind denkbar.

Viele jedoch brauchen eine OP dringend. Ich finde es ziemlich unverschämt, sich als "Normalo" ein Urteil erdreisten zu wollen.
Desweiteren soll hier bitte niemand denken, man schickt man eben ein Formular ab und hat dann seine OP. Kurzschlussentscheidungen gibt es hier nicht.
Eine kleine Kostprobe gefällig?
Hormontherapie:
Psychotherapie + Indikation + Abgleichung beim Endo
Entfernung der Brust oder Brustaufbau:
Min 6 Monate Hormontherapie + Gutachten + min 1 Jahr Psychologe
Vornamensänderung:
Zwei Gutachten, Entscheidung des Amtsgericht

Allein dafür braucht man 2 Jahre, wenn's klappt.
Genital-OP und Personenstandsänderung sind da noch nicht einmal dabei! Bitte fühlt euch nicht schlau, weil ihr eine Reportage auf arte gesehen habt oder weil ihr einen Transgender kennengelernt habt, sondern versucht auf jeden Menschen, egal ob Trans oder nicht, respektvoll einzugehen ohne zu sagen "Du, ich habe dein Problem zwar nicht, aber ich weiß viel besser wie man es lösen kann. Und schau'. Es gibt so viele, denen es schlimmer als dir geht."
17. August 2011
meine Sichtweise als Transmann, 16 Jahre danach

... zunächst ein Danke auf diesem Weg an meinen Vorredner @Max Musterjunge, für seine Ausführungen, (da ich als Basismitglied ja leider nicht direkt voten kann)

Dem möchte ich hinzufügen, dass ich mir bei bestem Willen nicht mehr vorstellen könnte, so wie in meiner Kindheit, Jugend, junger Erwachsener, in dem angeborenen Geschlecht zu leben.

Ich möchte mir nicht vorstellen müssen, was aus mir geworden wäre, hätte ich in dem weiblichen Körper weiterleben MÜSSEN.

Mich zu fragen, hätte ich so überhaupt weiter leben KÖNNEN, ohne krank zu werden, ohne mich frustriert zu isolieren und verbittert von der Gesellschaft, die mich nicht so wahrnimmt, wie ich wirklich bin, als Mann, zurück zu ziehen, oder vielleicht gar von der nächsten Brücke zu springen. Mal krass gesagt.

Ich möchte mir nicht den Leidensdruck und das Leid vorstellen, all derer, die irgendwie damit leben mussten, in Zeiten, als es noch keine Aufklärung, Hilfe oder gar medizinischen Möglichkeiten der Angleichung gegeben hat.

Sicher hat der oder die, eine wie auch andere es geschafft, sich irgendwie zu arangieren, vielleicht ja, wenn günstige Umstände und ein entsprechendes gesellschaftliches Umfeld vorhanden waren. Glücksache.

Dem gegenübergestellt möchte ich nicht wissen, wieviele in der Psychiatrie, Sucht, auf der Strasse oder sonst wo gescheitert sind oder sich gleich umgebracht haben.
Ich glaube nicht, dass es darüber eine Statistik gibt.

Ich finde es vermessen in der heutigen Zeit von "Verstümmelung" zu sprechen, wenn jemand den Weg zuende geht und sich komplett an der Geschlecht seiner Selbstwahrnehmung angleichen lässt.

Glücklicherweise sind wir heute soweit, dass so gute operative Möglichkeiten gibt, mit denen man zufrieden und unauffällig als das leben kann, als was man sich fühlt.
Natürlich muss man sich dessen bewusst sein, dass es keine 100%ige Angleichung gibt und es immer irgendetwas geben wird, was anders ist, als wäre man in eben seinem gefühlten Geschlecht auf die Welt gekommen.

Aus meiner heutigen Sicht kann ich sagen, dass das all die gemachten Erfahrungen wieder wett machen, beide Seiten kennengelernt zu haben und ich mich in vielen Dingen leichter in beide Geschlechter hineindenken kann, was viele Menschen eben versagt bleibt, da sie ja nur eine Seite kennen.

Sicher kann man heute alles, was noch vor wenigen Jahrzehnten unmöglich war, z.b.,als Frau Lokführerin oder Pilotin zu werden.
Aber auch das würde auf Dauer das Problem nicht lösen, wäre sie transident und würde "sie" sich als Mann fühlen.
Das Problem ist damit also nicht gelöst.
Das Ausüben eines "männlichen" Berufes täuscht nur zeitweise oder scheinbar über die Diskrepanz zwischen Körper und Seele hinweg und irgendwann wird es den Betroffenen einholen.

Irgenwann wird man sich der Entscheidung stellen müssen, wenn der berühmte Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt, wie das Leben weitergehen soll.

So ist es auch gut, dass es heute so viele verschiedenen Möglichkeiten und Angleichungsschritte gibt, die jeder für sich allein und persönlich herausfinden muss, was seiner eigenen Wahrnehmung und Selbstbild, als Frau oder Mann, vor allem aber als Mensch und Individuum am nächsten kommt.

Für mich gab es immer nur eine Richtung, nämlich die, als Mann zu leben. Ich habe viel Zeit und Lebensenergie darauf verwendet, das zu werden, was ich jetzt bin und habe es nie eine Sekunde meines Lebens bereut.

Wäre es von Nöten, würde ich jede meiner Operationen nocheinmal machen.

LG
Obsexxion
23. Dezember 2011
Live and let live

Wenn ich ein Mensch auf einer einsamen Insel wäre und ich in meinem ganzen Leben nie einer Person begegnen würde, dann, ja dann, wäre mir meine Hülle egal.
...gerade auch dann: eine solche OP macht man doch, um mit sich selbst im Einklang zu sein.
Noch heute , ca. 25 Jahre nach dem Abschluß aller medizinischen Maßnahmen bereue ich nichts. Die Vorstellung, ich müsste mit meinen angeborenen Genitalien leben, wäre blanker Horror.

In einem Forum wie diesem hier gibt es ja auch diese Illusion von den TS, die ihr angeborenes Genital nur allzugern beim Sex einsetzen. Vielleicht mag es ein paar Shemales geben, die das tun, aber die meisten Transsexuellen die ich kennengelernt habe, können mit ihrem Genital nichts anfangen, es ist eine Tabuzone, die man versucht zu verdrängen.
Heute habe ich endlich Spaß am Sex.

Transsexualität war für mich eine Art Behinderung.
Ich finde, die Leute machen es sich zu einfach, wenn sie sagen, man sollte mit allem auf einer geistigen Ebene klarkommen.
Hätte ich einen angeborenen Herzfehler, würde ich mich auch operieren lassen und würde mich nicht als "Frankensteins Monster" fühlen. Darum bezahlen hierzulande Gott sei Dank die Krankenkassen auch die Operation bei nachgewiesen transsexuellen Menschen.

Schlußendlich muß jeder/jede selbst entscheiden und in sich horchen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es transsexuelle Menschen gibt, die auch ohne operative oder medikamentöse Maßnahmen mit sich klar kommen.

Danke an den Vorbeitrag. Wobei ich mich nach so langer Zeit nicht mehr als Transfrau bezeichnen würde, daher würde ich in Deinem Fall auch nicht von Transmann sprechen, wenn Du den Weg vor so vielen Jahren abgeschlossen hast.

Gruß
Cathy46
24. Dezember 2011

Hallöchen,
ich finde dieses Thema sehr interessant und stelle provokant eine These auf:

Man sagt, die Menschen wären im falschen Körper geboren, ist es nicht auch Möglich, dass durch sein Umfeld so geprägt wird, dass er sich unwohl in seiner Geschlechterrolle fühlt???

Ich will damit niemanden in irgendeiner Weise abwerten oder abstufen, nur frage ich mich halt ob die Gene schuld sind oder die Menschen die einen prägen.

Wir leben mittlerweile in einer Zeit in der die Geschlechterrolle in der Erziehung mehr und mehr an Bedeutung verliert, früher sagte man den Jungs "Indianer kennen keinen Schmerz", den Mädchen gewährte man es aber zu heulen, wenn ihnen irgendwo der Zeh drückte. Das ist heutzutage anders, da erzählt man den Jungs, dass sie ruhig weinen dürfen und den Mädchen, dass sie sich nicht so anstellen sollen.
Gehen wir mal einen Schritt weiter und denken uns das im Extrem aus, das Kind weiß doch (Kinder vergleichen sich untereinander) doch garnicht ob es Junge oder Mädchen ist, also so gefühlt, ist doch total durcheinander.
Mir geht es als Erwachsener oft so, dass ich mir oft denke, ich sei kein richtiger Kerl, eben weil ich viel zu emotional bin, andererseits denke ich mir auch, dasses nunmal so ist und ich mich damit abfinden muss. Letzteres ist bloß ein kurzer kleiner Ausschnitt aus meinem Inneren.

Verwirrend, oder?

LG
24. Dezember 2011

Man sagt, die Menschen wären im falschen Körper geboren, ist es nicht auch Möglich, dass durch sein Umfeld so geprägt wird, dass er sich unwohl in seiner Geschlechterrolle fühlt?

Das jemand im falschen Körper geboren ist, war in diesem Zusammenhang noch nie eine med. Theorie. Es war vielmehr ein Beispiel um zu verdeutlichen wie sich die Betroffenen fühlen.

Das Transidentität durch Sozialisierung ausgelöst wird, ist dagegen eine bekannte med. Theorie. Dagegen spricht, dass man zumindest bei einigen Betroffenen einen Auslöser ermitteln hätte können.
24. Dezember 2011

Das jemand im falschen Körper geboren ist, war in diesem Zusammenhang noch nie eine med. Theorie.

Gab es da nicht diese Studie vor ein paar Jahren, die bewies, daß Transfrauen auf gewisse Schlüsselreize die selben Hirnmuster zeigten, wie reguläre Frauen (welche sich stark von männlichen unterschieden)?

Ah, habs gefunden:

Radiologen der Uni Essen haben festgestellt: Das Gehirn transsexueller Frauen, reagiert typisch weiblich auf visuelle erotische Stimuli. In einer Studie mit funktioneller Magnetresonanztomographie zeigt sich eher ein weibliches Aktivierungsmuster der verschiedenen Gehirnareale. Untersucht wurden je zwölf nicht-transsexuelle Männer und Frauen sowie zwölf transsexuelle Frauen. Die Radiologen der Uni Essen haben den Versuchspersonen während einer Magnetresonanztomographie des Gehirns Filmsequenzen mit erotischem Inhalt vorgespielt.

Wie Dr. Elke Gizewski beim Röntgenkongress in Berlin betonte, ist bereits aus Voruntersuchungen anderer Gruppen bekannt, dass sich bei Männern und Frauen in der Magnetresonanztomographie Unterschiede zeigen, wenn erotische Stimuli präsentiert werden. So wird bei Männern durch erotische Stimuli das limbische System stärker aktiviert, als bei Frauen. Was stärker aktiviert wird, sind vor allem Regionen im Hypothalamus, in den Mandelkernen und im Inselkortex.

Bei den transsexuellen Frauen gab es diese spezifisch männliche Aktivierung des limbischen Systems nicht. Die Gehirne der transsexuellen Frauen reagierten also auf erotische Stimuli, genau wie die Hirne von nicht-transsexuellen Frauen. Die Radiologen können also das, was die transsexuellen Frauen angeben - dass sie sich nämlich "wie im falschen Körper" empfinden - anhand der Aktivierung des Gehirns auf erotische Stimuli bestätigen. Trotz des männlichen Körpers, trotz männlicher Hormone, reagieren die Gehirne transsexueller Frauen wie ganz normale Frauengehirne.

Also Frauenhirn im Männerkörper klingt für mich wie "im falschen Körper geboren".

Zumindest würde ich sagen, daß es sehr wohl eine medizinische Theorie ist.
24. Dezember 2011

Also, von einem Beweis kann man nicht sprechen, sondern im bestenfall von einem Indiz, dass Transidentität biologische Ursachen hat.

jedoch passt die Aussage mit dem falschen Körper geboren auch nicht, es müsste dann lauten, mit dem falschen Gehirn geboren.
25. Dezember 2011

Definitionssache. *zwinker*


Aber daß Transsexualität durch die Sozialisierung gebildet wird, halte ich für eher unwahrscheinlich.

Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, daß sie sich schon in einem relativ frühen Alter äußern kann.

Meiner (laienhaften) Meinung nach, viel zu früh, als daß das Umfeld einen Einfluß darauf haben könnte.

Nebenbei müßten dann ja auch häufiger transsexuelle Geschwister auftreten, da bei diesen ja das Umfeld und die Sozialisierung recht ähnlich sein können.

Ich halte es aber durchaus für möglich, daß bei einigen Transsexuellen durch die Sozialisierung eine latente Transsexualität, die ansonsten vielleicht nie zum Ausbruch gekommen wäre, forciert werden könnte.

Aber ohne Zeitreisen und einem ganzen Berg an Paradoxi werden wir das wohl nie genau wissen können... *zwinker*
26. Dezember 2011

Hallo Channeling, es ist keine Definitionssache sondern eine Sache des Erbguts, bei der Zeugung kommen entweder XX oder XY Embrionen zustande.

wenn nun ein XY Mensch gezeugt wird, dessen Körper XY ist dessen Cromosomen XY ist, so entspricht dies dem mitgegeben Bauplan. Ein kleiner Teil des Gehirns tickt aber wie bei XX, entgegen des mitgegeben Bauplans. Man kann da nicht umdefinieren und sagen, der kleine Teil der fehlerhaft Funktioniert wird im biologisch/körperlichen Sinne als Basisbetrachtet und der große Rest ist fehlerhaft.

Im seelischen Sinne ist es jedoch zulässig. darum ist es fahrlässig und falsch wenn aus der Aussage "Sich im falschen Körper fühlen" ein "sich im falschen Körper befinden" gemacht wird.

Wenn du mal im Spiegel archiv durch die alten PDFs durcharbeitest und Artikel aus den 70ern und 80ern durchliest wird schnell klar, dass dis früher immer als Beispiel gedacht war, wie sich die Betroffenen empfinden und nie um zu erklären welche "reale Krankheit" sie haben.
26. Dezember 2011

Es heißt Changeling, nicht Channeling...

Hallo Channeling, es ist keine Definitionssache sondern eine Sache des Erbguts, bei der Zeugung kommen entweder XX oder XY Embrionen zustande.

Falsch.
Es gibt auch genügend Fälle von Embryonen mit mehr als zwei Geschlechtschromosomen (ca. 0,2 - 0,5 % aller Menschen).




Man kann da nicht umdefinieren und sagen, der kleine Teil der fehlerhaft Funktioniert wird im biologisch/körperlichen Sinne als Basisbetrachtet und der große Rest ist fehlerhaft.

'Fehlerhaft' halte ich für recht anmaßend.


Im seelischen Sinne ist es jedoch zulässig. darum ist es fahrlässig und falsch wenn aus der Aussage "Sich im falschen Körper fühlen" ein "sich im falschen Körper befinden" gemacht wird.

Oha, also sind Deiner Meinung nach TS nur verrückte Männer, die sich für eine Frau halten, ohne eine zu sein?
(Ich hab diesen TS vs. TV Kleinkrieg so satt, Leute. Wir sitzen alle im selben Boot, auch wenn wir nicht im selben Hafen von Bord gehen.)



Wenn es wirklich, wie Du zu argumentieren versuchst, allein an den chromosomalen Voraussetzungen liegt, nach welchem Bauplan ein Mensch sich entwickelt, dann dürften ja (zumindest nach Deinem Argument) männliche Hormone keinerlei Wirkung auf Frauenkörper zeigen, da sie ja anhand eines mangelnden Y-Chromosoms über keinen männlichen Bauplan verfügen, den die Hormone ansprechen können.

Zum Glück für alle Transmänner ist dies jedoch nicht der Fall.

Die Versteifung auf die Chromosomenkombination als einziger bestimmender Faktor für die Entwicklung geschlechtsspezifischer Attribute wurde meines Wissens in den letzten Jahren in Fachkreisen kaum noch für ernst genommen.
26. Dezember 2011

Liebe Changeling, Chromosomenabweichungen gibts tatsächlich und die Bezeichnung für die Betroffenen lautet Intersexuelle. IS ist allerdings ein Ausschluskriterium für TS, darum ist die Aussage wie ich sie gemacht habe durchaus zutreffend.

IS wie XX Männer oder XY Frauen können allerdings von sich sagen, dass sie im falschen Körper geboren wurden.

Und ich habe nix von Verrücktsein geschrieben, das warst du.

Aber mal im Ernst, es führt doch zu nichts, wenn man sich die Realität zurechtträumt. Der Körper einer TS entwickelt sich im Rahmen des vorgehenen und etwas anderes hat sich falsch entwickelt. Das hat nichts anmaßend zu tun sondern mit der Realität.

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