![]() | 09. Oktober 2006 Bei uns... Ich fühlte mich nur unsicher und brauchte eine Weile um in die devote Rolle zu schlüpfen Wir haben uns da anfangs auch viele Gedanken zu gemacht, wie wir einen eindeutigen Übergang vom Alltag zum Sex hinkriegen, letztendlich aufgrund der Sorge, dass, wenn wir nicht aufpassen uns ein ungewolltes Machtgefälle auch im Alltag „passiert“. Inzwischen haben wir gemerkt, dass es für uns keine unterschiedlichen Rollen sind, eher verschiedene Facetten unserer Persönlichkeiten, die zu verschiedenen Zeiten zum Tragen kommen. Ich bin ich und reagiere in allen Situationen, entsprechend meiner aktuellen Bedürfnisse. Eine Situation, wie Du sie beschreibst kenne ich gut, und ich mache mir einfach den Gedanken nicht mehr: „so, jetzt muss ich devot sein“. Wenn es sich gut anfühlt, halte ich ihm meine Brüste hin und genieße und bin gespannt, ob er mich nur mal schnell anfassen möchte, oder ob mehr passiert. Wenn ich merke, dass ich gerade absolut von anderen Dingen eingenommen bin und mich nicht entspannen kann, dann sage ich ihm das. Dass heißt nicht, dass er nicht vielleicht doch versucht, mich zu verlocken, mich seinen Wünschen zu unterwerfen, aber dann weiß er, dass er mehr Energie dafür aufbringen muss und kann sich seinerseits überlegen, auf wie viel „Vorbereitung“ er Lust hat. Dass ich einfach gegen meinen Willen vom Schreibtisch weg ins Bett oder an einen Wandhaken gezerrt wurde ist -biss jetzt- nicht vorgekommen, aber ich bin inzwischen sehr sicher, dass wir das auch so hinkriegen würden, dass es beiden hinterher gut damit geht. Ganz notfalls gibt es ja auch noch Ampelcode und Savewort. Umgekehrt gibt es ja auch Situationen, in denen er mit neu gelernten Knoten, oder gerade erworbenen Spielzeugen hantiert und sich gar nicht so in der Kontroll-Position fühlt, dann wird viel geredet,(wobei ich auf das erteilen „guter Ratschläge“ wohlweislich verzichte Wir haben uns –zur Zeit- gegen Rituale, besondere Kennzeichen oder Codewörter entschieden, um eine „Session“ zu beginnen. Das "bezahlen" wir damit, dass wir kein perfektes „Rollenspiel“ ala Master und Servant erleben, aber danach steht uns auch nicht wirklich der Sinn. Wir gewinnen dadurch, ohne klassisch 24/7 zu leben, dass es für ihn doch ständig die Möglichkeit gibt, sich zu nehmen worauf er Lust hat, und ich immer darauf gefasst sein muss/ darf, dass er es tut. (Und das muss nicht immer gleich Sex sein). Ich habe mit der Vorstellung, eine „devote Rolle“ zu „spielen“ so meine Probleme und dies ist zur Zeit unser Weg, damit umzugehen. Für Dich vielleicht auch eine Möglichkeit/ Anregung, Dir klar zu machen, dass halt keine Schalter in Deinem Kopf ist, den Du von „normal“ auf „devot“ stellen kannst. Wenn es Dich nicht überraschen würde, am Herd, Schreibtisch, oder sonst wo überfallen zu werden, wäre es dann noch so befriedigend? Liebe Grüße Alre, die gespannt ist, was hier noch so an Überlegungen und Ratschlägen zusammen kommt, spannendes Thema |
![]() | 09. Oktober 2006 zu deinem beispiel Hier ein kleines Beispiel: Wir beide an unseren Rechnern, ich wollte duschen gehen. Um ihn zu küssen setzte ich mich auf seinen Schoss. Er fing an meine Brüste zu massieren und meine Nippel zu zwirbeln. Für ihn war es der Beginn eines Spiels, und ich wusste nicht wie ich mich verhalten sollte. Es war ja nicht so dass ich es nicht wollte oder nicht bereit war. Ich fühlte mich nur unsicher und brauchte eine Weile um in die devote Rolle zu schlüpfen. ich bin sicher, dass es für mich in dem moment keine unsicherheit gegeben hätte, weil ich nicht versuche irgendeine erwartung zu erfüllen indem ich in eine rolle schlüpfe sondern einfach als frau und mensch reagiere. @alre beschreibt es mit den facetten so, wie auch ich es empfinde und so werde ich auch immer wieder der situation und stimmung entsprechend anders reagieren. in dem beschriebenen fall hätte ich mich einfach seinen händen hingegeben, weil es mir gefällt, was er mit mir tut *lächel* und weil ich weiß, dass er mich durch die art, wie er mich ansieht und anfasst genau dahin bringt, wo er mich hin haben will. was soll auch schon passieren? wenn ich zu egoistisch bin und einfach nur genieße, werde ich das sehr schnell zu hören oder zu fühlen bekommen und noch erregter werden als ich es ohnehin schon bin... vielleicht will er mich auch genau da haben, wo mein denken in den schritt rutscht, weil es ihm freude macht mich so zu sehen und er mit der macht über meine lust spielen kann. lieben gruß DieSukkubus |
![]() | 10. Oktober 2006 Unsicherheit Ich kenne dieses Problem auch. blackangel... wir haben schon viele lange Nächte darüber diskutiert Ich stehe noch sehr am Anfang und lerne. Und ich hatte in letzter Zeit dabei auch öfter die Situation, dass ich mir lächerlich vorkam, dass es mir peinlich war, auf Befragungen oder Situationen einzugehen. Ich plötzlich dumm daher redete oder blöd lachte. Mich damit aus dieser Situation rauszuwinden versuchte, obwohl auch ich mich danach sehne. Aber diese Peinlichkeit wurde von Dom sofort bemerkt und er wies mich sofort darauf hin und hinterfragte, was natürlich noch peinlicher war. Aber mich wiederum doch recht hart in die Rolle geworfen hat. Was ich festgestellt habe, ist, dass mir diverse Hilfsmittel, wie z.B. meine Lederfesseln und das Halsband, sehr helfen. Werden sie mir angelegt, bin ich sofort in meiner Rolle und devot und unterwerfe mich, ohne das geringste Gefühl von Lächerlichkeit. Dann kann ich wirklich genießen. Im Alltag bin ich es gewohnt, meinen "Mann" zu stehen, mich niemals zu unterwerfen. Liegt es am Zwiespalt, dass wir uns bei Dom gerne unterwerfen möchten, uns aber nur sehr schwer überwinden können, abzuschalten vom Alltag, einzutauchen in unser eigentliches Verlangen? Nachdem ich kürzlich in der Situation war, mich auch körperlich bis an meine Grenzen hinzugeben und zu unterwerfen, war es kein Problem mehr. Ich war die sub schlechthin und habe dieses Gefühl noch heute in mir. Aber ich weiß genau, es werden wieder Situationen kommen, in denen ich mir lächerlich vorkomme und ich nicht sofort eintauchen kann. Warum? Woran liegt es? Am Vertrauen liegt es nicht, das habe ich inzwischen zu diesem Mann. Manchmal ist es ein Gefühl von "jetzt nur nicht das Gesicht verlieren". hm... aber warum verstehe ich auch - noch - nicht. Liebe Grüße Engel |
![]() | 22. Oktober 2006 diverse Möglichkeiten Das ist bei mir ähnlich, allerdings wird das "Problem" je nach Situation angegangen. Es ist ja ein... ins Spiel hinein gehen - also sollte bei diesem "warmwerden" Sub sich allmählich reinversetzen können... eigendlich Manchmal finde ich die Situation auch sehr peinlich und muss deswegen lachen Manchmal hilft aber auch die Komunikation. Sich erst mal die "Sorgen oder Alltagssituationen" von der Seele reden und dann mit klarem, demütigen Kopf ins Spiel eintauchen. Hier ist natürlich auch der Dom gefragt, der seine Subi "so i hope" sehr gut kennen sollte, das er erst richtig mit dem Spiel beginnt, wenn sie auch dafür geistig bereit ist. |
