Aktfotografie Outdoor

17. Juni 2011
Aktfotografie Outdoor

Hey,


Ich habe mal eine frage an euch.

Undzwar, wie regelt ihr das eig. wenn ihr vorhabt ein Outdoor shooting zu machen, Akt oder Nude darum handelt es sich.

Meldet ihr das an, muss man das überhaupt anmelden, bei Stadtverwaltung oder so?

Wie geht ihr vor wenn Passanten euch kreuzen, wie reagieren eure Models darauf?

Die frage ist an Amateurfotografen, Hobbyfotografen und Professionelle Fotografen gerichtet also eig. an alle.

Welche Ausrüstung nehmt ihr mit wie viele Blitze stative ist das immer gleich oder macht ihr das von der Shooting Idee aus?

Gruße

Mac
20. Juni 2011

einsame Stelle suchen, so fotografieren, dass keine Auto/Radfahrer abgelenkt werden, nix anmelden (weswegen?).
Zufällig vorbeikommende Passanten reagieren interessiert bis amüsiert.
Mit dem Model vorher klären, ob ihr Passantenblicke etwas ausmachen. Ansonsten hält sich halt die Begleitperson mit Bademantel oder so bereit.
Kein Blitz, maximal Reflektor. Der Herr gab' uns eine Sonne, warum sollten wir Fotografen mehr brauchen (außer im Studio, ist klar).
20. Juni 2011

Ich denke, man sollte Aktfortografie Outdoor und NIP (Nude in Public) differenzieren.
Im ersten Fall geht es eher darum, ein Model vor einer schönen Landschaft (Kulisse) abzulichten. Da finden sich doch sicher jede Menge Plätze, wo men nicht mit Besucherströmen rechnen muß.
Meint man allerdings, dass man sein Aktmodel unbedingt vor dem Stachus oder am Marienplatz ablichten muß, so würde ich das eher in die Kategorie Nude in Public einordnen.
Dafür eine Genehmigung zu bekommen, dürfte für Otto von Nebenan nicht einfach sein. Geht also fast nur ohne.
Man muß sich dann halt darüber im Klaren sein dass es im schlimmsten Fall eine Anzeige nach sich ziehen kann und zwar eine Anzeige für das Model, wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses o.ä.
Einfach mal so in der Fußgängerzone aufschlagen, das Stativ aufbauen, evtl. Reflektor positionieren während das Model im Evakostüm daneben steht ist da eher suboptimal.
Wenn dann den Termin ganz früh am Morgen ansetzen, der Fotograf hält sich unauffällig bereit, das Model kommt mit Mantel und Begleitperson, der ihr den Mantel abnimmt - sie geht ein paar Meter während der Fotograf arbeitet, dann bekommt sie von einer zweiten Begleitperson einen Mantel und verschwindet sofort in einer Seitenstraße.

Aufpassen musst Du auch, wenn Du z.B. in U-Bahnhöfen o.ä. fotografierst. Das gilt schlimmstenfalls als Hausfriedensbruch und lässt sich mit den Überwachungskameras sogar beweisen.

Fred
20. Juni 2011
interessant

Also das mit NIP hab ich mir auch schon fast gedacht, aber wie sieht es aus wenn man Dessous in einer Einkaufsstrasse oder ähnliches Ablichten will, kann es da auch zu einer Anzeige kommen, weil die Person ja noch etwas an Kleidung trägt.

Aber wie ist es mit Objekten wie es viele gerne machen eine heruntergekommene Lagerhalle oder so (Hafen, Bauplätze usw), wo man hinein kommen könnte, muss man da sich anmelden? eigentlich ja schon, da es ja ein Grundstück und ein Gebäude ist. Aber wo? Wenn das Gebäude leer ist.

Gruß Mac
20. Juni 2011

Tja, das Thema Dessous dürfte Ansichtssache sein, bzw. abhängig davon, was man sich unter Dessous vorstellt. Ob sich dabei jemand gestört fühlt, wirst Du erst wissen, wenn es soweit ist.
Idealerweise befindet sich ein Dessousladen in der Einkaufsstraße und Deine Bilder so gut, dass die Interesse daran haben. Dann lässt sich sicher offiziell eine Genehmigung erreichen.

Was das Thema ABuruinen etc. betrifft: In der Regel gehört das Gebäude irgendwem, was wiederum bedeutet, dass man diesen auch um Erlaubnis fragen muß.
Penibel betrachtet braucht man nämlich für Fotos, die an so einer Location entstehen ein 'Property Release' des Eigentümers. Oder andersrum: Der Eigentümer könnte einer Veröffentlichung widersprechen, bzw. von Dir verlangen, die Veröffentlichung zurück zu nehmen.
Ich glaube, dass die meisten Amateurfotografen so ein Property Release nicht einholen - frei nach dem Motto: Wo kein Kläger, da kein Richter.
Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, dann kannst Du am Liegenschaftsamt erfragen, wem das Grundstück gehört. So kommst Du an die Adresse.

Kurzum: Alles was über die Panoramafreiheit hinausgeht und wo sich jemand gestört oder belästigt fühlen könnte, bleibt für die meisten Amateure eine Greuzone, weil es zu aufwendig oder gar nicht möglich ist, an eine Genehmigung zu kommen.
Somit muß man halt abwägen, welches Risiko man eingehen mag.

Fred
20. Juni 2011

Bei gebäuden habe ich mir das schon gedacht, dass man suchen muss wem es gehört. Aber wie sieht es mit Baustellen die nicht abgesperrt sind, oder wirklich Ruinen und Häfen?

Unter Dessous verstehe ich jetzt mal nur Unterwäsche (Tanga, Slip, Hot Pants, Hipster und BH alles wo man nichts sieht von der Intimzone).

Bei Freiland Aufnahmen Wald kann es zu weniger Problemen kommen wegen Erregung Öffentliches Ärgernisses oder kann es dazu auch kommen?

Bei Feldern muss ich den Zugehörigen Bauern suchen und fragen oder ist es da ehr nicht so wild?

Gruß
20. Juni 2011

wie oben schon gesagt, wo kein Kläger, da kein Richter.
Also schön unauffällig agieren und keine Schäden anrichten. Bei Feldern ist das natürlich 'n Problem, Model im Maisfeld macht normalerweise keinen Schaden, im Weizenfeld schon.
Für Häuserruinen und ähnliches auf Industriebasis bekommst du in der Regel keine Erlaubnis, weil bei Unfällen der Besitzer evtl mitverantwortlich gemacht werden kann.

Aber ich hatte noch nie Probleme, etwas ausserhalb eines Dorfes im Wald oder auf 'ner Wiese 'n Shooting zu machen, das interessiert keinen. Passanten sind heutzutage auch ziemlich tollerant, es ist im Zweifelsfall eher ein Problem, die Handykameras unter Kontrolle zu bringen ...

Und wenn du nicht sicher bist, ob's an einer Location Probleme gibt, dann geh' einfach vorher für 'n Portraitshooting hin. Da merkst du schon, wie die Umgebung darauf reagiert.

euro

PS: absolutes Tabu sind übrigens noch aktive Bahnstrecken ... Züge sind manchmal schneller als ihr Schall! Und das gibt heftig Matsch!
20. Juni 2011

danke Euro,
das mit den Probe Portraitshoots hab ich so noch gar nicht gesehen, ist aber eine sehr gute Idee.

danke für die Links, das bei der Model-Kartei schau ich mir gleich an, klar ist mir das ich bei einem Workshop geld zahlen muss ist aber nicht das schlimme, sondern ich bin nicht Mobil, habe weder auto noch führerschein.
20. Juni 2011
Link ModelKartei

Euro meinst du im Wald eine Art Strip? Erst nur Portrait und dann wenn man merkt die Luft ist "rein" dass man dann den Oberkörper frei macht und dann die ersten Akt aufnahmen macht, oder wie?
20. Juni 2011

(da hier keine Links erlaubt sind: ich hab' ihm 'n Zeiger auf 'ne Bildserie mit 'nem Model geschickt, Model lehnt an Baum, Model sitzt auf Waldboden auf Lichtung, ... ganz normales Model, ganz normaler Wald, ganz normales Licht, kein Blitz, kein Aufheller).

naja, so halb.
Ich fange (bei einem fremden Model) immer mit Portrait an, um erstmal eine Grundlage der Kommunikation zu schaffen ... was meint der Fotograf wirklich, wenn er irgendwas sagt, was ist bei ihm links (oder rechts), ... gleichzeitig sehe ich, ob das Model Angst vor Ameisen oder Spinnen oder Dreck hat.

Die ersten 10 bis 30 Aufnahmen sind ohnehin für die Tonne, da das Model noch zu unsicher ist und entsprechend in die Kamera guckt (von Ausnahmen abgesehen).

Und dann, wenn die ersten Portraits etwas geworden sind (ruhig das Model mal auf's Display schauen lassen), dann mit oben-ohne beginnen. Und dann bist du irgendwann beim Vollakt.

Wichtig: wenn das Model sich aus- oder umzieht, dann schaut der Fotograf weg und seine Kamera auch!

Laß dir Zeit ... plane mindestens 3 Stunden ein. Danach wirst du erstmal erschöpft sein. Mit etwas Erfahrung (und vielen Pausen zwischendurch) mache ich Shootings um 4 Stunden, aber mehr geht in der Regel nicht, weder beim Model noch bei mir.
20. Juni 2011

das mit aus- bzw umziehen ist mir klar das da der Fotograf und Cam weg schauen, bin da dann am überlegen so eine aufhänge Dusche zu besorgen welche Camper benutzen. Hoffe du weißt was ich meine.
20. Juni 2011

wenn du kein Schlammbad planst, dann ist das überflüssig.
'ne Packung feuchte Tücher für ein paar Euro sind ganz praktisch. Sehr gerne habe ich 'ne einseitig beschichtete Decke (oben Stoff, unten wasserdichtes Material) dabei, da kann das Model seine Klamotten drauflegen, damit sie nicht dreckig werden.
Ansonsten denk' daran, dass du die Sachen auch tragen mußt ... da ist weniger mehr.
Schokolade nicht vergessen! *g*
21. Juni 2011

wofür schokolade?
22. Juni 2011

Mac denk doch mal nach *g*
1. Schokolade macht glücklich --- sagt man
2. Schokolade entspannt
3. Schokolade ist das einzige, von Mückenstichen mal abgesehen, das Du mit dem Model teilen kannst.
4. Schokolade ist allemal ein besserer Gesprächseinstieg für ne lockere und entspannte Atmosphäre als Fußball, der letzte Urlaub oder die Steuererklärung.
5. Schokolade ist pure Energie, und auf der freien Wiese leichter verfügbar als ne Kaffeemaschine. Nach zwei bis drei Stunden wirst Du jede Menge davon brauchen.
Und schlussendlich, manchmal aber nur manchmal kann man mit der Schoki noch ganz andere Sachen anstellen, ja auch Ameisen ködern.......
*ggg* *ggg* *ggg*
23. Juni 2011

okay sehe ich ein, aber man sagt doch bei einem shooting kein kaffee cola oder ähnliche sachzähnen zu sehen sein können. Deswegen fragte ich.


Wie viele personen seit ihr immer, wenn ihr ein shooting outdoor habt? Bzw wie viel ist zu viel?

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