![]() | 04. Oktober 2006 Devot?! Hallo, ich habe mich gerade erst bei Euch eingefunden. Hab auch lange gesucht.... Alsooo, ich glaube, ich weiss gar nicht wie ich anfangen soll. Ich bin 33, verheiratet und Mutter einer Tochter. Mit meinem Mann bin ich seit 2001 zusammen. Haber seit 1999 einen Liebhaber...... Das ist für mich grundsätzlich nicht das Problem. Für mich ist das Problem, das ich nicht wirklich weiss, wo ich sexuell hingehöre..... Ich weiss, das ich harten Sex lieber mag als den liebevollen, weichen Sex. Ich steh auf harte Worte und darauf, härter angefasst zu werden. Mein Mann verkörpert nun nicht wirklich den dominanten Part in unserer Beziehung. Was hingegen mein Liebhaber sehr gut versteht. Es strahlt mir gegenüber eine Dominanz aus, die mich fast um den Verstand bringt Und er lebt diese Dominanz auch an und mit mir aus. Er selber ist auch in einer Beziehung! Nun, ich empfinde diese "Form" von Sex schon sehr befriedigend.... Aber ich habe denEindruck, das mir doch noch was fehlt!! Aber ich weiss nicht was??? Vielleicht versteht Ihr mein "Gefasel" ein bisschen? Was meint Ihr dazu? |
![]() | 04. Oktober 2006 Schwierig schwierig Tja du, was soll man dir raten? Keusch werden und ins Kloster gehen, dann sind alle Probleme auf einmal weg. Das kanns aber nicht sein. Ich bin weder ein Berater noch Gott oder ein Moralapostel, daher fällt es schwer, etwas "vernünftiges" zu raten. Aber meine Geschichte erzählen, das kann ich. Und vielleicht entdeckst du Parallelen. In meiner Ehe hatte ich die gleiche Probleme, nur eben am aktiven Ende. Mit meiner erzkatholischen Italienerin als Frau brauchte ich nicht das Gespräch suchen. Und ich habs versucht. Wieder und wieder, aber mein Sexus geriet mehr und mehr in Schräglage. Als dann noch 2 Fohlen im Stall waren war ich als MANN vollkommen abgemeldet und ich hatte die Wahl: Ducken oder bluten. Ich wählte die Methode er Feiglinge. Ducken. In den nächsten 13 Jahren f ickte ich alles was ne Mumu hatte, trieb mich in Clubs herum, auf Gangbangs, Parties und allem was danach roch, dass ich meinen Aal in den Bau bringen konnte.. Ich nahm quasi alles mit und mich überrascht wahrlich nichts mehr. Wurde ich dadurch zufriedener?Anfangs ja. Alles war aufregend, ich wurde begehrt ich wurde hofiert und war zufrieden. Aber nicht wirklich. Denn wie du schon schriebst: Etwas fehlt. Erstens das Ausleben meiner Neigung, zweitens das "danach", nämlich mit einem PARTNER aufzuwachen, körperliche Nähe, Zusammengehörigkeit und das Gefühl, "ganz" zu sein. All das was ich so trieb, wollte ich EIGENTLICH mit meinem Partner machen. Doch das ging nicht. Irgendwann entwickelt man einen Leidensdruck, wo nicht einmal die F ickerei Spaß macht. Dann war ich in einem SM Club und der Groschen fiel. Ein letzter Versuch, das Gespräch zu suchen, aber meine Ex schickte mich zu einem Püschologen. Dann der Entschluß: Ein radikaler Schnitt, abnabeln, Notausstieg und in der FOlge eine vollkommene Umstrukturierung meiner Persönlichkeit. ALl die Werte, die ich früher vertrat holte ich zurück und lebe heute so, wie ich es vor mir selbst vertreten kann. Ich kann mir morgens wieder ins Gesicht sehen und sagen; Ja, alter Junge, das bist du. Allein, aber nicht einsam. Ehrenvoll, Wahrhaftig und frei von jedem Arg. Denn ich habe FÜR MICH erkannt, dass ein AUfspleissen der falsche Weg ist. Liebe und Neigung zu trennen führt warhlich irgendwann dazu, dass du dich entscheiden musst. Das ist meine Vorhersage und dazu stehe ich. Es kommt ein Punkt, wo alles scheiße ist, wo nichts mehr stimmt, wo alle Ansprüche, all die Träume fort sind. Und ich denke, wenn du hier deine Frage schreibst, stehst du kurz davor, eine Entscheidung treffen zu müssen. Ich kann das spüren, denn ich denke ich habe einen ähnlichen Weg hinter mir. Denn wenn alles in Ordnung wäre, stellte sich die Frage nicht, also spürst du, dass etwas nicht okay ist, so, wie es ist. Helfen kann ich dir dabei nicht. Aber Ohr sein und helfen wo ich kann, soweit meine bescheidenen Mittel es zulassen. Tom |
![]() | 04. Oktober 2006 @ Tom Ich verneige mich vor Dir! |
![]() | 04. Oktober 2006 Probieren geht über stufieren! Einen wahren rat zu geben wäre wohl ziemlich fehl am platze! Es kann dir niemand einen rat dazu geben was dir fehlt, das kannst du wohl nur selber in erster Linie durch experementierfreudiges Neulandbetreten selber entdecken! |
![]() | 04. Oktober 2006 Die Devotion einer Frau ist immer so eine Sache... Viel Reden hilft meistens, vielleicht hilft die eine Art von Rollenspiel weiter... Da nimmt man ja eine andere Rolle an und vieles was einem Vielleicht in "seiner eigenen Haut" unangenehm wäre ist da halt nicht so oder ziemlich geringer Gruss Die Goa |
![]() | 04. Oktober 2006 sm hin oder her - was fehlt ist die liebe... wenn ich das alles so richtig lese bei dir, hast du erst den lover gehabt und dann einen anderen geheiratet (weil der lover schon gebunden war..?) und den lover dann doch behalten, weil der sex so gut ist? Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es hier vordergründig wirklich um deine sexuelle neigung geht, wenn es allein das wäre, wärest du ja happy mit deinem lover. für mich sieht es so aus, als ob beide partner dich nicht wirklich voll und ganz befriedigen können - der ehemann sexuell nicht und der lover emotional nicht (ist auch schwierig, wenn man teilen muss). was Tom mit dir (und uns) geteilt hat, ist eine großartige erkenntnis, ein nicht so einfacher weg und dazu kann man auch nicht viel mehr sagen. wollte dich nur darin unterstützen, deine situation genauer zu analysieren und dir mut geben, deinen weg auch weiterhin zu gehen, vielleicht liegt dein glück nur etwas jenseits von diesen beiden..! ich wünsche dir die liebe zu finden luise |
![]() | 05. Oktober 2006 @Ghostface meinen vollen Respekt für die Offenheit und Klarheit der Botschaft ... ... dem ist nichts hinzuzufügen. LG Baron |
![]() | 06. Oktober 2006 trulla, selbst zwei Situationen, die uns allein betrachtet Zufriedenheit bringen, müssen in der Kombination nicht unbedingt glücklich machen. Manchmal ist genau DAS der springende Punkt - und deiner Beschreibung nach fehlt dir in deiner Beziehung zu deinem Mann etwas, was du dir anderswo suchst. Auch wenn du deine Befriedigung bei deinem Lover hast - du findest dich selbst in der einen als auch der anderen Beziehung nicht 100% ig wieder... Was Tom beschrieben hat, trifft es auf den Punkt. Sicherlich erfordert es Selbsterkenntnis, einen festen Willen und Mut - aber du siehst: es kann funktionieren. Hut ab vor diesem offenen Statement, Tom! lg, Mrs.lessonsinlove |
