Sprachgebrauch von Sklave/In und Sub

03. Juni 2011
Sprachgebrauch von Sklave/In und Sub

Schon öfter kam es zu Kommunikationsproblemen, weil eine Sub sich als Sklavin bezeichnete, die so eigentlich keine war. Für Manche ist es das Gleiche, für Andere gibt es klare Unterschiede und ganz Andere mögen den Begriff Sklave/Sklavin garnicht.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist, dass es bei den devoten Frauen durchaus oft gerne zwischen Sub und Sklavin unterschieden wird, während es aber scheinbar einen überwiegenden Anteil an devoten Männern gibt, die sich Sklave nennen und nur selten Sub.

Wie kommt das zustande? Werden bei den "MaleSubs" garnicht erst Unterschiede zwischen den Begriffen gemacht oder neigen viele Herren gleich zum Extremen?

Wie sehen es die Doms und Subs unabhängig vom Geschlecht?

(Und ja ich weiß, Schubladen denken und so, aber mir mich interessiert jetzt mal. *zwinker*)
03. Juni 2011

Für mich gibt es eine klare Unterscheidung zwischen Sub und Sklave!

LA
03. Juni 2011

Ich nutze SM Vokabular i.d.R. mit Dritten aber nicht innerhalb einer Verbindung, welcher Art auch immer.

Sub wäre für mich der Oberbegriff für alle die unten spielen. Devote Masochisten diverser Ausprägung und diversen Geschlechts.

Sklave - im Prinzip kann es ja keinen Sklaven/Sklavin ohne Herr/in geben. Also beschreibt das her das Innenverhältnis.

Ich kenne nur den Unterschied, dass sich Mädels nur als Sklavin bezeichnen wenn sie wirklich in einer Beziehung sind, in der diese Absprachen herrschen.

Jungs bezeichnen sich viel öfter einfach als "Sklave" - auch ohne Herrin. Ausgeprägterer Grad der kopfkino Sexualisierung? Keine Ahnung.
04. Juni 2011

Ist ganz einfach, ich bezeichne mich idR als das, wie Dom mich bezeichnet...
Bin ich für ihn 'ne sub, bin ich halt sub, bin ich seine sklavin, nenne ich mich so... generell betrachtet kommen da noch Miststück, Schlampe, Entenwal (nur in bestimmter hormoneller Konstitution) etc dazu...

Dieser ganze Definitionskleinkrieg um sub/sklavin ist für mich unverständlich...

noxx *huhu*

PS: nur gegen "subbie" habe ich eine ausgeprägte Allergie...
04. Juni 2011
Ich meide das Wort "sub"

...weil es meiner Meinung nach dem Partner (oder meinethalben dem devoten Gegenüber) nicht gerecht wird, in keinster Weise!!!

Weil: Submarine, Subunternehmen, Subwoofer, Subkultur...

Bitte was soll das?
Dann schon lieber Sklave/Sklavin *zwinker*
Oder eben Miststück, Schlampe, dummes Ding, Stute *lächel*


Gruß Sov(er)
04. Juni 2011

Also uns ist ja das Wort Sklavin auch lieber obwohl es ja doch einen sehr großen Unterschied gibt.

Aber am besten interpretieren die Menschen in der Beziehung das für sich selber.
04. Juni 2011

Meiner (Chris) Ansicht nach ist Sub / Sklave/in ein enormer Unterschied, auch wenn die beiden Begriffe gerne mal durcheinandergeworfen werden. Ich gebe aber gerne zu, dass meine Sichtweise in ihrer klaren Ausprägung vermutlich eher selten ist - und vermutlich auch diskussionswürdig. *zwinker*

Eine Sklavin ist unterwürfig, ihrem Herrn ergeben (was ja besonders bei 24/7-Paaren häufig in einem "Sklavenvertrag" festgehalten wird) und auf gewisse Weise rechtlos. Sie liefert sich ihrem Herrn aus, und der bestimmt dann (sexuell oder auch generell) über ihr Leben, während sie mit demütig gesenktem Kopf danebensteht und es geschehen lässt - aus Liebe und Treue zu ihrem Herrn.

Subs (ich verstehe nicht, was das Problem mit dem Begriff ist - die Vorsilbe "sub" kommt einfach aus dem Lateinischen und bedeutet "unter", ist also durchaus passend) sind anders. Subs lassen sich gerne im sexuellen Bereich unterwerfen und dominieren, sind aber dabei dennoch selbstbestimmt und halten die Fäden beim Spiel ebenso in der Hand wie ihr Dom. Wenn Sub etwas unangenehm ist, dann sagt sie das, und dazu braucht es nicht mal unbedingt ein Safeword oder sowas.

Ich persönlich würde ganz ehrlich keine Sklavin wollen. Klar, für das Kopfkino ist es natürlich ein reizvoller Gedanke, eine Frau zu haben, die nie und zu nichts nein sagt, aber im echten Leben wäre mir das auf eine gewisse Weise zu langweilig. *zwinker*
Außerdem würde mir einfach etwas fehlen: Wenn ich mit Felice auf eine Party gehe und ihr das Halsband und die Leine anlege, wächst sie metaphorisch gesprochen noch um ein paar Zentimeter. Sie steht gerader, trägt den Kopf höher – kurz: Sie zeigt einfach, wie stolz sie darauf ist und wie schön sie es findet, das Halsband zu tragen und die damit verbundene Rolle als meine Sub zu verkörpern. *g* Es ist für mich ein traumhafter Anblick, wie sie diesen Stolz nach außen trägt – und wäre sie eine Sklavin, könnte sie das nicht (oder zumindest nicht so deutlich) tun.

Klar sind Sklavinnen mit Sicherheit ebenso stolz auf ihre Rolle und das, was sie tun, aber sie können es eben auch nur wesentlich schwerer nach außen tragen. Und das finde ich sehr schade. *zwinker*


Aber im Prinzip ist es schon richtig: Jeder interpretiert das irgendwie auf seine Weise. Und wenn beide damit glücklich sind... *zwinker*
04. Juni 2011

Richtig. Auch wir möchten keine Frau haben die einfach nur den ganzen Tag Sklavin ist. Denn das wäre einfach nur langweilig wenn sie zu allem ja und amen sagt.

Aber im Spiel ist es schon sehr reizvoll, wenn man da dagegen jemanden hat, der alles tut was man sagt. Denn was reizt uns den alle, ist es nicht genau das Machtgefälle und das uns jemand ohne Widerspruch dient. Ja und sollte ein Widerspruch kommen, ist es doch herrlich, wenn dann die Bestrafung folgt.
04. Juni 2011

Wir beziehen das ausschließlich auf das Spiel. Das tägliche Leben schaut ganz anders aus. Da gibt's kein Machtgefälle!


Gruß Sov(er)
04. Juni 2011

Erst einmal danke ich euch für die Antworten.

Besonders lustig ist, dass hier jeder Post so heran geführt wurde, dass es sich um eine einzig subjektive Darstellung handelt. "Ich finde/Ich bin der Meinung/Ich persönlich meine..." *mrgreen*

Und mir ist durchaus bewusst, dass jedes Individuum und/oder jedes Pärchen für sich nach bestem Wissen und Gewissen interpretiert. Das ist das Tolle am BDSM: Jeder macht sein eigenes Ding, doch ist es eben der doch krasse Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Verwendung der Worte Sub und Sklave/Sklavin, die mich sehr ins Grübeln brachten.

Um mal die "Pixy" zu zitieren:

Ich kenne nur den Unterschied, dass sich Mädels nur als Sklavin bezeichnen wenn sie wirklich in einer Beziehung sind, in der diese Absprachen herrschen.

Jungs bezeichnen sich viel öfter einfach als "Sklave" - auch ohne Herrin. Ausgeprägterer Grad der kopfkino Sexualisierung? Keine Ahnung.

Mag sich mal der ein oder andere Sklave zu Wort melden, um das zu erläutern? *liebguck*
04. Juni 2011

Besonders lustig ist, dass hier jeder Post so heran geführt wurde, dass es sich um eine einzig subjektive Darstellung handelt. "Ich finde/Ich bin der Meinung/Ich persönlich meine..."
Naja, wir sind uns wohl doch alle irgendwie bewusst, dass Sexualität individuell ist. *zwinker*

Und es wäre ja etwas absurd, wenn wir uns einerseits in unserem Profil über "Kleingeister, die die "Geschichte der O" für eine Gesetzestafel halten" aufregen, andererseits aber unsere Sichtweise für das Maß aller Dinge halten.
04. Juni 2011

Naja, wir sind uns wohl doch alle irgendwie bewusst, dass Sexualität individuell ist. *zwinker*

Ja, klar, aber die Worte, mit denen wir herumhantieren, kommt es doch oft zu Missverständnissen, weil sie jeder für anders interpretiert.

Ich möchte jetzt keinesfalls BDSM mit Religion in irgendeiner Weise vergleichen....nuuuur in dem Fall doch. *zwinker* Sieht man sich dort um, erkennt man auch schnell, dass jeder seine Religion nach eigener Sicht so interpretiert, wie er/sie am besten damit leben kann. Das sollte toleriert werden, wird es aber leider nicht immer. *snief*
04. Juni 2011

Ist man nicht so wie man sich fühlt?
Ich vergebe solche "titel" eher nicht...wenn Frau sich als Sklavin bei mir fühlt, dann ist sie es und wenn sie sich als Sub, Bottom, Zofe oder Hauobjekt fühlt, auch gut. Solange es ihr damit gut geht nehme ich sie als das an was ihr, ihr Gefühl sagt.
05. Juni 2011

Ist man nicht so wie man sich fühlt?

Hm, ja, man gibt sich den "Titel", dem man seiner Meinung nach für sich richtig empfindet. Aber dann ist die Frage, wieso unbedingt dieser Titel zu einem passt. Hat man sich Gedanken darüber gemacht und kann es erklären?

Und bislang wurde auch von den Usern erklärt, wieso sie es so halten, wie sie es halten - auch von dir, lieber Gordon. Einigen sind die Titel egal, andere wollen so heißen, weil sie anders nicht heißen wollen und wieder andere messen ihrem Titel einen besonderen Wert bei und nennen sich deshalb so.

Also alles Meinungen, die ich in keinster Weise hinterfrage.
05. Juni 2011

Also ich definiere bzw. nutze das Wort "Sub" in Bezug auf eine Unterwerfung in einer derzeit statt findenden Situation.

Sklave jedoch bedeutet für mich die ständige Unterwerfung - sprich auch im Alltag und nicht nur bei Sessions.

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