![]() | 22. Mai 2011 Die Sache... ...ist eben vielgestaltig. Während ich einer Frau nur wehtun kann, wenn sie mir wirklich etwas bedeutet, mag ein anderer umgekehrt ticken. Ich würde die Sache nicht überbewerten. In der nächsten Phase Eures Zusammenseins kann es furchtbar schön krachen und alles ist gut und der Himmel hängt voller Ukulelen. SM ist immer Kommunikation und Dein Dom sagt Dir etwas mit seinem Verhalten, was nur Ihr beide verstehen könnt. Du solltest ihm sagen, dass Du ihm gerne zuhörst, seine schmerzhaften Worte Dir gut tun und die Pein eine Bedeutung hat. Dann wird er die passenden Worte finden. |
![]() | 22. Mai 2011 Danke... ...dass ihr euch dem Thema angenommen habt. Es waren einige für mich interessante Gedanken dabei, auch wenn ich kein Fazit für mich ziehen kann...und wenn dann höchstens "reden, reden, reden...und zuhören" |
![]() | 23. Mai 2011 keine sorge freu dich lieber @ perlenfrau diese sache kennt jeder. punkt. steckt wohl in den urinstinkten, dass man hegt was man liebt. genauso wie bei jedem menschen der schutzinstinkt erwacht gegenüber einem kleinen kind. das er dir gut tut, wenn er dir scheinbar weh tut, bekommt er irgendwann einfach mal ins hirn. Dann läuft es rund. aber es ist gut wenn dieser instinkt da ist. er schützt dich und ihn. also freu dich. grüße Odin |
![]() | 23. Mai 2011 Bei uns war es fast genauso Hallo Perlenfrau Dein geschildertes Problem, kenne ich sehr gut. Auch bei uns verhielt es sich am Anfang fast genauso. Als ich mich vor fast 10 Jahren zu meiner Devoten Neigung bekannte (vorher liebte ich nur den normalen Sex), war das mit der anfänglichen Blockade bei meinem Mann / Herrn genau der selbe Fall. In all den Jahren vor meinem Outing, bekam ich nie von ihm einen Klapps oder wurde gescholten. Und als ich mich ihm offenbarte, musste auch mein Herr lernen und total umschalten, das ich nun von ihm anders als vorher behandelt werden wollte. In den ganzen Jahren vor meinem Outing, hatte mein Mann / Herr diverse andere Sklavinnen mit denen er seine Lust auslebte. Nun aber, musste er sich umstellen, was eine gewisse Zeit dauerte. Auch er wollte mir nicht Wehtun und sah anfangs immer und immer wieder seine Frau in mir, die er ja nie "geschlagen" hatte. Nun aber sollte er es tun und auch wie in deinem Fall hatte er Schwierigkeiten damit, dies umzusetzen. Auch ich habe ihm immer und immer wieder gesagt, das ich es so haben will und er schon mein "Stop" gesagt bekommt, wenn es für mich zu heftig werden sollte. Ich hatte damals genau wie Du, dieses besagte "Bauchweh" und war drauf und dran, mir einen anderen Herrn zusuchen. Diese Aussage, muss bei ihm wohl dann den Schalter umgelegt haben. Von dem Zeitpunkt an, sah er bei unseren Session nicht mehr seine vor ihm knieende Frau in mir, sondern seine Sklavin. Seit dem geniesse ich jede Minute mit ihm, in der er mich benutzt und so behandelt wie es sein soll. Es wird sicher für dich Perlenfrau, noch ein schwieriger Weg werden, bis ihr beide zu einander findet und er dich so nimmt, wie du es dir erhoffst und herbei sehnst. Sag ihm, das er Abschalten muss und nicht an seine Frau / Partnerin denken muss. Drücke euch ganz fest die Daumen das ihr euren Weg zusammen findet. LG Mel |
![]() | 23. Mai 2011 Dankeschön Mel |
![]() | 23. Mai 2011 Es ist doch ein Geben und Nehmen in so einer Partnerschaft, und warum sollte also die Liebe dem Ausleben der sadistischen Neigung im Widerspruch stehen..wenn doch der Partner ,eben seine Erfüllung und seine Befriedigung aus dem Schmerz zieht?! Wenn Der Devote Part auch entsprechend dem Sadisten Maso ist und es ausleben will wird er/sie einen weg dazu finden... Aber es gibt genug Subbies die nicht wirklich Maso sind... Ergo... Entweder der Sadist verzichtet auf seine Sadistischen Neigungen oder die/der Sub erhaelt schmerzen, von denen er/sie nichts hat oder der Sadist hat eine weitere Beziehung... Vielleicht auch eine 3ecks Beziehung... Selten aber soll es durchaus geben.... |
![]() | 23. Mai 2011 Die Sache mit der Liebe ... ... ist in der Tat so ein seltsam Ding. Ich kannte nicht nur einen Mann sehr gut, der eine Frau lange Jahre nicht mal "normal" ficken konnte, weil er sie so heftig liebte. Mit anderen "nebenbei-Liebschaften" klappte das hingegen bei ihm ohne Problem. Und dass auch Frauen beides manchmal nicht nur prächtig auseinander divideren, sondern die zwei Pole Gefühl und Lust auch als hinderlich oder gar gegensätzlich empfinden können, lernte ich später, wenn auch oft nicht so krass getrennt. Persönlich glaube ich, hat Sophia das Wesentliche bereits gesagt: Woanders ausleben...mich bedrückt manchmal dieser Gedanke, schon beim Lesen. Als könne man sich das so 'holen' wie man Brötchen kauft beim Bäcker. Teilersatz bzw. Patchwork-Befriedigung von Bedürfnissen ist halt nicht ganz so berauschend und traumerfüllend wie ein "Gesamtpaket". Letzteres aber erfordert nun mal Mut und Risiko. Das nämlich, dass es in die Hose gehen kann oder eben doch einfach nicht kongruent ist zwischen zweien, so gerne man es auch möchte. Und verzichten zu Gunsten einer Liebe auf etwas, was doch als Trieb zu mächtig und untergründig da ist, klappt in den meisten Fällen auch auf Dauer nicht. Letztlich entscheidet sich jede und jeder, was mir in einer Paarung wichtig bzw. wichtiger ist. Wenn es die Liebe sein sollte, dann werden gesprochene "Aufdeckungen" und Selbstreflexion immer von Nöten sein, wenn es die Lustbefriedigung ist, sind andere Wege denkbar. Rico |
![]() | 23. Mai 2011 SAD-Einschlag Ich finde das sehr eigenartig. Gerade wenn man die masochistische Partnerin liebt, tut man alles, um ihre Lust zu befriedigen und erlebt dabei selbst Befriedigung. Ich frage mich in eurem Fall, ob er nicht eher brutal zu nennen wäre. |
![]() | 24. Mai 2011 Mädchen... ... schlägt man(n) nicht. Jahrelang haben wir das gehört, wurde uns das bei jeder kleinen Gelegenheit eingetrichtert. Und auch wenn wir wir wissen, dass es durchaus gewollt ist, ist da immer noch der kleine Mann im Ohr, der diesen Satz mit unglaublicher Geduld auswendig gelernt hat und Ihn gerne immer wieder rezitiert. Und wenn es dann noch ein Mädchen ist, dass wir lieben, also noch mehr beschützen und behüten sollen, als das 'Allerweltsmädchen', dann kann das Ganze zu einer Hecke werden, die, über Jahre gehegt und gepflegt, nur schwer zu überwinden oder zu durchdringen ist. Mir hat es Jahrelang die Möglichkeit, meine Lust real auszuleben, genommen. Ich hatte dann wohl das Glück, dass in dem Moment, an dem meine Lust, oder, anders gesagt, der Drang nach Leben, größer war als die moralische Konditionierung ein Mensch an meiner Seite war, der dieselbe Lust erleben wollte und für den ich sehr viel empfand. So konnte ich die ersten Erfahrungen direkt in Verbindung mit tiefer Emotion machen. Ich musste dafür allerdings sehr über meinen Schatten springen, es ist nicht einfach, gegen eben diese Konditionierung anzugehen. Da kann der Partner noch so oft 'aber ich will's doch auch' sagen, Logik kommt gegen Erziehung nur schwer an. Was kannst Du tun? Eigentlich nur da sein. Die Momente spüren, in denen er beginnt, den Kopf ein bisschen weniger und den Bauch etwas mehr zu spüren. Sieh' den Moment, in dem seine Bestie wach wird, fühle, wenn er sie zurückruft und lock' sie dann mit Fleisch. Das klappt nicht immer, nicht auf Anhieb, aber eines Tages wird sie aus Ihm brechen und Ihr werdet es lieben. Er kann danach zusammenbrechen, ist doch gerade ein moralisches Gebilde, das sein Weltbild mit gehalten hat, zusammengebrochen. Dann ist Deine Stärke gefragt. Sei da, und halte den Engel und das Biest bei Dir, eigentlich mögen sich die Beiden. Ich wünsch' euch alles Gute! Gruß Sascha |
![]() | 24. Mai 2011 Hach... ...Gedankenaustausch ist doch etwas sehr Schönes und gerade die (mit-)geteilten ungeschminkten und ganz persönlichen Offenbarungen wie die deine, @Tamlin haben mich auf dem bisherigen Weg am ehesten und unmittelbarsten begreifen lassen, wie andere fühlen und ticken. Thanks dafür. Sophia |
![]() | 24. Mai 2011 Wow... @Tamlin.... hatte am Anfang wirklich Bedenken, meine Frage so öffentlich zu machen, da ich schon einige schlechte Erfahrungen mit "allwissenden BDSM-Profis" auf einer anderen Internetplattform gemacht habe. Was du geschrieben hast, ist für mich nachvollziehbar und den Weg, den du beschreibst, möchte ich auch gehen... Besonders die Stelle, "und lock sie dann mit Fleisch" hat mir gefallen. Danke Gruß Perlenfrau |
