Wenn unterwegs die Lust aufkommt...

20. Mai 2011
Wenn unterwegs die Lust aufkommt...

Hallo liebe Joyclubber,

das Thema Hygiene wird hier bei den meisten Mitgliedern ganz groß geschrieben. Bei manchen läuft nichts ohne vorherige Dusche. Auch Händewaschen nach der Toilette steht meistens nicht zur Debatte.

Wie sieht das Ganze aber aus, wenn man unterwegs ist und die Lust aufkommt? Man ist z.B. in der Stadt unterwegs und bei einer Shopping-Pause wandern die Finger unter den Rock. Manchmal ertappe ich mich dann bei Gedanken, die wenig anregend sind: "Wie viele Bakterien usw. schieben sich mit seinen Fingern nun in meinen Unterleib?"

Wie geht ihr damit um? Ist euch das egal? Geht ihr vorher Händewaschen? Oder habt ihr sogar Tüchlein o.Ä. dabei?

Freue mich über eure Beiträge! *g*

Viele Grüße und ein schönes Wochenende... XX

P.S.: In meinem Fall spielt da der BDSM-Kontext noch eine Rolle (deshalb "ständige Verfügbarkeit" im Titel), aber das ist nicht das Entscheidende.
20. Mai 2011

"Wie viele Bakterien usw. schieben sich mit seinen Fingern nun in meinen Unterleib?"
Das kommt wohl auch drauf an, wo er vorher mit seinen Pfoten war. Kann aber auch sein, dass hinterher mehr Bakterien auf seinen Fingern sind als es vorher waren.
20. Mai 2011

Kann aber auch sein, dass hinterher mehr Bakterien auf seinen Fingern sind als es vorher waren.

*ggg*

Großes Tennis *ggg*
20. Mai 2011

Gut, wenn ER davon ausginge, dass ICH die Bakterien-Schleuder bin, dann könnte er seine Finger ja einfach da lassen, wo sie sicher sind... *zwinker*
Ich habe da (theoretisch) nicht die Wahl.

@Feli: Ich gehe von einer üblichen Situation aus, dass heißt, seine "Pfoten" waren z.B. an den Türen verschiedener Läden (zumindest, wenn er mir die Tür aufhält), er hat Geld in den Händen gehabt usw. Reicht das zur Spezifikation? *g*
20. Mai 2011

Gut, wenn ER davon ausginge, dass ICH die Bakterien-Schleuder bin, dann könnte er seine Finger ja einfach da lassen, wo sie sicher sind...

So war's eigentlich auch nicht gemeint *zwinker* Ich wollte nur mal kurz die Relationen wieder herstellen. Die Vagina ist nämlich auch kein steriler Reinraum und beherbergt von sich aus schon eine reichhaltige Flora und Fauna... Im Normalfall auch mehr als auf einer normalsauberen Hand.

Ich gehe von einer üblichen Situation aus, dass heißt, seine "Pfoten" waren z.B. an den Türen verschiedener Läden (zumindest, wenn er mir die Tür aufhält), er hat Geld in den Händen gehabt usw.

Türen sind meist sauberer als man denkt (wenns nicht grad die Türklinke vom Bahnhofsklo samstags abends um 9 ist...). Außerdem sind in den meisten Läden die Türen ja ohnehin ständig offen oder gehen automatisch auf. Auch halten sich Keime da nicht besonders lange frisch.

Geld ist allerdings nicht unbedingt was hygienisches. Nicht ganz unbegründet muss in lebensmittelverarbeitenden Gewerbe das Geld streng von den Lebensmitteln getrennt werden. Die Keimbelastung ist aber im Allgemeinen nicht so hoch, als dass unser Körper damit nicht fertig werden könnte. An der Fleischtheke vom Metzger ist eben nur das Problem, dass sich das Fleisch in der Auslage nicht mehr gegen die Erreger wehren kann und evtl. vorzeitig verdirbt, wenn die Hygienebestimmungen nicht eingehalten werden.

Alles in allem also gar nicht so schlimm, wenn man mit gesundem Menschenverstand an die Sache ran geht. Bleibt nur noch das "Restrisiko des unbekannten"... man weiß halt leider nicht, welcher Schmutzfink vorher seinen Popel unter den Bistrostuhl geschmiert hat, den man grad an den Tisch rangezogen hat.
21. Mai 2011

Streng genommen ist das wirklich ziemlich eklig.
Händewaschen ist immer das Erste, was ich mache, wenn ich nach Hause komme. Vor allem, wenn man Geld oder Haltestangen in der Bahn (in den nächsten Monaten wieder zunehmend feuchter) angefasst hat. Meistens merkt man ja auch, dass die Hände irgendwie „schmierig“ sind.

Trotzdem geht man auch mal in der Stadt ein Eis essen, leckt sich dabei vielleicht die Finger ab und isst die vorher angefasste Waffel.
Oder man schiebt halt die Bakterien mitsamt Fingern in diverse Körperöffnungen.

Ein normales Immunsystem sollte das eigentlich aushalten, wenn man es nicht gerade mehrmals täglich tut und wenn man nicht zu denen gehört, die sehr anfällig für Pilze oder Blasenentzündungen sind.
Gerade wenn man sieht, was kleine Kinder alles in den Mund nehmen oder ablecken – alles eine Frage des Trainings.

Viel ekliger ist tatsächlich der Gedanke, mit welchen Bakterien (die da nun mal vorhanden sind und sein müssen) die Finger wieder rauskommen und wo man die dann in diversen Geschäften oder Verkehrsmitteln weiter verteilt... *wuerg*

Händefeuchttücher sind schon eine feine Sache, habe ich aber auch nur dabei, wenn ich davon ausgehe, dass ich sie evtl. brauchen werde.
21. Mai 2011

ich mach mir da eigentlich null gedanken. mein körper ist schon in der lage, mit allen normalen keimen fertig zu werden. gerade die scheidenflora ist da ziemlich agressiv und in der lage, sich ganz gut zur wehr zu setzen. andersherum gehe ich auch davon aus, dass man(n) nicht unbedingt mit patschnassen händen das nächste geländer anfasst. da keime ein bestimmtes millieu brauchen, um überleben zu können, halte ich eine millieuänderung (feucht nach trocken, sauer/basisch nach neutral) schon für durchaus ausreichend, um da keine großen probleme zu machen. da müßten schon so sehr unwahrscheinliche fälle auftreten wie: mann packt irgendwie kranker frau unter den rock, fasst dann mit nassen händen eine türklinke an und anderer mann fasst eine minute später dieselbe türklinke an, um dann mit den noch feuchten händen seiner frau unter den rock zu gehen.
ich geh mal stark davon aus, dass irgendwo in der kette ein natürlicher hände-abputz-reflex stattfindet *zwinker*
21. Mai 2011

Ich denke, der Anspruch an Sterilität im Zusammenhang mit menschlichen Körpern und Sex ist irgendwie.... abwegig, und ich finde es teilweise übertrieben, was für ein Hype um Einläufe, Rasur usw. gemacht wird.
Aber was Du da beschreibst würde ich auch nicht wollen. Nach dem Berühren von Türgriffen, Einkaufswagen, Geld usw. möchte ich keine ungewaschenen Finder in meinen Körperöffnungen haben. Ein kleines Sagrotan-Tüchlein, mit dem er sich flott die Finger abwischen kann, passt doch in jede Hosentasche, das dürfte doch kein Thema sein, oder?
21. Mai 2011

ich denke, auf dauer ist sagrotan für die scheidenflora schädlicher als irgendwelche imaginären keime *fiesgrins*
21. Mai 2011

Auf die Idee, aus einem Sagrotan-Tüchlein einen Tampon zu drehen, wäre ich jetzt gar nicht gekommen. Danke!
21. Mai 2011

Danke für die bisherigen Beiträge! *g*

@bellini: Klar, andersherum ist es auch nicht wirklich besser. Aber da man ja weiß, was man(n) getrieben hat, kann man(n) sein Verhalten danach ja entsprechend anpassen.

@summerlove71: Ich bin eigentlich keine "Hygiene-Fanatikerin" - ich besitze nicht einmal ein Desinfektionsmittel *zwinker* - und was körpereigene Keime & Co. angeht, hab ich da sowieso eher wenig Bedenken. Finde irgendwie nur den Gedanken an die "Fremdstoffe" unangenehm.

@marella: Mit dem Vertrauen auf die wehrhafte (oder aggressive) Scheidenflora hab ich mich bisher auch "getröstet". *g*

Mich hat die Meinung der anderen Joyclubber interessiert, vor allem auch, weil ich eine gewisse Diskrepanz sehe zwischen Aussagen wie "ohne vorherige Dusche läuft gar nichts" und "wir fallen immer übereinander her, wenn uns die Lust überkommt" (auch wenn das überspitzt dargestellt ist).

Viele Grüße und einen sonnigen Nachmittag... XX
21. Mai 2011

Ich gehe davon aus, daß die Keimbelastung auf normalen Einkaufshänden höher ist als in einer gesunden Muschi!

Ich hoffe, meine kann sich ausreichend wehren. *freundchen*
21. Mai 2011

übertrieben find ich es, wenn es nicht ausreichend ist morgens und abends körperpflege zu betreiben, wäsche zu wechseln und ein deo zu verwenden. dazwischen ist es meiner meinung nach jederzeit möglich sex ohne irgendwelche maßnahmen zu haben!
ausser man hat ein krankheitsbedingtes geruchsproblem.
21. Mai 2011
Die Erfahrung lehrt,

dass im Kindergarten die Kinder ständig erkranken, deren Eltern besonders großen Wert auf Sauberkeit legen. Immunität erwirbt der Körper nur, indem er Abwehrstoffe bilden kann.

Zwar weiß ich, dass Damentoiletten nicht aussagen, dass die Benutzerinnen sehr reinlich sind und Herren im Supermarkt vor Aussuchen der Tomaten in der Toilette das Waschbecken ignorieren, aber im Normalfall gehe ich davon aus, dass Menschen, die gerade dabei sind, sich mit anderen Menschen näher zu befassen, zuvor das Nötigste zur Reinhaltung getan haben, ohne dass ich mir ihre Hände zeigen lassen muss, um den Dreck unter den Fingernägeln in Relation zu ihrer Gesamtsauberkeit zu setzen.
22. Mai 2011

[...]möchte ich keine ungewaschenen Finder in meinen Körperöffnungen haben.


Einen Finder möchte ich auch nicht in Körperöffnungen. Das tut doch sicher weh!? *panik*
Und falls "frau" sich später revanchiert, ist das dann Finderlohn? *gruebel*


(Sorry, aber hier konnte ich einfach nicht widerstehen. *zwinker* )


Zum Thema:

Hygiene ist schon wichtig, aber ich hatte schon mehr als einmal in meinem Leben oben beschriebenen spontanen Sex und bin davon noch niemals krank geworden.
Ich habe aber eh keine Probleme mit Pilzinfektionen. Vielleicht haben manche Frauen einfach Glück, dass sie da robuster sind als andere.

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