![]() | 09. Mai 2011 Ist doch letztlich wurscht, warum sie ausgestiegen ist. Sie ist es, sie hat es auch deutlich genug kommuniziert. Mehr braucht man dazu letztlich nicht zu wissen. Der Threadersteller fragte ja auch, ob sie so etwas kennen oder selbst erlebt haben. Dazu kann ich nur sagen: So wie der Fall klingt, geschieht er tagtäglich, überall auf der Welt! Überall dort, wo man mit großer Leidenschaft einsteigt, kann es auch passieren, dass dasselbe später mit derselben Leidenschaft verdammt wird. Da ist es auch völlig egal, ob es um BDSM, die Liebe oder Häkelstricken geht, wer mit ganzem Herzen dabei ist, ist auch dazu fähig, dasselbe irgendwann mit ganzem Herzen auch zu verachten. Das heißt nicht dass jeder es dann auch tun wird. Aber ausschließen kann man es nie. So pauschal wie du würde ich "Wunschzettelsubs" nicht aburteilen, leif. Ich kann mir auch vorstellen, dass einige so anfangen, später dann aber doch vom Wunschzettel Abstand nehmen, weil der SM abseits des Wunschzetttels ja gaaar nicht mal so selten der Interessantere ist. Und einmal erlebt, nun ja ... Auch da steckt man nie drin, wie weit man in der eigenen Entwicklung ist. |
![]() | 09. Mai 2011 Es ist fast so wie, das erste Mal ficken, wie das erste Mal SM machen. Eine Frau für das Leben, hat man durch beides nicht gefunden. Aber beim nächsten Mal klappt es bestimmt. Als Mann ist man immer erst mal der Dumme, wird so dargestellt und man fühlt sich dann auch so, egal, was man gemacht hat. Und ich stelle mir, das erste Mal Dom zu sein, ganz schlimm vor. |
![]() | 09. Mai 2011 Naja, wie so oft im Leben hat die Medaille zwei Seiten. Bist du der erste Dom, dann wird sie dich niemals vergessen. Erst recht wenn es gut lief (unabhängig davon wie lange). Auf der anderen Seite ist der erste Dom meist nicht derjenige, mit der Sub dann durchs Leben geht. Ist n bisschen wie mit dem ersten Job nach der Ausbildung. Ist meistens auch nicht der, bei dem man kleben bleibt. Auch die erste längere Beziehung hält selten ewig. Aber! Erstens gibt's immer wieder mal Ausnahmen, die die Regeln bestätigen. Und zweitens, wieso später Trübsal blasen, wenn die gemeinsame Zeit zuvor wunderschön war? Diese hatte man schließlich miteinander, und das ist doch auch schon eine ganze Menge wert. Auch schöne Zeiten, dann mit einer anderen Person, kommen immer wieder. |
![]() | 09. Mai 2011 -Zum Thema Safewort: Jeder hat auch einen Verbandskasten im Auto, obwohl die meisten weder damit umgehen können, noch überhaupt wissen wo der denn rumfährt. Aber man kann ja auch in einen Unfall verwickelt werden ohne selber schuld zu sein? In aller Regel kann ich meine Gegenüber, so sie sich nicht verstellt, lesen. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Ergo ist es sinnvoll wenigstens zu wissen, dass ein Verbandskasten an Bord ist. Tut ja auch nicht weh? Oder? Zur ursprünglichen Frage: Abgesehen von der Geschichte die ich am Amfang dieses Thread erzählt habe, ist die Erfahrung dazu gekommen, daß es kein Einheitsverfahren gibt. Die allgemeingütige Regel ist Illusion. Auch wenn ich diesen Smappytest, zu xy% devot und zj%maso und blablabla eher für idiotisch halte, spiegelt er doch die Realität wieder. Was bei der/dem einen Lust hervorruft, ringt dem anderen ein Lächeln ab. Im Gegenzug flüchtet der andere wo die eine explodiert. Muss man einfach miteinander reden. JA auch ein Dom mit Sub. Wenn ich gerade so am Aufwasch bin.... die Sache mit den Wunschzettelsubbis....... Ist ein Etikett, daß von "Herr" gerne an Subbi geklebt wird, wenn es an eigenem Durchsetzungsvermögen und Ideen fehlt. Ist so.Punkt. Fakt ist wohl eher, daß sich zwei begegnen die Wünsche aneinander haben. Also haben beide einen Wunschzettel, wenn auch vermutlich nur im Kopf. Ist doch lutig wenn der Eine dem Anderen das vorwerfen kann? Meine Erfahrung ist: Nichts ist schöner, als eine Person mit dominanter ausstrahlung begegnet einem devoten Part und die Kompatibilitätsprüfung ist lange und lustvoll. |
![]() | 10. Mai 2011 Safewort notwendig ? ich hab auch ein vereinbartes Safewort, das gleiche wie Hanjie, das Wort STOPP ! Ich hab es (soweit ich mich recht erinnere) erst 1 x in meinem Leben aussprechen müssen. Ich bin froh zu wissen, dass ich (wenn ich in der Maso-Rolle bin) sofort alles stoppen kann. Die Regel sollte es keinesfalls sein, als Maso häufig STOPP sagen zu müssen, denn dann fehlt es Sado m.E. an Einfühlungsvermögen. Ein / eine gute Dom / Sado sollte normalerweise erkennen, ob Maso aus Lust stöhnt / schreit oder bestimmte Grenzen zu schnell und zu stark überschritten wurden. |
![]() | 10. Mai 2011 Meine Erfahrung ist: Nichts ist schöner, als eine Person mit dominanter ausstrahlung begegnet einem devoten Part und die Kompatibilitätsprüfung ist lange und lustvoll. Da kann ich unterschreiben. Authenzität kommt von den Gefühlen. Und damit meine ich jetzt nicht solche wie die, der man der "großen Liebe" zuschreibt. Ob nun mit Eheschein oder ohne. Ob die Verbindung auf "Lebenslang"eingerichtet oder auf "Kurzzeit". Wenn Gefühle so geäußert werden, ob verbal oder nonverbal, daß sie auch den eigenen inneren Tatsachen entsprechen, hat man sein Maß an Authenzität erreicht. Nichts ist unerotischer als " einem Schein" hinterherzujagen, "weil irgendwas, irgendwie sein muß und weil es alle so machen", weil man glaubt anderer erwarten das von einem oder man muß was so machen, damit man zur Szene gehört Weil es so in der großen imaginären BDSM Handbuchbibel steht oder in beliebten Romanen". Es liegt an einem selbst, ob man ein Schauspiel für sich und andere inzeniert oder ob man mit seinem Partner spielt und die Gegenseitig vermittelten Gefühle genießt. |
