![]() | 10. Dezember 2011 Eines noch. Traurigerweise liest Lyndie leider nicht mehr mit, denn ich hätte ihr noch gerne etwas mit auf den Weg gegeben. Denn diese, ihre Aussage stösst mir relativ sauer auf: Also erspare doch bitte mir und dem Rest des Joy deine ungefragten Ratschläge. Man kann geteilter Meinung über die Schlußfolgerungen von ChipndaleY sein - vor allem in Bezug auf Lyndies Gefühlswelt (Ich hätte mich auch nicht ganz so weit aus dem Fenster gelehnt, wie er es getan hat.) Nichtsdestotrotz, manche Gedanken im Rest seines Post fand ich durchaus interessant. Und da ich Teil "des Rests vom Joy" bin, finde ich es gar nicht lustig, wenn a) in meinem Namen gesprochen wird und b) anderen eine geistige Zensurschere nahegelegt wird, die wiederum mir im konkreten Fall interessante Gedanken vorenthalten hätte. Wir leben hier nicht im chinesischen Intranet, sondern ich entscheide immer noch selbst, was ich lese und wie ich welches Posting interpretiere will, ohne das dieses - überspitzt ausgedrückt - erst von Lyndie genehmigt werden muss. Schattenkrieger (Not amused) |
![]() | 10. Dezember 2011 ...ich bin keine Frau die Selbstaufgabe für jemand anderen betreibt. Wo fängt denn die Selbstaufgabe an? Also ich denke sehr wichtig in einer Partnerschaft ist es auch genug alleine machen zu können. Zusammen zu sein ist keine 24/7 Symbiose zweier Menschen. |
![]() | 12. Dezember 2011 Um den Thread wieder ein wenig zu reanimieren,... ...nachdem er sich ein wenig tot gelaufen hat... *hüstel* Zusammen zu sein ist keine 24/7 Symbiose zweier Menschen. Leute aus dem BDSM-Bereich, die Total Power Exchange betreiben, sehen das sicher anders Im Ernst: Dieses Beziehungsbild ist aber doch genau die Art von Scheiße, die Hollywood, "Brigitte", "Frau im Spiegel" oder die Werbeindustrie Männlein und Weiblein in diesem Land weiß machen wollen. Strahlende Saubermänner und -frauen zelebrieren ein nach außen mediengerecht aufbereitetes Familienleben. Stets lächelnd, händchenhaltend und Küsschen austeilend trübt kein Wölkchen der Zwietracht die demonstrativ zur Schau gestellte Harmonie und das Wir-Gefühl. Das andere Extrem ist der gelebte Egotrip zweier Menschen - aka "Selbstverwirklichung" -, der die bei jedem Menschen vorhandenen Empfindlichkeiten und Eigenheiten des Gegenübers schon als Einschränkung der persönlichen Freiheit empfindet. Das Schlimme ist, dass das nicht nur theoretische Extremmarken für die feinen Abstufungen dazwischen sind, sondern diese Extreme tatsächlich in freier Wildbahn so zu beobachten sind (ich selbst habe z.B. in einem Konstrukt der obigen Variante 1 gelebt). These - Antithese - Synthese: Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte. Meines Erachtens besteht die Kunst, eine glückliche Beziehung zu führen, u.a. darin, die optimale Distanz mit dem Partner auszuhandeln, die für beide akzeptabel ist - und die sich im Laufe der Partnerschaft durchaus ändern kann. Was das mit Langzeit-Singles zu tun hat? Man sollte sich vielleicht weniger darum scheren, was "die Gesellschaft" für ein Idealbild von Beziehungen hat. D.h. Leute, die bewusst alleine leben, sind nicht per se "gestört", "bindungsunfähig" oder "bedauernswert". Und Paare müssen zu allererst ihren Ansprüchen genügen: Was tut mir gut, was tut meinem Partner gut? Nicht: "Was muss ich / müssen wir tun, um einem vorgeblichem, durch das Umfeld definiertem Ideal gerecht zu werden." Das Wort zum Montag sprach |
![]() | 13. Dezember 2011 Montagsaussage Kurz gesagt geht es darum, in einer Paarbeziehung die Balance zu finden zwischen Nähe und Distanz. |
![]() | 13. Dezember 2011 und... ...Nähe und Distanz können am besten geregelt werden, indem man sich selbst genug kennt, um das eigene Bedürfnis nach Nähe und Distanz verstehen und verbalisieren zu können. Und dann noch jemanden zu finden, dessen Bedürfnisse ähnlich sind. |
