Dominante MÄNNER, die auf Erniedrigung stehen...*frage hab*

21. April 2011
Dominante MÄNNER, die auf Erniedrigung stehen...*frage hab*

Hallo,

ich habe mal eine Frage an die Männer hier.
Ich bin weiblich und Devot.

Ich stehe total darauf erniedrigt zu werden, die Macht dem gegenüber zu überlassen selbstverständlich muss dies in einer Partnerschaft sein wo Vertrauen herrscht.

Ich habe mir aber persönlich nie die Frage gestellt, was Männer dabei denken/fühlen die Frau gegenüber zu Erniedrigen?

Was fühlt ihr?
Wie Erniedrigt ihr? ( im beidseitigem einverständnis)
Was geht wärend dessen in eurem Kopf vor?
Woher kommt evtl. diese Neigung Dominant zu sein?

Diese Fragen sind doch für mich schwer zu beschreiben.
Ich hoffe ihr versteht worauf ich hinaus will.

lg

Langhals_Frau
22. April 2011
Dominante Männer, die gerne eine Frau erniedrigen

Hallo Langhals-Frau,
die Neigung etlicher Männer dominant zu sein kann in deren Kindheit oder auch sehr viel später entstanden sein.
Latente Neigung zu dominant, devot oder beides trägt voraussichtlich jeder seit Geburt in sich.

Wenn ich zu einer devoten Frau dominant bin, ist mein Gefühl die Freude, dass ihr das sehr gut gefällt. Den Rahmen (go / no go) habe ich zuvor mit ihr natürlich abgesteckt, und Safe-Wort.
Kein exaktes Drehbuch, schließlich genießt sie es nicht genau zu wissen, was für Überraschungen auf sie warten.

Ich selbst bin Switcher zwischen Dom / Sado und Sub / Maso. Hierbei überwiegt bei mir die Sub / Maso-Neigung.
Nicht dass ich eingebildet wäre, aber gerade durch die beiden Gegensätze in mir bin ich für etliche Frauen der Wunsch-Dom (bin aber bezüglich fester Beziehung seit 11 Jahren vergeben) Ich verstehe Sub / Devot total, weil ich selbst am liebsten diese Rolle einnehme.

Zuweilen geht mir beim Spielen der Gedanke durch den Kopf "hoffentlich gerät diese Frau niemals an einen echten Sadisten, der möglicherweise gar nicht so sehr darauf bedacht ist dass es der Frau wirklich gefällt".

Liebe Grüße
Frank_54
22. April 2011
Nachtrag

wie ich erniedrige möchte ich nicht veröffentlichen, weil die insbesondere gemeinte Frau mir das übel nehmen könnte, wenn ich solche Intimitäten hier schreibe.
Grundsätzlich sollte der Dom ganz einfach auf die Wünsche von Sub / Devot eingehen.
Wichtig ist natürlich, dass du ihm sagst was dir gefällt !
LG Frank_54
22. April 2011
Provokante Gegenfrage

Grundsätzlich sollte der Dom ganz einfach auf die Wünsche von Sub / Devot eingehen.

Ist es dann noch eine Erniedrigung, oder die Erfüllung eines Wunschzettels der Sub?


Meine Ansicht zur Frage der TE ist da ganz einfach. Es ist das Gefühl von Macht, das sie meinen Wünschen folgt, und das gerade in dem Wissen sie macht es für mich, nicht weil sie es geil macht.
Wenn es sie geil macht, dann ist das nur ein schöner Nebeneffekt.
22. April 2011

Ist es dann noch eine Erniedrigung, oder die Erfüllung eines Wunschzettels der Sub?

Was Erniedrigung ist und was nicht, hängt wohl vorallem vom moralischen Empfinden des Sub ab. Nichtsdestotrotz wird der Dom auf die Wünsche des Sub eingehen müssen, denn es muss auf gegenseitiger Freiwilligkeit beruhen.

Ist dann nicht der Sub der eigentliche Dom? *hae*
22. April 2011
Sub der eigentliche Dom ?

@Ace_83

Im Idealfall aus Sicht der Sub / Devot / Maso ist sie (im wünschenswerten Fall von beiderseitiger Freiwilligkeit) in der Tat der / die eigentliche Dom !
Sie steckt mit dem (ich nenne es mal) "Spieldom" den Rahmen ab, in dem er agieren soll.
Sie ist bei diesem Spiel selbstverständlich die Chefin.

Natürlich gibt es auch Subs die garnicht Chefin sein wollen und eher einen echten Dom / Sado wollen.

In meinen Beziehungen bin ich am liebsten Sub / Maso, gebe aber der Dom den Rahmen vor und bin selbstverständlich der eigentliche Chef.
So mag ich das am liebsten.
Wenn die Dom nicht "spurt", dreh ich den Spieß herum (ich bin Switcher !) und bestraf sie dafür. In diesem Fall bin ich echter Dom.
22. April 2011

Natürlich gibt es auch Subs die garnicht Chefin sein wollen und eher einen echten Dom / Sado wollen.

Was genau heißt denn "echter" Dom oder Sado? Ich habe BDSM immer als eine Art von "Spiel" ausgelegt, in der beide Parteien an vorherrschende Regeln und Grenzen richten, die sie sich selbst auferlegt haben.

Wenn die Dom nicht "spurt", dreh ich den Spieß herum (ich bin Switcher !) und bestraf sie dafür. In diesem Fall bin ich echter Dom.

Aber in dem Fall findet doch auch nur ein von beiden Partnern akzeptierter Rollenwechsel statt, indem deine Dom den devoten Part übernimmt, weil du in dem Moment aus deiner devoten Rolle in die dominante "schlüpfst".

Denn genau so hatte ich es eigentlich verstanden:

Im Idealfall aus Sicht der Sub / Devot / Maso ist sie (im wünschenswerten Fall von beiderseitiger Freiwilligkeit) in der Tat der / die eigentliche Dom !
Sie steckt mit dem (ich nenne es mal) "Spieldom" den Rahmen ab, in dem er agieren soll.
Sie ist bei diesem Spiel selbstverständlich die Chefin.
22. April 2011
@Ace_83

so soll es sein, dass sich beide Parteien an vorherrschende Regeln und Grenzen richten, die sie sich selbst auferlegt haben.

Unter "echtem Dom" oder echtem "Sado" verstehe ich diejenigen, die recht egoistisch überwiegend auf die Befriedungung der eigenen Lust achten, denen die Empfindungen der "Spielpartner" nicht wirklich wichtig sind. Solche echten Sadisten findet man überall auf der Welt (einfach mal tiefergehende Berichte von amnesty international oder clear harmony lesen).
Diese Definition "echte ..." ist aber rein meine Definition, bis jetzt hab ich dafür keine bessere Bezeichnung gefunden.

"dreh ich den Spieß herum": Selbstverständlich als von beiden akzeptierter Rollenwechsel (so total echter Dom gemäß meiner Definition bin ich dann doch nicht wirklich) !
22. April 2011

Ah, ok, Danke.

Hatte also doch verstanden, was du gemeint hattest. *ggg*
23. April 2011
"Echte" Erniedrigung

sind für mich die Dinge, wo Dom einfach weiß das Sub sie nicht will / mag, aber dennoch für Dom macht.

Simple Beispiele:
Sie / Er steht überhaupt nicht auf NS schlucken, mag es wohl auf den Körper, macht es aber auf ausdrücklichen Wunsch hin aber doch.

Oder:
Selbstbefriedigung kann für viele sehr intim sein. Diese dann vor anderen Zuschauern zu praktizieren, kann auch den Zweck erfüllen.

Erniedrigung ist wie vieles andere sehr individuell.

Dazu muss Dom einfach wissen, was Sub nicht will aber dennoch macht. Das ist dann noch in meinen Augen die einzige Form der Erniedrigung, wo ein bedingtes Einverständnis vorliegt, die Spielart aber selbst nicht von der Libido des Subs gewünscht wird.

Und nur wenn Sub sich dabei "schlecht" und nicht geil (!) fühlt, kann es Erniedrigung sein.
23. April 2011

Und nur wenn Sub sich dabei "schlecht" und nicht geil (!) fühlt, kann es Erniedrigung sein.

Entschuldige bitte meine laienhafte Frage, aber was macht dann den Reiz aus, wenn ich mich schlecht und nicht geil dabei fühle?

Mal das "sich nicht geil fühlen" außen vor gelassen: Dinge die mich schlecht fühlen lassen, versuche ich normalerweise weiträumig zu umgehen und begebe mich nicht noch freiwillig in diese Situation.
Oder?
23. April 2011
naja ????

muss das eigentlich nicht unbedingt haben, aber wenn sie es unbedingt will !!!!
Was da geil dran ist ????
Denke in erster linie , das es ihr gefällt.
Und natürlich zu sehen das sie , die im Leben vieleicht ehr ruhig und
liebevolle Mutter ist , im Bett ( oder so ) mal so richtig dirty ist.
Dazu gehört aber meiner Meinung nach auch , daß Sie mal die Iniziative ergreift und sich nimmt was sie haben will. :-))
23. April 2011
Immer wiederkehrend

tauchen hier Fragen auf, die nicht generell beantwortet werden können. Jeder Dom denkt anders und er denkt je nach Sub wieder anders.

Bei mir ist es so, dass ich nach einigen Versuchen mit zwar hübschen Subs, die mir aber als Mensch nicht wichtig genug waren und mich langweilten (wofür sie nichts konnten), nur noch bei Liebe handelte. Ein sehr wichtiger Grund: ich halte es für unmoralisch, sich eines Menschen unter Vorspiegelung falscher Gefühle oder Tatsachen zu bedienen. Natürlich merkte ich auch, dass meine Hemmschwelle sinken könnte, wenn ich mich beliebiger Subs bedienen würde, ohne dass dabei ein Positiveffekt entstünde.

Wenn ich eine Frau als Sub liebe, ist alles anders und bei aller Dominanz ordne ich mein Tun den gemeinsamen Zielen der Lust unter. Dann kann ich sie mit Ohrfeigensalven beglücken oder auch sonst scheinbar malträtieren, ich weiß, dass es dazu dient, ihre Lust zu entfachen- und nur das ist wichtig. Erniedrigung ist dann eigentlich das Gegenteil.
23. April 2011

Entschuldige bitte meine laienhafte Frage, aber was macht dann den Reiz aus, wenn ich mich schlecht und nicht geil dabei fühle?

Dann ergänze "unmittelbar dabei". Der Reiz ist dann ein Gemisch aus Machtlosigkeit, Scham etc. und dem Rückblick, in dem die Situation genau deswegen trotzdem geil gewesen ist.

Mal das "sich nicht geil fühlen" außen vor gelassen: Dinge die mich schlecht fühlen lassen, versuche ich normalerweise weiträumig zu umgehen und begebe mich nicht noch freiwillig in diese Situation.
Oder?

Menschen sind halt verschieden.
Wobei dazu natürlich noch der individuell erotisierbare Kontext gehört. Auch für jede(n) Sub, gibt es Dinge, die trotzdem umgangen werden, genauso wie Masochisten in der Regel auch nicht von einer Wurzelbehandlung geil werden.
23. April 2011
@Weintrinker1 , "Echte" Erniedrigung

das entspricht meiner Definition von z.B. "echter" Sadist.

Ich beispielsweise mag nicht "echt" erniedrigt werden, denn mir macht das keinen Spaß und sexuell schon gleich überhaupt nicht.
Wem "echte" Erniedrigung gefällt, ist natürlich okay.

Ob Erniedrigungen die mir gefallen (also keine "echte") gar keine Erniedrigungen sind, ist schon fast eine philosophische Frage.
Ich würde all das als Erniedrigung bezeichnen, was die große Mehrheit der Menschen nicht mag.

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