Dominant / Devot geht das?

24. September 2006
lass Dich nicht festlegen...

Was gibt es Schöneres, als Seiten an sich zu entdecken, die bislang im Dunklen lagen? Was gibt es Schöneres, als sich selbst immer neu kennenzulernen, neue Grenzen, neue Freiheiten?

Vielleicht findest Du Deine "wahre" Berufung auf der einen oder der anderen Seite, vielleicht geht es Dir wie vielen anderen, die das Wechselspiel von Dominanz und Demut lieben, den Widerstreit mit sich und anderen, der die die Rollen nicht von anbeginn festlegt.

Ich liebe devote Frauen dann, wenn sie sich selbstbewußt hingeben, ich unterwerfe mich, wenn ich mich hingeben will. Das mag "eingefleischten" SMlerInnen als halbfertig vorkommen, für mich ist es eine wichtige Voraussetzung...
24. September 2006
Hallo Lady Darkness

Tja mit dem SM ist das so eine Sache. Manche halten es für das nonplusultra im Leben andere Träumen nur davon und leben es niemals aus. Das wichtigste was ich dazu aus meiner Erfahrung sagen kann ist recht einfach:

Auch wenn es Begriffe wie Dominant, devot, sado oder maso gibt, es gibt niemanden auf der Welt der dich zwingt dich in eine der Schubladen zu stecken.

Einzig und allein du bestimmst wieweit du SM auslebst und vor allem wie. Das allerdings, wie du das machst, was dir am besten gefällt musst du selbst herausfinden.

Ich weiß das hört sich brutal und von mir vielleicht überheblich an, aber es ist eine Tatsache! Natürlich kannst du dabei Hilfe suchen oder wie hier in Foren herumfragen, aber ich warne davor eine Rolle zu spielen die du nicht willst. Irgendwann wirst du sie entweder nicht mehr mögen oder im Extrem bereuen.

Andererseits hat jeder Mensch sein eigenes empfinden, auch in Hinsicht auf Devot oder dominant. Ich habe genausoviele dominante Fantasien wie devote und auch schon viele ausgelebt. Aber ich ich habe dabei auch für mich gelernt, dass ich weder dominat genug bin um eine ausschließlich (auch DS genannte) Beziehung in der Richtung führen kann, wie im umgekehrten Fall, dann dafür bin ich wieder nicht devot genug. Daneben habe ich das große Problem, zwar starke sadistische (Lustschmerz) Fantasien habe, also gern eine Frau haben möchte die ihre Lust und und ihren Schmerz für mich erleidet, aber genausoviele devote Fantasien, wie ihren Körper zu lecken oder ihren Körper auf meinem Gesicht zu fühlen, dass eine in jeder Hinsicht in nur einer der angezeigten Richtungen geführte Beziehung nicht möglich ist.

Deshalb bezeichne ich mich auch nicht als Switcher, weil allein der Begriff meiner Meinung nach blödsinn ist, aber das ist ein anderes Thema. Ich habe dir nur aufzeigen wollen, wie vielseitig und wie unterschiedlich SM in Gedanken, in der Tat und im Leben sein können. Wie du das ausleben willst musst du selbst aus dir heraus finden


LG Torsten
24. September 2006
Selbstbewußte Hingabe

Eine devote Frau die sich selbstbewußt hingibt, dass hört sich perfekt an!
Ich glaube diese Aussage beschreibt meine Situation sehr gut. Mein Partner konnte ja auch damit umgehen, es hat ihm sehr gut gefallen.
26. September 2006
Manchmal ...

... ist es auch eine Frage der Entwicklung. Oder, vielleicht etwas spitz ausgedrückt, aus der Not heraus geboren.
Was machen zwei, die sich kennen- und lieben lernen und irgendwann feststellen, dass sie beide devot sind? Hm, da kann man lange warten, dass etwas passiert.
Man kann sich auf die Suche nach einem Dom begeben ... oder man versucht Schritt für Schritt, sich der anderen Seite zu nähern.
Auf diese Weise ergeben sich wiederum interessante Spielarten, zugegebenermaßen ist es aber nicht immer einfach. Das klappt nicht von jetzt auf gleich. Und vor allem sollte man es nicht tun, nur um den anderen einen Gefallen zu tun. Man sollte schon auch die dominante Seite mögen und verinnerlichen, ansonsten ist man unglaubwürdig ... der andere spürt das.

Auch wenn viele das nicht ganz verstehen können, ich sehe immer wieder, dass es möglich ist, beides zu sein.

(Naja, und unter uns gesagt ... ist nicht jede devote Frau auch ein wenig dominant? )
26. September 2006
+++ switchen ? +++

Nun, das Thema switchen hat mich auch schon häufiger gedanklich
beschäftigt und ich bin zu keiner perfekten Definition gekommen.

Wie schon erwähnt wird das switchen auch argwöhnig beobachtet,
daher habe ich für mich eine andere - sehr persönliche - Defintion gefunden:

Die Hierarchie!

Im Alltag - Job und Leben - bin ich sehr dominant, führungsefahren und
selbstbewußt. In der Lust aber gebe ich mich gerne meinem Gebieter devot
hin und liebe meine niedere Position, die Enge der Fesselung und auch
die Führung oder die subtile Züchtigung meines Herrn!

Manchmal treffe ich aber einen Mann, der auf mich irgendwie unerfahren
und unsicher wirkt, den ich niemals als dominanten Menschen akzeptieren
könnte. Den habe ich mir zum Sklaven erzogen und dominiere ihn schon
seit acht Jahren. Er weiß auch, dass ich privat devot bin und so habe ich
ihm erklärt, dass ich mich meinem Herrn unterwerfe und er in der Hierarchie
noch eine Stufe darunter steht und wiederum mir zu gehorchen hat.

In dieser Hierarchie habe ich meinen Platz gefunden und fühle mich
"zwischen" diesen Männern recht wohl.

- devno -
30. September 2006
....

es gibt doch nichts schöneres als sich einer frau hinzugeben, sodass sie die vollkommene kontrolle über mich hat; dominant zu sein is auch reizvoll, aber lange nicht so sehr wie devot.....finde ich jedenfalls *zwinker*
30. September 2006
Eigenes Erleben

Hallo Ihr lieben!

Genau das angesprochene Thema hat mich dazu veranlasst, mich hier zu registrieren.
Ich lebe glücklich in einer tollen d/s-Beziehug mit meiner sub. Unsere Freunde empfinden uns manchmal sogar als "das" D/S-Pärchen überhaupt. Auch haben wir bereits eine Zofe bei uns gehabt, weil meine dominante Wirkung (kann nix dafür!!) auch andere Subs antörnt.
Wir veranstalten mit unserem Stammtisch sogar eine eigene Play-Party, die mittlerweile von vielen angenommen wird. Unser Freundeskreis mit SM´ern wächst stetig und ehrlich. Unser SM mit den klar verteilten Rolen in unserer Beziehung leben wir so auch in unserem Freundeskreis, öffentlich bei vielen Parties, etc.
In unserer grenzenlosen Offenheit offenbarte ich meiner sub eines Tages auch meine passiven (nicht devoten!!) Wünsche. Ein paar mal haben wir es auch gemacht, das "Tauschen der Rollen". Sie trägt viele dominante und auch sadistische Züge in sich. Allerdings ebte unsere eigentliche Beziehung dadurch ab. Sie meint dann auch irgendwann, dass sie es gerne tut, das dominieren, aber bitte nicht bei mir! Ich verstehe das gut, denn auch ich möchte nicht von meiner Lebens- und Beziehungssub dominiert werden.

Nun haben wir uns darauf geeinigt, dass auch ich (und ich bin damit sehr uglücklich, meine passiven Seiten nicht leben zu können!) 100% glücklich in meiner Sexualität und meinen Körpererleben werden soll. Wir werden also eine dominante Spielpartnerin suchen. Das tue ich mittlerweile.

Freue mich auf Euer Feedback....

TE
01. Oktober 2006
wow

soviele bekannte, die auch auf SM stehen....und dann noch richtige parties; davon kann man ja nur träumen.......aber wenn man seine vorlieben nicht wirklich ausleben kann, ist es auch nicht das wahre *schock*
01. Oktober 2006

Vielleicht ist as eine wie das andere auf Dauer langweilig, und wer begehrt schon nicht mal auf....kann auch mit Genuß durch NICHT-Dominanz von Partner aufgefangen werden
02. Oktober 2006
absolut möglich ...

hallo lady_darkness,

um nochmal auf deine ausgangsfrage zurück zu kommen ... "ja" - es ist möglich und unter gewissen umständen kann es auch einen besonderen reiz haben.

ich hatte eine partnerin die sowohl submissiv als auch dominante züge in sich hatte ... ihre dominanz bezog sich allerdings mehr auf frauen.

am anfang hatte ich ein problem mit der idee eine zweite frau mit in unser spiel zu nehmen, wollte ihr aber auch die möglichkeit geben sich auszuprobieren und auszuleben. nach anfänglichen start-schwierigkeiten fand ich es reizvoll ihr dabei zu zusehen wie sie eine frau dominierte.

ich habe dadurch noch mehr über meine partnerin erfahren und es hat uns im nachhinein auch unsere beziehung bereichert.

nach einiger zeit habe ich mich dann auch eingemischt und wir fanden einen gemeinsamen weg. es war für uns ein geiler kick wenn ich die fäden in der hand behielt. sie mal eigenständig gewähren ließ, ihr mal befohlen habe was sie mit der zweiten frau zu machen hatte oder die beiden damen dominiert habe.

es war eine tolle situation sie zu beobachten und sie auch mal aus ihrer dominanz heraus zu reißen und ihr zu befehlen, nachdem sie die zweite dame dominiert hatte, gerade diese dame brav zu lecken *zwinker*

also, es geht ... probier dich aus

gruß vom puppenspieler
06. Oktober 2006
switchen

Hmmm
Also ich habe meine ersten Erfahrungen mit einer dominanten Frau gemacht, was sehr schön war.
Über die Jahre ist es aber immer wieder vorgekommen das sich die Rollen vertauscht haben einfach beim spielen mit verschiedenen Partnern.
Denke als Switcher ist man in der tollen Position beide Seiten zu kennen, was ich unter keinen Umständen missen möchte.
Die sogenannten Hardcore SMler, die so was nicht nachvollziehen können, sagen ja das Switcher keine Ahnung haben von dem was sie tun. Manche werden sogar ausfallen den Switchern gegenüber
Ich finde Toleranz sehr wichtig und sage mir, gut dann bin ich eben ambivalent wie es der Switcher ist.
Denn ich bin mal ehrlich, warum nicht einfach mal die Führung abgeben:-)

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