![]() | 17. September 2006 Perfektionismus Wer möchte nicht, dass "es so schön wie möglich" ist. Aber, niemand ist perfekt, gerade als Anfänger / Neuling in diesem Bereich ist man generell und vielen Unsiherheiten und auch den eigenen Vorurtelen ausgesetzt, die vieles blockieren, was spass macht. Da kann man doch nur auf einen erfahrenen Partner / Spielgefährten hoffen, der sich dessen bewusst ist und den "Neuling" in die richtige Richtung führt und einem die Sicherheit gibt, dass mach, so wie man ist o.K. ist. Als extremer "spätzünder"in diesem Bereich habe ich auch häufig das Gefühl alles miszuverstehen und erwarte nun, da ich mich zu dieser Facette meines Lebens bekenne, dass ich die "Regeln" und ungeschriebenen "Gesetze" dieses Bereiches schneller lerne und damit die (verlorene?) Zeit aufhole. |
![]() | 18. September 2006 Wenn ich... ...in die alten Unsicherheiten zurück falle und mich für unvollkommen halte, weil ich mal wieder denke, ich hätte diese oder jene Regel nicht eingehalten, dann könnte mein Partner beinahe die Krise kriegen. Und er kann mich mit dieser Aussage doch wieder beruhigen: "Es ist dann gut, wenn Du Dir eine Wiederholung wünschst." Viele Grüße Angelika |
![]() | 18. September 2006 Vielleicht mal ein paar Empfehlungen zur Abwechslung: 1. Sub muss nicht von Anfang an perfekt sein, sie muss sich entwickeln (wie auch Dom in gleicher Situation) 2. Es wird nicht von Dir erwartet, dass Du von Anfang an blockadefrei bist. Es ist Aufgabe des Doms, diese Blockaden langsam und vorsichtig zu lösen. 3. Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Und dann noch der Tip, locker werden, sonst wird das nichts Viel Spass. |
![]() | 05. Oktober 2006 sein vertrauen zu schenken, sich fallen zu lassen, ist nichts wertloses. es ehrt den, dem du es entgegenbringst. und es ehrt dich, für deinen glauben und deine fähigkeit in der unterwerfung zu vertrauen. ein akt, der sub und dom auf ganz besondere art und weise verbindet, eins macht. |
![]() | 06. Oktober 2006 Sende.... Mein strahlendstes Lächeln... heute an Traumwächter.. für seine schöne Beschreibung. Merci beaucoup monsieur...mit einem ganz tiefen *knix* Vertrauen und Entspannen, das sind hier die vorgegebenen Leitlinien. Alles andere kommt dann von ganz allein.... |
![]() | 06. Oktober 2006 Kontrolle und Kontrollverlust Advena, hast du dir mal überlegt, warum du Perfektionistin bist? Es gibt nämlich kein Gesetz auf dieser Welt, das uns Menschen vorschreibt, perfekt zu sein. Wenn man perfekt sein will, muss man ständig alles kontrollieren, damit es einem nicht entgleitet und dann imperfekt wird. Am meisten muss man sich selbst kontrollieren. Wenn man sich ständig kontrollieren muss (Mann, das nervt auf die Dauer ....), verbietet man sich, Energien und Emotionen ungehindert fliessen zu lassen. Man blockiert einen Teil seiner Lebenskraft. Einen Teil seiner schöpferischen Anteile. Einen Teil seiner Freude und seines Glücks. Warum tut ein Mensch das? Weil er glaubt, nur so geliebt werden zu können. Meist sind das Menschen (ich eingeschlossen), die in ihrer Kindheit nicht richtig angenommen wurden, meist von ihrer Mutter. Und die – lange bevor sie anfingen zu denken – glaubten, durch Perfektionismus beweisen zu können, dass auch sie liebenswert seien. Oft sind solche Menschen Einserkandidaten in der Schule, gehen mit sich selbst ständig streng ins Gericht, sind oft unzufrieden, weil etwas oder sie nicht perfekt genug sind. Devotion erscheint als erotischer Kick, weil man in dieser Situation endlich einmal alle Kontrolle abgeben zu können glaubt, weil man Verantwortung abgeben kann. Das kickt. Wenn man nicht den Fehler macht, wie es mir bei dir der Fall zu sein scheint, damit gleich wieder in die nächste Rolle schlüpfen zu wollen, die man dann auch wieder "perfekt" ausfüllen will. Die Angst zu versagen ist das Damoklesschwert, das über dem Haupte schwebt. Der Hauptwiderspruch: Ich sehne mich nach Unkontrolliertheit, damit ich meine Emotionen frei schwingen lassen kann, aber ich habe panische Angst davor, weil ich denke, dass ich ohne Kontrolle nicht perfekt bin, und ohne Perfektion bin ich ja nicht liebenswert, bin ich wertlos. Advena, ich denke, dass dein Problem weit über den Bereich von Sex hinaus geht. Das soll dich aber nicht schrecken. Ich denke, du wirst noch lange mit diesem scheinbaren Widerspruch von Kontrolliertheit und Lust am Kontrollverlust oder an der Kontrollaufgabe herumbasteln. Es wird sich lohnen. stephensson art_of_pain |
![]() | 06. Oktober 2006 halt_er_los ich danke! fühle mich geschmeichelt und freue mich. |
![]() | 06. Oktober 2006 Ist Perfektion das Ziel? @advena, ich kann Dich gut verstehen. Auch ich versuche, die Wünsche meine Lady so gut wie möglich zu erfüllen. Aber natürlich gelingt mir das nicht immer. Wir stehen in dieser Rollenverteilung auch erst am Anfang und ich muss noch viele eigene Erfahrungen sammeln. Auf dem Weg dorthin habe ich natürlich auch manchmal Hemmungen und Grenzen, die meine Lady jedoch ständig zu erweitern versucht. Aber ist in diesem Umfeld nicht der Weg das Ziel? Die gemeinsamen Erfahrungen, die Lernerfolge, das Verschieben von Grenzen, die gemeinsame Freude und Lust dabei? Ist dann Perfektionismus überhaupt erstrebenswert oder eher langweilig, weil es keine Herausforderungen mehr gibt? Nach meiner bescheidenen Erfahrung kann ich Dir nur empfehlen, Dich nicht unter Druck zu setzen. Geht langsam voran und freut euch auch über die kleinen Lernerfolge. Wenn Du einen einfühlsamen Partner hast, wird er Dich dabei beobachten und versuchen, durch Wiederholungen Deine Grenzen zu verschieben. Dann werden Dinge möglich, die Du vorher vielleicht heute nicht für möglich hältst. Dein Kopfkino ist sicherlich ein guter Anreiz, Dich auf Deinen Partner einzulassen. Mit zunehmendem Vertrauen wird es Dir sicher auch leichter fallen, Dich seiner Führung anzuvertrauen, Dich fallen zu lassen und dabei zu entspannen. Wie jeder andere Mensch auch, kannst Du dabei Fehler machen. Aber blamieren wirst Du Dich bei einem einfühlsamen Partner sicher nicht. Sub |
![]() | 06. Oktober 2006 Perfektion... ...liegt immer im Auge des Betrachters - und jeder betrachtet die Dinge anders - aus seiner eigenen Perspektive. Wenn ich versuche perfekt zu sein - wessen Vorstellung von Perfektion versuche ich zu erreichen? Meine? Oder die des Gegenübers? - Meistens doch wohl die des Gegenübers bzw. meine Vorstellung davon, was der andere erwarten KÖNNTE - das Motiv des Perfektseinwollens ist in seiner Natur das Bedürfnis nach Anerkennung durch andere. Oh Himmel - das wird anstrengend, wenn ich es so vielen anderen recht und bestmöglich recht machen wollte. Jeder versteht etwas anderes darunter, was eine gute Sub ist. Das ist ja wie ein Hamsterrad! Man läuft sich tot, ohne jemals anzukommen. Also weg mit dem ganzen Quatsch von Perfektion. Her mit den Vorstellungen und Wünschen von genau zwei Leuten. Meine und die meines Partners. Und die Gemeinsamkeiten - das, was beide als erregend und beglückend empfinden (auch das für meinen Partner zu tun, was nur er schön findet, kann manchmal beglückend sein) - das ist (nicht immer perfekte) Perfektion. Viele Grüße Angelika |
