Seitensprung - Lust oder Frust?

15. März 2011
Seitensprung - Lust oder Frust?

Hallo ihr Lieben,

irgendwie hatten wir doch alle schon mit dem Thema Seitensprung zu tun... sei es, dass wir im Freundes- oder Bekanntenkreis davon erfahren haben oder selbst aktiv beteiligt waren. Die Gefühle, die dabei aufkommen, sind bei vielen sehr ähnlich, aber doch auch sehr unterschiedlich.

Wir haben die Facetten eines Seitensprungs mal ein wenig unter die Lupe genommen. Zum Magazin-Artikel

Wie sieht es bei euch aus? Empfindet ihr einen Seitensprung als Lust oder eher als Frust?

Ich freue mich auf eure Meinungen...
Miss Mood
15. März 2011
Das PO Heft ist mal wieder super

Habe es geholt und muss sagen es ist wieder ein begeisterndes Magazin geworden.

Kann es nur empfehlen.

LG
Stefan
15. März 2011

ich habe in dem artikel nichts wirklich neues entdeckt...

alles dinge die so alt wie die monogame beziehung sind*g*...

ein seitensprung als lust ODER frust zu bezeichnen, wäre vielleicht zu einfach... ich würde es eher als "beides" bezeichnen...

man gewinnt lustmomente, hat aber auch frustrierenden aufwand...

desweiteren unterscheide ich schon für mich, ob ein seitensprung eine einmalige sache, aufgrund einer sich bietenden gelegenheit ist, oder längere affäre, die parallel zur beziehung geführt wird...

ich denke, ein "gelegenheits-seitensprung" kann jedem passieren... das regelmäßige fremdgehen steht auf einem ganz anderen blatt...

aber es gibt tatsächlich leute, die einfach nicht körperlich treu sein können, die immer mal wieder frische haut brauchen, obwohl sie ihren partner wirklich lieben...

wir sind nun mal nicht von natur aus monogam...
15. März 2011

wie erfolgt denn die Lieferung bei der Bestellung? Sieht die Oma im Erdgeschoss gleich wieder die blanken Brüste und fällt vor Schreck übers Fahrrad oder alles in bester Verpackung? Wie z.b. der Playboy geliefert wird !?
15. März 2011

*lol*
ihr wißt doch gar nicht, wie die oma tickt*lach*...
vielleich fragt sie, ob sie es sich kurz ausleihen könnte?*zwinker*
15. März 2011

Was ist das denn für eine Aneinanderreihung von Klischees??

Wurde denn dazu mal Betroffene befragt oder ist das alles aus den Medien und vom hören-sagen so zusammengetragen worden?

Und ebenso wie fettiges, ungesundes Essen ist auch Fremdgehen eine reine Genusssache.

Ob die Kompensation von sexuellen Defiziten, das Bedürfnis sich anlehnen und auskotzen zu können oder der Drang nach Nähe nun nur Genuss motiviert sind, wage ich mal zu bezweifeln...zum Teil suchen und erfüllen Fremdgeher elementare menschliche Bedürfnisse.

Und ebenso wie fettiges, ungesundes Essen verursacht Fremdgehen hinterher ein übel schlechtes Gewissen.

Ist das so?? Haben alle Fremdgeher per se ein schlechtes Gewissen?? Wenn ihnen die Frau den Sex verweigert und sie es sich anderweitig holen kann es auch sowas wie Rache sein...oder??

Menschen gehen fremd, weil sie die Lust dazu verspüren und weil sich ihnen die Gelegenheit bietet.

Da macht es sich aber jemand sehr einfach...geht es beim Fremdgehen nur um den Sex??


Im Artikel wird ein sehr positives Bild vom Fremdgehen gezeichnet, bis hin zur Frage ob es beziehungserhaltend wirken kann...*gruebel*

Es wird leider gar nicht darauf eingegangen warum (vor allem männliche) Fremdgänger den Liebhaberinnen alles mögliche versprechen...sie mit Gefühlen erdrücken (wo sie doch zu Hause glücklich verliebt sind?) und keine Skrupel haben ihre Bedürfnisse zu stillen in dem Wissen verbrannte Erde zu hinterlassen...wo es doch nur um das Heimliche und den Kick geht?? *gruebel*

Und wenn es dann zum Schwur kommt, die Liebhaberin am Ende meist doch alleine dasteht, weil der Mann nicht die Eier hatte zu seinen Gefühlen zu stehen...auch ein Klischee? Vielleicht aber ein sehr reales...und wert auch das zu beleuchten wenn die Überschrift schon "Lust oder Frust" heißt...




el_don.
15. März 2011

zum Teil suchen und erfüllen Fremdgeher elementare menschliche Bedürfnisse.

Ah, der arme sexuell ausgehungerte Ehemann, der zu Hause keine Zuwendung mehr bekommt.

Dabei handelt es sich selbstverständlich dann nicht um ein Klischee. *g*

Lieber Don, ich habe in meinem Artikel bewusst "ein postives Bild vom Fremdgehen" gezeichnet, wie Du es sagst, und zwar insofern als dass ich die Verteufelung desselbigen vermieden habe.

Ich streite nicht ab, dass es zu Verletzungen kommt, wenn fremd gegangen wird.

Aber ja, der Ehemann, der sich seine junge Geliebte ins Bett redet und schwört und ihr das Blaue vom Himmel herunterlügt nur um ihn mal reinstecken zu dürfen... den gibt es. Und sicher mehr als einmal.

Aber auch der war mir ZU sehr Klischee.

Ich bin da mit Ulrich Clement einer Meinung: die Wahrheiten des Fremdgehens stehen zumeist eben jenseits der Klischees und der Pauschalverurteilungen. Jeder Seitensprung hat seine Ursachen und seine eigene Geschichte. Und es gibt verschiedene Wege, wie Paare damit umgehen. Das wollte ich beleuchten.

Schimpftiraden zum Thema "die Schweine/die Schlampen, die fremdgehen" gibt es hier im Forum zuhauf, es wäre in höchstem Maße unkreativ gewesen, denen einfach noch eine hinzuzufügen. Mehr noch, es ist darüber hinaus auch einfach nicht meine Meinung.
15. März 2011

Ah, der arme sexuell ausgehungerte Ehemann, der zu Hause keine Zuwendung mehr bekommt.

Dabei handelt es sich selbstverständlich dann nicht um ein Klischee.

Doch...aber ich hatte das genderunabhängig geschrieben und ich glaube dass gerade weibliche Fremdgänger weitaus häufiger auf der Suche nach Gefühlen, Anerkennung und Nähe sind...doch du überträgst es sofort auf die Männer...ein Schelm der...*zwinker*

So wie du es als rein sexuelle Befriedigung darstellst, trifft es mehr das -achtung- Klischee des männlichen Fremdgängers...aber diese sind sicherlich nur die halbe Realität...oder?

*g*


el_don.
15. März 2011

@el don:

hm... so recht verstehe ich die Grundlage Deiner Kritik nicht, wenn ich ehrlich bin.

Ich denke, dass ich mich in meinem Artikel gerade deutlich GEGEN Klischeedenken ausspreche. Ein Klischee ist es, Fremdgeher pauschal zu verdammen und sie in die Egoisten-, Schlampen- oder Schweine-Schublade zu stopfen.

Ein Klischee ist es, die Fremdgeherei pauschal zu verteufeln.

Das ist ein Klischee, das zuweilen zu gefährlicher Vorverurt.eilungen führt.

Niemand, auch ich nicht, streitet ab, dass Gefühle verletzt werden, wenn ein Seitensprung geschieht. Nur: das hat bisher kaum jemanden abgehalten. Und das wird aller Voraussicht nach auch künftig die Wenigsten abhalten.

Darum war mein Ansatz, ob es nicht Zeit wäre, den Seitensprung mal verab von Pauschalverdammung zu betrachten. Als etwas, das irgendwo letztlich doch menschlich ist und nicht un-menschlich. (so formulierte ich es ja.)

Das ist keine Aufforderung, jedem Fremdgänger künftig stehend Applaus zu spenden. Es ist ein Versuch, die Seitenspringerei aus ihrer Tabuzone ans Licht der Realität zu zerren und ihr auf diese Weise vielleicht ein wenig ihrer zerstörerischen Kraft zu nehmen.
15. März 2011

Darum war mein Ansatz, ob es nicht Zeit wäre, den Seitensprung mal verab von Pauschalverdammung zu betrachten. Als etwas, das irgendwo letztlich doch menschlich ist und nicht un-menschlich. (so formulierte ich es ja.)

Das hast du gemacht, in dem du ihn auf das sexuelle Bedürfnis reduziert hast, wie ich finde durchaus klischeehaft...dabei ist er doch -gerade für Frauen wie ich oben angeführt habe und von dir nicht näher berücksichtigt wird- meist weitaus mehr als das bloße Ausleben eines schnellen Genusses, der so menschlich ist dass man darüber 'eigentlich' gar nicht erstaunt, schockiert oder beunruhigt sein müsste...*hae*.

Ist DAS nicht gerade ein Klischee?? *gruebel*

Ich denke es wird dem Ganzen nicht gerecht, z.B. auch Männer die sich -vielleicht auch wirklich- verliebt in die Liebhaberin den Sex holen und dabei gar nicht zu ihren Gefühlen stehen...mit der Zerissenheit sich dann irgendwann doch entscheiden zu müssen.

Der Frust wird nicht gewürdigt...abseits des schlechten Gewissens, oder? Ist es nur das was Fremdgeher umtreibt?



el_don.
15. März 2011
Wenns doch nur so einfach wäre...

So alt wie die Menschheit und genauso vielfältig. Nicht in ein paar Absätzen abhandelbar.

Jeder ist anders.

Und manchmal kommt es ganz anders als alle Beteiligten vorher dachten.

Ich bin so müde....
15. März 2011
nix da

zum glück kann ich mit reinem gewissen sagen : ich gehöre nicht dazu...und spätere ängste wie "ich hab vielleicht etwas verpasst?" kann ich mir nicht vorstellen da wir ja sachen wie 3er oder 4er probieren bzw probieren wollen....und wenn doch mal ein partner fremdgeht dann sicher weil gefühle im spiel sind...aber bei uns toi,toi, toi seit 5jahren keiner fremdgegangen...
15. März 2011

Also ich hab nicht alles gelesen im Artikel.
Zu langwierig und Klischeehaft rüber kommend.
Und eine Frage spang mit dabei in den Sinn:
Soll das ganze irgrendwie `ne Werbung
für das angesprochenen Buch sein ?

Zwischen Fremd gehen - betrügen und lügen
und dem " zu Fremden gehen", innerhalb einer offenen Beziehung liegen doch wohl Welten an Emotionen.
Mit ist nicht ganz klar, wie man das so wild vermischen kann.

Und der " Reiz des Verbotenen".. ich will nicht glauben das so eine pubertäre Motivation Grundlage für´s uneinige , dem Partner Fremdgehen, im Sinne von Betrügen, ist.
15. März 2011
Zum Anfang...

ist Fremdgehen denn überhaupt in einer intakten Beziehung nötig?
Wieso muß man sich sexuelle Befriedigung oder das Stillen von Bedürfnisse außerhalb der Beziehung suchen? Läuft da nicht grundsätzlich was falsch?
Also ich bin eher der Typ, der sehr auf Treue setzt, gerade weil es der Schlimmste Vertrauensbruch ist. Diesen kann man auch nicht entschuldigen mit dem Satz "Es war nur sex, doch lieben tu ich dich und niemand anderen",das geht garnicht, genauso ist es das verschweigen, kann man dann nicht den Anstand haben, auch vor sich selbst und es sagen,darüber reden wies weiter geht?

Es ist eben ein schwieriges Thema,und die menschheit kann sich nicht dahinter verstecken, und sagen, das wir angeblich nicht für monogamne Beziehungen gemacht sind, das ist sehr schwach......
15. März 2011

Hmmmm...

...wäre ich Lehrerin und der Artikel ein Aufsatz, würde ich über den Artikel schreiben: Sie hat sich bemüht.

Dennoch stecken mir zu viele Klischees im Text, die auch durch Stütze auf ein Buch wenig ausgemerzt werden können.

Gerade die These "Fremdgehen zum ErziehungsERHALT" ( mir persönlich durchaus bekannt, vor allem aus der systemischen Therapie) ist arg plakativ geblieben. Sicher, das hier soll keine wissenschaftliche Abhandlung werden - aber so werden die wenigsten, die sich niemals mit Virginia Satir und Co. beschäftigt haben die Zusammenhänge wohl kaum nachvollziehen können.

Zweifelhaft finde ich weiterhin die These, ein Seitensprung sollte NICHT gebeichtet werden. Sicher, Ehrlichkeit macht manchmal ´ne Menge kaputt, aber ich persönlich vertrete die These "auch Schweigen kann eine Lüge sein".

Offenheit von Seiten meines Partners verstehe ich vor allem als Respekt mit gegenüber, da mir dies dann die Möglichkeiten lässt, handlungsfähig zu bleiben.

Ich hab mal zu meinem Partner gesagt: "Ich verzeihe dir eher einen Seitensprung, den du mir beichtest, als einen Flirt, den du mir verschweigst."

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