Was glaubt ihr: Wieviele % der Bevölkerung stehen auf BDSM?

16. März 2011

Um Gordons Aussage zu negieren, müsste man erstmal klären, was "harter Sex" ist ...
Ich bin mir sicher, wenn man 10 Menschen dazu befragt was das ist, bekommen wir 11 Antworten dazu. Ja, unterschiedliche. *lach*
16. März 2011

Bei hartem Sex bin ich versucht zu fragen, wie hart soll er denn sein.

Aber Leute, die in einer Partnerschaft leben, die vom Anschein einer dom/dev- Beziehung ähnelt, aber sonst nichts mit BDSM am Hut haben, sind eben keine BDSM'ler, nicht weil die Aussage tautologisch wäre, sondern weil ihr Tun nicht sexuell motiviert ist.
Das bedeutet, eine Frau, die die Sklavin eines Mannes sein möchte, oder umgekehrt ein Mann, der der Sklave einer Frau sein möchte, und die allein schon beim Gedanken daran ein feuchtes Höschen bekommen, sind BDSM'ler. So einfach is dat.
16. März 2011
Aus guten Gründen

aber solange es immer noch Menschen gibt, die uns erklären wollen, wie SM funktioniert

aber genau das will er ja nicht weil er es als "grundlagenwissen" voraussetzt...

och menno! ich hatte mich schon so drauf gefreut.... wieder nix! dabei fing es doch so vielversprechend an: "Die kann man nicht
dazuzählen. [...] "

werde ich mich hüten, solche Äußerungen zu tun, solange es hier Spezialisten gibt, die nicht diskutieren, sondern Äußerungen ins Gegenteil verdrehen wollen.

Ich will wirklich nicht das Rad neu erfinden oder erklären, wie es funktioniert, denn ich weiß, dass es ganz verschiedene Räder gibt und die Funktionsweise je nach Montage und Zweck verschieden sein kann.

Wer mir unterstellen will, dass ich die alleinseligmachende BDSM-Bibel vertrete- so kommt es heraus- hat meine anderen Beiträge nicht gelesen oder ist einfach nur böswillig.
16. März 2011

also pixy, du stimmst mich nachdenklich... du scheinst doch eindeutig mehr maso zu sein als ich bislang angenommen habe...

I'm every woman*sing...

Sind wir nicht alle ein bißchen maso...womit sich die hoch geschätzten Zahlen aktiver SMler erklären würden..hm....
16. März 2011
Hier hier

bin bestimmt maso, devot sowieso, isch schwör... wenn da nicht Vollmondnächte wären, zu denen sich das Blatt wendet.

Die Switcher wieder außen vor, fürchte ich.

Trauen wir also weiterhin keiner Sadistic, die wir nicht selbst gefälscht haben?
16. März 2011

Hey, ich erinnere daran, dass es hier nicht um die "wahre" Statistik geht, sondern sehr wohl und ausdrücklich erwünscht um unsere ganz individuellen Fälschungen dieser Statistik, garniert mit der Bitte, wie ihr zu eurer "gefälschten" Zahl selbst gekommen seid. *g*
16. März 2011

@fesselnd:
ich unterstelle nichts, ich möchte dich nur mal irgendwann beim wort nehmen können, und zwar bitte ohne nebelschwaden oder sowas drumrum. und schon bin ich auch ein durchaus ernster diskussionteilnehmer. wenn aber nur heiße luft kommt, geheimnisvoll getan und rumorakelt wird werd ich viell schon mal komisch. ja das kann schon sein...

@hanjie:
nochmal zur eingangsfrage zurück:
was meinst du denn genau damit, ob sie bdsm-affin sind? wir sind uns wohl einig, dass es keine allgemeingültige definition gibt, die in der lage ist sowas einigermaßen scharf abzugrenzen. aber was verstehst du in dem zusammenhang unter bdsm? das, was ein aktiver bdsmler auch für bdsm halten würde, oder geht das mehr von der eigenen sicht der leute aus? also sprich: wenn man ihnen etwas drüber erzählen würde, was bdsm sein kann, und sie beurteilen dann selbst ob das damit zu tun hat oder eben nicht. oder ist der maßstab viell das, was die mehrheit der bevölkerung als bdsm (also im wesentlichen alles perverse... - zumindest in den augen vieler *ggg* ) bezeichnen würde?
sprich: geht es dir dabei um die selbstwahrnehmung dieser leute, oder darum wie es jemand außenstehendes wahrnehmen würde? und wenn außenstehend, wie hoch liegt da die messlatte?

ich frage deshalb mal nach, weil natürlich sowas auch ein zerrbild ergeben kann, z.b. in der art dass
- entweder jemand von dem begriff "bdsm" als solches (bzw den beschreibungen, was das so sein kann) so abstoßend findet dass er sofort alles in diese richtung gehende unterlassen würde (und somit rausfällt)
- oder umgekehrt findet es klasse, dass es tatsächlich leute gibt die auf erniedrigung (oder sowas) stehen und sich erstmal ne kugelkettenpeitsche und nen baseballschläger kaufen gehen. schließlich gibts ja welche die auf prügel stehen... (und somit reingehören würde - der eigenen definition nach)

und wenn man sowas von außen betrachtet gibts dann eben die probleme überhaupt wahrzunehmen, was da zwischen den beiden so passiert. beispiel:
- wenn jemand erzählt, dass er gerne mal seine frau mit seidentüchern ans bett fesselt, ist das erstmal nichts aufregendes. ist das schon bdsm? ich würde sagen nein. was er aber nicht dazu sagt (weil es für ihn nichts besonderes ist *zwinker* ) ist, dass er sie erstmal genüsslich nach seinem gutdünken "gebraucht", und dann gemütlich duschen geht während sie weiterhin gefesselt dort liegt. besudelt, verschwitzt... und, ist das jetzt bdsm? wo fängts denn nun an? in dem moment wo es sie geil macht dass er sie einfach benutzt und liegen lässt, oder doch schon bei dem fesseln, oder viell erst nen schritt später...? ob da von ihrer seite her eine abwehr passiert (echt oder gespielt?) hab ich mal noch gar nicht in diesem szenario berücksichtigt... *zwinker*

diese gedanken könnte man natürlich endlos weiterspinnen, aber ich hoffe es wird auch so klar was ich damit meine. *g*
16. März 2011

was meinst du denn genau damit, ob sie bdsm-affin sind? (...) was verstehst du in dem zusammenhang unter bdsm? das, was ein aktiver bdsmler auch für bdsm halten würde, oder geht das mehr von der eigenen sicht der leute aus?

Das ist eine gute Frage, und da lasse ich mich nun auch nicht lumpen. *zwinker*

Für mich ist BDSM die Anwesenheit von Machtgefälle. Nicht mehr und nicht weniger.
Wenn also jemand im Geiste genießt, dass er dank seiner gefesselten Freundin nun die Macht hat sie "einfach" zu nehmen, dann ist das für mich bereits BDSM.
Genauso wie bei seiner Freundin, die es genießt, gerade nicht die Kontrolle über die Situation zu haben.

Natürlich kennen viele das Wort überhaupt nicht. Macht aber nix, denn es symbolisiert ja nur ein Gefühl, und "Machtgefälle" ist ein wirklich wunderbares Wort dafür! Da rutscht von der Gleichberechtigung etwas nach oben und/oder wahlweise nach unten in Herz, Hirn und Libido, und sobald das als genussvoll empfunden wird, ist für mich der Anfang von "BDSM" erreicht. Selbst dann, wenn alle Beteiligten abstreiten würden, dass es das wäre. *ja*

Einzig ausschließen möchte ich jene, die ein Machtgefälle ohne Zustimmung ihres Gegenübers geil finden. Denn es gibt genug Studien die nachweisen, dass Vergewaltiger nicht den Akt an sich, sondern die Macht über die Frau genießen und sie das aufgeilt.
Diese Gruppe von Menschen sind für mich nicht BDSMler, sondern Perverse im Krankhaften Sinne (BDSM ist ja auch im Volksmund irgendwie pervers, real aber ja eher positiv gefärbt), die wahlweise in Knast oder Klapsmühle gehören, vermutlich beides.
17. März 2011

ok, was die ganze sache nun noch etwas schwieriger macht ist die tatsache, dass ich keine ahnung habe wie hoch der anteil an der bevölkerung von leuten ist, die überhaupt sex haben (wollen). (einfach um mal eine grenze zu ziehen sag ich mal öfter als alle 6 monate... rein fiktiv gerade erfunden)

aber bezogen auf diejenigen, die generell durchaus sex haben bzw haben wollen, und unter der annahme, dass es nicht auf die häufigkeit dieser spielarten ankommt sondern vielmehr einfach darauf, dass es mehrfach und lustvoll ausgeübt wird, würde ich glatt mal denken der anteil beläuft sich auf runde +-20%.

wenn man jetzt die dazu nimmt, die quasi sexbefreit sind, (sei es aus gründen des alters oder weil sie ein gelübde angelegt haben oderoderoder...) sinkt dieser anteil natürlich, ich schätze mal auf rund 10-15%. je nachdem wie große eben der anteil derer sein mag die überhaupt sex haben oder haben wollen.

warum ich das denke? wenn man die leute fragt was sie so machen kommt schon ein recht ansehnlicher anteil zustande der zu deiner beschreibung passt. wenn man dann noch die hinzunimmt, die sowas gerne tun würden sich aber nicht trauen (warum auch immer) verdoppelt oder verdreifacht sich dieser anteil mal mindestens, denn viele sind ja immer noch auf dem stand "sowas tut man doch nicht", aber sie würden es eben doch mal gerne... (du hast ja gefragt "wenn sie sich denn trauen würden")

Mehr zu Was glaubt ihr: Wieviele % der Bevölkerung stehen auf BDSM?


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