![]() | 01. März 2011 mit der sub in der dritten person reden ich finde es immer sehr interessant mit meiner sub, in der dritten person zu reden. zb " sie möchte sich ausziehen! und ihre kleidung sauber gefalten auf ihren platz legen...." ich finde es schafft eine stimmung die das spiel unterstreicht, dem rollenspiel mehr leben gibt. ich hatte dabei auch immer gute erfahrung gemacht, weil man sich dann besser in die rollen einfinden kann allein durch die art der komunikation. ich kann in einer beziehung mit einem satz, spontan etwas einleiten, was für abwechslung sorgt, und es hatt auch im liebes leben für viel humor gesorgt, weil man da auch mal aus den rollen fallen konnte. zb sie selber in der dritten person redet "sie möchte sich ausziehen! und mit ihrem mann duschengehen !" ich spiele sehr gerne mit dieser art der kommunikation, und würde interessant finden was andere hier darüber denken. kritik und lob sammeln sind ebenfalls gründe für die erstellung dieses themas. Freundliche grüsse ! dom_berlin |
![]() | 01. März 2011 Die Ansprache in der dritten Person versetzt das auch in frühere Zeiten. So wie die damaligen Herrschaften mit ihren Bediensteten geprochen haben. Etwa 18/19. Jahrhundert. Kann ja auch reizvoll sein so ein Rollenverständnis zu erstellen. Ich ziehe es vor der meiner sub einen anderen Namen oder eine Bezeichnung zu geben und sie auch von sich als dieser Person sprechen zu lassen. |
![]() | 01. März 2011 och nee... Ich persönlich finde das genauso albern wie Dom zu siezen, ihn in der "Ihr"-Form zu titulieren oder wenn Dom von sich sprechend den pluralis majestatis verwendet. Vielleicht passt sowas in eine Spielbeziehung, aber für das alltägliche Leben ist das unprakktisch, zumal, wenn man BDSM durchlaufend und nicht nur in einzelnen Sessions und/oder als Rollenspiel betreibt. "Herr, hättet Ihr vielleicht die Güte, mal die Kackwindeln Eures hochwohlgeborenen Sohnes zu wechseln.." würde da doch eher einen Lacher erzeugen, als dass es einen D/s-Kontext unterstreichen würde. Und ein "Sie könnte jetzt einmal unseren Sohn ins Bett bringen..." .. ich weiss ja nicht. Ich brauche keine sonderbar antiquierten Anreden für ein lebendiges D/s, ich brauche nur einen lebendigen Geist als Gegenüber noxx |
![]() | 01. März 2011 equinoxx Oh doch, das geht! Wir praktizieren es, nur nicht so überzogen wie von dir dargestellt, und es gefällt uns sehr gut! Würde ER mich allerdings in der dritten Person ansprechen, würde ich doch etwas Respekt vor IHM verlieren Luna |
![]() | 01. März 2011 Das mit in der dritten Person anreden, hat seinen Reiz für Rollenspiele. Schafft aber für mich auch eine Distanz, etwas das ich in einer Session gar nicht mag. Mit einem speziellen Namen angeredet werden, das ist okay. Dieser Namen kann dann immer der Hinweis sein das es jetzt aus dem Alltag in eine Session geht, und es kann eine Art zweite Identität werden, die all das tut was man sich sonst nicht traut |
![]() | 01. März 2011 der spezielle Name wird ja nicht ständig verwendet sondern eben während einer Session. Oder eben auch als Signal das es jetzt losgeht. Wenn notwendig kann sich die sub dahinter sozusagen verstecken. |
![]() | 01. März 2011 equinoxx ich habe meinen letzten Dom immer und zu jeder Zeit gesiezt, wenn meine Tochter in der Nähe war habe ich es auch geschafft, Sätze so zu bauen, wo ich ohne du oder sie ausgekommen bin. sogar in intimsten Momenten fiel das Sie nicht schwer ganz im Gegenteil. auch meine Herrin (ich kenne sie mittlerweile fast 4 Jahre) sieze ich immer und zu jeder Zeit und ich liebe es und es herrscht eine große Nähe zwischen uns vielleicht auch wegen dem Sie. Also ich bin definitiv für das Sie beim Top |
![]() | 01. März 2011 Distanz zu Beginn der Session ist doch erregend. Ob durch die Nacktheit der Sub, während Dom angezogen ist, durch erniedrigende Handlungen oder durch die Anrede - ich persönlich habe letzteres noch nicht erlebt. Kann es mir gut vorstellen. Und die Distanz wird Stück für Stück durch Nähe ersetzt, bis Sub danach das Gefühl hat, sie würde am liebsten in den Dom reinschlüpfen, um ganz bei ihm zu sein. Weichgeklopft und glücklich. |
![]() | 01. März 2011 Das Problem... ... das ich eben damit habe ist, dass wir eben das ganze nicht nur in Sessions verwenden könnten, selbst wenn wir wollten (was wir nicht wollen Mein Dom ist eben nunmal kein Spielbeziehungsdom, sondern der Mann mit dem ich mein Leben teile... Distanz kickt mich überhaupt nicht. Aufgesetzte Distanz finde ich ziemlich daneben und reale gibt es bei uns als Beziehungspartner nunmal nicht. noxx |
![]() | 01. März 2011 Distanz kickt mich überhaupt nicht. Aufgesetzte Distanz finde ich ziemlich daneben und reale gibt es bei uns als Beziehungspartner nunmal nicht. Gerade, weil und wenn es real eigentlich keine wahrnehmbare Distanz gibt, kann es ja Sinn machen, Distanz zu schaffen. Und Distanz muss keineswegs immer aufgesetzt oder gar albern wirken. Distanz schafft Ungewissheit und Ungewissheit kann durchaus kicken. Augenbinde oder auch Masken sind etwa distanzschaffende Mittel. Plötzlich sieht man die Mimik des anderen nicht mehr bzw. eben gar nichts mehr. Oder eine fremde Umgebung oder gar unbekannte Mitspieler... Bei Sprache bin ich mir da nicht sicher. Denn Sprache wird ja irgendwann zu einem eher vertrauten Sprachritual. Jetzt geht die Session los, sozusagen. Eigentlich das Gegenteil von Distanz, aber was bleibt ist natürlich gespannte Erwartung. Was kommt, was passiert, wie geht es weiter? Na ja, nur so ein Gedanke. |
![]() | 01. März 2011 Distanz und Partnerschaft @Kraaf "Gerade, weil und wenn es real eigentlich keine wahrnehmbare Distanz gibt, kann es ja Sinn machen, Distanz zu schaffen." Das sehe ich ebenso. Ein bisschen Aua machen ist halt auch was anderes, als sich für Stunden in den SM Kosmos fallen zu lassen, in dem andere Regeln gelten als im Alltag. Und dies sei noch am Rande bemerkt. Auch im Zusammenleben in einer Partnerschaft gibt es Zeiten der emotionalen und räumlichen Distanz, Tage sogar Monate. Man kann doch nicht jahrelang ständig aufeinanderkleben und das Annähern und neu finden ist etwas sehr Schönes. |
![]() | 01. März 2011 Ich finde gerade diese Distanz, die durch das Siezen entsteht, schafft unheimlich viel Nähe Luna |
![]() | 01. März 2011 ich habe meinen herrn nie gesiezt, komme mir da blöd vor und ob ich jetzt selbst über mich oder andere mit mir in der dritten person reden finde ich beides bescheuert. jedoch siezen mich meine sklaven. ich fordere das jedoch nicht, sie wollen das so |
![]() | 01. März 2011 equinoxx, danke für deine meinung, finde ich sehr interessant. die frage die ich habe ist, du sagst distanz kickt dich nicht, ihr benutzt keine anredeformen .... kein spiel. man kann doch nicht jahrzehnte durchlaufend bdsm leben, wenn kinder aufwachsen, alltagsstress, macken, fehler und schwächen fallen stärker auf. da braucht man wie equalheart so schön sagt die distanzierung und annäherung. ich möchte nichts anddeuten aber wenn es kein direktes "in ein rollenspielfallen" gibt, bleibt kein bdsm sondern eine befürchtung!!! denn vor oder mit deinem kind im arm kann er dir auch nicht aua machen wann er "will".... es gibt immer etwas, was das eine zum spiel das andere zum realen leben macht. ich finde gerade in einer beziehung in der es den alltag gibt, kinder, stress und die gewisse nähe vom partner mit dem man sein leben teilt, sollte man trennen .... es kreativer gestalten, damit es nicht langweilig oder "nur" noch härter wird. weil ein mensch seine interessen immer stärker verfolgt. und immer weiter anreize sucht, weil alles irgendwann mal alltäglich wird. "Herr, hättet Ihr vielleicht die Güte, mal die Kackwindeln Eures hochwohlgeborenen Sohnes zu wechseln."... ..kann mal ein lacher bringen, was sehr gut ist. was dementsprechend dann nur gesagt wird um ein witz zu machen. gutes beispiel,übrigens. in einer beziehung finde ich es wichtig auch mensch zu sein. gerade in keiner spielbeziehung. @Kraaf @Luna danke ich denke auch so. |
![]() | 01. März 2011 denn vor oder mit deinem kind im arm kann er dir auch nicht aua machen wann er "will".... es gibt immer etwas, was das eine zum spiel das andere zum realen leben macht. Natürlich kann er das, er nimmt mich liebevoll in den Arm und kneift mich verdammt böse... ich lächele dabei und drücke das Tränchen weg.. Man kann BDSM natürlich durchgängig leben, wenn man es im Metakonsens macht, sprich, dem Gegenüber einen generellen Freibrief, was Zeit, Ort und Art angeht, einräumt. Man kann auch gerade mal nach nebenan gehen und sub eine Ohrfeige verpassen, wenn Kleinteil friedlich im Wohnzimmer spielt. Man muss es halt einfach so machen, dass Kind nichts mitbekommt. Und das geht durchaus. Und da sind wir nicht die einzigen, die das so praktizieren. Und dass es alltäglich wird ist keinerlei schreckliche Vorstellung, sondern durchaus etwas sehr angenehmes. Aber so unterschiedlich ticken die Geister noxx |
