Wirklich devot?

12. Februar 2011
Wirklich devot?

Hi,

ich habe im moment ein Problem, ich weiß nicht ob BDSM wirklich das richtige für mich ist...

ich habe aufgrund meines alters (werd erst bald 20) damit noch keine erfahrungen, mit dominanten, hartem sex aber schon. es war aber trotzdem einfach nur die "härtere gangart" die mir sehr gut gefallen hat. über fesseln mit handschellen ging es aber nicht hinaus.

nun stell ich aber fest, dass ich mir wohl auch noch mehr vorstellen könnte. das problem ist aber,ich habe hier in den foren schon viel gelesen, das ich mir auch gar nicht vorstellen könnte...wo ich mich frage, ob ich hier richtig bin...


zunächs teinmal steh ich nicht auf schmerzen, bin also nicht maso.
als "strafe" in einem rollenspiel kann ich mir aber schmerzen in leichterer dosierung und nicht langer dauer vorstellen. auch fesselungen kann ich mir gut vorstellen, wie auch ein Halsband tragen mit leine. doch dann wiederum wäre es mir viel zu heftig,aus einen napf zu essen oder einem mann ständig auf allen vieren hinterherzukriechen. mich erregt eher das gefühl, er hat die macht in der hand...und diese wiederpsüche gibt es eben ständig.... ich find deep throat geil und sogar leichte ohrgeigen dabei geil, auch beschimpfungen dabei, könnte mir jedoch niemals vorstellen, angespuckt dabei zu werden oder was aufzulecken ect. manche dinge sind mir einfach zu viel...


deswegen weiß ich nicht ob ich lieber bei dem normalen dominanten sex bleiben sollte... ich denke es wird sich kaum ein dom finden, der so viele einschränkungen akzeptieren würde... oder?
12. Februar 2011

zunächs teinmal steh ich nicht auf schmerzen, bin also nicht maso.
als "strafe" in einem rollenspiel kann ich mir aber schmerzen in leichterer dosierung und nicht langer dauer vorstellen. auch fesselungen kann ich mir gut vorstellen, wie auch ein Halsband tragen mit leine. doch dann wiederum wäre es mir viel zu heftig,aus einen napf zu essen oder einem mann ständig auf allen vieren hinterherzukriechen. mich erregt eher das gefühl, er hat die macht in der hand...und diese wiederpsüche gibt es eben ständig.... ich find deep throat geil und sogar leichte ohrgeigen dabei geil, auch beschimpfungen dabei, könnte mir jedoch niemals vorstellen, angespuckt dabei zu werden oder was aufzulecken ect. manche dinge sind mir einfach zu viel...

Genau so sind auch meine Vorlieben gestrickt genau so. Außer das beschimpft werden und ablecken.

Ich denke schon das du devote bist.
Aber da du selber auch sagst, dass du am Anfang stehst, kann es später passieren, dass du ein dominanten Part antriffst, der dich lehrt, dir Dinge zeigt, von denen du nicht geträumt hättest bzw. wovon du dich JETZT noch wehrst. Dass er dir das irgendwann diese Sachen schmackhaft macht. Genau das ist es doch, was wir devotchen doch lieben. Das Dom später auch mal die Grenzen antastet und erweitert.
Deswegen mache dir nicht so viele Gedanken, ob du es bist oder nicht.
Die habe ich zu Anfangs auch gemacht. Und die mache ich ehrlich gesagt immer noch, wobei ich eigendlich weiß, dass sie total unbegründet sind.
Mein Alltags- Ich kann schlecht Gefühle/ Emotion zeigen, deswegen reizt es mich umso mehr, dass ich es in der BDSM- Welt machen muss *zwinker*
Und bei diesem Aspekt habe ich am Anfang auch gegrübelt, wie und ob sich das verträgt, weil es doch absolut paradox ist. Wie soll ich mich unterwerfen und hingeben, wenn ich meinem Herrn nicht meine Gefühle preisgeben kann?
Aber das ist recht einfach.
Du musst nur den "richtigen" Dom finden, der zu dir passt, der verständnisvoll ist und deine NoGoes akzeptiert. Das ist das Wichtige.
Also mache dir nicht zu viel Gedanken.
es wäre ja langweilig wenn eine Sub keine "Erziehung" oder "Entwicklung" bräuchte. Das würde sowohl Sub, als auch Dom nicht gefallen.
  • mysterygirl
13. Februar 2011

mysterygirl hat das ganz schön ausgedrückt, wie ich finde.

Eine(n) Dom(me), der/die die Tabus seiner/ihres Sub nicht respektiert, kann ich persönlich nicht ernst nehmen.

Dass du dir momentan nicht sicher bist, ob du wirklich devot bist, kann ich auch gut nachvollziehen und du bist auch definitiv nicht die erste Person, der es so geht - man muss eben viele Dinge ausprobieren, um wirklich zu wissen, wie sie sich anfühlen. Kopfkino ist die eine Sache, reales Erleben etwas ganz Anderes.

Meistens erweitern sich die Grenzen, wenn man einige Erfahrungen gemacht hat und vielleicht stellst du auch fest, dass das Ganze doch nichts für dich ist, dann lässt du es eben wieder.

Ein einfühlsamer Dom wird dich langsam an die Sache heranführen und dir die Möglichkeit geben, zu ergründen, inwieweit es dir etwas gibt, dich zu unterwerfen.
13. Februar 2011
Wirklich devot?

Ich hab genauso angefangen wie du. Ein bisschen Handschellen, etc. Konnte mir aber schnell auch eine Ecke mehr Bondage vorstellen. Hab zufällig den richigen Mann dazu getroffen und zwei Jahre nur Bondage ausprobiert - mit Schmerzen und vielen anderen Dingen konnte ich auch nie etwas anfangen. Aus dem Napf trinken? Niemals! Auf allen Vieren krabbeln? Nö! Den Hintern so richtig versohlt bekommen? Auf keinen Fall! Ich devot? Was für ein Blödsinn!
Habe dann aber genau die Art einfühlsamen Dom kennengelernt, der mir ganz behutsam und zaghaft gezeigt hat, dass ich sehr wohl devote bin und außerdem wo meine Grenzen liegen und wo nicht. Und einige lagen sehr viel weiter als ich mir je hätte erträumen lassen, andere allerdings auch nicht.

Von daher kann ich nur wie meine Vorrednerinnen schon gesagt haben den Tipp geben: ausprobieren.
Finde den richtigen Dom, der bereit ist sich nach deinen Vorgaben zu richten (gibt viele die das nicht so wollen, mit denen würde ich aber nie was anfangen), der neue Spielvarianten mit einbringt, aber auch mittbekommt, wenn du diese nicht möchtest und damit aufhört. Für mich ist es das beste gewesen, erst den Großteil der Zügel selbst in der Hand zu haben und diese nach und nach immer mehr aus der Hand zu geben.

Es gibt solche Doms wie du sie beschreibst. Aber sie sind glaube ich selten, was ich zumindest bisher mitbekommen habe, denn sie müssen zum einen diese natürliche Dominanz mitbringen (ohne die kommt nie dieses Machtgefälle auf was ich so liebe) und zu anderen sehr einfühlsam sein und am besten die Haltung haben, dass es am schönsten ist wenn die Frau vor Erregung explodiert.

LG
Kari
13. Februar 2011
Devot oder Dominant...

Ich bin mir sicher das sich auch ein Top schon mal gefragt hat ob er wirklich ein Top ist bzw. sein kann weil er eben nicht alles von seiner Sub verlangt was man so in Foren zu lesen bekommt oder in einschlägigen Filmchen zu sehen ist.

Zweifel sind normal, sich darüber Gedanken machen auch. Nur weil man BDSM eher in der soften Variante ausübt oder sich nur auf solche beschränkt heißt es ja noch lange nicht das es sich dabei dann nicht um BDSM handelt.

Wichtig ist dabei einfach nur gegenseitiges Vertrauen und vor allem die Grenzen des anderen zu akzeptieren.

Grenzen akzeptieren bedeutet ja nun nicht das diese von Zeit zu Zeit nicht neu gesteckt werden können.

Ein Top der die Grenzen seiner Sub nicht akzeptiert und nicht einhält ist in meinen Augen kein Top sondern einfach ein ungehobelter, rücksichtsloser Egoist. Sowas käme in meinen Augen einer Vergewaltigung gleich ob nun auf körperlicher oder mentaler Art, sei nun mal dahin gestellt.

Such dir also einen Top der nicht zu dieser Kategorie gehört, sondern einen der dich achtet respektiert und einfühlsam genug ist deine Vorgaben zu akzeptieren.

Lg
sweetie
13. Februar 2011
danke

Ich bin euch so dankbar, dass dieses Thema hier angesprochen wurde. Den auch ich mache mir Gedanken, wie weit ich als sub in BDSM eintauchen möchte. Und dazu den passenden Gegenpart zu finde ist wohl das Wichtigste.

Ich finde hier mal wieder Zuspruch, den ich gut gebrauchen kann!

LG
13. Februar 2011

Hallo Sexymausi,
nach den vielen guten und richtigen Beiträgen nun noch mal was aus Domsicht.:-)

Es wäre schon komisch wenn du diese Zweifel am Anfang nicht hättest.
Aus meiner Sicht, beginnt genau bei deinen Zweifeln die Aufgabe eines Doms. Nämlich dich an deine am Anfang eng gesteckten Grenzen heran zu führen und zu erkennen, welche davon langsam erweitert werden können und welche noch eine Zeitlang unangetastet bleiben sollten. Bei einigen wird sich herausstellen, dass sie für immer oder zumindest für eine sehr lange Zeit fest stehen.

Hier ist dann halt die Phantasie des Doms gefragt.;)

Du hast geschrieben, dass sich sicher kein Dom finden wird, der sich auf so viele Einschränkungen einläßt. Auch dazu habe ich meine eigene Sicht. Gerade am Anfang sollte ein Rahmen festgesteckt werden innerhalb dessen der Dom sich nach eigenem Gutdünken frei bewegt. Wenn er gut ist, wird er deine Neugier wecken und so diesen Rahmen mit dir gemeinsam immer weiter werden lassen. Wenn er das nicht schafft, ist er der falsche.;)

Lange Rede kurzer Sinn, halte dich nicht mit der Frage auf ob du devot bist oder nicht.;) Versuche die Sachen die du dir momentan vorstellen kannst und schau wo es dich hintreibt.

Bodo
13. Februar 2011

Ich bin mir sicher das sich auch ein Top schon mal gefragt hat ob er wirklich ein Top ist bzw. sein kann weil er eben nicht alles von seiner Sub verlangt was man so in Foren zu lesen bekommt oder in einschlägigen Filmchen zu sehen ist.

Ich kann ja nur für mich sprechen, aber ich hab' mich das auch schon gefragt - am Anfang, bevor ich meine ersten Erfahrungen gemacht habe, sowieso, weil ich so viele Dummdom(me)s "kannte" und dachte "Wenn das "dominant sein" ist, bin ich es nicht" und auch mal zwischendurch, als mal die Lust auf's Spiel, Kreativität und Kopfkino plötzlich völlig verschwunden waren. Aber auch das ging vorbei. *ggg*

Und wenn ich es mir recht überlege, kenne ich fast niemanden, der am Anfang nicht unsicher war, ob er wirklich dom/dev ist oder evtl. auch etwas mit der Tatsache gehadert hat, es zu sein. *zwinker*
13. Februar 2011
danke

schonmal für die antworten.

also einen dom zu finden, der das akzeptiert, ist glaube ich wirklich schwierig..

denn ich kann mir gut vorstellen, das es ihn "nerven" würde, wenn ich öfter dinge nicht machen würde, die er sagt...schließlich ist er dominant und ich müsste mich ihm ja eigentlich unterwerfen...ich könnte nur manche dinge mit meinem stolz im moment zumindest noch nicht vereinbaren...


ich habe auch bereits schon einen dom kennengelernt. (bisher nur telefonisch seit 3 monaten, bald dann das treffen) der sprach auch von fremdbenutzung irgendwann mal. das ist eig ja wieder eine härtere sache, die ich mir aber vorstellen kann, aber so einfache dinge wie auf allen vieren hinterherkriechen nicht....


doch auch bei diesem dom habe ich das gefühl, dass er grenzen nicht wirklich akzeptiert...


wie kann ich den einen richtigen erkennen? ich mein wer will schon freiwillig seine dominanz öfter aufgeben, weil die sub es so will.
13. Februar 2011

Lass dir Zeit bei deiner Suche und wenn du das Gefühl hast, dass irgendwas nicht passt oder du dich mit deinen Gefühlen nicht ernst genommen fühlst, sprich mit ihm. Kommunikation ist sowieso das A und O.

Wer tatsächlich real dominant ist, wird kein Problem damit haben, dass du Zeit brauchst und dir momentan vieles noch gar nicht vorstellen kannst und vor allem wird er auf dich eingehen.

Daher: Geh die Sache langsam an und hör' auf dein Gefühl. Wenn du Dom nicht vertrauen kannst, bringt es auch nichts, dich zu irgendwas zu zwingen - und solltest du dir unsicher sein, wie irgendwas einzuordnen ist, gibt es ja immer noch das Forum hier. *g*
13. Februar 2011

Es geht nicht darum seine Dominanz aufzugeben, weil Sub es so will.

Wenn ich dir die Anweisung geben würde Wasser aus dem Napf zu trinken und du würdest dich zieren oder auch einfach glatt verweigern, würde ich erstmal heraufinden, was dich daran hindert.

Dabei würden wir irgendwann dazu kommen, dass es dein Stolz ist der dich daran hindert. In dem Moment würde ich es für angesagt halten, den Napf erstmal zu vergessen und daran zu arbeiten, dass du verstehst das du Stolz darauf sein kannst, wenn du soweit über deinen Schatten springen kannst, dass du sogar aus einem Napf trinkst.

Und wenn es soweit ist, würde ich meinen Willen kriegen und du würdest aus dem Napf trinken.;)

Soviel zur grauen Theorie.:-) In der Praxis gibt es auf diesem eigentlich leichten Weg, viele Ecken und Kanten, die dem ganzen aber die Würze geben.:-)


Bodo
13. Februar 2011
ich

denke aber, die meisten doms würden so ein verhalten wie verweigerung bestrafen.... solange, bis man es doch noch macht , denken sie.

und wie ich mich dann verhalten sollte, wüsste ich nicht...
13. Februar 2011
Zeit....

Liebe Mausi,

wie es Princess schon so treffend sagte, ist ganz wichtig.

Am Anfang waren wir alle unsicher, ich bin es heute noch oft.
Gedanken wie "kann ich das" "will ich das" "macht mich das nicht zu einem beliebig manipulierbaren Stück Irgendwas"
sind ganz normal und gehen, glaube ich, jedem zu Beginn durch den Kopf.

Ein Dom, der sich seiner Verantwortung bewusst ist, erkennt sowohl Deine (noch) vorhandenen Grenzen als auch Dein Potential.
Kein vernünftiger Herr würde eine sub, die gerade damit beginnt, diese Welt für sich zu entdecken, unter Druck setzen oder etwas von ihr verlangen, was sie (noch) nicht kann.
Er wird Dich geduldig führen, Dich wachsen lassen und irgendwann, wenn er merkt, dass Du es kannst, an Deine Grenzen bringen und sie ein wenig ausdehnen....

Wenn jemand daher kommt und von vorneherein Dinge "erwartet", die Du gefälligst zu machen hast, dann vergiss ihn.
Es gibt kein "Handbuch der guten Sub" in dem steht, sie habe das und jenes zu machen.
Wenn er merkt, dass Du ihm all das bereit bist zu geben, was Du geben kannst, wird ihn das sehr, sehr glücklich machen.
Und irgendwann kommt dann vielleicht der Moment, in dem es Dir ein Bedürfnis sein wird, etwas zu tun, was Dir vorher widerstrebte.
Ich konnte es mir NIE vorstellen, aus einem Napf zu trinken oder vor dem Bett auf dem Boden zu schlafen.... heute liebe ich es und sehe es als Zeichen meiner tiefen Verbundenheit zu meinem Herren an.
Und wenn das Eine oder Andere immer ein Tabu bleibt, dann ist das so und ist gut so.

Und das hat dann auch nichts damit zu tun, dass er "seine Dominanz aufgibt". Er WIRD dich leiten, leise und ruhig. Und er wird erkennen, welches Tempo geht, wann Du weiter gehen kannst und wann Du erst mal stehen bleiben musst um Dich umzusehen. Und es akzeptieren.


Nimm Dir Zeit, lass es sich entwickeln, wie es sich entwickeln will.... wenn Du den richtigen Herren gefunden hast, wird er das als Geschenk annehmen und Dir alle Zeit und Geduld entgegen bringen, die Du brauchst.

ladymg
13. Februar 2011

Hallo Mausi,
wenn er auf das von mir beschriebene Szenario nur mit stumpfer Strafe reagieren kann, ist er der Falsche. Meine Meinung.;)

Sicher muß Verweigerung und Fehlverhalten auch mal bestraft werden.
Und wenn du schon lange Jahre erfahrung hättest und ansonsten kein Problem damit hast, aus dem Napf zu trinken und nur heute dazu keine Lust hast, dann ist eine Strafe auch angemessen.

Eine Strafe ist aber nie das angemessene Mittel um deine Grenzen zu erweitern. Das hat nichts mit führen zu tun, das ist brechen.;)

Bodo

Ps.: Und bevor einige aufheulen. Ja das ist meine persönliche Sicht von BDSM. Nur die kann ich hier weitergeben. Ich aktzeptiere aber das es andere Sichten gibt, kann damit allerdings nur wenig anfangen.:-)
13. Februar 2011
@ huekuemdar

so wie du sehe ich das auch.... ich will ja nicht zu dingen gezwungen werden, die mir überhaupt keinen spaß mehr machen würden, keinen kick mehr geben würden, nichts..wo nur noch negative gefühle entstehen würden...außschließlich.

dass sich meine grenzen erweitern denke ich auch, ist wahrscheinlich bei jedem so.


die frage ist nur, wie man das am besten vermittelt? denn wie ich rauslesen kann aus deiner letzen antwort, gibt es viele doms, die nach der "brechen" methode handeln udn das als richtig sehen oder? wie kann man so jemanden umstimmen?

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