![]() | 27. Januar 2012 Die Tatsache, daß Männer doppelt soviele Spermien ausspritzen, wenn sie die Liebespartnerin ein paar Tag nicht gesehen haben, spricht für mich Bände.... Sie wollen einen evtl Nebenbuhler übertrumpfen, so hat es die Natur eingerichtet. Ich sehe mich als ziemlich kompromissfähigen Menschen an, von daher hatte ich auch noch nie Probleme mit dem zusammen wohnen. Einmal Chaos, Drecksgeschirr von Wochen, echte Körperpflegephobiker etc. in einem Lehrlingswohnheim erlebt, lässt sich danach etliches entspannter betrachten. Ansonsten plädiere ich auch für genügend Räume, die müssen ja gar nicht riesig sein, aber eben Rückzugsgebiet für den Einzelnen. Das perfekte LAT für mich wären getrennte, gemeinsame Wohnungen (mit 2 Partnerinnen |
![]() | 27. Januar 2012 LAT - Living apart together Kann man glücklich zusammen sein und doch dauerhaft in verschiedenen Wohnungen leben und das nicht weit entfernt? nur so könnte ich es mir vorstellen! |
![]() | 27. Januar 2012 Ich würde bei dem Ganzen auch nicht immer nur die negativen Seiten betonen, sondern etwas positivistischer sehen. Mal ehrlich: Wer verbringt in der Freizeit jede Minute mit seinem Partner? Wer WILL das überhaupt? Wie soll man für einander denn noch interessant sein, einander noch überraschen können, wenn man man alles, aber auch einfach alles gemeinsam tut? Worüber soll man dann noch reden - wenn beide dasselbe erlebt haben, dann erübrigst sich doch das Gespräch! Wenn ich in Ruhe ein Buch lesen will, dann schaut mir mein Partner doch auch nicht über die Schulter - aber ich kann ihm hinterher begeistert von dem Buch erzählen und ihn vielleicht auch neugierig machen! Wieso reden Paare in Deutschland denn nur noch die statistischen acht Minuten am Tag miteinander. Acht Minuten! Hallo? Da ist mein Wellensittich ja kommunikativer! Aber mal weiter im Text: Wenn man zusammenlebt, und den Alltag hinter sich gebracht hat, dann stellt sich die Frage: Wie verbringt man den Abend? Was, wenn mein Freund dann sagt: Och, ich mach mir ´nen ruhigen vor dem PC. Ja, ist in Ordnung. Soll er machen. Bloß: Damit entscheidet ER, dass wir den Abend in getrennten Zimmern bei getrennten Beschäftigungen verbringen - und ich muss dann zum einen irgendwie sehen, wo ich bleibe, und muss ihn nicht selten bitten, sein Ballerspiel doch bitte mit Kopfhörern zu spielen oder leiser zudrehen, weil es mich stört - oder meine Playstation trotz geschlossener Tür übertönt. Umgekehrt isses genauso - er will was machen - und ich hab keine Lust und er drömelt den Abend dann etwas lustlos vor dem PC vor sich hin. Kommt bei zwei Individuen wie uns mit großen Ruhebedürfnis und gleichzeitig großen Unabhängigkeitsdrang schon mal vor - was jetzt natürlich nicht heißt, dass der Gipfel der niveauvollen Freizeitbeschäftigung für uns in PC und Playstation bestehen. Irgendwie erscheint es mir da einfach sinnvoller, dicht beieinander aber nicht in derselben Wohnung zu leben (vorzugsweise so dicht, dass man getrost beim anderen übernachten kann, ohne am nächsten Tag um 4 aufstehen zu müssen, um noch rechtzeitig bei der Arbeit zu sein), und dann eben wirklich BEWUSST Dinge gemeinsam zu machen. |
![]() | 27. Januar 2012 @seeleverschenkt Und das lass ich mir jetzt mal richtig auf der Zunge zergehen.... diese Theorie wirft doch ein sehr klares Licht auf die Beziehungen, die auf freiwilliger Basis getrennt leben, oder? Ahja? Klär mich doch mal bitte auf, was Du damit meinst. Mir liegt da anscheinend noch ein Dunstschleier vor den Augen, ich seh das nämlich leider nicht. Wie gesagt, ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Fernbeziehungen selten das Nonplusultra sind und ich für meinen Teil brauch das auch nicht (mehr). Aber zwischen einer Fernbeziehung mit im Idealfall jedes Wochenende sehen und einer LAT-Beziehung am gleichen Ort liegen doch noch mal Welten. Die Qualität einer Beziehung oder die Intensität der Gefühle am Wohnungsverhalten messen zu wollen, ist allerdings in meinen Augen ein sehr trauriges "Sicherheitsdenken". @McDoodle Und trotzdem bleibe ich bis zum Beweis des Gegenteils bei meiner oben dargelegten Meinung. Ok, und jetzt ernsthaft: Wie bitte soll das denn gehen? Möchtest Du Studien? Mal ein paar Monate so einer Beziehung beiwohnen? Oder kannst Du vielleicht auch einfach den Worten Deiner Diskussionspartner glauben, die in solchen Beziehungen leben? @curious_sin Die meisten die sich für LAT aussprechen sind Kinderlos (zumindest laut Profil), haben "Kinder die nicht bei Ihnen wohnen" und die, die sich gegen das LAT- Modell aussprechen, haben Kinder.... das ist ganz deutlich - komisch ! Was ist daran komisch? Ich finde es bei gemeinsamer Kinderaufzucht allerhöchstens praktisch, wenn beide Elternteile vor Ort sind zwecks solider Aufgabenteilung. Im besten Fall entspricht das dann auch dem eigenen bevorzugten Wohnungsverhalten, aber dem muss doch noch lange nicht so sein. Sorry, irgendwie geht das für mich so nicht auf. |
![]() | 27. Januar 2012 Wir haben doch jetzt schon festgestellt, dass das LAT-Modell als Alternative zum klassischen Zusammenwohnen besser geeignet ist für Paare, die noch keine Kinder oder keine Kinder mehr haben, als für solche, die zusammen Kinder großziehen. Die Gründe dafür sind eindeutig, ja. Können wir jetzt weiterdiskutieren? |
![]() | 27. Januar 2012 Ich werfe jetzt auch mal die Theorie auf, dass man entscheidet mit diesem Partner nicht zusammen zu wohnen, mit einem anderen würde man vielleicht nicht so entscheiden Und das lass ich mir jetzt mal richtig auf der Zunge zergehen.... diese Theorie wirft doch ein sehr klares Licht auf die Beziehungen, die auf freiwilliger Basis getrennt leben, oder? Ich glaube, so klar ist das Licht nicht, das auf die Beziehung scheint. Ich glaube, manche (viele?) Menschen würden eine Beziehung nicht eingehen, wenn z.B. die Lebensweise des Partners nicht zu der eigenen passt. Es kann aber durchaus sein, dass sich zwei Menschen finden, die wohnbezogen nicht kompatibel sind, die aber dennoch eine Beziehung aufbauen. Warum sollten sie ihre Liebe fallen lassen, wenn es doch möglich ist, ihre Beziehung mit zwei Wohnungen/Häusern zu leben? Die Umstände können banal(?) sein, wie z.B. unterschiedliche Einrichtungsvorlieben (Eiche rustikal gegen lackierten Kunststoff, Orientteppich gegen Laminat, Schlafzimmer-TV oder nicht, Kitsch oder Klassik). Vielleicht findet einer es gemütlicher, wenn die Regale vollgestopft mit Büchern und Tand sind, die andere mag es lieber leerer und schlicht. Dann kann es familiäre Gründe geben. Sind auf beiden Seiten (oder nur auf einer) Kinder aus früheren Beziehungen vorhanden? Will man zusammenziehen, muss sich jeder mit jedem zumindest ansatzweise beschäftigen wollen. Ich würde ein Zusammenziehen nicht erzwingen, wenn (je nach Alter) andere Beteiligte, die es ja in gleichem Maße beträfe wie das Paar selbst, die neue Wohnsituation eher skeptisch sähen. Das Zusammenziehen verschlechtert die Umstände der Beziehung u.U. sehr deutlich. Warum also nicht freiwillig die gut funktionierenden Umstände erhalten? Das ist jetzt mal ein kleiner Auszug aus möglichen Gründen dafür, warum Menschen vielleicht nicht zusammenziehen, obwohl ihre Liebe gut und aufrichtig ist. Darüberhinaus gibt es weiterhin auch die freiheitsliebenden Menschen (nicht vornehmlich Beziehungsfreiheit, sondern Wohnfreiheit), die ihren eigenen Raum brauchen. Es gibt auch hier viele Facetten, wie es zum getrennt Leben kommt, obwohl man sich zusammengehörig fühlt. Dass ein Paar in zwei Wohnungen lebt, sagt meines Erachtens nichts darüber aus, wie gut oder schlecht die Beziehung ist. Gruß Ch. |
![]() | 10. Februar 2012 Ich kann diese Art der Wohnsituation nur befürworten. Ich lebe keine 150m weit weg von meinem Partner in einer eigenen Wohnung (sein Festnetztelefon funktioniert auch noch bei mir, nur wenn man am Fenster steht, aber es geht).Es hat viele Vorteile, aber leider auch Nachteile. Klar zahlt man 2 mal biete, hat 2 mal den Haushalt und auch Verpflichtungen wie Schneefegen etc. Genauso könnte es schwierig werden, wenn man sehr eifersüchtig ist, man sieht ja nicht was der Partner bei sich daheim treibt. Aber dafür hat man auf der anderen Seite seinen Raum für sich. Ich kann in meiner Wohnung tun, was ich will. Wenn ich das Altpapier erst morgen runter bringe, ist das so, da hat er nicht dazu zu sagen. Genauso finde ich die Atmosphäre schöner, wenn er als Gast zu mit kommt, denn ich hasse es, wenn jemand einfach so an den Kühlschrank geht und etwas raus nimmt. Und so ist er in der Pflicht mich danach zu fragen. So weiß ich ob dort nun noch ein Joghurt ist oder nicht. Auch wenn Besuch kommt, kann er sich verkrümmeln wenn er keine Lust hat. Oder wird rausgeworfen bei Herrenbesuch;) Dadurch, dass ich Nachts arbeite, kann er auch dann zu sich gehen und ist in einer Umgebung in der er sich am wohlsten fühlt, und wo er tun kann was er will. Wir wechseln immer so wie wir Lust haben. Mal sind wir ein paar Wochen bei ihm, dann wieder bei mir. Der Nachteil dabei ist, man vergisst die Blumen zu gießen und es ist nervig alles rüber zu schleppen, denn man läuft noch ein paar mal, denn natürlich vergisst man die Hälfte;) |
![]() | 10. Februar 2012 Ich habe fünf Jahre lang mit meinem Ex so gelebt. Jeder hatte seinen Bereich, und man hat sich sehr unkompliziert mal hier, mal da getroffen, jeder war bei jedem zu Hause. Wir haben im Spaß immer gesagt: wir haben ein Stadt- und ein Landhaus Ich lehne ein engeres Zusammenleben sicher nicht grundsätzlich ab, aber zwei Wohnungen zu haben, hatte in dieser Zeit - für mich - nur Vorteile, die ich sehr zu schätzen gelernt habe. Ich würde das jederzeit wieder so leben wollen - und können. |
![]() | 10. Februar 2012 beide @anja und @barocklady haben es perfekt auf den punkt gebracht.... |
![]() | 10. Februar 2012 Manchmal bleibt jedoch dann wenig Zeit füreinander. Mal sind wir ein paar Wochen bei ihm, dann wieder bei mir. Wenn beide arbeiten, stelle ich mir das schwierig vor. |
![]() | 10. Februar 2012 Ich würde das für mich auch als ideale Beziehungsform ansehen. Ich hab so eine schwer zu ertragende Macken, da ist das wohl besser so Gut, ich will keine Kinder, das macht die Entscheidung einfacher. Aber ich verstehe auch nciht warum das mit Kindern garnicht funktionieren soll. Mein Haus habe ich vor ein paar Jahren gekauft um mit meinem damaligen Partner unter einem Dach getrennt zu leben. Daran hätten Kinder nichts geändert. Bei 2 Wohnungen in einem Haus haben die Kinder halt eine Wohnung über 2 Etagen, das Mama im Erdgeschoß schläft und Papa im Obergeschoß, wo ist da das Problem? Man hat mindestens 2 Bäder auf die man sich aufteilen kann, ich halte das für praktisch und will nichts anderes mehr, kann sich aus dem Weg gehen oder auch die Nähe der anderen suchen. Z.B. bei Kindern in verschieden Altersstufen, die kleinen Lärmen unten bei Muttern, die großen können oben bei Papa in Ruhe Hausaufgaben machen. |
![]() | 18. Februar 2012 getrennt Wohnen Wir wohnen auch getrennt. Und ich muß sagen, anderst möchte ich es auch nicht haben. Es ist immer schön, wenn man sich gegenseitig besuchen fährt dann ist die vorfreude noch viel schöner. Immer könnte ich es vorläufig noch nicht haben. Vielleicht irgendwann einmal. Lg Kolibri |
![]() | 22. Februar 2012 es gibt keine 5 menschen, die ich ständig um mich herum ertragen könnte. ich brauche rückzug, gammeltage nur mit mir und mein kind verlangt mir auch eine ganze menge ab. also bin ich absolute befürworterin des LAT-modells. was trotzdem wichtig ist, ist dieses gefühl, auch bei einer distanz von sagen wir 50 m bis 10 km wirklich füreinander da zu sein. d. h. wenn man sich spontan braucht, ist es wichtig, dass das auch von beiden irgendwie hingekriegt wird. im prinzip geht's doch darum, dass beide dieselben vorstellungen von nähe und freiraum haben, dann ist es die optimale lebensform. dass diese bedürfnisse veränderungen unterworfen sind, ist auch normal. mal will man mehr nähe, mal braucht man mehr distanz. ganz entscheidend ist, wie man mit den veränderten bedürfnissen umgeht und sich von einem lebensmodell auch verabschieden kann, wenn es nicht mehr mit der eigenen realität übereinstimmt. und das haben hier viele bereits gut hingekriegt, wenn man die schilderungen liest. |
![]() | 22. Februar 2012 [...]was trotzdem wichtig ist, ist dieses gefühl, auch bei einer distanz von sagen wir 50 m bis 10 km wirklich füreinander da zu sein. d. h. wenn man sich spontan braucht,...[...] Ist dies das Modell, ich möchte zwar nicht mit Dir zusammen leben, dich nicht ständig um mich rum haben und auch meine Rückzugsmöglichkeit haben, aber wenn ich dich brauche, hast du innerhalb kürzester Zeit dazustehen? Hm, interessant... - höchst interessant ! lg Chris curious_ER_sin |
![]() | 22. Februar 2012 was trotzdem wichtig ist, ist dieses gefühl, auch bei einer distanz von sagen wir 50 m bis 10 km wirklich füreinander da zu sein. d. h. wenn man sich spontan braucht, ist es wichtig, dass das auch von beiden irgendwie hingekriegt wird. Und was ist, wenn der Partner gerade dann seinen Rückzug braucht und niemanden um sich herum ertragen kann? Oder umgekehrt: Wenn der andere dich gerade dann braucht, wenn du für dich sein möchtest und in deinen Gammeltagen versinkst? |
