Daseinsberechtigung des DOMs?!

29. August 2006
Daseinsberechtigung des DOMs?!

Durch ein Antwortposting in einem anderen Thread "Haarschnitt oder andere Farbe als Strafe?" stellt sich mir die Frage.

Ist eine immer gehorchende Sub nicht langweilig und stellt sie die Daseinsberechtigung eines DOMs nicht durch dieses Verhalten mit der Zeit in Frage?

Vielen mag die Frage sehr provokativ erscheinen, was von mir nicht beabsichtigt ist. Ich hoffe, dass hier eine interessante Diskussion entsteht.

lg tear
29. August 2006
Daseinsberechtigung eines Doms

Hallo Teardrops,
kommt darauf an, auf welcher Ebene Du spielst. Gerade bei DS-Spielen geht es ja gerade um diesen " blinden" Gehorsam Deines Subs.

LG, Birgit
29. August 2006

Dom hat keine Existenzberechtigung, wenn es keinen Sub gibt - die Provokation liegt in der Tatsache.


Blindes Vertrauen des Sub? Worauf?

Dom weiß alles und Sub hat zu gehorchen? Wie langweilig!

Ein Mensch wird an den Pfahl gebunden und der andere Mensch macht sich an die Marter? Haben wir schon im Kindergarten gespielt und daraus hat sich keine Existenzberechtigung abgeleitet, weil die Rollen austauschbar waren und nur nach Neigung besetzt wurden.


Der Dom wird nur zum dominierenden Teil, wenn er Macht ausüben kann. Das liegt 1. in seiner grundsätzlichen Fähigkeit dazu; 2. in dem Umfeld, das seinen Machtanspruch zuläßt.


Mir ist jedenfalls egal, wer unter mir Dom ist ...

Michael
(von Trout)
29. August 2006
Langeweile

teardrops,
ja, eine immer gehorchende sub wird langweilig, nicht im Lauf der Zeit, sondern schnell. Wo bleiben Aktion und Reaktion, wo die Spannung? Wo bleibt das Gefühl, dass sich (bei beiden) einstellt, wenn wieder mal eine Grenze angekratzt oder gar überschritten wurde?

Aber!
Nein, das stellt die Existenzberechtigung des Doms nicht in Frage, denn zum immer gehorchen gehört jemand der die entsprechenden Befehle gibt.
29. August 2006
Es

gibt Doms, die sich eine Sub wünschen, die immer gehorcht und es gibt Doms, für die eine immer gehorchende Sub nach kurzer Zeit langweilig wird. Auch Doms sind eben unterschiedlich *zwinker*

Wobei ich der Ansicht bin, keine Sub kann immer gehorchen, auch wenn sie/er das noch so will.Kein Mensch ist perfekt und fehlerlos. Die Reaktion ist nicht planbar. Wenn ein/e Sub noch so gehorsam sein möchte, wird sie/er immer mal wieder unbeabsichtigt Fehler machen. Und ein Dom kann und wird immer Fehler finden, wenn er das möchte.
29. August 2006
@teardrops

Meinen Empfinden nach geht es hier um Aktion, welche eine Reaktion herausfordert, und dann wieder eine Aktion zu provozieren..... Ich als Dev. kann doch nur meine Grenzen erfahren, wenn ich den DOM (eben durch meine Reaktion auf seine Aktion) in der Art und Weise meiner Reaktion herausfordere entweder noch ein Stück weiter zu gehen , oder auf dem momentanen Stand der Dinge zu verharren. Sicher ist da eine enorme Beobachtungsgabe des DOM gefordert - gegenseitiges VERTRAUEN (ohne dass geht es meiner Meinung absolut nicht). Und das wächst mit DER ZEIT. Und kann nur wachsen, wenn für den DOM Reaktionen sichtbr sind, auf die er eingehen kann - oder eben nicht.
Durch nur mechanisches Gehorchen (gibt es solche "O" denn in real ???)bringe ich mich als Dev UND den DOM und die schönste Erfahrung, warum wir ja eigentlich BDSM "durchführen" - nämlich den Anderen in fast allen, für uns greifbaren Schichten zu er-leben,fühlen,schmecken,riechen - und das aktiv oder passiv..... Ich habe mal meinen DOM gesagt, als in einer Diskussion wieder mal die Frage auftauchte: "warum findest Du es geil wenn ich dieses oder jenes mache und wie weit darf ich gehen und warum "gibst Du Widerstand" - oder wie Du es immer sagst - Gegendruck?"
"Sei Dir gewiss Meister, dass ich mich aktiv Deiner Kraft und Macht entgegensetze, um Deine Reaktion darauf zu provozieren - um nochmehr von Deiner Kraft und Präsenz zu spüren, und meine Grenzen zu erfahren, zu akzeptieren oder sie zu erweitern - durch Deine Hand - durch Deine Reaktion"

Viele Grüsse

Anysia
29. August 2006

Es interessant, welche Ansichten es zu diesem Thema gibt.

@ Markus_uBirgit

Gerade bei DS-Spielen geht es ja gerade um diesen " blinden" Gehorsam Deines Subs.

Also ich persönlich bin nicht der Meinung, dass es bei DS um den blinden Gehorsam geht. Eine Sub die blind gehorcht wird berechenbar und das wird auf Dauer langweilig. Ist es nicht eine Herausforderung für den Dom seine Sub zu erziehen???

@ Michael

Der Dom wird nur zum dominierenden Teil, wenn er Macht ausüben kann. Das liegt 1. in seiner grundsätzlichen Fähigkeit dazu; 2. in dem Umfeld, das seinen Machtanspruch zuläßt.

Dem ist nichst mehr hinzuzufügen, den ein Dom ohne Sub ist ein dominater Mensch aber kein Dom!!!

Mir ist jedenfalls egal, wer unter mir Dom ist ...

Interessante Ansichtssache *ggg* *zwinker*

@Mestre

Aber!
Nein, das stellt die Existenzberechtigung des Doms nicht in Frage, denn zum immer gehorchen gehört jemand der die entsprechenden Befehle gibt.

Aber wird dir das auf Dauer nicht langweilig als Dom, weil die Reaktion deiner Sub ja bereits vorrauszusehen ist, ehr du den Befehl aussprichst???


Eine vieleicht provokante Frage noch an die Doms hier im JC.

Hat eine immer gehorchende Sub Grenzen, sind diese bereits erreicht oder mag sie ihre Grenzen nicht erkennen bzw. erweitern???

lg tear
29. August 2006
ich will mal eine andere sichtweise eröffnen

ich hoffe es gelingt mir

... aber vorerst @ micha
DAS klären wir noch ... gelläh *sfg

zum thema:
es geht glaube ich nicht immer um das gleichmäßig sanftmütig ergebene der sub.
aber teuerste teardrops ... auch nich um ein trotziges weibchen (ich denke du weist sehr gut was ich meine) solch ein weibchen kannst du mir getrost auf den bauch binden - da passiert nix *schmunzelt*

ich meine es geht vielmehr um die erziehung, vortbildung, stärkung des "untergebenen"
zumindest ist es bei uns das, was die beziehung nach vorne bringt
DAS IST DIE VERDAMMTE DASEINSBERECHTIGUNG des "was-auch-immer"
in der entwicklung der beziehung (möglichst auf eine verschmelzung hinziehlend) liegt doch die "daseinsberechtigung"! oddah???

das mit dem "gehorchen" oder nicht ist doch eine ANSATZFRAGE
es gibt keine fertige sub ... wird sie hoffentlich auch nie werden ... sprich sie wird meinen immer wachsenden ansprüchen nie gereichen (*hoff*)
sprich:
die "immer perfekte, treusogende, niefehlermachende sub" ist ein alptraum für jeden dom ... und zeugt letztlich nur von seiner unfähigkeit an sich selbst und seiner sub (sprich: seiner beziehung) zu wachsen

neue wege zu beschreiben/ zu beschreiten .... (das übliche bla-bla erspare ich mir hier mal)

  • SchlagFertige grüße
29. August 2006
Provokationsdominanz

Hat eine immer gehorchende Sub Grenzen, sind diese bereits erreicht oder mag sie ihre Grenzen nicht erkennen bzw. erweitern???

Oder ist es etwas so, daß Sub den Dom über hat, lieber Ruhe hält, um sich der "Behandlung" zu entziehen? ==> Analogie zum eingeschlafenen Ehe-Geschlechtsverkehr ...

Michael
(von Trout)
29. August 2006

Erst mal Danke an euch alle für eure Statements.

@schlagfertig

es geht glaube ich nicht immer um das gleichmäßig sanftmütig ergebene der sub.
aber teuerste teardrops ... auch nich um ein trotziges weibchen (ich denke du weist sehr gut was ich meine) solch ein weibchen kannst du mir getrost auf den bauch binden - da passiert nix *schmunzelt*

Keine Angst ich wechsle nicht die Seiten und werde mich auch nicht als Bondagemeister an dir versuchen *zwinker*

die "immer perfekte, treusogende, niefehlermachende sub" ist ein alptraum für jeden dom ... und zeugt letztlich nur von seiner unfähigkeit an sich selbst und seiner sub (sprich: seiner beziehung) zu wachsen

Dafür bekommst ein dickes *bussi*, denn du hast das Wort langweilig sehr gut beschrieben.


@ Michael

Oder ist es etwas so, daß Sub den Dom über hat, lieber Ruhe hält, um sich der "Behandlung" zu entziehen? ==> Analogie zum eingeschlafenen Ehe-Geschlechtsverkehr ...

Von dieser Seite habe ich die Angelegenheit noch nie betrachtet, liegt vieleicht auch daran, dass ich in meiner Beziehung glücklich bin. Was ich aber nicht verstehe. Warum schafft es Sub bzw. die Ehefrau nicht sich aus diesem Dilema zu befreien?

Oh Gott, eure Postings werfen immer mehr neue Fragen bei mir auf. Da hab ich ja was angerichtet mit dem Thread.

lg tear
29. August 2006
den hatt ich überlesen

Hat eine immer gehorchende Sub Grenzen, sind diese bereits erreicht oder mag sie ihre Grenzen nicht erkennen bzw. erweitern???
sorry liebes ... aber das iss ne blöde fragestellung (wohlwissend das es keine blöden fragen gibt *zwinker*
ich versuch dir auch zu erklären warum

genauso wie das universum unendlich ist ... solle es auch mit der beschaffenheit des dominanten hirns sein
eine immer gehorchende sub wird es nie geben ... denk mal drüber nach.
wenn du eine stufe zum nächsen stockwerk nimmst bleibste doch nicht auf der ersten treppenstufe stehen - du/ihr wollt doch hinauf (auch wenn es ab und an beschwehrlich ist)
... wer sich nicht bewegt - vergammelt langsam

ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen das menschen nicht nach der nächsten etage - nach der erfüllung des ereichens - in sich - streben
diese menschen hätten sich ja völlig aufgegeben
kaum vorstellbar

  • SchlagFertige grüße
29. August 2006

Nein Herr schlagfertig, dem ist nicht so.
Ich kenne einige Paare aus der BDSM-Gemeinde, die sind auf einer Stufe/Ebene und bleiben da. Da ist ein bischen Aua, ein bischen "bück Dich!" und der Rest ist das ganz normale Einerlei, keine Stufen, keine Ebenen.

Ich weiß auch garnicht, ob man darüber die Nase rümpfen soll/kann. Einzelentscheidung eben.

Michae
(von Trout)
29. August 2006
Au Mann, was Ihr

Euch hier für Fragen stellt.
Ist eine immer gehorchende Sub nicht langweilig und stellt sie die Daseinsberechtigung eines DOMs nicht durch dieses Verhalten mit der Zeit in Frage?
Die Daseinsberechtigung des dominanten Menschen besteht nicht darin, Gehorsam einzufordern. Sie besteht darin, stark zu sein, und dank dieser Stärke Schutz, Richtung und Anleitung zu geben.
29. August 2006

@Masculor

und woher nimmt der dominate Mensch die von dir erwähnte Stärke her???

lg tear
29. August 2006
Ehrlich gesagt, Teardrops,

weiß ich das auch nicht. Vermutlich kommt das aus der Kindheit des/der Betreffenden. Anyhow, wer nicht stark ist, kann zweifellos auch nicht dominant sein.

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