![]() | 27. Dezember 2010 Ich denke gerade im sexuellen Bereich ist Dominanz viel mitfühlender, viel wohltuender für den/die Dominierte(n), als es politisch gesehen jemals war, und sein wird. Deswegen können D/s Beziehungen für beide Seiten allumfassend funktionieren, was man von Politik nicht behaupten kann. |
![]() | 05. Januar 2011 Ich sehe da, offen gesagt, das Problem nicht. Eine "herrschaftsfreie Zone" bezieht sich ja doch auf die politische Ebene, oder sehe ich das falsch? Also dass es keine Führung im eigentlichen Sinne gibt, sondern alle gleichberechtigt entscheiden. Im Utopia-Extremfall würde das bedeuten, dass sämtliche politische Entscheidungen (die ja weiterhin gefällt werden müssen) per Volksabstimmung entschieden werden. Im privaten Bereich hingegen können doch problemlos andere Regeln herrschen! Müssen es auch. Man denke nur an Kinder, über diese muss man, während sie Kind sind, noch weitgehend bestimmen und ihnen auch Dinge anordnen, selbst wenn sie es nicht so gerne mögen (z.B. die berühmten Hausaufgaben oder ihr Anteil an der Hausarbeit). Ich sehe das Du sein problem nicht verstehst. Eine herrschaftsfreie Gesellschaft schließt alle relevanten bereiche mit ein. Man kann nicht herrschaftsffei denken und handeln wollen....und dann privat dominieren wollen. Es schließt sich aus..... ....wobei für mich bei diesem Dillema klar zutage tritt, daß eine herrschaftfreie Gesellschaft gar nicht möglich ist und auch nicht wünscheneswert ist. Machtgefälle herrschen nun mal immer. Im privaten wie im gesellschaftspolitischen Rahmen...einfach überall. Es stellt sich hier eher die frage nach der Legitimation eines Machtgefälles und ob dieses umkehr ist ind kontrolliert wird (Transparenz). Und im privaten Bereich ob es ein selbstbestimmtes handeln ist.... Kirk ende |
![]() | 05. Januar 2011 Eine herrschaftsfreie Gesellschaft schließt alle relevanten bereiche mit ein. Ja, ist das denn in der Tat so? Mit "herrschaftsfreier Gesellschaft" habe ich bislang -so habe ich es auch im Studium gelernt- immer ein Synonym mit "Anarchie" auf politischer Ebene verbunden, wobei der Begriff "Anarchie" hier nicht im volksgebräuchlichen negativen Wortsinne, sondern dem ursprünglichen Sinn zu gebrauchen ist. Inwieweit dies den privaten Rahmen berührt, ist ja genau die Frage, die ich hier stelle. Ein Zitat, das mir immer wieder im Zusammenhang mit "herrschaftsfreier Gesellschaft" vor die Flinte läuft ist beispielsweise: Anarchie bezeichnet die Idee einer herrschaftsfreien und gewaltlosen Gesellschaft, in der Menschen ohne politischen Zwang (Macht) und Herrschaft gleichberechtigt und ohne Standesunterschiede miteinander leben und sich so frei entfalten können. Da ist ebenfalls nur der politische und gesamtgesellschaftliche Aspekt betroffen, der private wird erneut ausgeklammert. Das ist auch der Grund für meine Verwunderung, weil ich mich nicht erinnern kann mal gelernt zu haben, dass das anarchistische Konzept jegliches Privatleben mit einschließt. |
![]() | 05. Januar 2011 Nun ja.....in einer Herrschaftsfreien Gesellschaft sind die Mitglieder dieser Gesellschaft keine allzugroßen befürworter von feudalen Strukturen in den privten beziehungen. Zur Gleichberechtigung gehört auch die Gleichberechtigung zwischen den kleinsten Einheiten sprich Paarbeziehungen....sonst sind doch meine Utopien eine Pharce wenn ich sie nur als gesellschaftspolitischen theoretischen Überbau ansehe aber privat ganz anders lebe. Gibt einen Photovoltaikhersteller der privat einen italienischen Sportwagen fährt.....fällt mir so als beispiel ein In der Anarchie gibt es keinen Staat mehr.....das private ist das politische und das politische das private...und deshalb ist dieses konzept nicht umsetzbar sein und immer Theorie bleiben.... kirk ende |
