Erste Session mit gewissen Tabus

08. Dezember 2010

Ist das nicht weniger eine Frage des BD/SM/DS-sondern vielmehr die Frage: Wie definiere ICH Sex?

wenn die TE damit leben will, lautet die frage: wie definiert mein partner sex. denn genau das (sex mit einem anderen) will er nicht.
das ist ja anscheined geklärt. bleibt ihr nicht die frage wie sie sex definiert, sondern ob "ihr bdsm" ohne sex geht.
wenn ja gibts kein problem.

Daher stimme ich den Aussagen der Domsen hier im Thread zu, sie sind aber für das geschilderte Problem nicht relevant.

frauen sind anders - männer auch...
und doch ticken sie meist gar nicht so unterschiedlich drum haben die "domsen" - meinungen hier durchaus ihre berechtigung.

Zum einen ist die Abgrenzung eben alles andere als klar.
doch, lies dir nochmal das eingangsposting der TE durch. um die abgrenzungen geht's, um nix anderes.
wenn manche intimität mit intimen berührungen verwechseln oder gleichsetzen bzw gegenseitig voraussetzen hat das nix mit der abgrenzung der TE zu tun.

nd was sind Regeln zudem? Eine Kopfsache. Selbst wenn sie brav befolgt werden, müssen die Regeln, wie immer sie denn aussehen könnten, dem Bauch nicht schmecken.
stimmt. dann sollte der bauch aber auch drandenken was dem kopf des partners nicht schmeckt *ggg*
wenn's dumm läuft bleibt trotzdem irgendwo bauch- oder kopfweh übrig *g*

mondlicht6, beide

-------

Ich wünsche der TE von ganzen Herzen, dass sie nicht an einen so fiesen Typen wie mich gerät. Tabus würde alle einhalten, aber alles daran setzen um sie mit der einen oder anderen SM-Praktik zum Orgasmus zu bringen.
Jo von mondlicht6, manchmal *engel* manchmal *schwein*
10. Dezember 2010
So, jetzt mal mein Senf dazu. ;)

Na, hier kochen die Gemüter ja mal wieder hoch ... *zwinker*

Liebe TE, definiere doch mal Intimitäten, bzw. definiere, was dein Mann mit "Intimitäten" meint.

Damit steht und fällt in meinen Augen, ob der Deal, den ihr geschlossen habt, funktioniert oder nicht.

Denn Intimitäten sind ja nicht gleich Intimitäten!
Natürlich ist das Auffangen danach sehr intim (um nicht zu sagen: Es ist der absolute Wahnsinn, der Hammer, überirdisch!). Aber ist es auch die Art Intimität, die der Mann meint? - Ich habe Zweifel. *zwinker*

Ich vergleiche es mal mit Beziehungen von Bi-Frauen: Es gibt Männer, die sagen "eine Beziehung mit einer Frau ist für mich ok, aber Sex mit einem Mann nie im Leben".
Warum? Weil er weiß, dass es etwas anderes ist. Aber auch weil er weiß, dass der Sex, den er ihr bietet (und evtl. anderes), gut genug ist, damit sie ihm nicht wegläuft.

Ebenso kann es hier sein: SM ist die eine Seite der Sexualität, der Sex selbst die andere.
Solange der Dom nur die eine bedienen kann und der eigene Mann grandios die andere, ist doch alles in Butter. *top*

Zur Ausgangsfrage: Ich war einmal in der Situation, quasi der Dom einer Frau zu sein, die vergeben war, und der Mann sehr eifersüchtig war und ebenso Intimitäten mit Männern gaaarnicht abkonnte.
Das respektierte ich. Also war klar: a) SM nur an (halb-)öffentlichen Orten, b) Berührungen von Intimbereichen (Brüste, Vagina) sind für mich tabu.

Natürlich werden trotzdem sehr viele Gefühle freigesetzt! Aber just das, was ER für zu intim hält, verletzte ich nie.
Das ist sehr wichtig, denn wenn im Anschluss doch eine Trennung vom Mann erfolgen sollte, dann kann Mann das nicht Dom in die Schuhe schieben. Denn Dom hat alles richtig gemacht! Es wäre in dem Fall dann Sub -die Frau- die sich im Zuge der neuen Erfahrungen verändert hat.
Und vor Veränderungen aufgrund von neuen Erfahrungen ist niemand gefeit.
Das ist im normalen (dem "Vanilla-") Leben aber exakt genauso. Ein Tanzkurs, ein Urlaub alleine, und schwupps! leben beide in völlig verschiedenen Welten, selbst wenn alles abgesprochen war und beide nicht ahnten, dass sie sich voneinander wegbewegt haben dadurch.

Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen: Natürlich wird sich was tun! Du wirst dich verändern durch die Erlebnisse mit dem Dom.
Ob sich die Veränderungen positiv oder negativ auf die Beziehung auswirken werden, kann niemand sagen. (Nein, auch nicht jene, die es hier behaupten *zwinker* )
Das wirst du schon selbst herausfinden müssen.

Viel Glück.
10. Dezember 2010
Ich

werde mein Gefühl nicht los, dass hier die Unwissenheit des Ehemannes ausgenutzt werden könnte.
Mein Mann damals war auch SMler, allerdings ebenfalls sad und dom wie ich, also beschlossen wir, dass jeder für sich Subs suchen dürfe. Jeder von uns wusste, wie innig eine Beziehung zwischen Sub und Dom sein kann, welche Gefühle freigesetzt werden können. Wir kannten auch die bevorzugten Spielarten des jeweils anderen, sie waren uns nicht fremd und wir kannten sie nicht nur vom Begriff her. Wir wussten, wie innig eine Umarmung nach der Session sein kann. Wie intim aber auch eine Session selber sein kann, wenn nämlich alles von einem abfällt, alle Schleusen geöffnet werden und man einfach nur noch dahin fliegt. Uns war klar, dass das nur in einer vertrauensvollen Beziehung passieren kann und da ist Nähe einfach ein Muss.

Weiß der Ehemann wirklich, worauf er sich eingelassen hat? Oder glaubt er, dass sie zu einem Kerl geht, der sie ein wenig schlägt und dann kommt sie wieder zurück?
Das war auch anfangs mein Gedanke... wie lange macht er dann wirklich mit? Wie lange hält er es aus, zu sehen, dass sie strahlend und glücklich heimkommt, wenn sie bei einem anderen Mann war?
10. Dezember 2010

Nun, es scheint ja jetzt erst einmal der Deal zu bestehen.
Insofern bleibt doch nichts anderes als ein "probiere es aus!" übrig.
Inklusive aller emotionalen Risiken, mit denen es einhergeht.

Ich werde mein Gefühl nicht los, dass hier die Unwissenheit des Ehemannes ausgenutzt werden könnte.

Was der Threaderstellerin aber auch nicht sonderlich viel bringt, wenn dann tatsächlich mehr Gefühle entstehen sollten. Denn dann hängt sie mittendrin in einer Dreiecksbeziehung, wovon eins der Dreiecke in die Heimlichkeit abrutscht - und das wünsche ich nun wirklich niemandem, denn aus diesen Situationen gehen allzuoft alle drei als Verlierer wieder heraus.

Es funktioniert letztlich nur dann, wenn der Kontakt zum Dom auch der Beziehung zuhause wieder Auftrieb gibt, so dass alle drei Beteiligten hierdurch glücklicher werden.
10. Dezember 2010
@Kora_Linuks

absoilut RICHTIG

der ehemann wird hier komplett außer acht gelassen. beide anfänger, jedoch in einer völlig anderen konstellation.

ich frage ich auch wie lange er es toll findet wenn sie glücklich und zufrieden nach hause kommt. zudem stellt sich noch die frage, wie offen lebt sie das wirklich aus. ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, das sie im beisein ihres mannes bspw. mit dommi telefoniert und sich bspw. rat bei ihm holt, gleich wohl in welcher angelegenheit.

nicht selten wird plötzlich der dom der bezugspunkt, vielleicht sogar DER mittelpunkt, im leben. ob das der mann so dolle findet.

vielleicht sollte der TE einmal etwas dazu schreiben.

desafio
10. Dezember 2010

nicht selten wird plötzlich der dom der bezugspunkt, vielleicht sogar DER mittelpunkt, im leben. ob das der mann so dolle findet.

Genau das ist die Gefahr.
Im Sinne "Gefahr erkannt - Gefahr gebannt" lohnt es sich deswegen auch, den eigenen Partner nicht zu vergessen und ihm eben zu signalisieren, dass er immer noch die Nr. 1 bzw. mindestens genauso wichtig ist und bleibt.

Wenn beispielsweise der Sex mit ihm auf einmal besser ist (weil sie einfach entspannter ist dabei, ihr fehlt ja nun nichts mehr ...) und überhaupt ihre größere Grundentspanntheit die Beziehung zu ihm ebenfalls entspannter macht, dann wird es dem Mann ziemlich schnuppe sein, wenn sie selig lächelnd von den Sessions zurückkommt. Schließlich weiß er dann, dass der Dom "schuld" ist, dass ihre Beziehung besser geworden ist als zuvor. *g*

Da stecken aber ein Haufen Wenns und Danns drin.
Sagen wir es mal so: Es wäre der Optimalfall. Das, was sich gewinnen lässt.
Demgegenüber steht der worst case, das von mir weiter oben beschriebene Dreiecksszenario, bei dem im schlimmsten Fall alle als Verlierer enden.
Tja, ohne Risiko gibt's halt selten etwas im Leben. Will man viel gewinnen, muss man auch viel riskieren und kann demzufolge auch viel verlieren.
Das gilt halt nicht nur für Geldanleihen. *zwinker*
10. Dezember 2010
@hanjie

das sehe ich ebenso wie von dir beschrieben.

lese dir mal meinen vorletzen beitrag dazu genau durch. meiner meinung nach ist hier viel zu wenig transparenz im spiel mit dem mann.

hier sollte, ja muss, er mit einbezogen werden. wird das getan, in welcher form auch immer, so kann aus dieser großen gefahr sogar etwas extrem positives entstehen. und wer weiss, vielleicht findet der mann es dann sogar geil und betrachtet es als eine bereicherung für sich und der beziehung?????

fakt ist aber auch das sich der TE hier ziemlich wenig engagiert. fakt ist aber auch, sofern ich das richtig gelesen habe, das der TE verdammt jung ist und erst am anfang seiner endeckungsreisen steht und ganz sicher für neues empfänglicher ist.

lg desafio
10. Dezember 2010

hier sollte, ja muss, er mit einbezogen werden.

Tja, und das geschieht am besten damit, dass er spürt, dass er von diesem "Außeneinfluss" ebenfalls profitiert, weil die eigene Beziehung mit ihr sich ebenfalls vertieft.
Das klingt jetzt n bisschen sehr technisch und gegeneinander aufgerechnet ("wenn du mit ihm Spaß hast, dann aber nur, wenn ich mit dir auch welchen habe" und so n Kram), so ist es aber nicht gemeint: Real ist's einfach so, dass nur dann Eifersüchteleien aufkommen, wenn man das Gefühl bekommt, nicht so wichtig zu sein wie der andere.
Wenn aber sowohl zeitlich als auch emotional beide wichtig sind (bzw. werden), ist unterm Strich alles in Butter.

Na, wir werden es ja sehen, wohin das Pendel ausschlagen wird. *ja*
10. Dezember 2010

tja, wir bzw sie werden sehen wohin die reise führt:)

ciao

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