![]() | 18. August 2006 Keine Austauschmöglichkeit mit Gleichesinnten über Spankin Schon immer war Spanking für mich ein unverzichtbares Element meines Sexuallebens. Den Po meiner jeweilgen Partnerin in einen roten Farbton zu versetzen ist das Beste, was es für mich gibt. Viele unglaublichen Episoden habe ich auf diesem Gebiet erlebt. Leider kann ich mich darüber so gut wie gar nicht austauschen. Ist denn die Hemmschwelle immer noch so hoch, dass dieses Thema mehr oder weniger ein Tabu darstellt? Schön wäre es, wenn Ihr mir Eure Meinung dazu schreiben könntet. LG Wienerwald |
![]() | 19. August 2006 Wie passen Brathähnchen und Spanking zusammen? Und wie kommt man auf die Idee, man könne sich über Spanking nicht austauschen, wo man diese Frage in einem Forum postet, das voll ist von Austausch über Spanking? stephensson art_of_pain |
![]() | 19. August 2006 Auch im RL gibt es doch Threads Wienerwald, offenbar ist es dir doch im realen Leben immer wieder gelungen, passende Partnerinnen für Spanking-Spiele zu finden ... warum "networkst" du in diesen Fällen nicht, die Gespielin kennt ja ihrerseits wieder am Thema Interessierte, du selbst hast welche zu bieten ... mit einigen Menschen stellt sich Freundschaft ein, die Erotik tritt vielleicht in den Hintergrund, aber man kann diese Leute doch in seinen "normalen" Bekanntenkreis mit einbeziehen, mal zu einer "normalen" Party mit einladen etc. .. Bei mir hat das gut geklappt ... |
![]() | 25. August 2006 Moooment! Mir erscheint es ein wenig von oben herab, wenn der Einsatz der bloßen Hand als "ach wie Normal" hier beschrieben wird. Wir haben schon erlebt, daß selbst "alteingesessene" BDSM´ler uns als "zu hart" abgetan haben, nur weil wir beide einen ausgesprochenen Hang zur Handanwendung haben. Der Klatsch auf den Po mag ja noch als Normalanwendung durchgehen. Aber andere Anwendungen und Zielorte werden doch schon sehr zweifelnd beurteilt. Ganz spannend wird es dann, wenn man gesteht, daß nicht die mehrfach wiederholende Handlung (im Sinne des oben angesprochenen Rötens) den Vorzug hat, sondern DER eine Schlag mit ganz klarer Zielsetzung und Reaktionsabsicht. An der Stelle verlieren wir regelmäßig unsere Gesprächspartner. Nach unserer Erfahrung ist somit die Frage von Wienerwald garnicht so unklug. Michael (von Trout) |
![]() | 26. August 2006 "der EINE Schlag" @Trout Was meinst du konkreter? Eine harte Ohrfeige, z. B.? |
![]() | 26. August 2006 wiredbrain, ich schlage nicht ins Gesicht, weil mir bewußt ist, daß dies ein echter Angriff ist und absolut nichts mit meinem Sexualerleben zu tun hat (hätte ich wirklich oben zum besseren Verständnis schreiben sollen). Ich meine den sehr gezielten Schlag auf die Schamlippen oder auch auf die Brustwarzen oder auch seitlich auf die Steißregion. Michael (von Trout) |
![]() | 26. August 2006 Das ist aber eine sehr spezielle Vorliebe, schwierig Ah, lieber Trout, jetzt verstehe ich das Dilemma! Natürlich ist es schier unmöglich, Brustwarzen oder Schamlippen mit EINEM Schlag zu röten (es sei denn, man verletzte sie ernsthaft, was mir nicht deine Absicht zu sein scheint) ... das ist aber auch ziemlich pervers, so ein Spanking, ohne dass die getroffene Stelle die praktikkonforme Farbänderung zeigt! Ist es DOM wirklich zuzumuten, den Blick nach oben zu richten und sich stattdessen am rot entflammten Antlitz von SUB zu ergötzen? |
![]() | 26. August 2006 wiredbrain, auch wenn ich den ironsichen Unterton wohl vernehme ... ich schaue sehr gerne in die Augen meiner Liebe, sehe lieber in ihre Seele als auf ihre Haut. Aber das der Verzicht auf oberflächliche Begutachtung pervers ist, das wurde mir zum erstem Mal gesagt. Ok, ich wußte es und Tilla sage es mir auch immer = ich bin ein Perverser Michael (von Trout) |
![]() | 26. August 2006 BOAH! ich sehe lieber in ihre Seele als auf ihre Haut Und du bist wirklich ein waschechter Mann, Trout?(Jaja, 30 Grad, Feinwaschmittel, niedrige Schleuderdrehzahl, oder noch besser Handwäsche, nicht drücken, nicht wringen, ich kenne das ...) Spaß beiseite, das ist ein sehr schönes Zitat. Entschieden und eindeutig, lieber in die Seele als auf die Haut. So funktioniert meine Erotik auch. Und im Zweifelsfall eher mal ohne Hautkontakt als ohne Seelendialog. |
![]() | 27. August 2006 wiredbrain, nenn mich einfach Michael, denn zu Trout gehört auch Tilla und die ist nachweislich weiblich. Im normalen Leben knutsche ich täglich Bitbulls und parke immer in der Sonne. In der Schule hab ich nie den Turnbeutel vergessen und meine Spielkameraden haben mir dreimal die Nase gebrochen, weil sie größere Verletzungen, wie abbe Ohren und so, davongetragen haben. Ach ja, wäre es nicht so weit weg, würde ich zum Frühstück die Zugspitze im Dauerlauf rauf und runter hektiken und im realen Leben spinne ich so gewaltig, daß mehrmals täglich die Jungs mit den modisch Ärmel-nach-hinten-geknüpften-Jäckchen kommen. [Ironie-Schalter aus] Wieder zum Thema: Genau an diesen Stellen fangen doch die "Probleme" mit dem kommunikativen Austausch an. Doms sind die Größten, Härtesten, Willenstärksten, praktizieren Dinge, bei denen ich nicht so genau weiß, ob sie es als Beweismittel oder zur Lustgewinnung machen. Gerade der Einsatz der Hand ist da ein gutes Beispiel. Michael (von Trout) |
![]() | 27. August 2006 Ich bin in der glücklichen Lage ... ... das zwar in Foren, Chats, auf Partys wahrgenommen zu haben, aber nie an einen DOM geraten zu sein, auch nicht anbahnungsversuchsweise, der sich solchem Regelwerk verpflichtet gefühlt hätte. tasten, tänzeln, mutig ausprobieren provozieren und rückzieher machen wenn nicht so, dann eben anders nachfragen, erklären, nie totreden gemeinsam lachen und spaß haben SPIELEN eben Lieber Michael, danke für die Namensauflösung, ich finde es immer schwierig mit der Anrede bei Paaren, wenn man auf einen Beitrag antwortet, den eindeutig eine/r der beiden für sein Geschlecht, seine Rolle, verfasst hatte. |
![]() | 27. August 2006 Hemmschwelle? Wo denn... ich seh keine.... Allerdings praktiziere ich den "Handschlag" eher als Ergänzung oder Einleitung. Ich denke, erst wenn der Schwerpunkt oder eine eventuelle Fixation auf Handarbeit liegt, nennt man das Spanking, richtig? Aber welche Meinung sollen wir schreiben? Ist halt ein Bestandteil des Ganzen, aber kein prinzipieller Schwerpunkt. Ich meine Ach nee, dumme Idee..... Aber in der Tat würde mich jetzt interessieren, was die Spankende Fraktion hier empfindet, sofern meine Einschätzung richtig ist. Da es wie beschrieben bei uns nur Fragment des Ganzen ist, bietet sich mir nicht die gesamte Bandbreite an... also ran an die Tasten +gg+ Tom PS: Arsch rot geht auch mit Finalgon.... wenns schnell gehen soll +lach+ |
![]() | 28. August 2006 @ghostface... ...hat nicht jede (innige/leidenschaftliche) sexuelle Handlung auch gleichzeitig eine therapeutische Wirkung, nicht alleine Spanking? Wenn ich es mir so überlege, dann sind Stock, Neunschwänzige, Gürtel bei uns eher Ergänzung denn Schwerpunkt des Spiels. Mein Partner und ich können uns wohl zur "spankenden Fraktion" zählen. Die Unterschiede? Nun, über die verschiedenen Schmerzqualitäten der verwendeten "Instrumente" muss ich den alten Hasen nichts erzählen. Aber wieviel mehr kann die Hand in mir auslösen, wenn sie zärtlich über die Haut streichelt und ich nicht weiß, ob sie im nächsten Moment zuschlägt oder nicht. Es ist viel mehr körperliche Nähe - Hautkontakt möglich - gleichzeitig. Hände können nicht nur schlagen - sondern auch abdrücken, kneifen, kneten - die Finger sind universell einsetzbar. Ja, und dann sind mit den Händen auch immer zwei Instrumente verfügbar - während die eine Hand die eine Gesichtshälfte schützend hält und die Augen in Kontakt sind, die andere Gesichtshälfte auf andere Weise gewärmt wird. Die Nippel werden besonders stimuliert, wenn sie von der einen Hand fixiert werden, während die Brust von der anderen Seite getroffen wird. Auch die Schläge auf die Schamlippen verlieren ihren Schrecken, wenn zwei Hände ihr gemeinsames Werk verrichten. Für mich ist es eine besondere und beglückende Situation, ganz in der Hand meines Partners zu sein. Viele Grüße Angelika |
![]() | 28. August 2006 Ja und nein also ich habe selbstredend immer die Hände im SPiel. Ich denke, das ausschließliche schlagen mit den Händen bezeichnet man als Spanking? Is ja auch wurscht, man muss nicht alles in Schubladen stecken... Aber eine Session als Therapie? Kann das sein? Hmmmmm... als AUsgleichsgewicht eines Erlebensdruckes. Als Anspruchsausgleich, Neigungserfüllung oder Endorphinlieferant. Aber Therapie? Ich denk da mal drüber nach.... ist mir fremd, dieser Gedanke. Tom |
![]() | 28. August 2006 Psyche Therapie ist glaube ich der verdrehte Umkehrschluss. Habe ich das Verlangen, den Hintern meiner Allerliebsten zu schlagen, oder bin ich die Allerliebste und mag es auch härter als nur streichelnd behandelt zu werden, ergibt aus der Nichterfüllung dieser Bedürfnisse eine Unzufriedenheit, die bis zu psychischem Ungleichgewicht führen kann. Verbiete ich mir die Erfüllung dieser Wünsche, weil ich sie für Pervers halt, zu viel Schriften von Alice Schwarzer über männliche Gewalt an unterdrückten Frauen gelesen habe, oder schlicht und ergreifend mein Partner, meine Partnerin dieses Verlangen nicht teilt, treibt mich mein psychisches Ungleichgewicht vielleicht irgendwann zu einem Therapeuten. Dieser kann aber nur an den Symptomen herum doktern. Gönne ich mir stattdessen die Erfüllung meiner Wünsche rückt sich auch die Psyche wieder gerade. Aber das ist dann doch keine Therapie, lediglich eine Entfernung der Ursachen für mein Problem, oder? Alre |
