Digitale Bildbearbeitung

06. November 2010
Digitale Bildbearbeitung

In welcher Form nutzt ihr die digitale Bildbearbeitung
und wie weit geht ihr dabei?

Passt ihr z.B. nur das Format und den Tonwert an oder wird da auch schon mal ein "Schönheits-OP beim Modell durchgeführt.

Ich denke, etwas über die sicherlich sehr unterschiedlichen Erfahrungen und Vorgehensweisen zu lesen, dürfte für alle eine Bereicherung darstellen.

Also haut in die Tasten. *tipp*

LG,
Klaus *g*
07. November 2010
unterschiedlich

Also ich bearbeite ganz unterschiedlich meine Bilder , erstens kommt es immer darauf an für wen ich das bearbeite, Model, Fotografen ; für mich selbst........

meine Auftragsarbeiten für Models sind auch sehr unterschiedlich einmal wollen sie das sie 10 Jahre jünger aussehen oder hier oder da etwas an Pfunde oder röllchen verlieren wollen, oder auch die haut etwas zu Verschönern also ein komplettes make- over .ich bearbeite meist nach den wünschen und vorstellungen des Models die ich im Vorfeld kläre in welche richtung es gehen soll ,. so habe ich genaue Details auf was ich achte .bei Fantasy Bearbeitungen kann schon eine große Veränderung hervor gerufen werden die aber der Phantasie keine grenzen setzt.

Bei Fotografen ist es auch sehr individuell . Habe viele unterschiedliche Richtungen einer setzt viel wert auf Natürlichkeit wobei ich dann mich eher auf schärfe oder Belichtung konzentriere, andere wieder wollen eine komplette Umgestaltung . Es kommt auch immer darauf an für was die Bilder genutzt werden. Für einen Kalender , Bücher, Poster , Ausstellungen so kann man die richtige Größe noch zusätzlich anpassen .

Für mich selbst ist es meistens am leichtesten, da ich selbst weiß was ich genau umsetzten möchte und passe es so wie ich gerade launig bin einfach an.

Worauf ich großen wert lege , egal welche Richtung sei es Fantasy , Beauty , Glamour usw..
ich schärfe die Augen denn sie sind meist der Mittelpunkt eines Bildes und dies ist mir wichtig.( natürlich nur wenn es Augen gibt ) ansonsten lege ich die schärfe einfach auf etwas anderes ...was speziell der Mittelpunkt darstellt .

Liebe Grüße Jessy (SCHATZI) *sonne*
07. November 2010
Danke Jessy

für deinen sehr umfangreichen Beitrag.

Ich denke die Erfahrungen mit anderen zu teillen kann für viele ein Gewinn sein.


Liebe Grüße,
Klaus *g*
07. November 2010
klaus

ja da kann ich dir nur zustimmen.... *g*
11. November 2010

Das kann man pauschal gar nicht sagen... mal ist es nur kleinkram und die ein oder andere Hautunreinheit oder ein Muttermal muss ausgebessert werden, mal wird der Mensch mal mehr mal weniger"umgebaut", da gibt es eigentlich nichts was überweigt... je nachdem was gefordert wird bzw. ausgedrückt werden soll.

Mit Format oder Tonwert ist es allerdings nie getan, an einer beauty retusche kommt niemand vorbei und dann... joa, je nachdem was anliegt.
11. November 2010
meine 2cents

bei mir hängt es stark vom Zweck des Shootings ab und wozu ich mich dabei verpflichtet hab. Gebe ich viele Bilder bearbeit raus, kann es nicht sein, dass ich alles korrigiere - eine reine Frage des Zeitaufwandes.

Persönlich mag ich Körperverformungen ebensowenig wie zu starkes Weichzeichnen - andererseits steht bei den Arbeiten für mich selbst der Respekt vor dem Model sehr weit oben - wenn ich also das Bild verbessern kann ohne es total zu verfremden, dann tu ich das.

Wenn jemand so gut ist, dass er nur (seine) unbearbeitete Bilder mag ist das ihm unbenommen; aber einige kleine Retuschen tun jedem Bild gut.

Ach ja: falls ihr noch nicht drauf gestossen seid: die Gruppe Bildbearbeitung hier bei Joy ist wirklich sehr empfehlenswert - schaut da doch mal rein: Bildbearbeitung

LG Mark
13. November 2010
Kommt immer drauf an

Mal nur den Ausschnitt an das Ausgabeformat anpassen, meist Belichtung, Weißabgleich und Schärfe korrigieren, mal auch Portrait-Filter wie Portrait Professional oder Portraiture.

Letzteres aber meist nur bei Bildern, bei denen Sie wirklich richtig Modell gestanden/gesessen/gelegen hat.

Ansonsten ist junge Haut selten makellos, da kommt dann schon mal der Kopier-/Reparaturstempel zum Einsatz.

Halt immer so, wie das Bild es erfordert.
13. November 2010
Danke

an Alle, für die bisherigen Beiträge, die sich weitgehend auch mit
meinen Erfahrungen decken.

Ich denke, dass gerade in Sachen Bildbearbeitung wenig oder unerfahrene Mitglieder von den Beiträgen profitieren können.

Liebe Grüße.
Klaus *g*
16. November 2010
@All

Einige Gedanken von mir:

1. Das Problem ist i.d.R. hinter der Kamera!
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, fotografieren, fotografieren, fotographieren. Mit einem geschulten Auge, mit viel Erfahrung und der Beherrschung der (Foto-)Technik lässt sich einiges an Nacharbeiten vermeiden.

2. Digitale Bildbearbeitung macht aus einem schlechten Bild KEIN gutes Bild! Digitale Bildbearbeitung/Nachbearbeitung macht aus einem gutem Bild ein sehr gutes Bild.

3. In der digitalen Pop-Art ist alles erlaubt, was gefällt.

Insofern muss jeder für sich entscheiden, wieviel Zeit und Aufwand in die digitale Nacharbeit investiert werden muss.

LG
16. November 2010

fast immer:

- Wahl des RAW-Koverters/Demosaicing-Algorithmus
- WB
- Highlight Recovery
- Denoising
- Zuschnitt

Öfter mal:

- tonemapping
- exposure blending
- freistellen

Hin und wieder:

- Retouche
- Montage
25. November 2010

... wie schon zu analogen Zeiten werden alle Auftragsbilder oder die, die ich weiter gebe bearbeitet.

Das beginnt bei der RAW-Entwicklung und kann in einem Composing enden.

Bei Portraits und Akten säubere ich öfter (und gerne) die Haut. Gebe mehr "Pepp" ins Augenlicht oder schraube in den Farbkanälen herum.
Denn dann baue ich mir mein Bild, bis es mir gefällt.

Es kann aber auch vorkommen, das ich bis auf die Entwickung )Tonwerte, Kontraste, selten Schärfen) nur etwas Störungen noch zufüge, um dem Bild etwas Leben einzuhauchen.

Es kommt halt immer darauf an, was mit dem Bild geschehen soll. Aber grundsätzlich rollt fast jedes Bild durch meine Obstschale.
27. November 2010
Bin faul...

Hi,

Da ich nur privat fotografiere (Urlaub, Familie, Geburtage,...) versuche ich nicht zuviel Zeit pro Bild in die EBV zu stecken.
D.h. da ich mit der Nikon D700 oder Sigma SD14 nur in Raw fotografiere, werden die Bilder von Raw nach JPEG konvertiert und soweit 'nötig' Staub vom Sensor weggestempelt, ein bisschen am Weißabgleich, Belichtung, Blende, etc. geschraubt bis es mir gefällt.

Zeitaufwand pro Bild 5 - 10 min.

Richtige Retuschen mache ich im Allgemeinen nicht.

Habe auch kein Adobe Produkt, die CS ist mir zu teuer. Das was ich machen will geht bei den Sigma Fotos am besten mit Sigmas Photo Pro Software. Oder auch Nikons Capture NX2, View NX. Der Rest in ACDSee oder Paint Shop Pro X2.

Da ich auch Panoramas aufnehme, kommt da Kolor's Autopano Pro zum Einsatz, der mir die Bilder schön zusammenfügt.

Bernd
27. November 2010
Danke

für die weiteren Beiträge.

Ein Austausch von Informationen ist immer für alle gut und hilfreich,
egal wieviel zur Thematik gesagt werden kann.

Liebe Grüsse,
Klaus *g*
27. November 2010
Eigentlich...

Eigentlich...
ist es mein primäres Ziel, so wenig wie möglich retuschieren und manipulieren zu müssen. Dies erreiche ich vorwiegend dadurch, dass ich mich und meine Motive weitestgehend vorbereite und meist bereits im Kopf oder auf Papier fertig habe, bevor ich das eigentliche Foto mache. Würde ich den umgekehrten Weg wählen, alles technisch falsch oder unzureichend umgesetzte nachträglich mittels EBV zu erreichen, würde ich vermutlich längst pleite sein... Der Zeitaufwand einer Nachbearbeitung steht lediglich bei speziellen Auftragsarbeiten in gesundem Verhältnis zum Ertrag.
Eigentlich...
22. Januar 2011
...hallo

meine Fotos bearbeite ich viel mit PS5, RawKoverter, diverse filter.
Probier viel mit nur Ausschnitte. Aber Berge und verschiedene andere Gegenstände/sachen lass ich vom foto nicht verschwinden,....! =)

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