![]() | 11. November 2010 Ich kann da Kora_Linuks nur zustimmen. Der Punkt ist doch auch der: Wenn ich aus einer SM-Beziehung komme, habe ich gewisse Vorstellungen und Erfahrungen. Wenn ich also einen neuen Menschen kennenlerne (und ich gehe generell nicht nach irgendeiner Neigungskompatibilität), dann bringe ich dennoch diese mit. Heisst, zumindest für mich selbst wird vieles kein Entdecken mehr sein - für die Partnerin eventuell schon. Klar, selbst wenn beide Erfahrungen in dem Bereich haben, erforschen sie, wie sie zusammen SM erleben können... aber es fehlt immer dieses Gefühl, dass dabei ist, wenn man etwas das erste Mal entdeckt. Dessen sollte man sich da schon bewusst sein... Ach, ich bin übrigens der Ansicht, dass es rundum perfekte Beziehungen nicht gibt. Erwartet man da nicht etwas viel vom Partner? Zu Online-Doms: Und natürlich hat Sub dieses Recht auf Erfüllung und Glück! Alles andere wäre völliger Unsinn! Das Problem sehe ich darin, dass vielen Online-Subs das eventuell nicht bewusst ist. Online-Dom erzählt halt von seiner grenzenlosen Macht über sie... das kann jemanden mit nicht so starkem Selbstbewusstsein dann schnell verwirren. So nach dem Motto: "So ist SM halt.". Und @Kora_Linuks: Ich glaube ich mag dich/euch in gemein. |
![]() | 11. November 2010 Ich denke jeder lebt sein sm, wie er es mag. Und Smler sollten so tolerant sein, dass auch zu akzepzieren. Als ich Anfangs meine Neigung entdeckte, da fing das ganze auch Online bei mir an. Da ich aber immer neugieriger wurde und mein online-dom real meinen Vorstellungen gar nicht entsprach, versuchte ich eben über einen Stammtisch Kontakt zu anderen Gleichgesinnten zu bekommen. (Die Adresse hatte ich übrigens auch aus dem Internet) Jetzt bin ich schon ein paar Jahre in der SZ angemeldet und regelmäßger Besucher von verschiedenen Stammtischen, Partys etc. und habe dies für mich entdeckt. Einen neuen Dom habe ich übrigens auch seit 2 Monaten wieder, er ist zwar auch in der SZ, aber ich habe ihn ganz persönlich auf einem Spieleabend kennengelernt. Das ist mein SM, ich lebe und liebe es so. Und Online bringt es mir gar nichts mehr, leider war damals auch eine schöne Zeit. LG saengel |
![]() | 18. November 2010 Ich denke, dass sich Leute mit ähnlichen Neigungen "erkennen". Ging mir oft so, auch einfach bei Bekannten, wo man später mitbekommen hat, dass sie ebenfalls BDSM'ler sind. Schmunzel. Kenne ich auch gut. Es ist nicht immer so, aber in vielen Fällen sehe ich das den Leuten schon an der Nasenspitze an. Ok. Letztlich ist es nicht die Nasenspitze. Aber etwas im Auftreten, Mimik, Gestik - aber in erster Linie in den Augen! Spätestens wenn irgendwann ein paar unschuldige Kommentare fallen und der Andere prompt drauf einsteigt, während das gesamte Umfeld eher schaut wie die Sau ins Uhrwerk oder es nicht einmal registriert, ist eine ganze Menge klar. Ich bin ohnehin überzeugt davon, dass sich zueinander passende Charaktere über kurz oder lang anziehen. Völlig unabhängig von BDSM oder nicht BDSM. Entscheidend ist nur, dass der Moment des Aufeinandertreffens passt und beide zu dem Zeitpunkt auch gerade so in sich ruhen, dass sie einfach sie selbst sein können. Das setzt natürlich Ehrlichkeit mit sich selbst voraus. Das Ganze hat nicht einmal etwas mit Zauberei zu tun. Psychologie trifft s wohl eher. Ich denke allerdings auch, dass sich dieses Gespür entwickeln muss, wie so vieles im Leben, so vieles im Zwischenmenschlichen. Ist es unmoeglich mit einem entsprechend aufgeschlossenem Partner eine massgeschneiderte Beziehung aufzubauen? Nein. ist es nicht. Aber es ist eben auch nicht die einzige Wahrheit. Zumal nicht jeder Partner empfänglich für diese Art Erweiterung des Erfahrungsspielraumes ist. Bei mir ps. ist es so: Ich habe keinen Nerv mehr, jemanden erst von grundauf anzulernen. Solange der andere wissbegierig und offen ist sowie der Rest einfach passt, kann ich mich damit durchaus dennoch anfreunden. Ist er aber beratungsresistent, frustriert das einfach nur und kostet mich v. a. mehr Energie, als ich investieren will und mir gut tut. In dem Falle geht mir mein Wohl ganz einfach vor. Was ich denke: Wenn zwei eher unbeleckte Menschen aufeinandertreffen kann das sich miteinander entwickeln und sich gemeinsam an die Sache herantasten super sein. Allerdings bleiben Menschen eben nicht ihr Leben lang unerfahren und der eine oder andere erlebt auch die ein ander andere Trennung. Dann geht man ganz einfach mit Vorwissen in die nächste Beziehung und baut diese ganz anders auf. Die Kunst ist in dem Falle imho, sich danach wieder zu öffnen und eingefahrene Muster abzulegen, um die Sexualität mit dem Neuen als etwas komplett eigenes betrachten und leben zu können. Und ja... das geht. Als Paar miteinander entwickeln muss man sich so oder so immer, egal, was jeder mit in die Beziehung bringt. |
