Dominanz ist den Männern vorbehalten

03. November 2010
Dominanz ist den Männern vorbehalten

Hallo liebe BDSMer im Joyclub.


Ich habe heute in den unglaublichen Tiefen des WWW Aussagen in einem Profil entdeckt, die mich etwas - nun, sagen wir in rage gebracht haben.


Diese möchte ich zur Diskussion stellen und euch um eure Werte Meinung dazu bitten:



* gesellschaftlich akzeptierte Rollenverteilung:
"Starker" Mann = tendenziell dominant, "schwache Frau" = tendenziell devot


* männliche Subs:
alles ehemalige Muttersöhnchen, denen Mamas Wohl stets über ihr eigenes ging.
Mamas Wille war für sie als kleiner Junge Gesetz.
Wenn sie nicht schon in ihrer Jugend dagegen revoltiert haben, warum sollten sie es dann als Erwachsene tun?
Und warum sollten sie dieses erlernte und durch sie selbst akzeptierte Rollenbild in ihrer Adoleszenz nicht als etwas natürliches und lustbringendes empfinden?
Die Entscheidung dafür oder dagegen haben sie jedenfalls schon sehr früh getroffen, wenn auch unbewusst.


* weibliche Doms:
davon gibt es weniger, als du glaubst. Das WWW und seine Foren sind voll von männlichen Dev`s, die sich über diesen Mangel beklagen.
Weibliche Doms verkaufen sich aus rein finanziellen Gründen als solche.
Frauen, die tatsächlich mit ihrer Dominanz - auch und besonders im Privatleben - ihre Berufung und tatsächliche sexuelle Präferenz ausleben, sind rar gesät.


* Frauen allgemein:
Warum Frauen eher devot als dominant sind? Mädchen wurden in den letzten zwei Generationen vor der Deinigen immer noch dazu erzogen, das zukünftige Zentrum einer Familie zu sein.
Dazu durften sie sich nicht auf dem Schulhof raufen, schon gar nicht mit Jungen. Sie mussten immer lieb und nett sein, bei Diskussionen den Ausgleich statt die Konfrontation suchen, mit Puppen spielen...
Wurden sie dann als erwachsenen Frauen dann tatsächlich zu diesem Zentrum, mussten sie plötzlich dominante Züge annehmen, um die Kinder großzuziehen, den Haushalt zu organisieren - und sich nebenher noch im Beruf durchsetzen, um Karriere zu machen.
Die Frauen dieser "älteren" Generationen sind also schon von ihrer kindlich anerzogenen Grundtendenz her devot.
Den täglichen Kampf in Familie und Beruf empfinden sie daher oft nicht als Herausforderung oder gar Genugtuung, sondern tendenziell als Belastung.
Folglich sehnen sich nach einem "richtigen" Mann, der sie als selbst wahrgenommene Prinzessin ritterlich vor dem bösen Drachen des Lebens beschützt. In dessen starke Arme sie sich rückhaltlos sinken lassen können. Und der eine richtige Sau ist, wenn es darum geht, ihren im Alltag unterdrückten Wunsch nach weiblicher Hingabe und Abgabe von Verantwortung eine sexuelle Plattform zu bieten.

Allerdings beobachte ich zunehmend Berichte, wonach die Mädchen von heute andere Grundtendenzen zu haben scheinen.
Der Grund dafür scheint ein zunehmender Kollaps der Familie im klassischen Sinn zu sein.
Dieser könnte durch die beruflich-soziale Überforderung und/oder hedonisch-egoistische Konsumorientierung vieler heutiger Eltern bedingt sein.
Diese jungen Frauen müssen schon früh im Leben auf eigenen Beinen stehen, und werden somit nicht durch die Erziehung zum späteren Kern der Familie, sondern durch das Behaupten von sozialen Positionen auf dem Schulhof und in ihrer Clique geprägt.



* weibliche Doms - 2.:
Bei heute erwachsenen weiblichen Doms, die dies tatsächlich aus Berufung sind, sehe ich dies als einen Erklärungsansatz für ihr eigentlich "rollenwidriges" Verhalten.
Der zweite ist Frustration, hervorgerufen durch Traumata wie z. B. häufiges Verlassenwerden durch männliche Partner oder Vergewaltigungen.
Dies ruft den Wunsch nach Rache und Vergeltung in ihnen wach, den sie dann als Domina ausleben.
Sie geben "den Männern" das zurück, was sie ihnen - nach ihrer eigenen Wahrnehmung - angetan haben.



Ich persönlich fühle mich durch diese Aussagen zum Einen als Frau und zum anderen als weibliche Dom angegriffen, denunziert, beleidigt und angegriffen.


Ich war eigentlich der Meinung, das wir ein solches Frauenbild seit ca. gut 40 Jahren hinter uns gelassen haben...



*headcrash*


Khaos von TerrorUndKhaos
03. November 2010
ich finde sicher auch genügend texte

die die männliche dominanz aburteilen. nur das ich mich nicht denunziert und abgeurteilt fühle, sondern belustigt.

wie sollen diese verfasser auch zu einer adäquaten darstellung kommen, wenn sie sich nicht der materie befasst haben.

genauso daneben würde sich mein geschreibs lesen, wenn ich mich über die "Anwendung multivariater Methoden und künstlicher neuronaler Netze zur Klassifizierung von Spirituosen mittels Headspace-GC/MS-Kopplung" auslassen würde *zwinker*

  • SchlagFertige Grüße
03. November 2010

*gähn* Tolle Thesen... ungefähr so interessant wie die Herleitungen mancher FemDoms, weswegen sie Königinnen sind und Männer nur Würmer. Und dieser Anspruch, allgemeingültig für alle Menschen zu gelten, disqualifiziert diese Thesen doch von alleine...
03. November 2010

Ich habe heute in den unglaublichen Tiefen des WWW Aussagen in einem Profil entdeckt, die mich etwas - nun, sagen wir in rage gebracht haben.

Wenn ich danach suchen oder auch nur zufällig darüber stoßen würde, gäbe es unzählige Dinge die mich kopfschütteln lassen...aber in Rage bringt mich nur etwas von dem ich mich persönlich angesprochen fühle.

Wenn jemand seine Meinung zu einem Thema äußert akzeptiere ich sie, muss mir aber nicht zwangsläufig Gedanken dazu machen oder sie gar als persönlichen Angriff werten.
Für mich wäre das eine Überhöhung meiner eigenen Person und Wahrnehmung, da sich das Leben und die Welt nicht um mich dreht sondern ich Bestandteil derer bin, in all ihrer Mannigfaltigkeit.

Insofern verstehe ich den Sinn dieses Threads nicht, mehr als eine sinnlose Diskussion über Rollenkischees wird nicht dabei rauskommen.


*gaehn*


el_don.
03. November 2010

Küchenspsychologie führt halt oft zu lustigen Ergebnissen. Und?
03. November 2010

Dominanz ist den Männern vorbehalten

Aber natürlich, das hat die Natur nun mal so vorgesehen – so ist es, so war es und so wird es sein; und daran wird sich auch nichts ändern. Alles andere – wie die Legende von der weiblichen Dominanz - ist lediglich Theater, Kasperkram, der ein bisschen aufgeilen soll. - Sag nur, Du hast das bis heute nicht gewusst? *fiesgrins* *zwinker*

@Kaos:
Ich persönlich fühle mich durch diese Aussagen zum Einen als Frau und zum anderen als weibliche Dom angegriffen, denunziert, beleidigt und angegriffen.

Locker bleiben. Vorschlag zur Güte – Du kommst im nächsten Leben, als Mann auf die Welt, dann wirst Du feststellen, dass Deinem neuen Geschlecht auch die lieb_reizesten Klischees angetextet werden.

Es bringt nichts, sich in jeden Stiefel hineinzuquälen, der Dir hingestellt wird – dafür ist das Leben viel zu kurz. Mach Dein Ding, mach es gut und gut ist. Etwas mehr Gelassenheit beim Thema Schubladen wäre sicher nicht die verkehrteste Einstellung – das senkt den Blutdruck. *zwinker*

Bruns
03. November 2010

Mal abgesehen von dem Pseudo-psychologischen Unsinn ist Punkt 3 (Anzahl weiblicher Doms) sachlich richtig.
Ich bin echt froh kein männlicher Sub zu sein.
03. November 2010

@Trust_and_Law
Naja, nur weil nicht jede Frau mit ihrer Dominanz hausieren geht bzw sie öffentlich zur Schau stellt heisst es nicht, dass es wenige sind. Viele leben ihre Dominanz auch nicht bis ins letzte BDSM-Extrem aus, sondern fahren eine sanftere Schiene. Soft-SM, maybe... vielleicht sogar, ohne es als solches zu sehen und zu bezeichnen.

Wenn man den Gedanken weiterspinnt, gibt es mehr weibliche Doms als sich mancher Internet-Abspritzer so vorstellen mag. Das Problem ist nur, dass genau diese Frauen keinerlei Interesse an den männlichen Subs haben, die sich in Internet-Extreme reingesteigert haben und die Phantasie der Dom durch übersteigerte Vorstellungen töten. Also melden diese dann in Foren Mangel an dominanten Frauen an...
03. November 2010

Ich persönlich fühle mich durch diese Aussagen zum Einen als Frau und zum anderen als weibliche Dom angegriffen, denunziert, beleidigt und angegriffen.


Ich war eigentlich der Meinung, das wir ein solches Frauenbild seit ca. gut 40 Jahren hinter uns gelassen haben...

Warum fühlst du dich durch diese Aussagen persönlich angegriffen?

Jeder hier kann doch sein Profil so gestalten, wie er es für sich für vertretbar hält.Wäre etwas wirklich Unbotmässiges drin, hätte es der JC wohl auch nicht freigegeben.

Wenn mir ein Profil nicht gefällt und wenn ich darin Dinge lese, die mich aufregen, dann ignoriere ich es.

Hättest du es gern, wenn man deinen Profiltext öffentlich zur Diskussion stellt?

Ich persönlich wäre ziemlich angepisst, wenn das jemand mit meinem Text machen würde...
03. November 2010

Das was dort steht ist Schmarn, soll vielleicht auch überspitzt und pseudo-lustig sein. Ich würde mir jedenfalls den Schuh nicht anziehen wenn ich über so etwas stolpern würde.
03. November 2010

In den unglaublichen Tiefen des WWW kann und darf halt schreiben wer will (ok, das "dürfen" kann Einschränkungen unterliegen), und die Leute tun's halt auch. Das ist tendenziell gut, aber bringt halt auch gelegentlich eher, äh, fragwürdige Ergüsse hervor. Lohnt sich jedenfalls nicht, sich drüber aufzuregen...

Vielleicht hat der Autor (oder Autorin?) sich ja auch an
Klassifizierung von Spirituosen mittels Headspace-GC/MS-Kopplung
versucht...
Die bei der Arbeit verwendeten Spirituosenproben stammen größtenteils aus einem lehrstuhlinternen Spendenaufruf.
und
andere Proben waren offensichtlich vergammelt

@schlagfertig, wie bist Du denn darauf gekommen?
03. November 2010

Mir entlockt es auch nur ein müdes Gähnen.

Da hat jemand also ein Fass aufgemacht und jede Menge Klischees gefunden. Ja und, so what?
Zum Einen stimmen Klischees häufig sogar (!).
Zum Anderen aber meist bei weitem nicht in der Häufigkeit, wie es gerne dargestellt wird.

Es gibt sie:

- faule, ausschlafende Studenten,
- faule, asoziale Arbeitslose,
- bequeme Beamten, die nur so viel tun wie sie müssen,
- Obdachlose, die ihr erschnorrtes Geld versaufen,
- Fußballfans die nur ans Saufen und Prügeln denken,
- Anwälte, denen das Wohl des Klienten scheißegal ist im Vergleich zu ihrem Geldbeutel,
- Polizisten, die geil drauf sind, Demonstranten mit dem Knüppel einen über die Rübe zu geben,
- Demonstranten die geil drauf sind, Polizisten ebenso eins überzubraten

und, und, und ...

In allen Fällen -ausnahmslos- ist dies aber nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz der Gesamtgruppe.
Eher Promillesatz. Mehr als auf einen von tausend wird's in keinem der Fälle zutreffen.
Ebenso wie obige Klischeeanhäufungen. Die tun sich nix mit allen anderen. *zwinker*
03. November 2010
Also,

wenn Du Dich über all die erz-dämlichen geistigen Ergüsse die man hier so bestaunen kann derart aufregst, hast Du viel zu tun! Und da gibts doch wahrlich regenswerteres, oder?
Und hat Dominanz nicht auch etwas mit innerer Größe und Erhabenheit zu tun?

liebe Grüße,
Lucie
03. November 2010
Unterstützung für Missachtete

Ich bin für die Gründung eines Förderkreises zur Unterstützung weiblicher Domsen, die sich pauschal unverstanden, verunglimpft und vor allem nicht beachtet fühlen.

So kann eine Gesellschaft nicht wachsen und sich weiter entwickeln wenn die große Gruppe natürlich veranlagter dominanter Führungsfrauen nicht angemessen respektiert und wahr genommen wird.

Der Thread sollte Mahnung sein, welche tiefen Wunden und unkontrollierte Wutausbrüche diese Miss_achtung...äh...Missachtung bei unbescholtenen Ladys auslösen kann.

Möchte jemand diesen Förderkreis gründen so möge er sich bitte an die Untiefen des www wenden und dort um Veröffentlichung der Statuten bitten...




....vielleicht findet es ja wieder jemand zufällig...*g*



el_don.
04. November 2010
Förderkreis

Jawoll! Ich unterstütze den Antrag!
Und ich melde mich schon mal frei-willig zum Kaffe servieren und Tagungsräume nakt putzen!
Wo hängt denn die Liste aus?

Liebe Grüße,
Lucie

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