![]() | 07. Dezember 2010 *nene* |
![]() | 10. Dezember 2010 Normal ist schwer zu definieren: Folgende Punkte halte ich für sinnvoll: 1. Handlungen die niemand schädigen 2. Handlungen die einen selbst und/oder einen Anderen nicht unzufrieden machen und belasten 3. Handlungen die nicht zum Zwang werden (also zu einer Fixierung ohne die es z. b. nicht mehr möglich ist einen Orgasmus zu bekommen, wobei die rein physische Reizung primärer Sexualorgane ausgenommen ist.) |
![]() | 10. Dezember 2010 Ah, wieder mal eine abhanden gekommene TE...na dann...Trotzdem für mich ein spannendes Thema. "normal" ist was der Durschnitt der Bevölkerung macht...im Wandel der Zeit denke ich, war Bondage, bzw. Soft-Bondage vor 20 Jahren nicht normal und ist heute normal...vermute ich. Soft-SM wird auch schon in die durchschnittliche Richtung gehen. Hardcore nicht. Und hier findet vieles statt was der Durschnitt der Bevölkerung gar nicht weiß und nicht wissen will. Also - eher nicht normal. Behandlungsbedürftig ist eine Neigung, die für dich selbst schädigend ist oder für Menschen in deinem Umfeld bzw. die mit dir zusammen treffen. z.B. ein Alkoholiker der sich sehr wohl fühlt in seiner Haut und keinen Entzug anstrebt, ist trotzdem behandlungsbedürftig, da er mit großer Wahrscheinlichkeit sein Umfeld schädigt. Bei SM (hardcore) ist das in aller Regel nicht der Fall. Also ist es, auch wenn es nicht normal ist, meist nicht behandlungsbedürftig. Es gibt Grauzonen... |
![]() | 10. Dezember 2010 z.B. ein Alkoholiker der sich sehr wohl fühlt in seiner Haut und keinen Entzug anstrebt, ist trotzdem behandlungsbedürftig, da er mit großer Wahrscheinlichkeit sein Umfeld schädigt. Bei SM (hardcore) ist das in aller Regel nicht der Fall. Also ist es, auch wenn es nicht normal ist, meist nicht behandlungsbedürftig. Das musst du mir noch etwas genauer erklären. Ich meine: Was macht ein Alkoholiker denn? Er gibt Unmengen von Geld für Alkohol aus, geht nach Hause und säuft. Oder geht unter seine Brücke und säuft dort. Wo schädigt er da seine Umwelt, hmm? Umgekehrt, SM: Zwei vergnügen sich zuhause, Sub schreit laut, Nachbarn stört es massiv. "Keine Schädigung des Umfelds?" Natürlich weiß ich, worauf du hinausmöchtest (gewalttätige Alkoholiker versus friedliche SMler wie Du und Ich). Aber deine Aufteilung in "schädigt die Umwelt = behandlungsbedürftig versus schädigt die Umwelt nicht = nicht behandlungsbedürftig" hinkt bei einer Generalisierung hinten und vorne, speziell im vorliegenden Fall. Ein Alkoholiker per se schädigt niemanden außer sich selbst (im Gegensatz zu Rauchern etwa, die in der Öffentlichkeit rauchen, Stichwort Passivraucher). Leute, die sich "dank" des Alkohols daneben benehmen, tun dies für gewöhnlich auch ohne Alkohol in einer ähnlichen Situation. Der Alkohol mag das Aggressionspotenzial verstärken, er erschafft es aber nicht. SM hingegen bedarf vieler Vorbereitungen, damit er die Umwelt nicht schädigt: Bei SM im Freien benötigt man einen sehr abgelegenen Ort (während ein Alkoholiker auf einer Parkbank seine Pulle trinken kann, können es SMler nicht wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses), zuhause muss Sorge getragen werden, dass man nicht zu laut dabei ist (wg. Ruhestörung). Wenn es nach deiner Logik ginge, ist der SM, wie man ihn doch _eigentlich_ durchziehen möchte, meist behandlungsbedürftig (wegen Störungspotenzial). Ich würde sagen, dass SM dann normal ist, wenn das Umfeld es als normal empfindet, dass man es betreibt. Je größer das Umfeld, desto normaler. Würden sich SMler zu einem Dorf zusammenfinden, sodass im Dorf jeder SM betreiben würde, dann wäre SM normal. Unnormal wäre in dem Fall dann jemand, der kein SM betreibt in jenem Dorf, es würde dort als sehr ungewöhnlich wahrgenommen werden und demzufolge auch als unnormal. |
![]() | 10. Dezember 2010 hanjie, mein Beispiel sollte nun nicht irgend eine Sucht in den Vordergrund stellen, sondern nur erklären, wann man aus fachlicher Sicht von Behandlungsbedürftigkeit ausgeht. Mehr nicht. ...und ich wollte auch keine bewußtseinstrübende Sucht mit Sadomasochismus vergleichen. Eher sollten meine Worte der klaren Abgrenzung dienen. Und "Normal" bzw. Norm ist halt ein statistischer Begriff...in der Norm ist das was durchschnittlich ist. Würde ich mein eigenes SM-Umfeld nehmen wäre ich also normal...im großen gesellschaftlichen Kontext unnormal. Aber ich komme damit zurecht Das war ja die Ausgangsfrage...bin ich normal, oder muss ich zum Therapeuten. SM halte ich nicht für eine Krankheit und ich glaube wirklich die meisten hier werden weder sich ernsthaft noch ihre Partner oder Mitmenschen Schaden zufügen. Wer aber schwer unter seiner Neigung leidet, der kann ruhig mal einen Therapeuten aufsuchen, warum nicht. Der/Die wird ihm dann sehr wahrscheinlich nicht Sadomasochismus wegtherapieren sondern helfen sich selbst anzunehmen. Mein persönlicher Ansatz ist nicht, jedem ängstlichen und zweifelnden Anfänger zu erzählen er sei total normal und das sei alles völlig akzeptiert und er könne es ruhig allen seinen Freunden erzählen. So ist das m.E. nicht. Viele Träume und Wünsch sind eben nicht die Durchschnittsträume und Wünsche...aber sie sind nicht zwingend behandlungsbedürftig. Sie sind gut und richtig für diese eine Person und ihre Partner die sich zusammen finden um die Wünsche auszuleben. Ich finde es, generell nicht schlecht, sich ab und zu mit "was ist noch normal und in welchem Kontext" selbst zu reflektieren und auch mal zu überprüfen. Ich glaube es wird immer ein bißchen "normaler" je mehr es um den Ausdruck von Zuneigung geht, zwischen zwei Menschen mit ähnlicher Neigung und ein bißchen weniger um die Befriedigung von reiner Geilheit und Gier. Dann wird die Abgrenzung zu einer Sucht auch noch deutlicher. |
![]() | 10. Dezember 2010 Dann sehen wir es genauso, Pixy. Ich finde es, generell nicht schlecht, sich ab und zu mit "was ist noch normal und in welchem Kontext" selbst zu reflektieren und auch mal zu überprüfen. Oooh ja. Denn Gleiches gesellt sich ja gerne mit Gleichem. Prinzipiell ist das nicht schlecht, aber wenn man nur Gleichgesinnte um sich geschart hat, kann schnell mal der Blick von außen verlorengehen. So kann schnell mal passieren dass man Dinge für normal hält, die von außen betrachtet aber gar nicht so normal sind. Deswegen würde ich auch niemandem, der BDSM für sich gerade entdeckt hat, dazu raten, dass er sich gleich jedem gegenüber outen sollte, weil ist ja eh normal und so. Es gibt dann doch noch eine Mehrheit, die es nicht für normal hält und man sich da schnell mal in die Nesseln setzen kann, wenn man es brühwarm ausposaunt. Muss man aber ja auch nicht. Die eigene Sexualität und alles, was damit zu tun hat, ist immer noch Privatsache und das ist auch gut so! In einem halböffentlichen Umfeld kann man sicher entspannt darüber plaudern, aber ich würde z.B. nicht auf einer Geburtstagsfeier irgendwem mal eben aufs Brot schmieren, worauf ich so stehe. Auf ernst gemeinte Nachfrage gerne, aber sonst ...? Nö. |
![]() | 10. Dezember 2010 Es ist doch ein schönes Gefühl, höchst interessant, immer wieder aufregend und man freut sich doch. Reicht das nicht? Geniess es! Lass dich fallen. Alles andere ist egal. Jeder hat zwei Seiten und das ist normal. Solang es dir dabei gut geht |
![]() | 10. Dezember 2010 Outen ist doch was ganz anderes. Die andere Seite kennt doch meist niemand anderes. Außerdem bleibt dann der Reiz höher. |
![]() | 11. Dezember 2010 Ich stelle mir die Frage nicht, ob ich oder meine Bedürfnisse noch normal sind. Für mich ist alles in Ordnung, solange es meinem Partner, mir und auch unserem Umfeld damit gut geht. Mich interessieren die Spielarten der anderen nicht und auch nicht das Gefühl, einer von denen zu sein, weil ich die meisten Spielarten ja auch mag. Ganz zu Anfang hat man sich das sicherlich mal gefragt: Was ist noch normal, was nicht mehr? Mittlerweile uninteressant... Alleine aus der Erfahrung heraus, dass selbst SMler einige Spielarten nicht für normal erachten und sie verurteilen. Intoleranz unter SMlern ist sehr verbreitet. Deren Norm muss nicht meine Norm sein. Ich meine damit, was für sie normal ist, muss nicht auch gleich für mich normal sein. Normal im Sinne von üblich... |
![]() | 11. Dezember 2010 @Kora_Linuks Damit liegst Du voll richtig! |
![]() | 19. Dezember 2010 @witwe_1960 die Frage ob Normal oder NICHT udn was die anderen davon halten ist natuerlich vorhanden. geht man aber davon aus was andere als Nomral halten....dann wird man die spannbreite der Gesellschaft als Antwort erhalten. Was dem ZEUS erlaubt ist, ist dem Ochsen noch lange nicht erlaubt. Frag dich nicht nach dem NORMALEN, sondern danach ob Du dabei Glück empfindest. Wenn es dich glücklich macht , was du da erlebst dann ist es für dich ok. Natuerlich muss das schon "relativiert" werden. Wenn es dich befriedigt grün und blau geschlagen zu werden , solltes du schon mal in dich hineinhören. Auch derjenige der diese Dinge tut. ich unterscheide noch einmal zwischen GLÜCK udn FREUDE bzw. Befriedigung. Befriedigung ist ein zeitliche Sache , ähnlich wie Hunger und Durst oder der Moment nach dem Klogang. (sorry) Glück geht über diese Gefühlsmomente hinaus. Wenn du immer mehr dieser Momente benötigst um dich befriddiegt zu fühlen udn wen sich kein Glücksgefühl einstellt, dann darfst du dir die frage stellen ob sich nicht schon eine Art Sucht eingestellt hat. Wenn diese Dinge aus dir selber kommen und du dich dabei gut fühlst. Ist es ok. Alles was aus Druck oder MUSS entsteht sollte genau geprüft werden. MAchst du etwas weil du es willst oder weil du es musst ? Wie gesagt NORMAL ist nicht die Frage die zu stellen ist. Was dich berührt udn was es dich kostet wäre eine Frage dich ich für mich klären würde. Sorry für diese philosophischen gedanken DOn Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrroberto |
![]() | 19. Dezember 2010 Unsere TE hat ihr Profil geloescht... |
![]() | 19. Dezember 2010 macht nix auch wenn jemand sein Profil löscht sind gestellet Fragen imme rnoch wert beantwortet zu werden. Odr ist die frage nix mehr wert, wenn er Fragendez.B gestorben wäre ? neee , ich denke das jeder SEIN DING machen sollte wie es Ihm / Ihr beliebt. Es wäre halt wünschenswert wenn ER / SIE wüßte warum man manches macht. Meines Erachtens sind im SM udn BDSM Bereich viel Menschen nur Mitläufer und gelegenheits SMler. Nix für ungut ! Gruesse an ALLE die das Thema ECHT für sich selber gefunden haben. Und die anderen sollten mal in sich gehen udn überlegen ob es denn nicht erfüllenderes für sie gibt. Gute Festzeit und das beste fürs nächste Jahr |
![]() | 19. Dezember 2010 ICh wollte es nur mal angemerkt habe... Weil ihr die TE direkt ansprecht... |
