BDSM und Liebe

20. November 2010
Nachtrag zu @coriolis

Es ist schön, das es solche Männer wie Dich gibt, die die Herausforderungen annehmen und sie auch meistern! Und ich kann für soviel Verantwortungsübernahme nur den Hut ziehen!
28. November 2010

Meine Art zu lieben hat es immer beeinflusst...

Meine Art, zärtlich zu sein, beinhaltet auch kleine sadistische Grausamkeiten. Meine Art, für einen Geliebten fürsorglich zu sein, beihaltet auch gewisse demütigende Dominanzaspekte.

Früher habe ich aus moralischem Empfinden immer diese Anteile an mir unterdrückt, weil ich dem Geliebten nicht wehtun wollte und eben ganz vielen realen Respekt vor ihm hatte. Aber damit habe ich halt auch meine Zärtlichkeit und Fürsorglichkeit ganz stark unterdrückt.

Jetzt, mit meinem Freund, kann ich beides ausleben (auch wenn ich manchmal immer noch Angst davor habe). Als besonderes Bonbon switcht er auch manchmal, so dass ich auch meine nicht so stark ausgeprägte Sub-Seite mit ihm ausleben kann.

Die Liebe wird tiefer dadurch, finde ich. Es ist schön, BDSM und so was alles ausleben zu können, geil und erregend. Aber das für mich allerschönste daran ist tatsächlich, dass ich mit diesem Mann zum ersten Mal in meinem Leben wirklich auch die ganz normalen Stino-Zärtlichkeiten richtig genießen kann. Schmusiges Streicheln, eng angeschmiegt einschlafen, verliebtes Knutschen... Lauter Dinge, die früher immer dadurch überschattet wurden, dass ich die ganze Zeit meinen psychischen und physischen Sadismus unterdrückt habe und dadurch auch die anderen Dinge nicht wirklich genießen konnte, weil ich mich ständig kontrollieren musste.

Heute lebe ich den Sadismus einfach aus. Dadurch verliert er an Macht über mich - er ist jetzt einfach eine von vielen Facetten, Liebe und Zärtlichkeit zu leben. Und jede dieser Facetten hat ihre Berechtigung und ihren Platz in unserer Beziehung. Dadurch ist die Liebe intensiv wie in keiner Vorbeziehung geworden.
28. November 2010
Spanking - Partnerschaft

Hallo,

ich lebe seit sieben Jahren in einer harmonischen Spanking - Partner-schaft.
Was uns von "normalen" Paaren unterscheidet ist die Tatsache, dass
ich meinem Liebsten das Recht verbrieft habe, mich gelegentlich aus
Lust und Liebe über´s Knie zu legen und/oder mich für Fehler, Unge-
zogenheiten oder Leichtsinn streng auf den Popo zu bestrafen (Rohrstock!).
ER hat ein gutes Gespür dafür entwickelt, wann einmal wieder ein
Spanking zur Luststeigerung oder eine richtige 'Züchtigung' ange-
bracht ist und er setzt das so perfekt um, dass es für mich immer ein erregendes und angemessen schmerzhaftes Erlebnis ist.

Diese Aktivitäten setzen viel Vertrauen und Verständnis voraus und
ich behaupte, dass dadurch unsere Liebe intensiver, stabiler und unser Zusammenleben abwechslungsreicher ist, als es ohne diese "Besonderheit" wäre.
Ansonsten entsprechen wir nicht dem Dominant - devot - Muster und
außer an den 'Strafabenden' gilt bei uns absolute Gleichberechtigung.

LG
A.K.
28. November 2010

Es ist zum einen in den ganzen Körper gewandert und zum anderen eher tief im Kopf, in den tiefsten und ältesten Regionen meines Seins verwurzelt! Alles was vorher da war ist noch immer da, aber auch noch viel mehr!
Ich nehme Dinge war, die ich vorher nicht wahrgenommen habe oder wahrnehmen konnte.
Ich rieche sie nicht mehr, sondern „wittere“ sie.
Ich spüre sie nicht nur wenn ich sie berühre, sondern habe das Gefühl, ich kann ihre Gedanken lesen und jedes Atom ihres Körpers spricht dabei mit mir.
Das ist eine ganz andere Art der Liebe, viel ursprünglicher, viel tiefer und nicht nur punktuell sondern allgegenwärtig.
Diese Liebe besteht jenseits von Gefühlen und Emotionen, jenseits der Zeit, jenseits der Gedanken. Die Zeit steht nicht mehr still, sondern scheint in einer endlosen Spirale langsam voran zu schreiten.

DAS nenne ich mal eine Liebeserklärung *dahinschmelz*..

LG
Ich, die ansonsten leider gar nichts zum Thema beizutragen hat *g*
26. Januar 2011

SM hat nicht meine Art zu Lieben oder meine Beziehung verändert, es hat meine Beziehung erschaffen.
Wir haben gemeinsam Sex genossen, wie auch ab und zu mal Zärtlichkeiten, bis wir beide nach und nach immer mehr SM für uns entdeckten. Dadurch entstanden wesentlich tiefere und intimere Gefühle als Liebe. Was für uns der ausschlaggebene Punkt war, eine Beziehung miteinander eingehen zu wollen.
Auch schwer wiegende Fehler, kann man so leichter verzeihen, weil eine Trennung nicht ernsthaft in Erwägung gezogen werden kann. Denn man gehört doch zu seinem Dom, und was ist man wenn man dann allein da steht? Auch wenn das aller rationalen Überlegungen widerspricht, fühle ich so. Ich bin ein Mensch, der in Bezug auf Beziehungen, dann einen Schlussstrich zieht, wenn es für mich negative Auswirkungen hat. Aber durch diese enge Bindung zueinander, weiß ich, dass mein Partner niemals so viele Fehler begehen kann, dass es negativer ist, als all das Positive, was mir diese ds/SM Beziehung gibt. Es ist einfach was besonderes, zu spüren, wo man hingehört und in welcher Position man steht, und das auch ausleben zu können und zeigen zu können. Man erzieht einander gegenseitig. Ich werde für Fehltritte bestrafe, und für positive Dinge belohnt. Er tut dieses selbst bei sich, denn er will ja ein Vorbild für mich sein. Ich denke so wächst eine Beziehung stetig und man entwickelt sich immer weiter. In einer "normalen" Beziehung habe ich es nie so erlebt, da war man im Alltag viel mehr mit sich selbst beschäftigt.

LG Anja
03. Februar 2011
SM -Partnerschaft und Liebe...

SM in der Partnerschaft, das ist mehr als nur "draufhauen", das weiß jeder von uns der dieses für sich entdeckt hat.

Wir beide haben bereits beide Beziehungen hinter uns und haben nachdem wir uns kennengelernt hatten unserer beiden Neigung zu diesem Thema entdeckt.
Wir finden beide, das unsere Liebe zueinander und unser Verständnis füreinander auch ohne viele Worte intensiverer ist als in den Beziehungen vorher.

Als Paar, das SM nicht nur als eine Erotikspielart betreibt,sondern bei denen dieses zur Partnerschaft gehört, sieht man den Partner aus einem anderen Blickwinkel, man kennt Reaktionen und Blicke die kein anderer kennt, man kennt Wünsche, Gefühle, Ängste und Grenzen, die kein anderer sonst kennt.
Man hat Vertrauen zueinander das weit über das Vertrauen zu vielen anderen hinausgeht. Wie sonst kann man sich von einem anderen fesseln lassen und sich dennoch sicher und aufgehoben fühlen.

Wir sind der Meinung das unsere Partnerschaft und unsere Liebe durch SM intensiver und wertvoller für uns beide geworden ist.

Jean und Serena2
05. Februar 2011
BDSM & LIEBE

... kann es etwas Schöneres geben, als diese Kombination?

Ich selbst kann nur so die Erfüllung als devoter Part finden.
Und ja, solch eine Partnerschaft empfinde ich anders als eine "normale" Liebesbeziehung oder eine Spielbeziehung.

Es geht tief. GANZ TIEF.
Der Alltag und der Sex, es beeinflusst sich alles gegenseitig ...

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