![]() | 27. Oktober 2010 Gewalt in einer Beziehung wie soll man mit Gewalt in einer Beziehung umgehen, gerade auch wenn Kinder mit im Spiel sind. Was passiert wenn der Ex nicht auszieht? Viele sind dann einfach hilflos und resignieren, nehmen dann auch die Gewalt oder Erniedrigungen hin, zB das er schon längst eine Andere hat... Was kann man solchen Menschen am Besten raten, wie Ihnen am Besten helfen... |
![]() | 28. Oktober 2010 Gewalt in einer Beziehung sollte man sich niemals gefallen lassen, nicht ohne und schon gar nicht mit Kindern!! Wenn der Partner nicht auszieht, dann gibt es die Möglichkeit in ein Frauenhaus zu gehen oder aber die Polizei einzuschalten. Eine Anzeige gegen den Partner machen und eine Unterlassungsverfügung erwirken, so dass er die gemeinsame Wohnung nicht mehr betreten darf und auch nicht in die Nähe kommen darf. Es gibt dafür viele Beratungsstellen, deren Adressen man im Internet finden kann. |
![]() | 28. Oktober 2010 Bei jeder Gewalttat eine Anzeige machen. Zusätzlich zum Anwalt gehen. Da gibt es die sogenannte Gerichtskostenbeihilfe (ich bin mir jetzt nicht sicher ob das genau so heißt, aber es gibt sowas). Sie soll bei der Polizei bzw. der Frauenbeauftragtenstelle ihrer Stadt nachfragen welche handhabe sie hat. Wenn die Gewalt weiter zunimmt dann soll sie ihre Kinder nehmen und in ein Frauenhaus gehen. Sie würde sofort eine Härtefallscheidung bekommen, was heißt das das Trennungsjahr nicht eingehalten werden muß. Problem ist das sie vermutlich nichts davon tun wird. Gerade wenn sie schon resigniert hat. Versuche als Freundin sie aus dieser Resignation rauszuholen. Den Schritt aus der Beziehung raus muß sie machen! Du kannst ihr nur helfen wenn sie sich helfen läßt. |
![]() | 28. Oktober 2010 Sie ist nicht mit ihm verheiratet, hat aber 1 Kind mit ihm (insgesamt 3 Kinder). Sie hat schon vor 2 Jahren mit ihm Schluss gemacht und alles auch mit Frauenhaus durch. Dort hatte er sie gefunden, die Tochter dann entführt ins Ausland und hat ihr angedroht, er kommt mit der Tochter nur zurück wenn sie keine Anzeige macht und er eben bei ihr wohnen bleiben kann. Er ist jetzt schon längere Zeit gegenüber ihr nicht mehr gewalttätig, hält sich sehr zurück, jedoch zieht er einfach nicht aus. Sie darf nichts machen, er droht ihr, was meistens auch schon reicht, er hat neue Freundinnen... Ich finde es nur traurig, dass sie präventiv nichts machen kann. Sie muss ihn bei sich erdulden, obwohl die Wohnung ihr ist, er hat sich da aber angemeldet und deshalb schreitet die Polizei auch nicht ein!! |
![]() | 28. Oktober 2010 Schon einmal über ein Frauenhaus in einer anderen Stadt nach gedacht? Gerade in einer Großstadt ist sie somit nicht so leicht bis gar nicht zu finden. Ich denke, im Alleingang wird sie das nicht hin bekommen, nicht mit Anzeige oder Anwalt oder was auch immer. |
![]() | 28. Oktober 2010 Sie soll sich von einem Anwalt für solche Angelegenheiten genau beraten lassen. Da er ihr ja schon mal das Kind entzogen hat gibt es vielleicht doch eine Handhabung. Sie soll bei jedem Gespräch ein Band mitlaufen lassen. Das ist technisch schon machbar. Dann hat sie, was die Drohungen angeht, sehr wohl was in der Hand wo die Polizei dann einschreiten könnte. Das größte Hinderniss ist ihre Resignation. Da muß sie erst mal raus. Wenn du sagst er hat das Kind ins Ausland entführt gehe ich mal davon aus das er kein Deutscher ist. Hat er denn ein uneingeschränktes Aufenthalsrecht? Es gibt Stellen wo man sich genau beraten lassen kann was in solchen Fällen zu tun ist. |
![]() | 28. Oktober 2010 @ aFragileDream: das hat auch keiner gesagt. Nur muß sie sich auch helfen lassen. Wenn sie das nicht zuläßt kann man ihr auch nicht helfen. |
![]() | 28. Oktober 2010 Nur muß sie sich auch helfen lassen. Ich denke, das hat sie ja schon, sonst wäre sie nicht schon das erste Mal in ein Frauenhaus gegangen. Und da gehört viel dazu, wenn man dieses Schritt geht. Wichtig ist es, das sie ihre Angst vor einem nochmaligen Schritt in diese Richtung verliert. |
![]() | 28. Oktober 2010 Sie muss ihn bei sich erdulden, obwohl die Wohnung ihr ist, er hat sich da aber angemeldet und deshalb schreitet die Polizei auch nicht ein!! Das verstehe ich überhaupt nicht. Selbst wenn er mit im Mietvertrag stehen würde, ist das doch kein Freifahrtschein für Gewalt. Das klingt so als würde sie die Polizei rufen und die ihr am Telefon sagen wüden: "Nö gute Frau, der ist bei ihnen gemeldet, da kann er rumprügeln wie er will, dann kommen wir nicht raus." ??? |
![]() | 28. Oktober 2010 Sie hat beim ersten mal gemerkt das sie keine Chanche gegen ihn hat und hat somit aufgegeben. Nicht die erste Frau die das erlebt. JETZT ist sie in der Resignation. Also muß sie sich auch JETZT erst helfen lassen bevor etwas passieren kann. Was nutzt es wenn Freunde kommen um ihr rauszuhelfen und sie aus Angst sich nicht helfen läßt? Sie ist da ja kein Einzelfall. Es wird nur schwieriger da er sie bedroht indem er ihr droht ihr das Kind zu entziehen was er ja anscheinend schon mal gemacht hat. |
![]() | 28. Oktober 2010 ja er ist Ausländer, hat aber uneingeschränktes Aufenthaltsrecht hier, da er auch hier geboren ist. Er ist halb Grieche, halb Russe, kennt auch ganz viele aus dem "Russenmilieu" und betreibt Kampfsport. Sie sieht einfach nur, dass ihr beim ersten Mal nicht geholfen werden konnte und meint dass es diesmal auch wieder so ist. Sie hatte ihn ja damals angezeigt, hat aber alles zurückgezogen als er mit der Tochter verschwunden ist... Im Moment ist er nicht gewalttätig, aber alleine der psychische Druck ist immens. Er hängt von morgens bis abends in der Wohnung, ist nur zu unbestimmten Zeiten weg wenn er sich mit anderen Frauen trifft, sie bezahlt das ganze Leben, weil er sich einfach immer nimmt was er braucht.... Letztens war sein Vater zu Besuch und sogar der hat seinem Sohn den Kopf gewaschen, aber der macht es sich einfach bequem und stört sich nicht daran... Sie wohnt in einer sehr günstigen Wohnung, nahe zu ihrem Arbeitsplatz, Schule, Kindergarten etc, das macht das Ganze ja auch nicht einfacher. Ich versuche schon öfters mich mit ihr auseinander zu setzen, aber es ist schwierig die Mauer einzureißen... |
![]() | 28. Oktober 2010 Bei ... ... unmittelbarer Gewalt die Polizei rufen. Diese kann einen Verweis aussprechen. Unverzüglich Rechtsrat einholen und dann dem Berater sämtliche Informationen erteilen, damit er die richtigen Empfehlungen erteilen kann. |
![]() | 28. Oktober 2010 @die Dunkle Das verstehe ich überhaupt nicht. Selbst wenn er mit im Mietvertrag stehen würde, ist das doch kein Freifahrtschein für Gewalt. Das nicht, aber im Moment übt er keine körperliche Gewalt aus!! Und da sind es für die Polizei Privatstreitigkeiten!! |
![]() | 28. Oktober 2010 NMS, schön das du einen eigenen Thread eröffnet hast. An alle Mitleser, es wäre sehr hilfreich wenn ihr auf das geschriebene auch mal eingehen würdet, denn dann würde man sich nciht ständig im Kreise drehen. Es gibt wohl derzeit keine akuten Gewaltübergriffe, ergo auch keine Möglichkeit so einfach die Polizei einzuschalten. Das hat die TE schon mehrfach geschrieben..... NMS, ich finde es toll das du, als Freundin, für sie da bist und im Rahmen deiner Möglichkeiten versuchst zu helfen. Wie sieht es denn bei euch mit Selbsthilfegruppen aus? Besteht die Möglichkeit in dieser Richtung was zu machen? Das Hauptproblem ist, wie schon von mir im andern Thread erwähnt, die Resignation. Dies zu durchbrechen und durch Wut zu ersetzten dürfte wohl die primäre Aufgabe sein, der Rest wird dann folgen. Nur befürchte ich, dass sie es keinesfalls ohne prof. Hilfe schaffen kann. Wichtig finde ich auch den Hinweis Gespräche/Drohungen zu dokumentieren. Dies muss keinesfalls mittels Hitec geschehen sondern kann auch in schriftlicher Form erfolgen. Sie schreibt also nach den Drohungen diese mit Datum und Uhrzeit auf ein Stück Papier und sammelt so über einen gewissen Zeitraum Beweise für sein Verhalten. Auch du als Freundin kannst dich an solche Selbsthilfegruppen wenden um dich zu informieren. Ich bin mir sicher die kennen derartige Situatonen sehr gut und können dir Tipps geben wie du sie zu einem neuerlichen Versuch motivieren kannst. LG |
![]() | 28. Oktober 2010 Hallo special_hh, wie schon in dem anderen thread erwähnt (mal zum querlesen der link) Vor 2 Wochen getrennt und trotzdem noch in der selben Whg. ist es einfach so, dass er im Moment Ruhe gibt aber trotzdem körperlich da ist. Er lässt nicht zu, dass sie irgendwen zu sich nach Hause einlädt, kontrolliert ihre Telefonanrufe, ihre Zeit... Deswegen ist es manchmal auch schwierig sich mit ihr zu treffen. Versuche schon etwas auf sie einzuwirken, aber erstmal, auch bevor ich mich mit anderen Stellen in Verbindung setze, muss sie auch bereit sein einen Schritt zu machen. Aber wie geht man überhaupt mit dem Problem - der Ex will nicht ausziehen - um? Sobald er sich in der Wohnung mit angemeldet hat, und dafür braucht man heutzutage keinen Mietvertrag mehr! - ist es gar nicht so einfach. Polizei sagt einem klipp und klar, wenn sie ihm den Schlüssel freiwillig gegeben haben können sie den nicht einfach zurückfordern, er muss ihn freiwillig wieder rausgeben! |
