Warum bin ich so veranlagt?........

08. November 2010

ist mir persönlich egal....ich finds geil und das ist für mich die hauptsache...die devote rolle haben zu dürfen....

glg
08. November 2010

John Locke's Ansicht, dass der Mensch als Tabula Rasa geboren wird, ist wohl schon deutlich widerlegt worden, von daher denke ich nicht, dass das Erlebte einen in eine bestimmte Rolle drängt. Ich denke, man wird früher oder später mit dem reifer werden immer seine Vorlieben kennen lernen, ob es einem einfach in den Sinn kommt, oder ob man sich hinführen und es sich zeigen lässt, beides ist möglich.

Dominanz, Devotheit oder beides switchend ist denke ich mal von Anfang an ein Teil des Lebens, genauso wie das Bedürfnis, nichts davon zu sein.

Bei mir ist es zum Beispiel einfach nach und nach gekommen. Es fing an mit dem Fesseln und hat sich dann mit der Erfahrung ausgebreitet, bis mich eine Frau direkt zum BDSM gebracht hat. Ich habe schon öfter dran gedacht, aber erst seitdem weiß ich, dass es mir gefällt.

Ich habe keine biologische oder rationale Erklärung, warum man sich in einer bestimmten Rolle wohl fühlt, doch meiner Meinung nach kommen wir alle nicht umhin, unsere bestimmte Seite kennen zu lernen, ob gut oder böse...
25. November 2010

ich denke das warum zu ergründen ist so müßig wie die frage nach dem huhn und dem ei *g*

Ich habe mich das aber phasenweise auch gefragt ..
Ich habe diese Phantasien seit mein kopfkino funktioniert..und habe jahre gedacht ich ticke nicht ganz sauber ..
hab versucht zu ergründen ..zu analysieren ..aber man dreht sich im kreis dabei ..

es ist halt einfach so *g* ..
27. November 2010

Ich habe nie nach dem WARUM gefragt und tu es auch heute nicht. Ich finde das (für mich persönlich) genauso überflüssig, wie über den Sinn des Lebens nachzudenken. Ich gebe zu, anfangs als ich angefangen habe, in Foren zu stöbern u. verschiedene Leute sich Gedanken über das Warum u. Vergangenheit gemacht haben.... hab ich auch zurücküberlegt. Das ging ganz schnell, ich habe nix gefunden und ab da war's mir wieder egal.

Irgendwann waren da einfach erste Anzeichen. Man musste sie deuten, annehmen u. klarkommen. Bis ich das verstanden hatte und es annehmen konnte, brauchte es ne Weile. Aber es gibt für mich da überhaupt keine Frage nach dem Warum.

Sich damit abfinden klingt eher negativ behaftet. Es annehmen und als einen wertvollen Teil von sich akzeptieren, würde es eher treffen *g*

LG dat Shadow
28. November 2010
Warum...

ich so bin, habe ich mich nur eine kurze Zeit gefragt, denn ich bin zu keinem schlüssigen Grund gekommen. Bei mir überwiegt im jetzt und nun mein innerer Frieden und meine seelische Gelassenheit, meinem Schatz in Demut und Unterwürfigkeit gegenüber zu treten. Und dieses starke Gefühl überscheint die Frage nach dem WARUM! Ich genieße es einfach und damit fahre ich am Besten.

Es wird sicher viel Leute geben, die durch Erlebnis im bisherigen Leben dazu gefunden haben und diese Leute können das ganz sicher beantworten.

Aber alle die so denken, fühlen und handeln, sollten sich nicht selbst einreden oder von Anderen einreden lassen, das sie nicht normal sind oder gar pervers. Wenn man BDMS genießen kann und es in sein Leben einfließen läßt, dann kann das zu einer totalen Bereicherung führen. Aber das kann die Gesellschaft, die überwiegend unwissend ist nicht beurteilen.

LG Heike
28. November 2010

Aber alle die so denken, fühlen und handeln, sollten sich nicht selbst einreden oder von Anderen einreden lassen, das sie nicht normal sind oder gar pervers.

Ach! Verbuchen unter "Kleingeister". In meinem direkten Umfeld ist das nicht wirklich Thema, geht da auch keinen was an. Und wer mir auch immer das einreden wollen würde, würde nur eine Antwort bekommen: "Ja genau unnormal und total pervers und genau das gerne aus voller Überzeugung." Ne Diskussion lohnt mit solchen Leuten nichtmal im Ansatz, da ist wirklich die Zeit zu schade. Ich habe dann auch eine schöne Rückenansicht *zwinker*

LG Shadow
28. November 2010
@shadow

Da hast Du ganz sicher Recht, das sich bei den meisten Leuten eine Diskussion nicht lohnt, weil deren Ansichten festgefahren sind. Ich habe nur mal meiner besten Freundin davon erzählt und ihr versucht zu erklären, was ich dabei empfinde. Aber ich glaube nicht, das sie mich ganz genau verstanden hat. Es ist auch nicht weiter wild, sie ist trotzdem noch meine Freundin und es hat sich da nichts geändert. Nur habe ich eben gemerkt, das selbst solche Menschen, die einem doch sehr nahe stehen, damit Schwierigkeiten haben, es VOLL zu akzeptieren. Von daher hast Du recht, wenn Du solche Diskussionen nicht führst, denn unbekannte Leute wollen noch viel weniger verstehen.
Und wie will man Leuten, die das abstoßend und pervers finden, auch erklären, was es für ein befreiendes Gefühl ist, wenn Schmerz die Knie weich werden läßt, man gefesselt am Kreuz zusammen sackt und sowohl Körper und Seele an selbigen hängt, wenn dadurch Wärme und Zufriedenheit in einem aufsteigt, die Seele beruhigt und in Einklang mit sich selbst ist. Wer soll das verstehen können, der nicht im Ansatz bereit ist, mal tiefer zu schauen!?
28. November 2010

hey heikebln

sicher das ist ein sensibles Thema und ich sehe das so, da muss sich mein Gegenüber erst den Status und das Vertrauen verdienen, dass ich da im Detail drüber reden würde und das ist nahezu fast ausgeschlossen. Ich meine in meinem direkten Umfeld.

Für mich betrifft es eher diese Sorte Mensch, die direkt mit einem "Dagegen-Schild" durch die Welt laufen, wo ich dicht mache. Da wäre erklären u. diskutieren, Zeit- u. Energieverschwendung. Nicht grundsätzlich. Bei Leuten, die einfach Interesse haben u. hinterfragen, weil Neugier oder Verstehen wollen dahinter steckt, da hab ich nichts gegen Gespräche.

Wenn ich mit meiner Freundin darüber rede, erwarte ich nicht, dass sie mich versteht oder das nachvollziehen kann. Akzeptanz reicht mir da völlig aus.

LG Shadow
28. November 2010

Ich finde es überhaupt nicht schlimm das Aussenstehende gar nicht verstehen was BDSMer empfinden.

Wie sollten sie das denn auch? Das was für uns das Gefühl aller Gefühle ist, das was wir als so kostbar und Besonders empfinden, das empfinden diese Menschen bei stinknormalem Sex.

Sie brauchen einfach nichts anderes weil sie eben kein Bedürfnis nach SM haben.

Deswegen ist es für solche Leute einfach schwierig nachzuvollziehen was SMer denn toll daran finden können Schmerz zu fühlen, erniedrigt zu werden. Gefeselt zu sein.

Das wäre genau dasselbe wenn ich jetzt erzähle das der innigste aller Augenblicke meines Lebens, der tiefste gefühlvollste Moment total unsmig war. Aber er war so berührend das ich noch daran denken werde wenn ich mal alt und grau bin.

Mit all dem was uns so wichtig erscheint kann ein unsmiger Mensch nun mal nichts anfangen. Er kann sich noch so sehr bemühen es zu verstehen. Wirklich nachempfinden kann er es einfach nicht weil er schlicht anders empfindet. Sein Himmel hängt eben voller Geigen wenn er liebevollen Sex hat!
28. November 2010

Mir fällt langsam auf, dass sich vorwiegend Devote fragen, woher sie kommen und warum sie so sind wie sie sind, und ich stelle mir die Frage, warum immer sie es sind, die hier Seelenstrip betreiben wollen.
An und für sich bewerte ich es als positiv, wenn der Mensch danach fragt, wer er ist.
29. November 2010

@leif
Mir fällt langsam auf, dass sich vorwiegend Devote fragen, woher sie kommen und warum sie so sind wie sie sind, und ich stelle mir die Frage, warum immer sie es sind, die hier Seelenstrip betreiben wollen.

kurz vorab..
evtl. liegt es daran, dass devote Menschen und da vor allem die Frauen leichter über Gefühle reden können!!??

Warum bin ich so veranlagt?

Warum so viele sich mit dieser Frage beschäftigen??
Ich denke, es ist genau das Gleiche, weshalb Kinder (Jugendliche), welche ihren wirklichen Vater nie kennen gelernt haben, irgendwann nachforschen wer ihr Erzeuger ist und nach ihm suchen.

Fast jeder Mensch sucht nach seinen Wurzeln! Und die Neigung Dominant oder Devot zu sein ist normaler Weise in einem tief verwurzelt.

Dieses "Suchen" ist auch eine Suche nach Selbsterkenntnis und ein wichtiger Teil des Selbstbewusstseins! Daher sehe ich es als normal, dass man sich solche Fragen stellt und eben die Wurzeln sucht.

Ob man dann Antworten findet welche dann auch zur Selbsterkenntnis führen, dass steht auf einem anderen Blatt! Aber diese Suche kann auf jeden Fall sehr behilflich dabei sein, sich selber annehmen zu können, was meiner Meinung nach auch sehr viel Wert ist.

Ich für meinen Teil habe viele Jahre darüber nachgedacht, habe "Fakten" gesammelt, habe mir alles notiert, was mir so in den Sinn kam. Die ersten Erlebnisse, das erste Kopfkino, und dann versucht, meine damaligen Gefühle nachzuvollziehen... Diese Notizen gehen bis in mein 3. Lebensjahr zurück.

Diese "Fakten" und viele Bücher über Psychologie haben dann sowas wie ein Gerüst ergeben, welches dann wiederum für mich stimmig war und mir meine Antwort gaben! Zumindest kann ich mit diesen Antworten für mich selber sehr gut leben, und ich konnte damit mein "animalisches ICH" akzeptieren.

Mit dieser Akzeptanz, komme ich mir nun auch nicht weiter als "Abartig" oder "Krank" vor, sondern liebe mich als ein Wesen, dass trotz (oder gerade wegen) aller Ereignisse sowohl sein Leben, als auch sein animalisches ICH voll im Griff hat und glücklich damit ist!

LG Krolock

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