![]() | 09. Oktober 2010 Küssen intimer als Oralsex? Immer wieder liest man hier im Forum, dass Männer sich nicht küssen mögen, ganz speziell im bisexuellen Bereich. Aber den Schwanz zu verwöhnen, damit haben sie kein Problem. Ahnlich die Aussagen einiger Pärchen, in Clubs wird nicht mit anderen geküsst. Das Thema ist also schon ab und zu angeschnitten worden, habe es nur nicht so als Hauptthema gefunden. Daher die ganz allgemeine Frage: Ist ein leidenschaftlicher Kuss etwas intimeres als Oralverkehr? |
![]() | 09. Oktober 2010 ganz... eindeutige Antwort: JA! |
![]() | 09. Oktober 2010 aber warum empfindest Du so? |
![]() | 09. Oktober 2010 es ist einfach eine Empfindung, dass es für mich intensiver ist, mit dem dazugehörigen Blickkontakt. Küssen ist ein Intimsein ohne Sex - ein "kann man sich schmecken"? Sex ist viel mehr Geilheit als Gefühle, die Gefühle stecke ich eher in einen Kuss als in den Sex.. Warum küssen denn auch viele Huren nicht?? |
![]() | 09. Oktober 2010 Tja, da kann man sich wirklich nur mal an den Kopf fassen. Und was stellen wir da fest? Vier der fünf Sinnesorgane liegen am/im Kopf, außerdem das Gehirn. Mit Mund und Nase hat man hier die primären Öffnungen, durch die man irgendwas "richtig" in uns reinstecken kann. Entwicklungsbiologisch also ein sehr sensibler Bereich. Verhaltensbiologisch findet sich das in dem Muster wieder, dass Mann und Frau sich auf den Mund küssen, wenn sie sich lieb haben. Am Kopf wird's dann also ernst - quasi die Vorstufe zum Heiraten. Daneben hat der Kopf etwas mit dem Gesicht zu tun, das uns nach außen maßgeblich mitbestimmt - da wird's dann eben auch persönlich. Gerade beim Küssen, wenn man sich in dem Bereich sehr nahe kommt. Ist also durchaus verständlich, wenn das von vielen als sehr intim bewertet wird. Intimer als "da unten ein bisschen rummachen". Bei Pärchen kommt dann halt noch dazu, dass man irgend einen Anhaltspunkt braucht um Liebe zu messen und Vertrauen haben zu können. Redner halten Kugelschreiber, Pärchen, die Sex mit anderen teilen, haben trotzdem noch einen unantastbaren Bereich um sich. Ihre höchstpersönliche Intimzone. Und was die Bi-Männer anbelangt, die gehen unterbewußt höchstwahrscheinlich ungerne das Risiko ein, dabei auch noch in eine Schublade mit Frischverliebetn gesteckt zu werden. Mehr "Gayness" geht für die Gesellschaft halt nicht. Also alles halb so wild, leben und leben lassen. |
![]() | 09. Oktober 2010 ganz .... eindeutige Antwort: NEIN! Lach, wieder mal eine Frage zu der jeder seine Ansicht als die einzig akzeptable darstellen kann. Ich habe hier allerdings auch schon oft von Paaren gelesen, die sich beim Swingen gegenseitig alles mit anderen Partnern gönnen - außer Küssen. Wahrscheinlich braucht jeder einen "geschützten" Bereich, an den man nur den festen Partner heranläßt bzw. den man für sich selbst reserviert ... und bei sexuellen Aktivitäten ist vermutlich ein Kuß auf den Mund das eheste, worauf der aktuelle Kunde oder Spielpartner verzichten kann ... so ist das vielleicht mal entstanden ... Aber wenn ich mir das konkrete Szenario ausmale (nicht im Club), ob ich einen mir bis eben noch ziemlich fremden, aber sehr symphatischen Mann entweder leidenschaftlich küsse .. oder es mir weniger Probleme machen würde, ihm die Hose zu öffnen und mich über sein bestes Stück herzumachen - da muß ich selber lachen, also eindeutig PRO Kuß - die Intimitäten können ruhig noch ein bißchen warten. |
![]() | 09. Oktober 2010 Wir küssen auch nicht, weil wir es erstens als Priorität für den anderen behalten möchten, und weil für uns küssen ein sehr intimes Gefühl darstellt. Küssen hat für uns was mit dem Herzen zu tun, lecken oder sexuelle Praktiken ist für uns unsere Geilheit ausleben |
![]() | 09. Oktober 2010 Ich denke, dass Küssen ein intimer Akt ist, den wir einfach eher auf emotionaler Ebene verstehen. Denken wir an unsere Jugend zurück wo Sex noch gar kein Thema war. Da war Kuscheln und Küssen das intimste was wir gemacht haben. Das ist sozusagen das Fundament auf dem doch der ganze Rest dann aufbaut. Für mich persönlich ist das anderst. Küssen kann etwas intimes sein, muss es aber nicht. Die intimität selbst entsteht doch eigentlich erst bei den Gedanken die wir dabei haben. Genauso wie man Sex bei nem One-Night-Stand nicht mit dem vertrauten Sex in einer Beziehung vergleichen kann. |
![]() | 09. Oktober 2010 Leidenschaftliches Küssen und Oralsex stehen für mich auf einer Stufe! |
![]() | 09. Oktober 2010 Ich habe es noch nie verstanden, wie man jemanden oral verwöhnen kann, aber ihn nicht küssen mag/will/kann! Für mich ist es beides super intim! Wem ich nicht küssen will, dem blas ich auch keinen! Selbst in einer vertrauten Runde mit mehreren Menschen sollte es da keine Tabus geben! Ist mir unverständlich! Diese Dramen sind mir schon zweimal passiert mit zwei Pärchen! Küssen tabu!!! So ein Schwachsinn! Extrem abturnend! Da lass ich es ganz sein! |
![]() | 09. Oktober 2010 Ja. Nach meinem Empfinden lässt ein Kuss mehr Nähe entstehen als Oralsex. Vielleicht liegt das an der Intention des Praktizierenden: wer Oralsex praktiziert, der hat als Hauptintention immer Sex und Lustbefriedigung. Wer küsst, der hat als Hauptintention das Herstellen von Nähe und Intimität. Dem kann dann natürlich AUCH Sex und Lustbefriedigung folgen, aber beides hat eine andere, innigere Qualität, wenn zuvor Küsse getauscht werden. Ich könnte mir Sex ohne Küsse überhaupt nicht vorstellen. So, wie ich mir Sex ohne wirkliche Intimität nicht vorstellen kann. Wer nur meine erogenen Zonen abarbeiten möchte, ist nicht wirklich an mir interessiert. Das macht mich austauschbar und das ist ein Gefühl, das ich beim Sex überhaupt nicht gebrauchen kann. Wenn es keine Rolle spielt, ob ICH es bin oder Gabi oder Uschi oder die Puppe aus dem Sexshop... was soll das Ganze dann überhaupt? |
![]() | 09. Oktober 2010 Naja und ich halte die Lippen durchaus auch für eine sehr empfindliche "errogene Zone"! |
![]() | 09. Oktober 2010 Ja, selbstverständlich. Ich dachte mir, dass so ein Einwand kommen würde und ich gebe Dir Recht. Ich ergänze "übrigen". Wenn einer nur meine übrigen erogenen Zonen abarbeiten will... |
![]() | 09. Oktober 2010 Selbst in einer vertrauten Runde mit mehreren Menschen sollte es da keine Tabus geben! Junge, junge, da wirkt das Gefühl der volkseigenen Gesamthand aber noch gewaltig nach, oder? Warum sollte denn bittesehr nicht jeder selbst entscheiden dürfen, woran er sich denn nun rumspielen lassen möchte. Gibt ja auch Menschen, die geben anderen nichtmal die Hand. Vielleicht hilft es, wenn man das mal an einem anderen Beispiel aufdröselt. Es gibt viele Leute, die würde man in die Wohnung lassen. Den wenigsten von denen würde man allerdings erlauben, im Schlafzimmerschrank, unten, in der Erinnerungskiste nach alten Fotos und Liebesbriefen zu kramen. Das hier als Eklat gegen eine - offensichtlich falsch versanden Offenheit - anzusehen, ist ein bisschen deplaziert. Soll doch jeder machen, wie er lustig ist. |
![]() | 09. Oktober 2010 Ok ... wenn Küssen so intim ist ... warum bereitet es einem dann in der Öffentlichkeit eher keine Schwierigkeiten und bei Oralsex hört es bei den meisten ganz schnell auf? In einem Club ist das wieder etwas Anderes ... da wäre man ja dann ziemlich geleimt, wenn man den Oralsex ausklammern würde. Man verzichtet eben auch leichter auf das Küssen, wenn der Sex im Mittelpunkt steht. Al |
