![]() | 18. September 2010 Rollenverständnis Frau-Mann Immer wieder werden hier Themen eingestellt, in denen es, wenn auch oft indirekt, um das Rollenverhalten Mann-Frau geht. Ich selbst bin grundsätzlich liberal eingestellt ....und denke..wenn es gefällt...OK. Jedoch geht es mir immer mal dagegen, wenn da z.B. steht, "wieso sollte ich sein bestes Stück nicht in den Mund nehmen, nachdem er in meinen Arsch war, wenn ich doch weiß, ihn macht es geil". Mann würde so etwas natürlich nieeeeee machen, erwartet das aber oft von seiner Frau. "Ich trage einen Minirock, weil ich weiß, Männer macht das an". Oder...."Er war eine Woche weg, also mache ich mich "bereit" um ihn entsprechend zu empfange, mache mal eben eine Analspülung", etc.. Ich persönlich kann das nicht nachvollziehen, es geht mir sogar wirklich dagegen. Klar, auch ich mag es, mich erotisch zu kleiden, mich darauf zu freuen, wenn mein Mann dann erscheint, aber auch nur dann, wenn ich Lust dazu habe, und nicht dann wenn ich denke, er hätte evtl. auch Lust darauf. Es ist wohl immer noch dieses Rollenverständnis da, das ich auch mal von meinen Eltern mitbekommen habe, von dem ich mich aber zum großen Teil gelöst habe. "Frau muss schön sein und sich schön machen" Mann kann eigentlich bleiben wie er ist, soll nur durch seine Präsenz glänzen. Mich würde interessieren wie ihr das seht. Mich "schockt" es immer etwas,gerade, wenn ich bei sehr jungen Leuten immer noch diese "Verhaltensweisen" "durch"lesen kann. Bitte, das Thema nicht auf die Beispiele reduzieren....Es geht um die grundsätzlichen Verhaltensweisen, die Beispiele sind nur als verdeutlichung gedacht. rubia |
![]() | 18. September 2010 Tja, ich habe eigentlich auch gedacht das diese Dinge so langsam ausgemerzt wären, aber der Jc hat mich eines Besseren belehrt. Das stelle ich auch immer dann fest, wenn manche Frauen sich trotz aller modernen Denke noch nicht wirklich vorstellen können, sich über die eigenen Stärken zu definieren. Viele (auch hier) sind unglücklich ohne einen Mann an der Seite. Ich frage mich dann woher das kommt, auch diese - oft unbewusste - Denke, das man eine Schlampe ist, wenn man, anstatt auf den einen zu warten, sich das nimmt, was gerade an Bedürfnissen gestillt werden will Und wenn man es dann trotzdem macht, hinterher doch wieder ins Rollenverhalten zurückfällt und sich fragt, ob er jetzt denken könnte,sie wäre eine Schlampe...und damit schliesst sich dann wieder der Kreis Fazit für mich: Als Frau sollte man immer noch besser heute die Schnauze halten, was man denn so in der Freizeit anstellt Im Grunde alles wie immer... LG Arion |
![]() | 18. September 2010 So schlimm ist es nicht. Meinen Maus schreibt mir auch wenn sie lange weg war "Heut ficke ich dich in deinen Arsch!" Was glaubt ihr wie schnell ich auf diese Sms im Bad bin. Es gibt also auch den umgekehrten Fall. Was bei uns auf gegenseitigkeit beruht. |
![]() | 18. September 2010 @rubia Warum denkst du das was du denkst und warum machst du das was du machst, genau so und nicht anders? Ich denke, weil du der Überzeugung bist, dass es richtig ist was du tust. Wie aber kommst du zu dieser Überzeugung? Es fühlt sich wahrscheinlich für dich richtig an. Das was du denkst und das was du machst, stimmt mit deinen Überzeugungen und Zielen überein. Und genau dieses "Etwas als richtig empfinden" ist es was das Rollenverhalten ausmacht. Warum sollte jemand sein Verhalten ändern, wenn er doch mit dem was er tut zufrieden ist. Warum die Komfortzone verlassen, wenn alles, auch das Rollenverhalten, sich gut anfühlt? Weil es moralisch wertvoller oder es zu einem selbstbestimmten Leben führen würde? Der Mensch denkt im Durchschnitt 6000 bewusste Gedanken am Tag, davon sind ganze ca. 300 neu. Bei 5700 Gedanken die als Themen das althergebrachte und selbstverständliches Gedankengut behandeln, wird ein Richtungswechsel in den Rollenbilden sich wohl nur mit viel Leidensdruck durchsetzen lassen. Der Mensch ist effizient (mache sagen auch faul), er versucht selten was Neues, wenn das Alte ausreichend ist. LG Wirklich |
![]() | 18. September 2010 Letztenendes weiß man ja nie,wer den jeweiligen Text wirklich geschrieben hat,und zum anderen glaube ich,das es vielen einfach nur darum geht irgendwas anturnendes zu schreiben,was ja auch ok ist. Wieviele so empfinden,schreiben und denken,wage ich nicht zu vermuten.So einige dürften es aber sein,sonst gäbe es ja keine Threads,die das Ausschlecken der Muschi nach vorheriger Schoko-Glasur..,mit einer ja/nein Option hinterfragen.-* |
![]() | 18. September 2010 @Stauffenberg Meine Oma sagte immer: Was ich selber mach und tu, dass trau ich auch dem Nachbarn zu. Warum gehst du davon aus, dass viele es im Joyclub nicht ernst meinen? |
![]() | 18. September 2010 Interessantes Thema. Zunächste einmal würde ich sagen "jede/r wie er/sie mag". Wenn jemand auf voller, eigener Überzeugung so handelt, sei es dieser Person unbenommen. Ich persönlich finde es wichtig, der Partnerin zu gefallen, nach Möglichkeit in den meisten Lebenslagen. Das sieht meine Frau im Übrigen ganz genauso und sie handelt auch danach. Ausnahmen sind selbstverständlich, wenn man krank oder einfach mal schlecht drauf ist. Sich zu verstellen, ist keine Option. Ich würde das allerdings nicht unter irgendeiner Form von Rollenverständnis Mann/Frau subsumieren. Das ist schlicht und ergreifend das Bemühen, seinem Gegenüber einen ansprechenden Anblick zu bieten, somit - neben dem Menschlichen - den Spaß an sich gegenseitig wach zu halten. Ich finde das im Interesse einer lebendigen Partnerschaft wichtig. Was das Sexuelle angeht, so ist die Sache ganz ähnlich gelagert, sollte aber ebenso aus freien Stücken erfolgen. Ausprobieren ist OK, nicht mögen sollte aber dann auch akzeptiert werden. Meine Frau hat früher viele Dinge mir zu Liebe ausprobiert, weil sie eben wußte, ich stehe drauf. Bei den allermeisten Dingen hat sie dann irgendwann festgestellt, daß es ihr auch gefällt. Als Resultat dieser Offenheit haben wir heute ein extrem erfüllendes und spannendes Sexualleben, zu dem sie inzwischen auch selbst immer wieder Dinge hinzufügt, die sie immer mal machen wollte. Wir sind schon gute 18 Jahre zusammen, aber unser Sexleben ist - auch durch diese Herangehensweise - besser denn je. Man kann nie wissen, in was für Regionen es uns noch verschlägt. Wer weiß, vielleicht landen wir auch mal im SC, auf BDSM-Cons oder Gruppensexparties, vielleicht steht meine Frau mal auf Gangbang mit HÜ (sehr unwahrscheinlich, aber nur mal exemplarisch genannt... |
![]() | 18. September 2010 Warum die Komfortzone verlassen, wenn alles, auch das Rollenverhalten, sich gut anfühlt? Das dürfte der Kern des Problems sein. Für beide Seiten (sonst würde das ja nicht funktionieren) funktioniert das Schema F "gut genug", bequem und man kann sich gegenseitig den Bauch pinseln. Solches Verhalten zu ändern braaucht Kreativität, Durchsetzungsvermögen und Toleranz; aber dummerweise sind die meisten Menschen doch eher konfliktscheu, und als Alternative gibt's noch die "Querulanten", die keine Meinung außer der Ihren zulassen können. Geh' mal das Forum durch, und achte darauf wie oft Leute für eigentlich private (im Sinne von "sinnvoll nur durch die Beteiligten zu klären") Dinge hier die allgemeine Meinung wissen wollen. In die gleiche Kategorie fallen auch die Fragen "Gefällt es Frauen/Männern, wenn...". Da geht es doch nur drum sich Rückhalt in der Masse zu verschaffen, wo eigentlich mal eine eigene Linie gefragt wäre... Glaubst irgendjemand wirklich, dass auf die Weise sich irgendwas bewegt? Und bevor jetzt jemand kommt und sagt "ist ja nur das Forum" - das passiert "da draußen" genauso (vielleicht nicht so offen mit Sex-Themen, weil "dadrüber spricht man nicht"). Absolut langweilig, dieses Herdenverhalten... hat schon jemand Sheeple gesagt? |
![]() | 18. September 2010 Ich (w) gebe meinen Vorrednerinnen insofern recht, dass es absolut bedauerlich ist, wenn manche -vlt. vor allem jüngere- Frauen ihr Handeln vom Wollen des Partners abhängig machen. Vielleicht sogar ihre Bedürfnisse hinter die des Partners stellen. Aber man kann nicht erwarten, dass sich alle jungen Mädchen mit einem Schlag in emanzipierte und sich ihrer Stärke bewußte junge Frauen verwandeln. Dazu gehört auch eine Portion Lebenserfahrung. Und andererseits: vieles von dem was ich heute, aus freien Stücken und liebendgern tue, habe ich zum ersten Mal meinem Partner zuliebe getan. Wieder das Stichwort: Erfahrung sammeln, ohne seine eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen. Ich würde die ganze Sache deshalb nicht ganz so verbissen sehen. |
![]() | 18. September 2010 Wenn jemand auf voller, eigener Überzeugung so handelt, sei es dieser Person unbenommen. Ich persönlich finde es wichtig, der Partnerin zu gefallen, nach Möglichkeit in den meisten Lebenslagen. Das sieht meine Frau im Übrigen ganz genauso und sie handelt auch danach. Hier fängt die Differenzierung an |
![]() | 18. September 2010 Aber man kann nicht erwarten, dass sich alle jungen Mädchen mit einem Schlag in emanzipierte und sich ihrer Stärke bewußte junge Frauen verwandeln. Dazu gehört auch eine Portion Lebenserfahrung. Ich bin ja definitiv für die Lebenserfahrung |
![]() | 18. September 2010 @im_sueden Keine Frau macht etwas nur für ihren Mann, wenn sie nicht dazu psychisch oder physisch gezwungen wird. Diese Beurteilung begründet sich alleine aus einer oberflächlichen Betrachtungsweise und der mit eingebrachten persönlichen Meinung. "Ich kann nicht nachvollziehen, warum diese Frau das macht." ist jedoch etwas ganz anderes als: "Diese Frau macht es nur für ihren Mann." Sie macht die Beine breit weil er Lust auf Sex hat - eventuell hat sie ein neues Paar Schuhe in Auge gefasst und weiß dass sie nach dem Sex mit ihrem Mann einkaufen geht, oder , oder , oder... PS: Männer und Frauen entwickeln sich immer parallel, die einen beeinflussen zwingend die anderen. |
![]() | 18. September 2010 @im_sueden ich kann aus naheliegenden Gründen natürlich nur aus Sicht der Frau schreiben, und ja, ich denke schon, dass viele Mädchen in der Jugendzeit "versaut" werden. Dass ihnen ein Rollenbild aufgepresst wird (das übliche: Mädchen Puppen und Jungs Autos). Dass das totaler Schmarrn ist, selbstredend. Und um sich dann daraus zu befreien bedarf es nun einmal der Lebenserfahrung. Wenigstens versuche ich diesen Fehler nicht zu machen -grins-. |
![]() | 18. September 2010 @wirklich Schock: beim Partner Beine breit machen für ein Paar Schuhe?! Was kennst du denn für Frauen?! |
![]() | 18. September 2010 Ich denke das es zwei Arten von Emanzipation gibt ...... Zum einen die, die wohl jeden geläufig ist und deren bekannteste Vertreterin Alice Schwarzer darstellt. Verhältnismässig neu irgendwann in den 20zigern des letzten Jahrhunderts als Idee geboren zielt diese Emanzipation darauf ab öffentlich anerkannt zu werden, teilweise auf "biegen und brechen" mit allen negativen Konsequenzen und ohne Rücksicht auf das eigene Bild in der Gesellschaft (ich denke es wird relativ wenige Menschen geben die die genannte Alice Schwarzer für eine liebenswerte Person halten Diese Art der Emanzipation nenne ich persönlich gerne "neo-maskulin" ....... ähnelt sie doch sehr dem "Imponiergehabe" vieler Männer ...... wenn auch nur subjektiv. Die zweite Form der Emanzipation ist so alt wie die Menschheit selbst. Es gab, gibt und wird immer Frauen geben die ihre persönlichen Möglichkeiten geschickt, versteckt und wohlweislich nutzen um ans Ziel zu gelangen. Schon immer gab es mächtige und einflussreiche Frauen die aus dem verborgenen heraus die Fäden zogen ...... aus dem ganz einfachen Grund weil der Weg der einfachere ist, das Ziel oder Ergebnis jedoch das gleiche. Eine Sonja Kraus formulierte mal einen denkwürdigen Satz: "Warum habt ihr so ein Problem damit das beste Stück eures Mannes in den Mund zu nehmen? Lasst ihm doch die Illusion der Überlegenheit. Wir wissen alle wer überlegen ist wenn wir zubeissen!" DAS bringt es auf den Punkt! Sebstverständlich kann man auf sein "Recht" beharren, darauf pochen öffentlich anerkannt zu werden usw. usf. Während andere noch genau darum kämpfen erreiche ich genau das was ich letztendlich will ohne dafür einen Krieg oder eine Schlacht vom Zaun brechen zu müssen ...... es gibt eben ergebnisorientierte Menschen und Menschen denen Prinzipien vor Nutzen und Ergebnis gehen ....... MfG |
