![]() | 26. Juli 2006 @ M_chen ich denke auch, dass wir ungefähr auf gleiche Wellenlänge sind. Ich finde es sehr nett das du mir und allen anderen hier einen Einblick in dein Gefühlsleben, deine Gedanken und deine Partnerschaft zu deinem Herrn gibst. Ich denke jeder kann von dem anderen lernen und es sollte sich niemand zu fein dafür sein. Kannst alt werden wie ne Kuh lernst immer dazu. |
![]() | 26. Juli 2006 Tja, wenn die Bedürfnisse oder Probleme aus welchen Gründen auch immer nicht kommuniziert werden können, dann ist das tatsächlich ein nicht zu lösendes Problem. Wir gehen etwas anders damit um. Zum einen besteht ein sehr großes (grenzenloses) Vertrauen der sub zu ihrem Herrn. Zum anderen weicht der Dom die Grenzen der sub kontinuierlich auf. Die sub kennt zwei "Furcht"empfindungen: Angst und Panik. Angst ist gut, denn sie kribbelt und beflügelt. Panik ist schlecht. Wenn es panisch wird, dann müssten wir abbrechen. Bisher sind wir der Panik nie nahe gekommen. Kann aber eben auch in dem Vertrauen der sub in ihren Herrn liegen und das er für sie die richtigen Entscheidungen trifft. WARNUNG: anna und ihr Herr sind Stunt-BDSM'ler und bestehen darauf, dass niemand die gelebten Stunts nachmacht. Während unseres Lebens kamen keine Tiere zu Schaden. |
![]() | 26. Juli 2006 Bestrafung wohl kaum Wir leben es als bereicherung unserer beziehung aus um damit eine Lustund verlangenssteigerung zu erreichen. Somit keine Strafe und wenn es bestandteil ist so ist die Strafe gewollt und dient letztlich nur wieder der Steigerung . lg b+n |
![]() | 26. Juli 2006 meine Frau (sub) empfand es am Anfang mit gemischten Gefühlen als Bestrafung, als Reiz, als Genuss, als Gewinn. Da es mir als Dom Spass machte sie vorzuführen, fand sie auch bald Freude daran. Die Grenzen erweitern sich eben mit den Erfahrungen. |
![]() | 26. Juli 2006 da kann ich edulady nur zustimmen! Anfangs ist es für Frauen (die sich idR eh sehr stark über das äußere definieren) sicherlich eine "Qual" oder "Bestrafung" auch wenn sie dabei durchaus auch positiven Gefühlen empfinden. Erst mit der Zeit weicht dieses "einengende Gefühl" einer gewissen Sicherheit, die sie dann auch weiter in Ihrer Rolle gehen lassen. Was ja nur zum Vorteil aller beteiligten ist. Allerdings sollte man auch die Möglichkeit nicht verachten, daß SIE das nicht aus freiem Willen, sondern von anfang an als "zwang" gemacht hat. In dem Fall besteht natürlich dann die Möglichkeit, daß Frau sich immer mehr schämt für das was sie da macht und sie sich zunehmend aus dem Spiel zurück zieht... |
![]() | 27. Juli 2006 Sprachlosigkeit Na, hier stehen doch schon ein paar bemerkenswerte Einblicke in Beziehungsstrukturen, rasierter Typ, die dir vielleicht weiterhelfen. Meine Beobachtung: wenn eine Sub (oder irgendein Mensch) nicht sagen kann, warum sie etwas nicht will, fahren ihre Gefühle Achterbahn. Entweder sie ist in sich widersprüchlich: es reizt sie und sie hat gleichzeitig Angst davor, oder sie will es nicht sagen, weil sie weiss, dass sie dich, den sie liebt(e), damit verletzt. Ich habe Jahre meines Lebens damit zugebracht, meiner (damaligen) Geliebten beizubringen, dass ihre Hemmungen Schwachsinn sind. Heute denke ich, dass nicht sie, sondern ich schwachsinnig war. Mir scheint, dass du in einem Prozess der Selbstvergewisserung bist, weil dich der Verlust der Liebe schmerzt, und du fragst dich, ob du zu viel verlangt, zu viel erwartet hast. Du fragst dich, ob du eigentlich ok bist, wenn du das überstarke Kopfkino hast, deine Geliebte vorzuführen. Ich denke: natürlich bist du ok. Nur brauchst du eine Geliebte, die das ebenso kickt wie dich. Meine Beobachtung: es ist völlig vergebene Liebesmüh', eine Frau zu etwas bringen zu wollen, was sie nicht kickt. Wenn du Glück hast, bist du es, der in ihr verborgene Wünsche zum Vorschein bringt, aber eine Garantie, dass ihre verborgenen Wünsche mit deinem Kopfkino korrespondieren, hast du nicht. Und meine Erfahrung ist: Liebe hilft gar nichts. Liebe macht nur die Probleme grösser, weil der Erwartungshorizont sich vergrössert und die Angst, den anderen auf Grund einer Verweigerungshaltung zu verletzen, ebenso. Du verstehst: nicht, dass man nicht lieben soll, ich wollte nur sagen, dass man Liebe nicht mit falschen Erwartungen belaste. Deine Frage hier in die Runde ist also sinnlos. Du wirst Antworten von Frauen finden, für die Vorgeführt-Werden einen Reiz darstellt, und andere lesen, die genau dies ablehnen. Es ist wirklich wie im wirklichen Leben. Versuche doch, in dir zu klären, was für eine Partnerin du brauchst, damit deine Bedürfnisse befriedigt werden. Und dann geh' auf die Suche. Ich habe etwa jahrzehntelang mit mir gerungen, bis ich mir eingestand: ich brauche eine Partnerin, die in der Lage ist, lange rotlackierte Fingernägel zu tragen. Ich habe mich lange geschlagen dafür, weil ich mir immer sagte: die inneren Werte sind wichtig. Das sind sie auch, aber erst, nachdem ich mir diese Sehnsüchte eingestand, fand ich mehr inneren Frieden. Stell' dir vor, du datest ein nettes Girl, dein Herz springt und dein Kopfkino fährt Achterbahn, und dann erzählst du ihr, dass eines deiner innigsten Wünsche der ist, deine Geliebte anderen "Herren" vorzuführen. Entweder sie klebt dir eine oder sie muss ganz schnell zu einem Termin oder du siehst am leichten Erröten ihrer Wangen, dass ihre Möse feucht wird. Im letzteren Fall hast du Chancen. Herzlich, stephensson art_of_pain |
![]() | 27. Juli 2006 Weise Hallo art_of_pain. Ich danke dir für deine bewegenden Worte. Ja ich stimme dir zu mit der Vermutung das meine O entweder mit ihren Gefühlen Achterbahn gefahren ist und mir deshalb nicht sagen konnte was sie Stört oder sie hatte Angst mich und meine Gefühle zu verletzen. Ich denke aber wenn es das letztere war, dann ist etwas ganz doll schief gelaufen. Ich bin jetzt niemand mit dem man nicht über alles reden kann und der nur seinen Willen durchsetzen möchte. Wenn sie das nach 4 Jahren nicht gemerkt und gewusst hatte, dann haben wir wirklich an einander vorbei gelebt. Ich denke: natürlich bist du ok. Nur brauchst du eine Geliebte, die das ebenso kickt wie dich. Meine Beobachtung: es ist völlig vergebene Liebesmüh', eine Frau zu etwas bringen zu wollen, was sie nicht kickt. Wenn du Glück hast, bist du es, der in ihr verborgene Wünsche zum Vorschein bringt, aber eine Garantie, dass ihre verborgenen Wünsche mit deinem Kopfkino korrespondieren, hast du nicht. Ich weiß nicht ob ich in diesem Punkt mit dir übereinstimmen kann. Ich denke, dass es gerade darum geht einer Frau ihren Horizont zu erweitern. Dazu muss sie es aber auch zulassen. Da ich immer gleich, manchmal auch zu direkt, mit offenen Karten spiele, wusste meine Partnerin um meine Vorstellungen und Erwartungen. Das manche Horizonte nicht zu erweitern sind ist ganz natürlich und das wird auch von mir respektiert. Es wird zwar versucht, aber wenn ich merke, dass es gar nicht funktioniert breche ich es auch ab und da ist bei uns dann der Bruch passiert. Für mich gehört die Vorführung und Inszenierung wie ich sie beschrieben habe einfach dazu. Ich möchte zeigen wie stolz ich auf meine O bin und zeigen was sie für Fortschritte macht. Versuche doch, in dir zu klären, was für eine Partnerin du brauchst, damit deine Bedürfnisse befriedigt werden. Und dann geh' auf die Suche. Das brauche ich nicht mehr zu klären. Ich habe sehr konkrete Vorstellungen und habe auch schon einiges ausprobiert. Es ist, wie du bestimmt selbst schon erfahren musstest, nicht so einfach eine Frau zu finden, welche bereit ist in die Obhut eines Mannes zu geben, sich fallen zu lassen und darauf zu vertrauen das er nur das beste für sie will. Wie ich schon in meinem Motto geschrieben habe „Ohne Vertrauen entsteht kein Raum für Dominanz“. Aber genau darin liegt eben am Anfang auch das Problem. Aber selbst wenn du das Glück hast jemanden zu finden und du mit ihm die grobe Richtung besprichst und offen über das Thema diskutierst ist noch lange nicht gesagt, ob sie letztendlich auch in der Lage ist den Weg mit zu gehen. Jetzt mal ganz davon abgesehen warum. Deine Frage hier in die Runde ist also sinnlos. Du wirst Antworten von Frauen finden, für die Vorgeführt-Werden einen Reiz darstellt, und andere lesen, die genau dies ablehnen. Es ist wirklich wie im wirklichen Leben. Das sehe ich nicht ganz so sinnlos wie du: Klar ist jeder Mensch ein Individuum und nicht mit jemand anderem zu vergleichen. Aber man kann ja aus Verfahrungen und Meinungen anderer eventuell etwas für sich selbst herauslesen. Daher danke an euch alle für eure Beiträge. |
![]() | 29. Juli 2006 Wenn man einen Menschen liebt ist man durchaus bereit über seinen Schatten zu springen. Man macht manchmal Dinge die einem nicht wirklich gefallen. Und man kann vor sich selber nicht wirklich zugeben das es einem nicht gefallen hat, denn man würde seinem Partner einen Wunsch nicht erfüllen können. Für den devoten Part ist es umso schwerer da man ja nicht nur seinem Partner sondern auch seinem Herrn genügen will. Im Kopfkino gibt es eine Menge Dinge die einem gefallen und die man sich wirklich toll vorstellt. Die Realität ist dann hin und wieder ganz anders. Man stellt fest das es überhaupt nicht schön war, man hat sich geschämt, man fand es erschreckend. Und dann kommt der Punkt an dem man dem Partner klar machen muß das einem überhaupt nicht zusagt was man sich da so wunderbar vorstellen konnte. Entweder man schweigt weil man den Partner nicht verletzten möchte oder man beschönigt die Sache so das der Partner gar nicht verstehen kann was man ihm sagen will. Und daraus ergibt sich meiner Ansicht nach das dann passiert was zu vermeiden wäre. Der Devote Part versucht sich selber zu überzeugen das er für seinen Partner das tun muß was seinem Herzenswunsch entspricht während der dominante Part glaubt er tut nur das was auch im Sinne seiner Partnerin wäre. Und je länger man dieses "Spiel" durchzieht, desto größer wird die "Wut"(ich finde jetzt gerade keinen anderen Ausdruck) in dem Menschen der sich unverstanden und ungerecht behandelt fühlt. Dann empfindet man das was am Anfang vielleicht noch erträglich war als unangenehm und dann als Bestrafung. Ich halte es für überaus wichtig das man sich über seine eigenen Wünsche wirklich im Klaren ist. Das man sich lieber zweimal vergewissert das auch wirklich beim Partner angekommen ist was man ihm mitteilen wollte. Und ich halte es für sehr wichtig das der devote Partner niemals nur etwas seinem Partner zuliebe macht. Man sollte immer wissen wie weit man selber gehen kann. Und wenn ich merke das ich etwas nicht kann dann artikuliere ich das inzwischen relativ kurz und schmerzlos. Und mir ist dabei egal ob ich als Wunschzettelsub oder sowas angesehen werde. Man kann nicht immer etwas tun das einem nicht liegt. Das geht einmal, auch zweimal, und manchmal sogar zehnmal gut, und danach ist der Zeitpunkt etwas zu sagen meistens schon in Gewohnheit übergegangen. Je länger man dem Partner zuliebe "durchhält" desto schwerer wird es hinterher einzugestehen das es einem absolut nicht liegt. Und das schlimmste ist vielleicht das der Partner dann aus allen Wolken fällt. Wie soll er auch nachvollziehen das man ewig und drei Tage etwas gemacht hat das man einfach furchtbar fand und das einzig und allein weil man ihm nicht wehtun wollte? Wie macht man einem Partner unmißverständlich klar das man ihm seine Wünsche auf gar keinen Fall erfüllen kann auch wenn man es am Anfang selber so wollte? Wenn man selber geglaubt hat es so zu wollen? Ich denke man muß sich so klar ausdrücken das es wirklich ankommt. Und man muß sich selber erkennen. Kann ich das? Will ich das wirklich? Oder mache ich es um ihm zu gefallen? Und was ich für noch wichtiger als Kommunikation halte ist , das mein Gegenüber auch bereit ist mir zuzuhören, das er gewillt ist mich zu verstehen. Und das er mich so gut kennt um zu wissen was ich leisten kann und was nicht. Und das er nicht ständig versucht mich zu überzeugen es dann doch wieder zu leisten. Das er bereit ist sich vielleicht ein wenig zurückzunehmen. Außerdem finde ich persönlich das man es als devoter Part noch schwerer hat sich "durchzusetzten". Egal wie sehr man versucht sich nicht von außen beeinflußen zu lassen, wie sehr man auch darauf besteht sein eigenes SM zu leben, man liest und sieht und hört. Und irgendwann fragt man sich vielleicht warum man selber nicht liefern kann was anderen offenbar so leicht fällt. Diese "Hinterkopfgedanken" machen es manchmal sehr schwierig klar zu sagen was man kann und was nicht. Schließlich will man ja keine Wunschzettelsub sein. Man will ja gefallen, seinem Herrn dienen. Und dazu gehört eben auch das man manchmal Dinge tut die einem nicht so ganz gefallen. Und wann ist der Zeitpunkt da an dem man sich klar ist das man das Ganze nicht nur als "nicht so toll" empfindet, sondern als wirklich furchtbar? Unerträglich? Wie soll man sich verhalten wenn man einerseits so gern gefallen möchte, so gern gehorsam wäre, andererseits aber gar nicht damit klarkommt weil das eigene innere ich ständig schreit? Ich denke dem Dominanten Part ist da sehr viel mehr abgefordert als dem "normalen" Partner. Denn der Dom muß noch mehr mit seinem Partner denken, noch mehr Belange in Betracht ziehen, viel mehr hinterfragen, sich noch mehr vergewissern ob Sub jetzt wirklich das tut was sie gern tut, oder ob sie nicht nur gefällig ist. Ich glaube er muß in seinem Gegenpart lesen können wie in einem Buch. Ich beschreibe es gern mit: Er muß seine Partnerin "erkennen" Dazu gehört dann allerdings auch das man als Devoter Part nicht gemessen wird. An dem was sein sollte, sein müßte, sein könnte, an dem was andere leisten. Und das man auch als Devoter Part die Nerven hat zu dem zu stehen was für einen selber gut oder schlecht ist. Und das auch klar zum Ausdruck bringen. DEUTLICH! Nur meine ganz persönliche Meinung |
![]() | 29. Juli 2006 tolles Thema Klar die Verhaltensweise der Doms und Subs ist so vielfältig wie die Menschen eben sind. Zitat: eine Frau zu etwas bringen zu wollen was sie nicht kennt? Ja liebe Doms, wie geht denn das. Nehmen wir an ein Paar trifft sich ganz jung. Sie ist gerade mal keine Jungfrau mehr und er muss seine Sturm und Drangjahre überstehen und da kommen die Gedanken an seine Dominaz auf und er hat viele Wünsche in Hinterkammerl des Kopfkinos. Also hier kann nur vertrauen und gut eingefädelte Events einiges bringen. Zitat: die richtige Partnerin: die gibt es sowieso nicht. Einen Menschen der genau deinen jetztigen Vorstellungen entspricht. Was ich mit 20 wusste, was ich nie tun werde, tat ich mit 30. Was ich mit 30 genau wusste, was ich nie tun werde, tat ich mit 40. Was ich mit 40 genau wusste, was mir ekel und abscheu erregte( nur blödes Beispiel: rohe Austern essen) schmechte mir mit 50, usw. Also auch Dom und Sub lernen und ändern sich. Die Kunst beider besteht darin sich den geänderten Wünschen des Lebens laufend mehr oder weniger anzupassen. Möchte dazu anmerken, dass ich bi bin. Aber nicht nur sexuell, sondern meiner Frau gegenüber Dom und meinem Freund gegenüber Sub. Also ich kenne beide Gefühle und weiß sehrwohl wie weit ich da gehen kann und kenne auch den Druck irgendwohin gehen zu müssen. Beides ist unheimlich reizvoll. |
![]() | 31. Juli 2006 Die Frage nach der Motivation... ...könnte hier vielleicht weiterhelfen. Um das zu verdeutlichen: Angenommen ich habe eine Partnerin, die mit dem Vorgeführt werden ein Problem hat die sich das aber vielleicht trotzdem im Kopfkino als reizvoll vorstellt. Wir fangen im Club an zu spielen, ich fessele sie ans Andreaskreuz, verbinde ihr die Augen... mache zur Abwechslung mal die Türe zum Spielzimmer auf (wohl wissend dass niemand kommt Die Motivation: Die Partnerin zu ungeahnten Höhenflügen zu bringen und auf das Wohl meiner Partnerin gerichtet. So etwas kann für beide unglaublich erhebend sein. Vielleicht ist meine Motivation aber eine andere: Ich habe mir schon immer vorgestellt, wie toll das ist, meine Freundin anderen vorzuführen. Vielleicht sind da auch ein paar Freunde, die das mit ihren Subs regelmässig tun und ich will da auch als "echter" Dom Anerkennung finden. Die Motivation ist von daher selbstsüchtig. Fast jede Frau wird den Unterschied in der Motivation fühlen, auch wenn sie ihn nicht benennen kann. Aber vielleicht "fühlt" sich das Ganze einfach nicht stimmig an. Mit Sicherheit gibt es Frauen, bei denen die Bereitschaft zu bestimmten Praktiken (in diesem Fall zur Vorführung) von der Motivation des Doms abhängt, sprich die sich "gerne" vorführen lassen wenn sie merken, dass es um sie geht, aber abschalten, wenn sie merken, dass sie nur als Erfüllunggehilfe (oder wenn man so will "W****vorlage") benutzt. Der Unterschied ist subtil und vielleicht nicht immer gleich zu bemerken, weil der "äusserliche" Rahmen der Session (oder der Beziehung) identisch ist. @rasierter_Typ: Wenn Du schreibst, dass Du auf Deine Sub stolz warst oder stolz sein wolltest, meinst Du damit nicht viel eher, dass Du auf Dich stolz sein wolltest, so nach dem Motto: "seht her, was für ein toller Dom ich bin?". Irgendwie ist das das Gefühl, dass bei mir beim Lesen Deiner Frage zwischen den Zeilen mitschwingt. Und vor dem Hintergrund wundert mich nicht, dass es nicht funktioniert hat. Gruß Harry99 |
![]() | 31. Juli 2006 Treffliche Gedanken Harry, - ich führ' das mal weiter. Ich bin sehr selbstsüchtig, wenn ich meine Sub "vorführen" will. Weil ich meinen Spass nur dann haben kann (zumindest dauerhaft), wenn sie auch ihren Spass hat, braucht's eine Bedingung, damit's funktioniert: Sie muss so selbstsüchtig sein wie ich. D.h. es muss sie genauso kicken, vorgeführt zu werden, wie es mich kickt, sie vorzuführen. So sehr ich verstehen würde, dass sie sich nicht vorführen lassen will, wenn es sie nicht erregt, will ich sie auch nicht vorführen müssen, wenn es mich nicht erregt. Denn das gäbe mir als Dom doch zu sehr das Gefühl, ihr Erfüllungsgehilfe zu sein, was mit meinem Selbstbild nicht in Einklang zu bringen ist. (Dein Beispiel, ihr zu helfen, ihre Diskrepanz zwischen ihrer Lust und ihrer Angst zu überwinden, ist etwas anderes: denn da kann ich wiederum selbstsüchtig, allerdings in nicht-erotischer Hinsicht sein: hinterher kann ich mir auf die Schultern klopfen, dass ich ein so toller Hecht war, ihr zu ihrem Hochgenuss verholfen zu haben.) Banale Folgerung: Wenn beide geniessen wollen, müssen wir uns wohl die Mühe machen, den passenden Deckel zum Kochtopf unserer Lüste zu finden. Meine Erfahrung ist, dass es bei einer Sub durchaus gut ankommt, wenn ich ihr ruhig meine "Selbstsüchtigkeit" erkläre: etwa, dass ich, indem ich sie vorführe, sie als meinen "Besitz" markieren will und damit in ein politically gar nicht mehr korrektes Verhalten zurückfalle, oder noch archaischer sie à la Höhlenmensch als Jagdbeute betrachte und diese Beute brusttrommelnd den anderen Jägern präsentiere, oder einfacher nur meine eigene Unsicherheit überspielen will. Sobald etwas ausgesprochen ist, kommt frischer Wind in die Sache, meine Gegenüber fühlt sich keinem wabrigen Emotionsdruck ausgesetzt, sondern hat klare Bilder bekommen, über die sie sich zunächst schief lachen kann, und dann sich überlegen kann, ob sie mir nicht die Gunst erweisen will, mich spielerisch ein paar Stunden in diese Glückssphäre zu versetzen. Es kostst ja nichts. stephensson art_of_pain |
![]() | 12. September 2006 @Leiser_Traum Wirklich sehr schön formuliert, genau wie ich es fühle - aber - wenn er befiehlt, gehorche ich - weil ich ihm vertraue und weiß, daß er mich besser kennt als ich mich selbst! |
