![]() | 29. Juni 2010 Ich find Bondage super, aber... ich weiss nicht, wie ich meiner Frau das beibringen soll. High Heels und Leder- bzw. Lackklamotten trägt sie schon für mich. Wie kann ich sie überzeugen oder mich erklären. Ich habe schon heimlich verschiedene Utensilien gekauft. Soll ich sie einfach mal konfrontieren oder macht das alles kaputt ? Hilfe... |
![]() | 30. Juni 2010 langsam vorgehen Ich denke, du solltest sie ganz behutsam an Bondage heranführen. Wenn du sie z.B. fragst, was sie davon hält, deine Hände ans Bett zu fesseln und dann mit dir zu spielen, wärend du ihr ausgeliefert bist. Das wird sie nicht verschrecken und wenn es ihr Spaß macht, dann kann man es ja langsam (!) ausbauen. Ich würde sogar dann mit fesseln lassen anfangen, wenn du eigentlich aktiv bist. Denn seinen Partner wehrlos vor sich im Bett liegen zu haben ist eine Vorstellung, mit der man sich viel leichter anfreunden kann, als wenn man selbst das Opfer ist und sich nicht wehren kann. Dann kannst du ihr Zeit geben um ihre Möglichkeiten zu genießen und irgenwann einmal den Rollentausch vorschlagen. Wenn sie dann schon weiß, dass nichts gegen den Willen des passiven geschieht, kann sie sich besser darauf einlassen. Wenn sie jedoch keinen Geschmack daran findet, dann musst du das auch akzeptieren, denn es ist ja ihre Entscheidung, was sie bereit ist zu tun und was nicht. |
![]() | 30. Juni 2010 Ein Bademantelgürtel als erstes Fesselutensil wirkt manchmal Wunder. Streif ihr einfach den Bademantel ab, wenn sie aus dem Bad kommt, nimm den Gürtel und fessel ihr damit die Hände (erstmal vorne, das nächste Mal auf dem Rücken) - wenn's ihr nicht gefällt. wird sie's schon sagen. Im Gegensatz zu speziellerem Equipment braucht's da keine Vorab-Präsentation in der Art "Schau mal, Schatz, was ich für uns gekauft habe..." mit evtl Schockeffekt, sondern das Teil ist eh schon vorhanden und deshalb vertraut. |
![]() | 30. Juni 2010 yepp! Bademantelgürtel sind was ganz Feines...auch für später. Sie sind so unspektakulär und schnell, ganz improvisiert und spontan bei der Hand. |
![]() | 01. Juli 2010 Der Bademantelgürtel ist Weltklasse. Falls Sie geschockt auf den Bondageversuch damit reagieren sollte hilft immer noch das Argument, das man Sie ohne Ihre Aktivität verwöhnen möchte ... |
![]() | 01. Juli 2010 noch ein kleiner Tipp unter Freunden... ... lasse es langsam angehen. Nimm dir Zeit dafür. Und gib ihr zeit, immer wieder mal innehalten, frage wie es ihr geht, wie sie sich fühlt. und nicht das volle Programm auf einmal. Anfangs nur die Hände, leicht, nicht gleich einen Makramee- Kurs veranstalten. Sie wird dir sicherlich zu erkennen geben wenn sie es mag und mehr will- wenn du sie überforderst ist die Tür zu- im Extremfall für immer. Liebe Grüße play-the-games (m) |
![]() | 01. Juli 2010 Wenn dir Bondage reicht, wird das m.E. nicht schwierig ihr das beizubringen. Gehört das nicht schon fast zum Vanilla Standardprogramm? Oder willst du nur wehrlos sein damit sie dich benutzen kann. DAS ist ein anderes Spiel. Dieses langsame quasi von hinten durch die Brust verführen zu etwas, bewirkt bei mir immer ein ganz unangehmes Kribbeln. Wir sind doch alle Erwachsene, da redet man doch miteinander. Ich würde sehr ungehalten, wenn ich merke ich soll wie heimlich an etwas herangeführt werden. Warte halt einen guten und entspannten Moment ab und sag ihr einfach was du dir wünschst. Wenn du das nicht kannst schreib es ihr auf oder zeig ihr einen Film. |
![]() | 01. Juli 2010 Unsere Geschichte … Ich will dir kurz meine Geschichte erzählen. Mein Mann hat einen Latex-Fetisch, der zu Beginn unserer Liebe aber nie Thema war. Ich bin mir sogar sicher, dass ich damals gar nicht gewusst hätte, was das eigentlich ist. Mit der Zeit lernte ich diese Seite meines heutigen Mannes kennen. Mal kaufte er irgendwelche Latex-Klammotten, mal Lederhandschellen, oder er signalisierte mir, dass er die Vorstellung mich zu fesseln super-erotisch fände. Obwohl ich offen gegenüber seinen Fantasien war (vor allem den Fesselspielen gegenüber), war ich oft eher genervt, dass immer wieder neue Ideen seinerseits hinzukamen. Nicht, weil ich die Ideen unerotisch fand, sondern weil ich persönlich, rein für mich, lieber gleich und ganz gewusst hätte, was an Tag X wirklich seine Fantasien und Wünsche waren. Heute lachen wir darüber, dann es war reine Rücksichtnahme seinerseits. Er wollte einfach nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Und so hatten wir jahrelang guten Sex, aber diese Latex- und Fesselsache war doch irgendwie halblebig. Schließlich, es ist noch gar nicht lange her, schleppten uns Freunde von ihm auf eine SM-Party, nur zum Schauen und Quatschen. Ich bin mitgegangen, war aber alles andere als überzeugt. Ich hatte Vorstellungen von Lack-, Leder- und Latex-Typen und roher Gewalt. Wir waren dann wirklich erst kurze Zeit da und, ohne übertreiben zu wollen, kann ich nur sagen: ich war wie verzaubert. Diese Art der Erotik war wohl so ziemlich das Schönste und Leidenschaftlichste, was ich mir — und ich war nur Zuschauerin — vorstellen konnte. Wir mussten seit dem nie wieder ernsthaft darüber nachdenken, was denn unsere künftige Spielart sein würde … Was ich mit all dem nur sagen will ist: Ich hätte ein etwas forscheres Herangehen meines Mannes besser gefunden und dass er mir klar und deutlich erklärt hätte, auf was er steht und auf was nicht und vor allem, wie weit das ganze geht. Es kann auch für eine "Vanilla" wie mich das Schönste, Bereicherndste und Erotischste sein, neue unbekannte Seiten an sich selbst zu entdecken. Ich würde nie jemanden einen Tipp oder Rat geben, denn jeder Mensch und jede Beziehung sind einmalig und sensibel. Dies hier war — und ist noch immer — unser Weg. Wir entdecken immer wieder neue und bisher unbekannte Facetten unserer Liebe. Und zwar zusammen. Gibt es etwas schöneres? Ach ja, Latex mag ich noch immer nicht so wirklich, aber was soll's? "Sie" von Smilla Poitier |
![]() | 02. Juli 2010 Wir sind doch alle Erwachsene, da redet man doch miteinander. Sicher, aber sollte Mann auch im Schlafzimmer immer viel reden? |
![]() | 02. Juli 2010 Sicher, aber sollte Mann auch im Schlafzimmer immer viel reden? Meine Liebsten treffe ich gelegentlich auch außerhalb des Schlafzimmers. Aufm Flur oder so. |
![]() | 02. Juli 2010 Und? Sollte Mann nun oder sollte Mann nicht? |
![]() | 02. Juli 2010 Spätestens wenn ich die Frage stelle erwarte ich eine ehrliche Antwort. Da bin ich dann auch gnadenlos sadistisch in meiner Erwartung auf eine offenen Kommunikation. |
![]() | 02. Juli 2010 Und was passiert, wenn Mann immer brav das macht, was Du "erwartest"? Soll ich mal raten? |
![]() | 02. Juli 2010 Ja, mach mal die Schublade auf...ähm rate mal, per pn möglichst. Sonst wird das hier ein Dialog. |
![]() | 02. Juli 2010 äh, ... ...braucht ihr 'n Dolmetscher, ihr zwei Hübschen? (Meinend Frau Pixy und Monsieur Dungeoneer) Um was ging es nochmal? Soll er reden, der Mann...im Schlafzimmer? Also...ich finde Schweigen herrlich und Überraschungsmomente...sowieso, das Unmanipulierbare (naja...nicht ganz) und Unvorhergesehene, der Übergriff, der jederzeit und auf jede Art stattfinden kann. Jedoch...ist Reden in meiner Erfahrung auch 'im Schlafzimmer' ebenso ein Zaubermittel für jene, die ein ausgeprägt reges Kopfkino haben. Also mir hat schon manches Ins-Ohr-Geflüster heftigere Schauer verursacht, als ich es mir in kühnsten Träumen hätte ausmalen können. Außerdem...ist Reden, Kommunizieren, sich Öffnen und Mitteilen...etwas Verbindendes, das für mich nicht gleichzusetzen ist mit Durchschaubarkeit oder Berechenbarkeit meines dominanten Kerls... Wo soll denn die Tiefe und Nähe, so sie entsteht, herkommen, wenn nicht...über das Band an Kommunikation. Und ich meine Kommunikation im weitesten Sinn. Um zum TE und seinem Posting aber zurückzukehren. Gerade in diesem Stadium...da einer sich offenbaren will und nicht weiß, wann und wie...da ist doch angesagt, das Schweigen zu brechen, das Versteck zu lüften und zu offenbaren...die Sehnsüchte. Der Anfang scheint schon gemacht und gar auf Gefallen zu stoßen, also weiter...mit Offenbaren und Zeigen...ob man das nun im Gespräch macht, im Schreiben oder evt. ...indem man ein paar Wunsch-Utensilien dezent verstreut...raus damit. Der Deckel ist doch schon auf und das Brodeln darunter vernehmbar. |
