![]() | 10. Mai 2010 Kann Man(n) Dominanz lernen Hallo, ich habe mich hier angemeldet, weil ich auf Hilfe von den hier anwesenden erfahrenen oder auch nicht so erfahrenen Mitgliedern hoffe. Ich habe folgende Frage: Kann man Dominanz bzw. dominantes Verhalten lernen oder muss es einfach da sein? Warum frage ich das? Ich bin eigentlich eher der Kuschelsex-Typ. Meiner Freundin hat das bisher auch sehr gefallen. Aber sie hat darüber hinaus das Bedürfnis, Erfahrungen mit einem dominanten Mann zu sammeln. Ein bischen haben wir damit schon experimentiert, da mich das Thema durchaus interessiert. Aber das Ergebnis war bisher noch nicht perfekt. Meine Freundin ist der Ansicht, dass man mir anmerkt, dass ich nicht dominant bin, sondern nur den Dominanten spiele. Ich fürchte, sie hat damit nicht unrecht. Mich interessiert das Thema zwar, aber ich glaube ich habe noch gewisse Hemmungen, alles zu tun, was mir vielleicht gefällt. Gibt es die Möglichkeit, Dominanz zu erlernen oder muss man dafür geboren sein? Ich wäre dankbar für Kommentare von Euch. Gruß Andi |
![]() | 12. Mai 2010 Auch wenn ich zu den wenig erfahrenen hier gehöre: Es gibt Leute, die erzählen lautstark, dass man dominant geboren wird oder eben nicht und nichts daran ändern kann. Es gibt aber auch Leute, die sich daran erinnern, dass sie das langsam gelernt haben. Es lässt sich überhaupt nicht sagen, ob "man Dominanz lernen kann" und eigentlich ist das auch gar nicht Deine Frage. Denn eigentlich möchtest Du wissen, ob Du die Bedürfnisse Deiner Freundin erfüllen kannst. Das wiederum kann nur sie beantworten. Interesse ist bei Dir ja anscheinend vorhanden, Du spielst ja nicht nur ihr zuliebe den Dominanten. Da kann ja aus "Dominant spielen" durchaus noch "Dominant sein" werden. Es wäre jetzt natürlich interessant zu wissen, wie für Dich persönlich Dominanz aussieht, da gibt es hier sehr unterschiedliche Einstellungen. . |
![]() | 12. Mai 2010 Geboren nicht geboren. Dominaz erfordert einen Gegenpart! Nur die Hingabe eines Partner/in gibt dir die Dominanz. |
![]() | 12. Mai 2010 Ich denke mal,daß du dir erst einmal klar machen mußt ob es dich überhaupt antörnt,dann wo deine Grenze liegen würde... Danach stellt sich die Frage wohin deine Partnerin will,völlige Unterwerfung,Schläge,Fesseln ect... Wie schon richtig festgestellt wurde,merkt man gespielte Dominanz sehr schnell,weil der angebl. dominante Teil eher den "Erfüllungsgehilfen" spielt und meistens auch nichts aus dem Bauch heraus geschieht... Sprecht darüber,was Sie sich vorstellt und dann frag dich ob du dich darauf einstellen kannst und es dir auch Spass und Befriedigung geben könnte... |
![]() | 12. Mai 2010 Dominanz ist schon zu einem gewissen Teil eine Anlage. Dominante Menschen sind Macher. Leute die lieber einen eigenen Pfad gehen als einem Pfad zu folgen. TROTZDEM kann man Dominanz lernen, das sieht man bei Politikern und Schauspielern die rhetorisch etc. geschult sind und somit eher Herr der Lage sind als die meissten "Normalos". Wie auch bereits zuvor erwähnt gibt es verschiedene Arten von Dominanz. Jemanden wirklich komplett gegen seinen Willen zu unterdrücken ist definitiv Dominanz. Die Dominanz von der wir allerdings im BDSM reden, beruht tatsächlich auf der Hingabe und freiwilligen Auslieferung des Gegenparts. Zumindest nach meinem Verständnis. |
![]() | 12. Mai 2010 Ich habe folgende Frage: Kann man Dominanz bzw. dominantes Verhalten lernen oder muss es einfach da sein? Hmm schwer zu sagen... zuallererst würde ich mich an deiner stelle mal fragen ob nicht eine gewisse Dominanz bei dir sowieso vorhanden ist? Ich finde im späteren Verlauf deiner Frage beantwortest du das schon mit einem ziemlich klaren ja.. Ich glaube dein Problem liegt da eher woanders... dazu komm ich gleich... Grundsätzlich dürfte da schon etwas sein, da du hier das Thema eröffnest und somit versuchst die Dinge in die Hand zu nehmen und die Sache nicht einfach deiner Freundin überlässt. Auch wenn der erste Schritt zwar von ihr ausgegangen sein mag heisst das ja noch lange nicht, dass irgendwas mit deiner Männlichkeit / Dominanz nicht stimmen würde, denn Mann braucht auch einfach irgendwo ein ganz klares GO um zu das er grundsätzlich darf was er sich gern wünscht und das ganze auf gegenseitigkeit beruht... Ich bin eigentlich eher der Kuschelsex-Typ. Meiner Freundin hat das bisher auch sehr gefallen. Aber sie hat darüber hinaus das Bedürfnis, Erfahrungen mit einem dominanten Mann zu sammeln. Ein bischen haben wir damit schon experimentiert, da mich das Thema durchaus interessiert. Aber das Ergebnis war bisher noch nicht perfekt. Meine Freundin ist der Ansicht, dass man mir anmerkt, dass ich nicht dominant bin, sondern nur den Dominanten spiele. Na Grundsätzlich ist da ja offensichtlich das Interesse da. Ich finde es hier allerdings eher Kontraproduktiv, dass deine Freundin dir stumpf vor den Kopf wirft, dass es das ganze für sie nicht gebracht hat. Ich denke kaum, dass sie sich wünscht, dass du direkt aufs „Ganze“ oder gar zuweit gehst. Du bist ja offensichtlich erst dabei die Neigung für dich zu entdecken und da ist es doch wichtig, dass du dich langsam ran tastest, vor allem wenn du dir nicht sicher bist, dass ihr etwas schaden könnte was du gern mal ausprobieren möchtest. Ich fürchte, sie hat damit nicht unrecht. Mich interessiert das Thema zwar, aber ich glaube ich habe noch gewisse Hemmungen, alles zu tun, was mir vielleicht gefällt. Und hier ist der Punkt an dem du mir eigentlich ganz besonders deutlich sagst, dass du diese Neigung hast. Du hast deine Wünsche und Vorstellungen doch bist du dir nicht sicher ob diese nicht zu weit gehen könnten. Die Hemmungen werden wohl eher daher kommen, dass du nichts machen willst was ihr wirklich nicht gefällt und was ihr zu weit gehen könnte. Erlaubt ist doch was deiner Freundin und dir gefällt und wenn du dich an „extremere“ Dinge heranwagen willst kannst du das am besten schritt für schritt tun. Wenn du ihr das vielleicht nicht direkt anmerkst oder ansiehst hilft vielleicht der gelegentlich prüfende Kontrollgriff in den Schritt Wichtig ist auf jeden Fall, dass du dich immer noch selbst im Spiegel betrachten kannst ohne dich zu verabscheuen. Doch wenn man sich bewusst ist, dass man das was man tut vor allem auch für sub tut und nicht nur für sich selber, sollte dieser Gedanke so schnell nicht aufkommen. Hilfreich ist es natürlich immer die Meinung deiner Freundin zu einer Handlung aus ihr in einem Gespräch heraus zu kitzeln. Wobei ich da immer möglichst zu erforschen versuchen würde ohne das subi sofort Lunte riecht und direkt erahnen kann was ihr demnächst „blüht“ Wenn du für dich rausfinden willst, ob du dom bist, dann versuch dir doch mal bewusst dein ganz privates Kopfkino aufzubauen in dem du ganz hemmungslos und ohne Reue, denn du schadest ja niemandem damit, all deinen Fantasien nachgehen kannst. Und?! Regt sich da der kleine Andi und macht dich das an?! NA bitte! Frage beantwortet! |
![]() | 13. Mai 2010 Man muss dafür natürlich geboren sein und außerdem ein Diplom haben. Staatlich anerkannter Frauenunterdrücker, kannst bei der IHK eine Prüfung ablegen. Viel Erfolg! |
![]() | 13. Mai 2010 Staatlich anerkannter Frauenunterdrücker Der ist echt Gut! |
![]() | 13. Mai 2010 Meine Freundin ist der Ansicht, dass man mir anmerkt, dass ich nicht dominant bin, sondern nur den Dominanten spiele. ...und das tötet bei mir alles....wenn ich (w) die Dominanz nicht "spüre", sondern weiß, dass es nur eine aufgesetzte Rolle ist, dann bringt mir das absolut nichts. deshalb bin ich der Meinung, etwas dominantes sollte schon in der Person vorhanden sein. Du selbst sagst, du stehst eher auf Kuschelsex und das weiß deine Freundin auch - deshalb nimmt sie dich nicht ernst..und wird es vielleicht auch nie tun. LG |
![]() | 13. Mai 2010 Umgekehrt ist es aber genauso. Wer devot sein will, muss sich so verhalten und darf am Partner nicht herummäkeln. Ich würde mir das nicht antun. ...,aber ich glaube ich habe noch gewisse Hemmungen, alles zu tun, was mir (vielleicht) gefällt. Dann tue doch in Dreiteufelsnamen das, was Dir gefällt. |
![]() | 13. Mai 2010 Jemanden wirklich komplett gegen seinen Willen zu unterdrücken ist definitiv Dominanz. Das ist eher eine Misshandlung und hat nichts mit Dominat zutun. Wenn ich in der lage bin mit Worten jemanden von etwas zu ueberzeugen dann ist das auch nicht Dominat das ist eher Redegewandheit. Dominante Menschen sind Macher. Leute die lieber einen eigenen Pfad gehen als einem Pfad zu folgen. Da stehe ich Hinter.Dominaz erfordert einen Gegenpart! Was fuer ein Quatsch...dann ist jeder Abteilungsleiter Dom und die Mitarbeiter sub? |
![]() | 13. Mai 2010 Ich finde mich in einer Formulierung des Eingangspostes wieder: aber ich glaube ich habe noch gewisse Hemmungen, alles zu tun, was mir (vielleicht) gefällt. Genauso geht es mir nämlich auch immer noch (manchmal). Ich habe es definitiv in mir, ich bin so geboren, aber ich habe es lange Zeit so gut vor mir selbst versteckt, dass es nur sehr, sehr langsam erwachen konnte. Immer, immer wieder ist da diese verfickte Mauer. Gestern nacht ist das wieder zum Problem geworden. Ich hatte seine Erlaubnis, ihn nachts mit einem Rape zu wecken. So lange er schlief, fühlte ich mich sicher genug, einfach mal dem nachzugeben, was da in mir schlummert. Es war wunderschön, es war alles im Fluss, ich habe ihn gefesselt, und er wurde erst von dem Knebel ganz wach, und dann habe ich ihn misshandelt, Klammerchen, Schläge, Kratzen und kneifen, gar nicht mal zu viel, wenn man damit geweckt wird, ist das fies genug... Endlich, endlich mal gelang es mir, das, was in mir schlummert, auch auszuleben - und wie mein Schatz mir bei der Nachbesprechung sagte, war ich da auch richtig gut bei, perfekt, nicht zu hart, nicht zu sanft, es floss einfach zwischen uns hin und her. Bis zu dem Moment, wo ich ihn in den Oberarm beißen wollte und stattdessen die Stelle auf der Rückseite, kurz über dem Ellbogen erwischte. Ganz viele Nerven dort, es war zu doll, er schrie auf, brüllte durch den Knebel "gelb!", und ich war draußen. Es war wieder genau das passiert, wovor ich immer solche Angst habe: Dass ich ihm wehtue, es geil finde - und ihn damit wirklich verletze. Das ist einfach das ewige Dilemma der dominanten Rolle. *** An der Stelle ist einfach partnerschaftliches Gequatsche nötig. Und ja, ich habe letzte Nacht in seinen Armen geschluchzt, wir hatten noch mal Streit deswegen... Heute morgen haben wir weiter gequatscht. Ich hab noch mehr geschluchzt. Nicht gerade dominant, das alles. Aber manchmal nötig. Wenn er diese Seite an mir liebt, dieses dominant-sadistische, dann soll er mir auch helfen, es zu wecken und herauszulassen. Das ist partnerschaftlich. *** Hilft deine Freundin dir auch dabei? Oder fordert sie Dominanz einfach nur um ihrer eigenen sexuellen Befriedigung willen? Das zarte Pflänzchen sadistische Dominanz, das zu einem großen, verlässlichen Baum wachsen soll, kann ganz leicht verletzt werden, von jemandem, der sich daran lehnen möchte und es mit seinem Gewicht erstickt. In der Zeit, in der das alles erwacht, da ist auch viel Unterstützung und liebevolles Verständnis vom devoten Partner von Nöten. Man kann es nicht lernen, nein. Es kann in einem erwachen, wenn es schon da ist, und langsam wachsen. Lernen kann man nur Techniken - wie man richtig fesselt, wohin man am besten schlägt und wie man eine Gerte führt, wie man Ohrfeigen richtig verabreicht, wie man die Hand auf den Hals legt und würgt, ohne dabei den Kehlkopf zu verletzen, wie man die Rasierklinge beim Cutting hält - und wie man als Paar damit umgeht, wenn Dinge schiefgehen. Aber wenn es da ist und eine gute Umgebung findet, dann erwacht es - ganz von alleine. Bei dem richtigen Partner, der eben auch geduldig und verständnisvoll ist, und mit dem man eben auch mal lachen oder liebevoll lächeln kann, wenn die Gerte dann doch mal die Hoden getroffen hat und die Stimmung weg ist. |
![]() | 13. Mai 2010 Ach ja, noch mal zum Theme "nur gespielt": Das habe ich auch oft genug erlebt. Man will - aber aufgrund der inneren Mauer kann man nicht "in den Fluss" kommen. Dann "spielt" man es nur vor. Genauso, wie ein Sub nicht permanent und auf Abruf devot sein kann, kann man das als Dom auch nicht. |
![]() | 13. Mai 2010 @tegelseechtpaar Jemanden gegen seinen Willen zu unterdrücken ist definitiv Dominanz. Das ist nicht meine Meinung sondern einfach in Psychologie und Soziologie so anerkannt. Der Stärkere ist dominant, um es mit einfachen Worten zu sagen. Dominanz erfordert einen Gegenpart. Vielleicht verstehst du das Wort Gegenpart nicht. Das bedeutet einfach einen anderen Menschen, der diese Dominanz anerkennt. Und ja, auch ein Abteilungsleiter ist seinen Angestellten gegenüber dominant, aber das macht ihn noch lange nicht zu einem Dom. Gib mal bei Wikipedia Dominanz ein und in Zukunft fände ich eine etwas respektvollere oder wenigstens witzige Ansprache besser. |
![]() | 13. Mai 2010 bond [quoteIn der Psychologie spricht man von Dominanzverhalten, wenn ein Individuum das Verhalten von einem oder mehreren anderen Individuen beherrschen bzw. kontrollieren möchte.] Danke fuer den Tipp, vor allem das letzte Wort, moechte.... in dem Moment wo es gegen den Willen anderer Geht und dieser es sagt ist und bleibt es ein Straftatbestand |
