Gefühltes BDSM

28. Mai 2010

Ich mein das schon ernst und hätte dafür sogar Beweise, dass es funzt

....das es funktionieren würde stelle ich keinesweg´s in frage...., denoch würde sich mir als partner dann die frage stellen, möchte ich das mein partner für mich funktioniert?

nein das würde ich definitiv nicht wollen.....ich könnte keine frau demütigen, schmerzen zu fügen ...ect, wäre das empfangen dieser, nicht in ihrer persönlichkeit(neigung) vorhanden.....es würde mich nicht glücklich machen,
28. Mai 2010

Ich glaube bei der Rollenverteilung Dom möchte und Dev tut es Dom zu Gefallen stellt sich die Sache aus gewissen Gegebenheiten etwas anders dar. Ich will es mal so sagen ... ein schauspielender Sadist /Dom erfährt jetzt nicht unbedingt die körperlichen und seelischen "Nachteile" wie ein schauspielender Masochist / Sub, wenn du verstehst was ich meine ...
Zudem denke ich, dass es in einer Partnerschaft durchaus auch legitim ist zu fordern und zu fördern ....

Schokolade, ich habs doch nicht nur auf den zitierten Satz reduziert ...

"... das übrige kann man lernen" hast geflissenlich überlesen .... tststs

Der Vorteil ist sogar, dass man während des Lernens sich den Bedürfmnissen des Partners "anpassen" kann.

Es gibt so etwas wie den Spaß dem anderen Spaß und Freude zu bereiten und daraus Lust und Freude zu ziehen ...

Wenn du es nicht wüsstest ... und er gut ist ... ich würde fast wetten du würdest den Unterschied nicht bemerken. Allerdings kann man sich auch kopfmäßig einreden, dass es nur zu seinem Gefallen gemacht wird ... das ist dann aber ein anderes Problem.

Es ist vielmehr häufig ein Problem des Empfängers, dass dieser sich nicht vorstellen kann, dass sein Partner so etwas durchaus gerne und mit Spaß macht, selbst wenn es ihn gerade nicht direkt lustvoll berührt.
28. Mai 2010

@ InnocentEyez


Gefühltes BDSM

so wie sophia es geschrieben hat,
ist es auch für mich der einzige praktikable weg....

selbst nach vielen jahren fehlen mir manchesmal noch die worte dafür...
aber manchmal strömen sie aus mir heraus....
dann ist es gut, sie zu notieren
für mich eine art fantasie/gefühlslandkarte

manchmal hilft auch das gemeinsame nachspüren...
ein gegenseitiges verständnis für das "bdsm-gefühl" des partners zu bekommen...

bdsm ist nicht nur facetten-,
es ist auch nuancenreich...

ihr werdet einen gemeinsamen weg finden...
versuch, nicht zu ungeduldig zu sein *zwinker*
du bist jung, laßt euch zeit, euch zu entdecken




@ dunkle seiten

eine metapher:
das was du vorschlägst, ist das klaviergeklimper eines sonntagsspielers just for fun

wovon ich schreibe, ist das gekonnte spiel auf der klaviatur der gefühle, das konzertreif ist *anmach* *baeh*
28. Mai 2010

Das Angenehme des Klanges liegt letztendlich im Ohr des Hörenden ...


Cioccolata ... manchmal helfen nüchterne und sachliche und praktische Denkansätze mehr, als der blumigste Strauß mit betörendem Duft. *nase*
28. Mai 2010
Leider...

hat die TE sich bis jetzt nicht wieder zu Wort gemeldet.
es ist also mehr ein Stochern im Heuhaufen.

Liebe TE...
Ich stecke in einer ähnlichen Situation...
Auch ich versuche meinem Gatten verständlich zu machen, was ich denke, fühle, erwarte... meine Vorstellungen und Wünsche dar zulegen.

Als ich mich selbst zurecht finden mußte, bin ich auf eine Seite im Internet gestossen, die das - imho - sehr gut formuliert. Ich hab mich dort sehr schnell wieder gefunden, fand es dort gut beschrieben. Ich hab keine Seite gefunden, die so mit .. liebevoller Distanz... an das Thema heran geht.
Diese Seite hab ich jetzt meinem Gatten als Lesestoff empfohlen, habe ihn gebeten, sich das mal in Ruhe anzuschauen, durchzulesen und sich seine Gedanken dazu zu machen.
Er verbindet mit BDSM nur hart und extrem und viel AUA.
Das es da noch ganz viele andere Farbe gibt auf der großen Palette, das ist ihm nicht bewußt, wie es scheint.
Da dein Freund eine sadistische Ader hat, ist es für ihn evtl. hilfreich sind anderweitig Informationen zu holen, die ihm verklikkern, was du fühlst und an Bedürfnissen hast. Manchmal bedarf es halt einer etwas anderen Ausdruckweise und Formulierung, damit es bei einem "Klick" macht im Kopf.

Schau mal bei Herrn Dr. Google vorbei und frage nach: sub-mission.(de)
gleich der erste Eintrag ist der volltreffer

Alles Gute wünscht
Ulrika
29. Mai 2010
Ergänzend..

möchte ich noch hinzu fügen, dass mein Gatte mit BDSM eigentlich gar nichts am Hut hat(te), und fürchtet(e), dass er nun den megaharten, quälenden Meister geben müßte... was nun absolut nicht sein Ding wäre, was ich aber auch nie von ihm verlangen würde, da es auch nicht meinen Vorstellungen entspricht.
29. Mai 2010
Sadist sein oder nicht Sadist sein

man kann keinen Sadisten spielen, weil jemand der kein Sadist ist keine Befriedigung für sich daraus zieht. Man muß schon eine Veranlagung dafür haben sonst überlegt man zuviel ob man dem Partner Schmerzen zufügt.

Ich füge meiner sub keine Schmerzen zu, sondern ich erzeuge bestimmte Gefühle bei Ihr, die bei Ihr dann zur Lust führen. Wenn ich Ihr Schmerzen zufügen wollte, müßte ich bei flag z.b nur den Rythmus ändern und dadurch die Schwingungen ändern.

Für Aussenstehende gibt es da vermutlich kein Unterschied, für mich ist wichtig das ich den Rythmus meiner Partnerin aufnehme. Dann kann ich auch die Stärke der Schläge erhöhen um Ihre Lust zusteigern. Jemand der kein Sadist ist hätte dabei immer seine Bedenken.

@ Dunkle Seiten

Wenn ich so einen Blödsinn lese, solltet ihr wirklich besser bei Lego bleiben.
Muss ein Sadist ein Sadist sein um jemanden sadistisch zu behandeln?

Man kann einen Sadisten auch erfolgreich und glaubhaft spielen. Dies klappt besonders dann sehr gut, wenn man die sich entwickelnden Gefühle des anderen verstehen oder sogar nachempfinden kann.
Warum soll in einer Partnerschaft der eine Partner nicht einmal auch eine Rolle übernehmen, die ihm zwar keine direkte Lust bereitet, aber die Freude Gutes für den Anderen zu tun.
Zumal es nicht selten ist, dass der Erfolg der "Schauspielerei" wahre sadistisceh Züge weckt, anstachelt und Ehrgeiz hervorruft.

Man kann nicht etwas "spielen" was man nicht ist. Sonst würde ich gerne mal mit Dir eine Session machen und Du darfst gerne den Versuch unternehmen den Masopart " zu spielen".

Liebe Grüsse

Andreas
29. Mai 2010

Tja da muss ich mich wohl oder übel anschließen - Man kann wohl um jemanden eine Freude zu machen den Geschirrspüler ausräumen oder ihn lecken oder sonst was wenn man selbst nicht will - Aber ihm Schmerzen zuzufügen und ihn an seine Grenzen zu bringen wenn ich nicht will ... wie soll das gehen - ich sage mal es ist nicht möglich weil so eine Session ohne Gefühl wohl auch heftig daneben gehen könnte und mehr Schaden als Freude bringen würde - just my opinion!
19. Juni 2010
Lustgewinn?

Warum spricht hier eigentlich keiner von Lustgewinn? Steht Ihr alle darüber? Stimmt, ich hatte vergessen, bei BDSM geht es ja um so simple Dinge nicht *zwinker*

Ganz im Ernst, natürlich kann ich meinem Partner zuliebe Sexpraktiken anwenden, die mir nicht viel bringen. Ob ich jetzt den Sadisten schauspiele oder mich anal penetrieren lasse, ob ich mich mal einen Abend an eine Heizung ketten lasse oder ob ich für ihn einen anderen Mann ficke... Das alles kann, wenn man/frau es für den Partner macht, ab und zu mehr oder weniger angenehm sein, aber....

....solange es mir keine echte Lust verschafft, wird es auf Dauer keine Praktik sein, die ich wiederholen möchte.

Der Mensch ist so geschaffen. Wir machen Dinge, die uns Spaß machen, besonders gerne. Um Dinge zu tun, die uns nicht den Lustgewinn versprechen, den wir uns wünschen, brauchen wir eine ganz besondere Motivation.

Meine Meinung also: Eine Beziehung, bei der von einem erwartet wird, zu schauspielerin, hat keinen Bestand.
30. September 2010
die psychologische Seite

Ich glaube, dass bei allen unterschiedlichen Techniken und deren unterschidlicher Heftigkeit, die Stimmung entscheidend ist. Spannung - ja auch Angst und Ausgeliefertsein erscheint mir wichtig.

Wenn man das so akzeptiert, dann muss dom sich in die Situation hineinfühlen - wenn er das nicht kann oder will, glaube ich wird er Dich kaum in die Stimmungs- und Gefühlslage bringen, von der Du träumst.

Da ihr offensichtlich über die Dinge redet, ist das ja schon mal ein Ansatz. Der Nachteil ist nur, das er zuhören musst - denn auch Du musst wenn Deine Gefühle und Träume beschreiben willst, musst Du in der richtigen Stimmung sein. Zu frühes oder zu häufiges Zwischenfragen wird Dich da vielleicht schnell rausbringen.

Ich fand den Vorschlag, etwas aufzuschreiben sehr gut. Versuch doch mal eine Geschichte von einem fiktiven Paar zu schreiben, das genau das praktiziert, was Du anstrebst. Aber belass es dabei nicht nur der Darstellung des Geschehens - beschreibe die Gefühle der sub, ihre Ängste, ihren Genuss - und vor allem, wenn es für Dich zutrifft, die Lust an die eigenen Grenzen gebracht zu werden. Solltest wenn Du es machst ruhig einen Ideal-Dom in der Geschichte aktiv werden lassen.

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