Entführung als Rollenspiel

19. April 2010
Entführung als Rollenspiel

Hallo zusammen,

mein Partner und ich sind gerade in der Experimentierphase was unterschiedliche Rollenspiele angeht.
Besonderen Reiz übt für uns beide ein Rollenspiel aus, indem ich ihn entführe und eine Weile als meinen Gefangenen halte. Nun stellt sich mir die Frage wie sich ein solches Spiel am besten inszenieren lässt. Wie zum Beispiel kann ich ihn am besten überraschen, so dass das ganze auch ein wenig realistisch ist (beide sind wir uns einig, zu keiner Zeit im öffentlichen Raum zu spielen, darauf, dass die Polizei vor der Tür steht, habe ich keine Lust:-) )?
Und welche Geschichte bzw. welchen Ablauf könnte das Spiel nehmen?
Ich habe selbst schon ein paar Vorstellungen wie das ablaufen könnte, finde die Rolle aber genauso reizvoll wie schwierig...
Wenn also jemand schon einmal ein solches Szenario gespielt hat oder interessante Vorstellungen hat, wäre ich für Antworten dankbar....

Liebe Grüße,

BieneMaja
19. April 2010
lesetipp

Fantasie einer Entführung?

  • SchlagFertige Grüße
19. April 2010
danke

@schlagfertig: danke für den Lesetipp, aber so ganz trifft der Thread meine Frage nicht.
Ich hab mir gerade die Mühe gemacht alle Beiträge durchzulesen und festgestellt, dass es sich hauptsächlich um die Frage dreht, ob eine solche Fantasie zu weit geht -insbesondere in Bezug auf eine anschließende fiktive Vergewaltigung.
Nun die Frage stellt sich bei uns nicht. Wir vertrauen uns und ordnen nichts als pervers ein, dass uns beiden Freude bereitet und legitim ist.

Auch sind die wenig konkret beschriebenen Fantasien fast alle darauf ausgelegt in der Öffentlichkeit stattzufinden und sehen als Beteiligte Fremde vor.
Die Schwierigkeit an unserem Szenario besteht jedoch gerade darin, dass es in den eigenen vier Wänden stattfindet. Wie also lässt sich hier eine Entführung so beginnen und ausführen, dass trotz dem Wissen um die Beteiligung der Partnerin, der Effekt so weit wie möglich gewahrt bleibt?
Wenn also jemand Ideen oder konkrete Erfahrungen hat, wäre ich dankbar:-)
19. April 2010
Ahja...

Endlich mal jemand, der meine Vorliebe für reale Rollenspiele der etwas anderen Art teilt.

Ich habe Entführungsszenarien schon ein paar mal gespielt.

Man kann so ein Spiel schon im öffentlichen Raum beginnen, am besten in einer Fussgängerzone oder Ähnlichem.
Ihr würdet Staunen, wie unaufmerksam die Menschen sind, wenn sie in Massen auftreten.
Es muss ja bei einer Entführung nicht immer eine Waffe eine Rolle spielen, es kann ja auch eine Erpressung als Hintergrund dienen.

Oder aber die Fremde, die im Cafê unter Drogen (simuliert) gesetzt wird....oder hypnotisiert.

Was auch ganz gut war, war ein Szenario, in dem ich "sie" mit dem Auto per SMS an einen Waldweg bestellte und sie eine Pinkelpause einlegen lies. Als sie zurück kam wartete ich schon versteckt auf dem Rücksitz.

Eine weitere Möglichkeit ist auch der/die Anhalter/in.

Was in den eigenen vier Wänden als Anfang gut klappt, ist die Fremde, der an der Tür klingelt, weil ihr Auto stehengeblieben ist (ist bei mir gut zu spielen, da ich abgelegen wohne) und dann vom Hausbesitzer gefangen genommen wird.
Oder die Handwerkerin....
Oder die Postbotin....

Unzählige Möglichkeiten....

Grüssle
20. April 2010

aber so ganz trifft der Thread meine Frage nicht.
ja klar
sonst hätte ich diesen hier ja auch nicht freigeben müssen *zwinker*

  • SchlagFertige Grüße
20. April 2010

Eine Entführungsfantasie nur in den eigenen vier Wänden zu realisieren erfordert von beiden sehr viel Fantasie und die Bereitschaft, sich ganz in die Rolle fallen zu lassen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist es eine gemeinsame Fantasie, also werden wohl auch schon die Grenzen des Spiels weitgehend abgesteckt sein.
Um dann so ein Szenario wirkungsvoll zu spielen, ist aus meiner Sicht ein Überraschungseffekt nötig. Wenn man mittwochs schon bespricht, dass man am kommenden Wochenende eine Entführung spielen will, ist es schon vorher (fast) vorbei.
Meine Tips:
  • Sorg dafür, dass ihr genug Zeit habt, in der ihr nicht gestört werdet.
  • Sorg dafür, dass er etwas anderes in dieser Zeit erwartet.
  • Er muss kurzfristig das Haus verlassen, einkaufen oder so (allerdings solange, dass du alles vorbereiten kannst).
  • Bei seiner Rückkehr solltest du dich außer Sichtweite verstecken und wenn er dich dann sucht, musst du ihn in deine Gewalt bringen.
  • Du trägst andere Kleidung und eine Maske und redest so wenig wie möglich, wenn es sein muss, flüstere.


Ich hoffe, ich konnte helfen und wünsche euch viel Spaß!
21. April 2010
@schlagfertig

Nett und freundlich wie immer !!
21. April 2010

Nette Vorstellung *g*
21. April 2010
schöne fantasie...

...das du als klempnerin oder ähnliches klingelst halte ich für eine gute idee um das ganze in Gang zubringen. Wenn es nur in den eigenen vier Wänden statt finden soll, ist das sicher eine gute Art, um die öffentlichkeit zu umgehen. Trag Handschellen oder Bondagetape versteckt bei dir und zeig ihm dann irgendwas unter der Spüle. Dann kannst du dein Fesselwerkzeug einsetzen und ihn gefesselt zu einem Stuhl dirigieren, wo du dann die Fesselung verstärkst und eine Augenbinde anlegst. Wenn es möglich ist, zu arrangieren, dass er alte klamotten trägt, ohne das absehbar ist, dass du die Fantasie nun umsetzen willst, könntest du eine Schere benutzen, um dich des Stoffes zu entledigen.

Auf jeden Fall wünsche ich dir ganz viel Spaß beim umsetzen und hoffe, dass du viele Ideen findest.
22. April 2010
Zeit

Wenn das Spiel länger als ein paar Stunden gehn soll würde ich versuchen einen Raum einzurichten.

Vielleicht habt ihr eine Speisekammer, einen kleinen Kellerraum..irgendetwas in der Art. Schön wärs natürlich, wenn der Raum kein Fenster hätte.
Das Opfer möglichst alles ausräumen lassen, ein paar Decken reinlegen. Ende.

Wenn ihr so tun wollt, als wäre das Opfer verschleppt worden oder in fremder Umgebung solltest du den Raum vorher herrichten.
Vielleicht findest du auch eine ungewohnte Ecke, um dein Opfer anzuketten.
Nutze die normalen Räume anders. Zb im Wohnzimmer essen statt in der Küche. Denk dir "neue" Regeln aus, damit ein Gefühl des Unbekannten enstehen kann.

Lg Resta
23. April 2010

Ich will niemandem den Spaß verderben und vielleicht ist ja auch alles kein Problem. Trotzdem wäre ich mit Entführungsspielen und ähnlichem in der eigenen Wohnung vorsichtig.

Die eigene Wohnung ist doch eine Art Schutzraum, ein Daheim, das Sicherheit und Geborgenheit vermitteln soll. Wenn du ihn jetzt in dieser Umgebung überfällst, nimmst du ihm dieses Gefühl zumindest kurzzeitig. Ich kenn deinen Partner und dich nicht, aber bei mir würde das Spuren hinterlassen. Besser find ich dann einen einsamen Waldweg, auf dem das Spiel beginnt. Danach könnt ihr ja zu euch oder bei getrennten Wohnungen, zu dir fahren.

Aber das ist nur ein Gedanke, der mir beim Lesen kam.
25. April 2010

Ich selber liebe auch Rollenspiele in allen möglichen Formen ;). Da ich das Glück habe, seit einigen Jahren aktive LARPerin zu sein und meine Spielpartner (bzw. meinen jetzigen Freund) auch in der Szene zu finden. Von daher kennen mein Schatz und ich den Unterschied zwischen "inplay" und "offplay" sehr gut, so dass wir auch sehr gut zwischen Spiel und REalität trennen können.

Das erleichtert viele Spiele, und ermöglicht gelegentlich auch ein spontanes Wechseln am Tag, weil beide ganz vertraut damit sind, dass man noch mal kurz nachfragen kann, ob ein bestimmtes Verhalten jetzt inplay oder offplay ist.

So viel als Vorrede. Ich habe z.B. mal eine Entführung erlebt, bei der ich ganz normal auf dem Beifahrersitz fuhr - und auf ein Mal improvisierten wir etwas zusammen, wonach er an irgendeinem Ort bei irgendeinem mir lieben Menschen eine Bombe deponiert hätte, die er mit einem Knopfdruck zünden könnte, wenn ich nicht kooperieren würde... Wir waren dann essen, fuhren weiter, irgendwann auf einen einsamen Waldweg, und... Hey, es war genial! So alltäglich - und unterschwellig so böse, böse, böse und hilflos. Das Spiel lebte von den kleinen Blicken in die Augen, nicht von großer Gewalt. Es waren alltägliche Abläufe, die durch das Spiel eine Doppel- und Dreifachbedeutung bekamen, und die keinesfalls das Gefühl von umstehenden Menschen verletzten.

Mein jetziger Freund mag kein Spiel außerhalb der Wohnung. Aber beim LARP ist es ja eh üblich, dass Orte auf einmal innerhalb des Spieles auch ganz anders aussehen können. Da ist ein bisschen Fantasie gefragt, aber wenn beide gut mitspielen...

Hey, man kann jemanden (vorheriges Einverständnis vorausgesetzt) plötzlich mit einem Sack über den Kopf erschrecken und dann ins Schlafzimmer oder sonstwohin schleichen, bei entsprechender Impro-Fähigkeit sogar komplett ohne Kostümwechsel, wenn man nur mit Körperhaltung und Stimme die andere Rolle gut vermitteln kann.

Man kann auch ein Spiel innerhalb der Wohnung beginnen, was quasi bedeutet, dass man jemanden an einem anderen Ort mit Drogen abgefüllt und dann hierher geschleppt hat. Fotos, Demütigungen, sexuelles Benutzen, Videoaufnahmen, bei denen jemand bestimmte Dinge nachplappern muss...

Alles natürlich nur bei entsprechendem Vertrauen.

***

Am leichtesten geht es, so die Erfahrung, wenn man irgendwann und irgendwo einfach damit anfängt, die Rolle zu spielen. Ruhig erst mal ganz klein. Im Urlaub geht es natürlich besser, aber man kann es auch am WE machen.
05. Mai 2010
Rollenspiele überraschend

Ich denke, jedes Rollenspiel kann immer und überall beginnen, es kommt nur auf die Vorbereitung an, natürlich sind auch eure "Spielsachen", Vorlieben und eure Beziehung im Alltag wichtige Faktoren, wie man ein Rollenspiel beginnen kann.

Hier wurde berichtet, daß der Überraschungseffekt enorm wichtig ist.
Dies ist bei manchen Menschen korrekt, allerdings gibt es auch viele, die zwar kleine Überraschungen lieben, beim großen Unbekannten, das auf sie zukommen könnte, allerdings nervös werden und innerlich total verkrampfen.
Aus meiner Erfahrung mit meiner wunderbaren Sub kann ich nur sagen, die Mischung machts.

Fangt ruhig mit kleinen Dingen an. Wie wäre es z.B. damit, daß Du Dich als Polizisten verkleidest, kurz hinausgehst, klingelst und er (der Verbrecher) macht überrascht die Tür auf. Du kannst hereinstürmen/ihn verhören/ihn direkt überwältigen und fesseln/ihn in "den Knast" (Nebenzimmer, Abstellraum) sperren, vielleicht bist du aber auch bestechlich und er muss sich mit Sex freikaufen oder, oder, oder...
Das ist nur ein kleines ausbaufähiges Beispiel, daß einen festgelegten Rahmen hat, eure Vorlieben berücksichtigen sollte und dennoch Überraschungen bietet, schließlich weiß er ja nicht was Du letztlich mit ihm machst.

Rollenspiel ist gelebtes Kopfkino, man sollte die beiden nur nicht miteinander minutiös vergleichen, denn dann verdirbt man sich die Erfahrung. Um eine schöne Rollenspielerfahrung machen zu können, muss man sich in der Realität und dem parallel laufenden Kopfkino bedingungslos hingeben können.
Die eigene Wohnung bietet für die erste Rollenspiel-Erfahrung Sicherheit, das macht es meiner Ansicht nach auch leichter sich darin fallen zu lassen. Und seid gewiss, wenn ihr erstmal damit angefangen habt, werdet ihr die Spiele ohnehin erweitern. *zwinker*

Meine Sub und ich sind auch langsam vorgegangen und mittlerweile haben wir uns immer mehr zugetraut. Sie ist ein scheuer Mensch, der in der Öffentlichkeit nicht großartig auffalen möchte. Doch während eines Rollenspiels vertraut sie mir so sehr, daß ich mit ihr in aller Ruhe in einem Supermarkt einkaufen kann, während sie bis auf kniehohen Stiefeln und einem Mantel, der ihr bis zur Mitte der Oberschenkel reicht nichts anhat.
Für viele Personen aus diesem Forum mag das nicht sonderlich spektakulär sein, doch für sie ist das viel, denn sowas wäre noch vor ein paar Monaten bei ihr nicht möglich gewesen.

Fazit: Jeder Sub muss Schritt für Schritt an die persönlichen Grenzen herangeführt werden. Jeder Sub ist schließlich anders, hat andere Hemmschwellen, etc. Doch bei jeder erreichten Grenze, die nicht zu massiv überschritten wird, steigt der Reiz, im nächsten Rollenspiel noch weiter zu gehen. Überschreitet man die Grenze eines Menschen zu stark, ist die Erfahrung nicht reizvoll und bewirkt das Gegenteil.

Wir hoffen der Text ist hilfreich und nicht zu lang.
Falls doch und alle haben sich gelangweilt - sorry, wir sind neu hier angemeldet am 04.05.'10 (omg sind wir Greenhorns). *zwinker*
12. Mai 2010

mhhh ja Entführungen bieten durchaus einen ganz besonderen Reiz.

Aber was spricht dagegen eine Räumlichkeit an zu mieten?
Für mich persönlich wäre die einsame Waldhütte ganz besonders reizvoll, wenn auch leider schwer zu finden... Aber gerade das würde ganz besondere Möglichkeiten bieten, nämlich Sub bei Nacht und Nebel innerhalb eines Abgesteckten Zeitraums im Schlaf zu "überfallen"(natürlich am realistischsten zu realisieren wenn man nicht zusammen wohnt) in Kofferraum zu sperren und allein den Effekt den die Fahrt auslösen dürfte wäre mir schon den ein oder anderen Kilometer wert *zwinker* Und dann noch die Aussicht sub zwischen zwei oder mehr Bäumen "aufspannen" zu können... hach... *ggg*
Aber wie wäre es mit einem Club oder auch Stundenhotel? Im letzteren dürfte das Personal doch sicher soweit an "ungewöhnliche" Situationen gewöhnt sein, dass ihr euch da eher weniger Sorgen machen müsstet, dass auf einmal das SEK an die Pforte klopft *zwinker*
Und man braucht ja nicht mit vorgehaltener "Waffe" auf sich aufmerksam machen sondern eine Drohung ala, "Ich habe eine durchgeladene Baretta hinten in meiner Hose Stecken, sobald du auch nur eine Auffällige Bemerkung oder Bewegung machst werd ich zuerst dem Typen am Emfpangsschalter das Hirn aus dem Schädel Blasen und danach habe ich noch 11 weitere Kugeln in meinem Magazin wovon jede einzelne dir gehören wird und glaube mir nicht eine davon wird in deinem Schädel landen!"
]:->

Wobei ich mich allerdings auch vorher nochmal über die genaue Patronenzahl einer aufmuitionierten Baretta schlau machen würde, denn das Ding soll ja Bombensicher sein ne *zwinker*

Leider hatte ich noch nicht die Möglichkeit das in der Art durchzuführen *snief* Aber euch beiden mal viel Spass dabei! *ggg* *freut sich für euch mit*
26. Juli 2010
Hat seinen Reiz

Hallo. Von einer Frau entführt zu werden, das hat auch für mich seinen Reiz. habe es noch nie gemacht

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