![]() | 05. April 2010 Spiel mit Nähe und Distanz! Wieso empfinde ich es gerade so stark, dass viele Menschen Probleme mit Nähe und Distanz haben? Nicht nur hier im JC, sondern auch in der eigenen Partnerschaft. Mir ist aufgefallen, dass sich nach Zeiten intensiver Nähe plötzlich und unerwartet der andere zurückzieht. Ich habe in meiner Kindheit nie viel Nähe von meinen Eltern erfahren dürfen und kann wirkliche Nähe bis heute schlecht annehmen. Dabei geht es nicht um körperliche oder emotionale Nähe, die habe ich inzwischen in kleinen Schritten gelernt. Aber was ist mit seelischer Nähe? Wieso gibt es immer eine Person, die mehr gibt, mehr leidet und mit ihren Gefühlen hoffnungslos überfordert ist? Ich kenne es aus eigenen Erfahrungen und wüsste doch gern eine Antwort. Es gibt da einen Mann in meinem Leben, der mir sehr viel bedeutet. Wenn ich ihm meine Gefühle zeige, dann zieht er sich zurück und es schmerzt unheimlich. Dann beruhigen sich meine Gefühle wieder etwas und ich halte mich mit Mails usw. zurück und schon wird er wieder aktiv. Ist es einfach nur ein Macht- bzw. Manipulationsspiel? Kann man eine solche Beziehung nur beenden oder wie bekommt man es hin, dass es eine "gesunde" Beziehung wird? Danke für eure Ratschläge. Darkangel_72 |
![]() | 05. April 2010 solche spielchen kenne ich auch und ich habe irgendwann beschlossen mich auf sowas nicht mehr einzulassen. womit hat so ein verhalten denn zu tun ?? - warm halten... dann kann ich mir den kerl sparen. - jemand, der sich nicht auf wirkliche nähe einlassen kann... da lass ichs lieber sein... worum gehts denn sonst in einer - wie auch immer gearteten - beziehung. - oder jemand, dem die gefühle, die ihm gegenüber gebracht werden zu heavy sind, der das aber so nicht deutlich sagen kann... dann hat er keinen arsch in der hose. es gibt einen haufen männer, die solche spielchen nicht nötig haben ! also warum seine zeit mit dem rest vergeuden ?! lg fishandchips |
![]() | 05. April 2010 einer ist immer in der starken position, da er (warum. dazu später mehr) weniger gefühl investiert. er ist aber in seiner position nicht glücklich, sondern empfindet schuldgefühle, da der andere ihn doch mehr liebt und ihm sein eigenes unvermögen moralisch widerstrebt. je mehr der andere auf ihn zugeht, desto mehr wachsen auch die schuldgefühle und er zieht sich noch weiter zurück. er kämpft zwischen kopf und bauch ob er die beziehung nicht beenden soll. der mehr liebende ist aber nicht mehr auf seiner ebene. er dadurch erscheint sexuell weniger anziehend. der unterlegene sieht sich zurückgewiesen und klammert umso mehr. ein teufelskreis. ursachen für verschiedene level an gefühl/nähe/liebe werden in der kindheit ausgeprägt. lösungen? die positionen erkennen, und das jeweilige fehlverhalten stückweise reduzieren. der stärkere lässt etwas mehr nähe zu, der schwächere klammert weniger und gesteht mehr freiraum zu. so kann man sich auf ein etwa gleiches level einpendeln. ich stecke da gerade mittendrin. schöne scheiße. |
![]() | 05. April 2010 @ fishandchips Vielleicht hofft man immer, dass man die andere Personen ändern kann, wenn man sich nur genug Mühe gibt. Vielleicht ist es auch nur eine Art von Fantasiewelt und man will die Realität nicht sehen. Und wenn ich diesen Mann sehe, dann ist ja auch alles gut und wir erleben sehr schöne Stunden. Oder ich leide einfach nur gern @freibaer00 ich freue mich ja, dass ein Mann sich hier outet. Es ist wirklich ein Teufelskreis aber hat es eine Zukunft? Wenn du es gerade erlebst, woher willst du wissen, dass sich der Kampf lohnt. Was bringen in einer Beziehung Schuldgefühle? Wie denkt die Frau darüber? Redet ihr offen über die Gefühle des anderen? |
![]() | 05. April 2010 ich kenne die frau schon eine weile, da kann ich absehen ob es sich lohnen kann. aber ob es klappt? keine ahnung. weißt du immer ob alles klappt was du versuchst? was bringen schuldgefühle? erst mal nix, sie sind halt da. eine begleiterscheinung. natürlich reden wir darüber. sie will es auch versuchen. aber es bleibt ein versuch. |
![]() | 05. April 2010 Mir hat jemand erklärt, dass Männer und Frauen verschieden lieben. Ich weiß es nicht. Ich denke, es war immer gelogen, wenn ich Liebe erzählt bekam. Denn ich kann Liebe nicht ein- und ausschalten, die Männer konnten es, ganz nach ihrem Belieben. Also entweder lieben Männer tatsächlich anders oder ich gerate immer nur an die Lügner. Beides führt aber zur gleichen Konsequenz - ich glaube nicht mehr und ich vertraue nicht mehr. Wie soll denn überhaupt eine Beziehung zustande kommen, wenn der eine liebt und gibt und der andere will das gar nicht, fühlt zuviel Nähe und zieht sich zurück? Geht doch gar nicht. Also keine Beziehung mehr. Denn ich weiß nicht viel über mich, aber ich weiß, wie sehr ich liebe und ich kann das nicht ändern, denn es gehört zu mir wie der ganze andere Mist auch, den ich nicht ändern kann. Es wird uns Frauen immer vorgeworfen, wir würden klammern und zu viel lieben und zu viel erwarten. Bei der für mich letzten Beziehugn tat ich das nicht, war zurückhaltend in meinen Erwartungen, Wünschen und Hoffnungen. Bis ich ihm nachgab (war ja nicht schwer, war ja das, was ich mir so erträumte).... um dann ordentlich ins Knie gefickt zu werden, verarscht, belogen, fallen gelassen. Allein mit meinen verdammten Gefühlen. Und was ich hier lese, bestätigt mich darin, dass eine Beziehung generell nicht möglich ist, es sei denn, dass Frau auch kalt und zurückhaltend und berechnend ist - dann scheint eine Beziehung Zukunft zu haben. |
![]() | 05. April 2010 @seeleverschenkt traurig für dich aber du hattest die falschen. das sind deine persönlichen erfahrungen, dadurch kannst du nicht alle anderen beziehungen genauso sehen. |
![]() | 05. April 2010 Ja, natürlich sollte ich das nicht generell sehen, aber es bleibt mir eigentlich nichts anderes übrig. Zumal wie erwähnt mir gesagt wurde, dass Männer und Frauen anders lieben und auch deine Beiträge lassen ja auf nichts anderes schließen. Wo sollte also der Sinn liegen, das Risiko weiterer Beziehungen ergo weiterer Verletzungen und Zurückweisungen einzugehen? Es mag natürlich durchaus sein, dass bestimmte Typen Frauen nur bestimmte Typen Männer anziehen - aber falls das zutreffend ist, wäre auch hier die Konsequenz die gleiche. Sollte vielleicht noch erwähnen, dass besagte "Beziehungen" ganz verschiedener Art waren und noch verschiedenere Männer betrafen, ein statistischer Durchschnitt ist durchaus denkbar. Leider. |
![]() | 05. April 2010 Hatte ich auch schon mal So eine komische ungleichgewichtige "Beziehung" hatte ich auch schon mal und hoffentlich niemals wieder! Ich kenne keine Andere Lösung als die Sache zu beenden! Einen harten Schnitt, dafür wäre ich zu schwach gewesen, also hab ich es "auslaufen lassen". Hab mich selber immer weniger gemeldet (war langwierig und schmerzvoll) und dabei haben sich meine Gefühle immer mehr erkaltet. So dass ich dann irgendwann stark genug war seine Angebote abzulehnen. Hatte einfach keine Lust mehr. Es stimmte leider nicht, dass der "Kältere" durch weniger Klammern "wärmer" wird. Komischerweise ist er noch viel empfindlicher wie ich. Er ist noch viel gekränkter in seiner Eitelkeit als ich es jemals war, wenn er nicht die gewünsche Kontaktmenge bekommt. Ja, und am Ende habe ich auch erkannt, dass es eigentlich eher ich "die Schlechtere" in der Beziehung war. Denn es ging mir gar nicht wirklich um ihn, sondern, dass ich mein Mindestmaß an Kontakt und Aufmerksamkeit bekomme. Und als ich mir eingestehen musste, dass ich es nie bekommen werde, ließen auch meine Gefühle schon deutlich nach. Nach dem Motto, wenn nicht richtig, dann halt nix. Grüße, Schutzi |
![]() | 05. April 2010 die starke und die schwache position ist nicht auf die geschlechter festgelegt. das kann variieren. dass du scheinbar nur bestimmte männer anziehst liegt an deinem wesen. dir erscheint (hier nun leider der falsche typ) mann anziehend. umgekehrt sendest du signale an genau diese. da gibt es wenig zufälle. |
![]() | 05. April 2010 @freibaer einer ist immer in der starken position, da er (warum. dazu später mehr) weniger gefühl investiert. er ist aber in seiner position nicht glücklich, sondern empfindet schuldgefühle, da der andere ihn doch mehr liebt und ihm sein eigenes unvermögen moralisch widerstrebt. Bei so einer Aussage wird mir ganz anders. Zum einen dürfte es helfen, wenn gerade in Beziehungsdingen aufgehört wird, von "man" zu sprechen, sondern nur noch von "ich" und "du" und "wir". MAN gibt es nicht. MAN ist pauschalisiert und trifft damit die jeweilige Situation in aller Komplexität nicht. Einzelne Situationen vergleichen, zwischen "ich" und "du" kann man, aber eben auch nur konkret. Diese "sind wird noch xyz" oder "sind männer/frauen" helfen niemandem weiter, wenn es um Flexibilität geht. Zum anderen ... wieso ist jemand in einer "starken" Position, der weniger Gefühl investiert? Was ist denn stark daran, weniger zu fühlen oder aus Angst/verklemmtheit oder sonstigen Hemmnissen Gefühle nicht zuzulassen? Jemandem, der mir sein Herz öffnet, reintreten zu können ... ist das ... Macht? Oder ein Geschenk des Gegenüber, der bereit ist, das Risiko einzugehn? Abhängig, schwach, das mache ich mich selber. Nicht der andere. Verletzlich zu sein heißt noch lange nicht Schwäche. Wenn ich mich bei Verletzlichkeit aber respektlos behandeln LASSE, hinterherlaufe, akzeptiere, daß der andere nicht bereit oder fähig ist, meine Bedürfnisse zu erfüllen, mache ich mich schwach. Stark wird der Gegenüber deswegen noch nicht in meinen Augen. Nur ich demütige mich, begebe mich eine Stufe tiefer... Ansonsten verstehe ich nicht, wie man moralische Skrupel/Gewissensbisse haben kann, wenn man nicht liebt? Hab ich Dich da falsch verstanden? Man kann doch seine Gefühle nicht ethisch begründet verändern oder erzeugen/abschalten??? |
![]() | 05. April 2010 Aber... ... ich habe nicht aufgegeben und mit dem nächsten Mann wurde alles anders! Wir beide wollen gleichviel Kontakt! |
![]() | 05. April 2010 kurzzeitig gabs in meinem Leben auch ein Nähe -Distanz Verhältnis Von mir wurde es nicht gutgeheißen aber akzeptiert.Die Folge war dann nur noch "Distanz durch Differenzen" Es war nicht einmal klammern an der Tagesordung, nein, einfach andere Lebenseinstellung bzw. - planung. Mir war schon nach kurzer Zeit klar geworden, dass ich es so nicht möchte. Liebe war noch nicht einmal im Spiel, einfach nur eine Spielbeziehung, so nenne ich es jetzt mal.Es war einfach zu vieles unklar und undurchschaubar. Im Nachhinein weiß ich das meine Vermutung richtig war, ebenso meine getroffenen Entscheidungen. Nähe bedeutet für mich .. mit Gefühl, Distanz , dass sage ich heute darüber, hieß :Hintertürchen offenhalten. Wie kommt es dazu?Ich denke es hat mit den gemachten Erfahrungen zu tun, seien es die aus der Kindheit, der Erziehung oder ähnlichen Erlebnissen. Derjenige manövriert sich auf grund seiner bisherigen Erlebnisse schleichend aus dieser Gefühlsebene, weil er es nicht annehmen kann. Mich haben solche Spielchen kurzzeitig verletzt, heute wähle ich genauer aus, wobei man sich nie sicher sein kann, dass es nicht noch einmal passiert.Die Antennen sind aber inzwischen auf Feintuning gestellt |
![]() | 05. April 2010 venice verstehe dein problem mit man nicht. steht bei mir auch nicht oft. klar ist das komplex. wenns einfach wäre... der der weniger will bestimmt die menge. verstanden? ich sprach nicht von "nicht liebt" sondern von weniger. das ist ein gewaltiger unterschied. |
![]() | 05. April 2010 Zum anderen ... wieso ist jemand in einer "starken" Position, der weniger Gefühl investiert? Er ist der Schwächere, weil er weiß, dass er den anderen leicht verlieren kann, da er nicht die gleiche Menge an Aufmerksamkeit entgegenbringen kann. |
