![]() | 09. August 2011 Ich beginne schon bald eine Geschlechtsangleichung zur Frau, da ich immer Probleme hatte eine Beziehung zu führen, da mich schwule Männer sexuell abgeturnt haben und ich mich mit deren Einstellungen zu Beziehungen überhaupt nicht identifizieren kann und konnte... Hab ich das jetzt falsch verstanden, oder willst Du die ganze Geschichte nur durchziehen, weil Du glaubst, daß Du ansonsten keinen vernünftigen Mann findest? |
![]() | 09. August 2011 um Gottes Willen ;) Nein, das ist nicht mein Hauptgrund, aber gebe Dir Recht, habe mich doof ausgedrückt, dass man es so verstehen könnte... Nein, ich hatte schon als Kind Probleme damit, zu verstehen, warum ich ich ein Junge bin, ich fühlte mich gar nicht so, wollte es auch nicht sein. Mein Vater ist aggressiv dagegen vorgegangen, und schüchterte mich sehr damit ein, irgendwann versuchte ich zu akzeptieren, kein Mädchen zu sein, oder eher nie eins zu werden und redete mit niemanden über diesen Wunsch, wusste auch nicht, das so etwas überhaupt möglich ist. Ärgert mich heute sehr, denn ich bin sicher, hätte ich mich wenigstens meiner Mutter gegenüber geöffnet, hätte Sie irgendwie meinen Vater besänftigen können und ich hätte mit einer Umwandlung beginnen können, bevor mein Körper übermäßig männliche Züge an nimmt. Jetzt fange ich mit 23 damit an, und muss der ganzen Entwicklung wieder gegen steuern. Aber hatte es jetzt satt, mich auf Grund dieses Wunsches vor anderen schämen zu müssen, habe mir Ratschläge bei einer Freundin geholt, die diesen Weg gegangen ist. Mache mir nun auch keine Vorwürfe mehr, bezüglich der Enttäuschung, die ich damit bei meinem Vater oder "Freunden" auslöse, denn ich möchte endlich mehr Lebensqualität und die wäre mir durch eine Umwandlung endlich gegeben. Bin in der vorigen Mail so auf das sexuelle eingegangen, weil ich nicht vom Thema abweichen wollte,es geht ja nun mal um die sexuelle Orientierung und nicht über die Gründe, für den Wunsch einer Geschlechtsangleichung, oder sehe ich das falsch? Aber wie gesagt, habe mich da nen bisschen blöd ausgedrückt und jetzt wo ichs selber nochmal lese, klingt es in dem Satz ziemlich danach.. |
![]() | 10. August 2011 Okay, dann bin ich ja beruhigt. Es gibt nur leider einen gewissen Anteil von öhm... seltsamen TS mit fragwürdigen Begründungen für ihr Empfinden, Frau zu sein. Die sind immer ein Garant für Drama. Zurück zum Thema: Selbst bin ich Bisexuell. Interessanterweise hat sich diese Ausrichtung erst nach meinem Outing ergeben. Zuvor war ich ausschließlich an Frauen interessiert. Was jetzt genau dafür der Grund war, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Vielleicht habe ich unterbewußt die Ablehnung meiner eigenen körperlichen Männlichkeit auf Männer projiziert. Vielleicht aber hat mir die Freiheit, die ich nach dem schweren Schritt des Outings endlich hatte, geholfen, auch andere unterbewußte Widerstände zu verlieren. |
![]() | 10. August 2011 ziemlich individuell...und psychische Faktoren seit der Kindheit spielen da meist eine entscheidende Rolle. Was treibt TVs an, wäre auch eine interessante Frage. Das Ganze ist sehr komplex und muss differenziert betrachtet werden. Bei mir als Gelegenheits-TV gibt es da folgende Faktoren, aber ich bin der Ansicht, dass nachstehende Faktoren auf einen nicht unerheblichen Teil von TVs (Männern) zutrifft. Den umgekehrten Fall kenne ich nicht, also eine Frau die Männerklamotten trägt. Da ist oft eine gewisse Notgeilheit, mangels ausreichender Gelegenheit mit einer Frau Sex zu haben... was noch kein zwingender Grund ist sich Frauenklamotten anzuziehen, aber oft bei Männern anzutreffen ist, die sich als Mann nicht durchsetzen können und hier ihre Alternative finden. Letztlich ist das eine Form der Überlebensstrategie. Ich habe damit seit meinem 12. Lebensjahr überlebt, obwohl ich bis heute, ich bin jetzt 50., seit meinem 23. Lebensjahr fast durchgehend Partnerinnen hatte, die aber leider wenig Spass am Sex hatten. Vermutlich habe ich mir diese Frauen ausgesucht, da die wirklich frei mit Sexualtität umgehenden Frauen zu gefährlich für mein männliches Selbstwertgefühl gewesen wären. So ist es mir bei der klassischen GV-Position bis heute nur schwer möglich, zum Orgasmus zu kommen. Dann war da mein Faible für sexy Kleidung bei der Frau. Einfach weil ich Mädels eben interessant fand und diejenigen, die sich sexy kleideten umso mehr. So wird der Faktor Outfit oft zum übergroßen Faktor und weshalb der Mann, statt seinen Fokus auf die Frau zu richten, zu sehr bei den Klamotten bleibt und so nicht weiterkommt. Meiner Erfahrung sind TVs aber in der überwiegenden Mehrzahl hetero, da ich das TV-Sein als eine Überlebensstrategie in einem authoritären Elternhaus betrachte. Irgendwann gibt der Mensch halt auf und traut sich gar nicht mehr Mädels anzusprechen. Bei mir war diese Hemmung sehr früh da, denn damit ging einher mein internalisiertes Schamgefühl, das mir meine Oma schon als 6 Jährigem eingepflanzt hatte als sie merkte, dass ich Mädchen nachschaute. In der Grundschule hatte ich eine 65jährige Lehrerin, die meine Oma schon mal fragte, ob ich immer noch so hinter den Mädchen her sei? Ich war ein aufgewecktes und sehr kreatives Kind, doch mit dem Fokus, dass bei diesen Frauen etwas im Argen war, hat man mir gezeigt, dass mit mir etwas nicht stimmte und das habe ich natürlich geglaubt, ich hatte ja niemanden, der mir das Gegenteil sagt. Das ist natürlich fatal und sowas passiert heute noch Tag täglich, dass Eltern und andere Bezugspersonen in der Erziehung da soviel versauen, was sie nie wieder gut machen können, und die Betroffenen mühen sich damit den Rest ihres Lebens ab. Ich bin der Überzeugung, dass TVs hier einen großen Anteil gerade bei den Schwerstgeschädigten ausmachen, als da noch wären diejenigen die Suizid gefährdet sind, und die, die es dann nicht schaffen. Es sind oft sehr liebe und umgängliche und sehr kreative Menschen, die ihre Spiritualität durch das TV-Sein zeitweise wiedererlangen können, bevor sie nach ihrem Auftritt wieder in den grauen Alltag gehen mit all seinen Auflagen und Restriktionen, um wieder dem erlernten alten Muster Genüge zu tun. Deshalb findet man im SM Bereich auch soviele TVs, die sich demütigen lassen und es gibt Leute, ob privater oder gewerblicher Natur, die diese armen Menschen auch noch schamlos ausnutzen. Zurück zum TVSein: Mangels Gelegenheit für Sex spielt das Kopfkino dann verrückt, weil einem als pubertierender mit strengen Eltern kaum Alternativen bleiben. Wenn sich dann in so einer Phase Möglichkeiten ergeben, sich mit Männern zu befriedigen, weil da eben Freunde unter den selben Problemen leiben, dann kann Schwulsein m. E. auf so eine Weise entstehen, wenn dann auch der Vater entweder extrem streng oder schwach und abwesend ist. In einem Elternhaus, in dem Kinder und deren Bedürfnisse und auch die sexullen vollkommen ernst genommen werden, kann m. E. Transvestitismus oder Homosexualität so gut wie nie entstehen. Mein Faible, diese Klamotten selbst zu tragen entstand ursprünglich aus dem Gedanken, diesen Anblick nicht nur in der Phantasie sondern live zu erleben, da ich schon damals merkte, wie mir die Zeit davon lief. Und auch wenn letztlich der eigene Körper drin steckt, daran gewöhnt man sich schnell. So projiziert man seine Geilheit in das Phantasiebild der Frau, die man dann im Spiegel zu sehen glaubt. Da das für Männer auf der anderen Seite, und das ist oft eben auch die Kehrseite der Medallie, mehr oder weniger demütigend ist, sich auf diese Art und Weise Befriedigung zu holen, driften einige, die schon als Kind immer "hören" mussten, was Mutter verlangt (ansonsten Liebe und Schutz verweigert wurde), in den Bereich Hörigkeit, (Putz-)Sklavenhaltung, 24/7, Sissymacher... und andere Programme ab, wobei letztlich dann eine dominante Person nicht unerheblichen Einfluß nehmen kann kann, und den Betroffenen für seine Zwecke zur Homosexualtität "bringen kann" und ich glaube, ohne wirklich in jedem Fall zwingend Bi sein zu müssen. Diese Menschen haben es von klein auf gelernt, ihre Gefühle zu missachten und tappen dann in solchen Situationen als Erwachsene wieder in dieselbe Falle, weil sie nicht sehen, was da abläuft. Der Mensch wünscht sich aber nichts anderes, als einmal so angenommen zu werden, wie er ist und ist dafür bereit, jedes Opfer zu bringen. Der gesunde Weg wäre, sich selbst erst einmal anzunehmen so wie man ist und für sich selbst Verständnis zu haben, statt sich selbst immerzu abzuwerten, weil sich nicht ernst nehmen, und so in dem schmerzhaften Kreislauf zu bleiben. Ich glaube, dass ein solcher Mensch aus seinem Dilemma nur heraus kommen kann, wenn er erkennt, welchen Schmerz er jahre- oder jahrzehntelang unterdrückt hat, und wohin ihn das gebracht hat, denn die meisten TVs sind leidende Menschen, die ihren Schmerz verbergen und sich und gegenüber anderen oft nicht eingestehen. Wenn erkannt wird, dass es auch einen anderen Weg im Leben gibt, kann das in den meisten Fällen nur in einer körperorientierten Therapie realisiert werden, wo er das, was er unterdrückt(e), noch einmal erlebt und die alten Wunden so verheilen können und alte Verhaltensmuster im Umgang mit Frauen und mit seiner TV-Problematik sich verändern bzw. nach und nach verschwinden, sich also verändern und an die Stelle neue, gesunde Struturen treten können, die auf der Basis von Eigenannahme gründen, also sich selbst mit all seinen Eigenschaften anzunehmen. Ich selbst habe viele Therapien hinter mir und dadurch über mich und das Leben eine Menge dazulernen können. Meine Bi-Interessen spielen sich manchmal noch im Kopf ab, praktiziert habe ich es nie, und dienen letztlich dem Kick, um bei der Selbstbefriedigung zum lebensnotwendigen weil gesunderhaltenden Orgasmus zu kommen. Alles in Allem kann ich sagen, dass TV-Sein oft ein stilles Märtyrium ist, von dem das Umfeld wenig oder nichts mitbekommt, denn es ist eine Einsamkeit, die auf einer Aussage der Eltern, hier einem Irrtum beruht. Auch jene, die glauben alle Hemmungen abgelegt zu haben und die Flucht nach vorn angetreten sind m. E. längst nicht alle so "frei" wie sie einen glauben machen wollen. Darüber hinweg täuschen mich auch nicht Profile in denen mit Tabulosigkeit angegeben wird. Letztlich ist dieses Verhalten ein großes Stück weit autoagressiv und nicht gewachsen sondern ein stiller Protest gegen die alten Verbote aus dem Elternhaus, die der Mensch aber immer noch in sich trägt. Tabulosigkeit ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Mittel, diesen Protest aufzulosen. Im Gegenteil, die Verletzungen werden letztlich in der erwachsenen Praxis immerzu wiederholt. Aber man tut das, was man schon als Kind tun wollte, nämlich überleben, nur dass diesen Erwachsenen Menschen selten jemand erklärt, dass dieser Kampf der Kindheit lange zurückliegt und sie heute einen Kampf auf verlorenem Posten kämpfen, jetzt, wo sie als Erwachsene über viele andere Möglichkeiten verfügen als zu Kindeszeiten. Diese Möglichkeiten zu nutzen kann aus dem eigenen Dilemma führen. Es war mir ein inneres Bedürfnis, dies einmal loszuwerden. Gruß Niki |
![]() | 11. August 2011 In einem Elternhaus, in dem Kinder und deren Bedürfnisse und auch die sexullen vollkommen ernst genommen werden, kann m. E. Transvestitismus oder Homosexualität so gut wie nie entstehen. O.o Oookay... Wieso komme ich nur darauf, daß Du kein gutes Verhältnis zu Deinen Eltern hast? Naja, ist wohl leichter, die Schuld bei Anderen zu suchen, als sich selbst einzugestehen, anders zu sein. Anders ist nicht immer gleich falsch. |
![]() | 25. September 2011 Meine Sicht zur Sexuellen Orientierung von TS und TV Ich denke wie bei allen Geschlechtern, ob Mann oder Frau sind die Neigungungen individuell geprägt bei dem "dritten Geschlecht". So gesehen gibt es sicher kein endgültige Antwot auf diese Frage. Ich für meinen Teil bin Bi veranlagt, eine rassige Frau wie auch ein atraktiver Mann finde ich erotisch und regt meine Fantasien an. |
![]() | 12. November 2011 Wie bin ich veranlagt Jede Person ist verschieden, das ist ja auch gut so. Es sollte nichts verwerfliches sein. Gibt ja ganz andere Abgründe. Die heutige Gesellschaft sollte mit Homosexualität wirklich umgehen können. Na ja, könnte für mich nicht mit Bestimmtheit sagen das ich mich nie einem Mann hergeben würde. Wenn die "Chemie" stimmt kann ichs nicht ausschliessen. Aber es müsste zu 100% stimmen, gewisse Phantasien in dieser Richtung sind bei mir vorhanden. Wieso auch nicht, bin ja schon sonst nicht ganz 0815 mit meiner Veranlagung |
![]() | 19. November 2011 Wenn interessiert es wirklich..... was jeder einzelne hier macht oder nicht macht und aus welchen Gründen er dieses tut oder auch nicht. Suchen wir am Ende alle nicht das gleiche nämlich Zuneigung, Liebe, Geborgenheit, Wertschätzung, Bestätigung und das Gefühl nicht allein sein zu müssen?. Solange wir unser Leben leben, unsere Sexualität geniessen ohne jemanden anderen zu schaden ist der Grund warum wir uns gerne in "Frauen" verwandeln völlig unerheblich. Lasst uns einfach glücklich sein und seid ebenfalls glücklich und dann passt es schon. Lieben Gruß Isabel |
![]() | 20. November 2011 wer bin ich? hallo ihr lieben alle, einen vor weg, habe selten so einen ehrlichen und intensiven threat gelesen. danke an alle. ja schon seit robert lemkes zeiten (spass muss sein), trage ich nun meinen drang, feminin und weiblich zu sein, in mir . wie NIKI schon sagte, es gibt bei den "TVs oder T*" statistisch einen hohen Anteil an Männern, die ihre Weiblichkeit und mehr noch, ja ihre Sexualität auf Dauer nicht mehr kompensieren können ("Geschädigte"). Eine Lebensfragenoch nicht geschädigt (ich war noch nicht beim Phychologen) und im realen Leben scheine ich noch funktionsfähig zu sein, nur weil ich mehr kompensieren kann? Ja ich leide schon lange, als Mann und Ehemann und Vater, Freund und Kollege, in bin mittlerweile in den 50igern, irgendwann kommt der Punkt wo jeder sich fragt, was soll das alles, warum hast du es nicht geschafft das auszudrücken was in deinem innern ist? Meine BestimmungMein Leidensdruck ist offensichtlich nicht so gross. meine Rollen überwiegen, ich funktioniere, ich habe kein "coming out" , scheiss drauf. Vielleicht wissen viele TVs nicht, was hinter ihrer eigentlichen Fassade steckt, eine Frau? Bin ich transsexuell, fühle ich es oder bin ich es? @isabel ja, bin voll auf deiner seite, letztendlich muss man nicht versuchen alles aufzuarbeiten. lebe dein leben so gut es geht, jeder will nur das eine - liebe, so wie man ist. der größte schatz ist die liebe, mit allem was dazu gehört, Zuneigung, Geborgenheit, Wertschätzung sind da eher oberfächlich, es geht um die Liebe, so wie man ist, aber das kommt nicht von heute auf morgen, dafür muss man verständnis haben @newbabe dein verständnis wünscht sich jeder mensch auf dieser erde, egal ob er tv, ts, ... ich bewundere dich, du bist eine so tolle frau, mein gott, du liebst... @niki ich mag dich, so wie du schreibst, so offen und so ehrlich. finde vieles in mir wieder, aber auf andere art und weise. vielleicht mails du mich an, wäre jetzt zu viel auf einmal, mein beitrag ist eh schon zur hälfte überlesen worden liebe grüsse sabine |
