Musik und Partnerschaft

15. März 2010
@Nymphe

Was spielste denn fürn Instrument?

Lg
Freimut
15. März 2010

Ich habe etwa 30 Jahre lang Klavier gespielt, @Freimut.
Und das auf recht anspruchsvollem Niveau.
Vorteil: man findet jede Menge Partner zum Musizieren.
Das Klavier bietet da eine breite Palette an Möglichkeiten *zwinker*.

Und darauf gründet sich auch meine obige Aussage.
Musizieren kann eine sehr sinnliche Angelegenheit werden, denn die emotionale Seite wird enorm angesprochen und zugleich ist ein gutes Zusammenwirken gefordert, das bei gegebener Sensibilität und Harmonie fast wie von alleine kommt.

Gruß, Nymphe
15. März 2010
@Nymphe

Das Klavier ist in der Tat die Königin aller Instrumente.
Musik hat ganz ohne jede Frage eine erotische Dimension.
Ist Musikalität und die motorische Fertigkeit, ein Instrument zu spielen, ggf. Indiz für erotische Feinfühligkeit? Oder ist Sexualität eher ein grobmotorisches Unterfangen?
Lg
Freimut
p.s.: Das Instrument, auf dem ich virtuoses Niveau besitze, ist leider so katastrophal beleumundet (zu Unrecht), dass ich es nicht nennen mag...
15. März 2010

Das Instrument, auf dem ich virtuoses Niveau besitze, ist leider so katastrophal beleumundet (zu Unrecht), dass ich es nicht nennen mag...

Maultrommel? *g* Oder doch die Quetschkommode? Hah - Du bist Bratschist! *smile*

Letztlich kommt es immer darauf an, was man daraus macht, und selbst am Klavier kann man wahre Verbrechen am guten Geschmack begehen...
16. März 2010

Die Frage ist sehr gut.

Es ist schade, wenn der Partner anspruchslose Musik hört, weil es für ihn nur ein bißchen Hörspaß ist, und man selber das Maximum geniessen möchte/muß.
So normale kommerzielle Radiosender empfinde ich als Folter. Ein total überbearbeitetes Sende-Signal, und dann diese schlimme Chart/Radio-Musik *schock*
Alle Stücke um 3.40Min. *aua*
Also nur halbe Sachen.

In meiner letzten beziehung war es ein Graus.
naja, eine winzige Ecke ihres Geschmackes war auch mein Ding.

problem ist nur, daß es für mich extrem schwer ist jemanden zu finden der meine Musik, neben erlauben, auch noch erträgt.
Das ist wirklich bitter teilweise, da Musik für mich so wichtig ist, und ich dann immer den Mist mithören muß. Und ich kann meine Musik nicht geniessen, wenn ich weiß, daß sie nur erduldet wird.
Kenne das aber nicht anders. Habe mich dran gewöhnt.
*heul2*

Aber ich wäre schon mehr als zufrieden, würde eine Zukünftige wenigstens primär Nicht-Kommerzielles hören.
Dann ertrage ich fast alles.
16. März 2010

Der Musikgeschmack spielt bei mir weder in der Partnerschaft noch in Freundschaften eine Rolle.

Musik ist mir sehr wichtig und mein letzter Umzug bot die wundervolle Gelegenheit mehr als 1200 Platten und ca. die gleiche Menge an CD durch die Gegend zu fahren.

Aber das ist "meine" Musik. Die mir etwas gibt und mir etwas sagt. Ich brauche niemanden, der mir dies bestätigt und die gleichen Sachen hört.

Warum auch? Wo würde das meinen Horizont erweitern?

Mein bester Freund hört Metal. Meine beste Freundin hört keine Musik. Uns verbinden millionen anderer Komponenten - eine wertvolle Ergänzung in meinem Leben.

Es kann sein, dass ich mit einem mir wichtigen Menschen ein Lied teile und benenne, was das Lied für mich so wichtig macht.

Genauso kann er mir von einem Fußballspiel erzählen und mir sagen, welche Momente für ihn daran wichtig und bewegend waren.

Was zählt ist der Respekt vor den Vorlieben und Gefühlen - vor dem Menschen - und, dass wir uns Aufmerksamkeit schenken.

Lg Su
16. März 2010
Sucuarana

Einfach wunderbar formuliert!
Der Musikgeschmack spielt bei mir weder in der Partnerschaft noch in Freundschaften eine Rolle
Was zählt ist der Respekt vor den Vorlieben und Gefühlen - vor dem Menschen - und, dass wir uns Aufmerksamkeit schenken
Da gibt es von unserer Seite nichts hinzu zu fügen!
16. März 2010

Es ist wohl wahr, dass unterschiedliche Geschmäcker da keine Rolle spielen sollten, aber für mich ist die Musik auch etwas das ich gemeinsam erfahren und teilen will und deshalb ist es nur von Vorteil, wenn der Partner die gleiche Musik hört.
Auch weil es Musikrichtungen gibt, wo ich wegrenne, wenn ich sie höre und da ist es mir dann auch egal, ob der Partner das nun hören mag oder nicht.
16. März 2010
@Freimut

Ist Musikalität und die motorische Fertigkeit, ein Instrument zu spielen, ggf. Indiz für erotische Feinfühligkeit?

Gute Frage .. aber ich habe aus meinem bescheidenen Erfahrungshorizont heraus leider keine Korrelation herstellen können zwischen Musikalität und gutem Liebhaber.

Allerdings, die sinnlichen Schwingungen, die Musik auslösen kann, wahrnehmen zu können .. ließe schon annehmen, daß derjenige auch sensibel ist für andersgeartete sinnliche Schwingungen.

Oder ist Sexualität eher ein grobmotorisches Unterfangen?

Aber Freimut .. jetzt bin ich aber entsetzt *oh2*
Weißt Du, wieviel Feinmotorik ein guter blowjob erfordert??

Gruß, Nymphe
16. März 2010

genrevorlieben sind für mich kein primäres selektionskriterium. dazu wechseln bei mir die phasen etwas zu häufig. electro, country, doo-wop, die abfolge ist ziemlich willkürlich.
mich interessiert mehr, wie differenziert die jeweiligen musikalischen vorlieben dann sind. (und freue mich, wenn eine black-metal-expertin mir erklären kann, warum der eine eigentümlich artikulierte laut dem anderen vorzuziehen ist...) und solchen fanatismus finde ich attraktiv.

bitte nicht mit dem ach so toleranten "querbeet" verwechseln *g*
16. März 2010

Ist Musikalität und die motorische Fertigkeit, ein Instrument zu spielen, ggf. Indiz für erotische Feinfühligkeit?
möglicherweise ist der Vorteil, kommt man aus der Komponierenden/arragierenden/produziernden Ecke, daß man vielleicht etwas besser weiß, was ein Spannungsbogen ist *zwinker*


ich glaube, es hat keinen nenneswerten Einfluß. Es liegt lediglich an der betreffenden Person.
16. März 2010

für mich ist ein exakt gleicher musikgeschmack auch nicht unbedingt von nöten, um mit einer frau zusammenzukommen ...
dennoch isses geil, wenn man den gleichen, oder ähnlichen musikgeschmack hat ... und wer gern & oft auf live konzerte geht, für den ist es schon fast "bedingung", das der partner den gleichen musikgeschmack, und auch das interesse an live-konzies hat ...
denn sonst würde man ja immer allein da hin geh'n ... müssen ...
16. März 2010

ich denke auch nicht dass ein ähnlicher bzw gleicher musikgeschmack wirklich ausschlaggebend etwas über die beziehungskompatibilität aussagen kann/sollte.
das einzige was ich mir diesbezüglich wirklich wünsche und auch erwarte ist die toleranz des partners für den eigenen musikstil
und nicht etwa so kommentare wie "wie kann man sich sowas nur anhören?"

lg chezah
16. März 2010
@Nymphe

Weißt Du, wieviel Feinmotorik ein guter blowjob erfordert??

Wer sollte das besser wissen als ich?
Nun steht allerdings das piano animato mitunter nur am Anfang eines accelerando, stringendo et crescendo um in einem forte furioso zu münden (am besten mit Fermate)...
Lg
Freimut
16. März 2010

Der Musikgeschmack ist vielleicht nicht entscheidend und wichtig für eine reine Sex-Beziehung.

Aber wenn man auf der Suche nach einer Beziehung ist, die mehr als nur Lust bedeutet, halte ich es schon für erstrebenswert, einen Partner zu finden, mit dem man den musikalischen Geschmack teilt.

Zwar ziehen sich manchmal auch Gegensätze an, aber es ist doch sehr schön, einige Gemeinsamkeiten zu haben.

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