Lebenslänglich

Dieser Weg hat nie ein Ende. Wie oft bin ich IHN nun schon gegangen? Ich weiß es nicht mehr.

05. März 2010
Lebenslänglich

Dieser Weg hat nie ein Ende.
Wie oft bin ich IHN nun schon gegangen? Ich weiß es nicht mehr.
Viele schöne Blumen säumten diese endlos Straßen.
Manchmal aber auch einfach nur dorniges Gestrüpp.
Frische und saubere Luft, tief eingeatmet.
Aber auch schmutzige Nebel und Staubtrockenes legten sich schwer auf die Atemwege.

Dieser Weg hat nie ein Ende.
Wann habe ich begonnen ihn zu beschreiten? Ich weiß es nicht mehr.
Habe ich die Blumen gehegt und gepflegt die mir begegnet, geschenkt wurden?
Anscheinend nicht. Wären sie sonst zu Gestrüpp geworden?
Wie ist nur dieser schmutziger Atem in die ehemals tadellose Atmosphäre gelangt?
Habe ich meine schäbigen Gedanken und innerlichen Unrat hinauf geblasen?

Dieser Weg hat nie ein Ende.
Werde ich auf Dauer hier herum stelzen? Ich weiß es nicht.
Doch wer seine eigene Welt zerstört und die der Anderen gleich mit,
was will der denn noch erwarten von den wundervollen Straße des Lebens?
Wenn Du aus Reinem, Schmutz machst dann bist Du schuldig.
Urteil: Lebenslänglich.

© serena1 05.03.2010
08. März 2010

Obwohl es vielleicht nicht in Deiner Absicht lag, hast Du mit diesem Text
eine Menge intensiver mythischer Bilder eingefangen.
So verdichtet erzeugen sie ein starkes Gefühl von Verflucht-Sein.
Von Verzweiflung und Hilflosigkeit angesichts der scheinbaren
Endgültigkeit des Urteils, dass letzten Endes man selbst mit seinem
täglichen Tun fällt.

Aber ob es wirklich so ist, dass man den Teufelskreis nicht durchbrechen kann ?...

LG
Berglöwe
08. März 2010

Wenn ich schreibe, dann kann ich das alles fühlen und sehen.

Ich wäre ein sehr guter Schauspieler geworden...da bin ich mir sicher.

Dramatik und Schweres...ich mag das ohne Ende.

Und das Wenigste...was ich schreibe...hat mit mir zu tun.
Das war vielleicht mal in den Anfängen so.
Problematiken und solche Geschichte, die nicht immer lösbar sein müssen, schreiben...hey ich finds einfach nur gut. Macht mir Spass.

LG
serena1 die dunkle Bilder Malerin *zwinker*
08. März 2010

Irgendwie ging mir beim Lesen die gute alte Lilith durch den Kopf...
Und der König Midas, bei dem alles, was er anfasste, zu Gold wurde.
Nur wird man ja von Gold nicht satt... *zwinker*

Ich mag gut erzählte Geschichten.
Und ich find´s wieder mal schade,
dass so ein Text wie Deiner hier
bei anderen keine Reaktion auslöst.

LG
Berglöwe
08. März 2010

Die alte Lilith ok....aber nicht die Gute. *nono*

In der Tat, Gold macht nicht satt...sondern Hunger auf mehr....Gold.

Es muss nicht jedem gefallen...oder jeder darauf reagieren.
Ich kann damit leben. *fiesgrins* *zwinker*

Vielleicht sind die Meisten damit beschäfftigt auf Antworten zu lauern für ihre Geschichten.

Wenn wir das jetzt alle so machen würden...wäre Gedichte und Gedanken...tot. *heul2* *grins*

LG
serena1
08. März 2010

Vielleicht sind die Meisten damit beschäftigt
auf Antworten zu lauern für ihre Geschichten.

Naja, viele von Deinen oder meinen Texten eignen sich halt nicht
für leichtfüssiges Darüber-Hinweg-Komplimentieren - und in ein
paar Fällen fehlt sicher auch die Lebenserfahrung, um sich in die
Texte hineinfühlen zu können.

Trotzdem könnte man ein Gedicht als Kommunikationsangebot sehen.
Und da hab ich das Gefühl auch so manches mal:
Gedankenaustausch is out... *g*

LG
Berglöwe
08. März 2010

Gedanken, ja, die habe ich mir zu diesem Text sehr wohl gemacht. Auch wenn ich (*zwinker* zu Berglöwe) nicht der Freund von schnellgemachten Komplimenten bin, fehlt mir doch hin und wieder die innere Ruhe angemessen auf so einen Text zu reagieren.

Der Text erinnert mich an den Lebensweg, den jeder selber beschreitet. Pflege ich meine Umwelt nicht, renne vor mir selber davon, werde ich einen steinigen Weg vor mir haben, von Gestrüpp gesäumt. Nehme ich mir die Ruhe, mein Umfeld zu pflegen, mir Zeit für die Pflanzen zu nehmen, sie zu wässern, zu hegen und zu pflegen, Unkraut zu entfernen, dauert der Weg vielleicht länger, aber er ist intensiver.
09. März 2010
@Bergloewe69

Meine Texte haben sich verdichtet.

Als ich vor 3 Jahren her kam waren es Luigi-Jammer Gedichte.
Heute sind es Sachen die Du tatsächlich jeden Tag irgendwo findest.
Da ich immer mittendrin bin, weil ich hin schaue und habe so Input for Lifetime.

Liebe ist ein super schönes sauberes Thema...das man nur zu gerne liest.
Dem Dreck und den Probs sich zuwenden, wer macht das schon gerne? Jaaa, ich. Denn da tobt das wirkliche Leben. Und das besteht nicht immer nur aus Party, Sonne, Lust und Liebe.........

Ich lese viel. Und wenn ich lese, dann entkommen mir auch nicht die so genannten 1 Satz Gedichte. Bedeutet: 1 längerer Satz wird untereinander aufgeschrieben...zwar macht der auch Sinn...erzählt aber nicht viel.
Nun jedem das Seine.

Und so erzähle ich Geschichten in Gedichten...ob man sie mag oder nicht.

Menchen die hier selber Sachen einstellen und nur 3 Worte oder auch keins für Dich haben....hmm....wie öberflächlig...oder "Die mag ich nicht". Anders kanns nicht sein.

LG
serena1
09. März 2010
Guten Morgen...

liebe Bi_Woelfin. *g*

Ich freue mich Dich zu lesen.

Mir geht es da ähnlich wie Dir.
Nicht immer kann ich sofort auf Gedichte reagieren.
Und manchmal habe ich sogar keinen Impuls oder Kontakt zu den verschiedenen Gedichten....und ich mag auch nicht alle. Dann gibts aber auch kein höfliches "sehr schön geschrieben".

Irgendwo hast Du Recht.
Man hat das im Leben was man dafür tut.
So stehts ja auch in meiner kleinen Geschichte.
Und doch steht da auch noch was, was man mitnehmen könnte.

Es ist nie immer einer alleine. Du kannst Unkraut jähten soviel Du willst, es ist immer da und vermehrt sich rasend schnell...wird immer wuchender. Pflege hin oder her...auch hier kommen viele erschwerende Aspekte und dicke Knüppel dazu...die es fast unmöglich machen die zu sein, zu bleiben, die Du bist.

Es wird immer kleine, große David`s und Goliath`s geben.
Und auch diese Geschichte ist zweideutig.

So auch Meine gemeint. Lebenslänglich für wenn?

Dankeschön fürs lesen und Deine Gedanken dazu. *blume*

LG
serena1
09. März 2010
@ serena1

Ich find´s einfach nur gut, dass Du schon lange
keine Träum- und Jammergedichte mehr schreibst.
Und ich find´s gut, dass Du Geschichten erzählst,
auf die man sich einlassen muss, um ein Gefühl
für ihre Vielschichtigkeit zu kriegen.

Ich für meinen Teil nehme aus Ihnen immer was mit.

*blume*

LG
Berglöwe
09. März 2010

Liebe Serena

ja und nein. Anderer Gesichtspunkt / Gedankengang dazu.
Wenn ich es nicht schaffe, meinen eigenen Garten/Weg zu richten, soll ich mich dann rein auf die Hilfe anderer verlassen?
Pflege und hege ich meinen Weg, wird das Unkraut täglich weniger, Knuppel sind leichter zu erkennen und zu entfernen.
Nur wenn ich selber Ordnung schaffe, bin ich meinen Weg gegangen. Ansonsten lasse ich mich nur tragen und bin am Ende schwächer als zuvor. Weil irgendwann werde ich zur Last und stehe dann vor viel größeren Gestrüpp und Unkraut, als wenn ich meinen Weg selber bestritten hätte.
09. März 2010
@serena

Das Ende bestimmst Du selbst.....

Ich lebe förmlich zwischen Deinen Zeilen. Zeigen sie mir doch deutlich wie tief alte Muster verhaftet sein können, wie schwer es ist sie loszulassen oder VON ihnen zu lassen.....

Nimmt es nie ein Ende? Eine Frage, die sich jeder, der sich auf dem Weg zu sich selbst befindet immer und immer wieder fragt!

Alte Muster sind wie Spinnennetze......klebrig, fast unsichtbar und doch kann man sie zerreissen.....

*blume* für Deine tollen Worte

Colette
10. März 2010
@Bi_Woelfin

Und so bin ich der Gärtner meines eigenen Gartens.
Das ist auch gut und richtig so.

So muss ich also eigentlich nur auf mein Eingezäuntes achten.
Das ist zu schaffen...nicht immer zu 100% aber machbar.

Und so muss ich Anfragen um Hilfe aus den Nachgärten,
egoistisch ablehnen, weil ich sonst mein eigenes Unkraut nicht mehr zu bändigen weiss. Blase somit Ich, Ich; Ich in die Atmosphäre.

Also was will ich?
"Nur" meinen Garten hegen und pflegen?
Oder vielleicht doch everybodys Darling sein?

Es wirft mir immer mehr Fragen auf.


LG
serena1
10. März 2010
@Colette_Luc

Wenn ich mal von dem Beispiel Garten abrücke,
komme ich eigentlich zu 2 verschiedenen Punkten.

Alte Muster sind es wert sie mit aller Kraft zu durchbrechen.
Wenn....ja wenn man sie erkennt. Sehr oft wird man ja erst durch andere darauf aufmerksam. Dann könnte man eigentlich anfangen aufzuräumen....

Doch dann kommt Punkt 2 dazu.
Hab ich (schreib das mal so in der ich Form) die Kraft dazu?
Wenn Du dabei bist alles zu neu zu gestalten...doch ständig funkt man Dir dazwischen...alles wird enorm kraftaufwendig und ein Durcheinander jagd das Andere, dann wird doch gerne mal was verschoben und ich sage mir, ich habs nicht geschafft.

Lebenslänglich.

Ich bin verantwortlich und nicht die Anderen, schon klar.
Doch sie können mächtig stören.

Dankeschön fürs lesen und Deinen Kommentar, liebe Colette. *blume*

LG
serena1
10. März 2010
@serena

Das Zauberwort heißt: Abgrenzung & Nein-Sagen....

Ha - leichter geschrieben als gesagt, ich weiß. Und trotzdem darfst Du nie DEIN Ziel aus den Augen verlieren, sonst plätten Dich ständig die, die es nicht wollen/merken (oder doch, weil Du damit zu einer neuen/unbekannten Person wirst - die Du doch "eigentlich" nicht bist -weil Du doch nie so warst ?????) und Du schweifst von Deinem Weg ab.

Aber sei nicht zu hart zu Dir selbst!! An mir selbst merke ich doch so oft, wie tief eingebrannt die alten Dinge sind, wie schwer es ist etwas zu verändern und doch......kleine Schritte machen es aus und auch auf diese bin ich mittlerweile mächtig stolz und sie ermuntern mich den Weg langsam aber beständig weiterzugehen *gg*

Schau in die Sonne und hole Dir die Kraft aus dem Universum - ob Du´s glaubst oder nicht: Da werden sie geholfen....

LG Colette

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