Dominant & Devot NUR SO oder was?

Dominanz und Submission sind das Kompensationsbedürfnisse? Folgen psychologischer Einwirkungen in unserer Entwicklung?

02. März 2010
Dominant & Devot NUR SO oder was?

Dominanz und Submission sind das Kompensationsbedürfnisse? Folgen psychologischer Einwirkungen in unserer Entwicklung?

oder

handelt es sich um ganz natürliche Eigenschaften des Menschen die man hat oder nicht hat?

oder

hat der Drang zu beherrschen und sich zu unterwerfen antropologische Gründe, z. B. aus der Entsehungszeit unserer Kulturen. Ist DS eine Fogle von Kompatibilitätsbedürfnissen im Gruppenleben?

Warum findet Ihr es erotisch zu dominieren?

und

warum findet Ihr es erotisch dominiert zu werden?
03. März 2010
thread gefunden

und mal gleich was einstellen.

Aus unserer Sicht eine interessante Fragestellung.
Bei uns lag das Interesse bei mir und Er hat sich so langsam rangearbeitet, will sagen es angenommen.

Die Erfüllung oder der Lustgewinn ist es für mich (Sie) durch harte Gangart bis SM einen Reiz zu empfinden bis zur Lust, der Umgang mit leichtem Schmerz zur Sinnanreicherung.
Er hat einfach Spaß daran wie ich dabei abgehe und sich langsam daran gewöhnt solche Dinge mitzumachen.
Dabei empfindet er eine steigende Lust bei sich durch mein lustvolles -von Geräuschen begleitet- erleben und mehr fordern.

Nun müssen wir dies mal aufbröseln was wir davon zu halten haben, wo die Urdachen liegen, mal abgesehen das es anmacht und lustvoll erlebt wird.

Was ich meine ist in unseren Videos (FSK18 wg. Einsatz von Peitsche und so) zu sehen.

Gruß Sie von doublehot
03. März 2010

Dominanz und Submission sind das Kompensationsbedürfnisse?
Der klassische Manager, der sich seine Domina sucht und mit ihr den Gegenpol zum Job auslebt, dürfte in den meisten Fällen etwas kompensieren.
So wie auch viele Frauen in verantwortungsvoller und stressiger Stellung (auch im Haushalt) die Abgabe der Kontrolle geniessen...

Eine Ursache fehlt vielleicht noch in der Fragestellung:
Es gibt viele Missbrauchsopfer, die erfüllten Sex nur noch als devoter Part erleben können...hier spielen diese einschneidenden Erfahrungen die entscheidende Rolle als Ursache für den SM...

Warum wir SM ausleben beschäftigt mich schon einige Zeit, zumindest bei mir "suche" ich noch nach einer griffigen Ursache...wäre es 'naturgegeben' müsste es sich dann nicht schon in sehr jungen Jahren äussern? Meist haben aber nur die Dev./Maso. solche Phantasien im Jugendlichenalter...von Dom/Sad. habe ich dies noch nie ausdrücklich gehört, hier entwickelt es sich meist erst sehr viel später... Dom/sad (vor allem männl.) sind zwischen 16-30 doch eher selten *gruebel*...


Sabdi (m)
03. März 2010
Ansatz

ist ja klassisch im umgekehrten Rollenspiel (Staatsanwalt geht zur Domina). Somit für viele auch gültig, wir denken erwachsen aus der Sehnsucht sich gegenteilig zu verhalten oder zu erleben, als der Alltag oder Beruf.

Wir möchten aber auch den Aspekt eines tieferen Trieb's/Lust/Anlage mal ansprechen. SM oder devote Dinge tun aus gelernten/erlebten Ereignissen in der Vergangenheit bis Jugend ?

Oder die Lust gegen gelernte Lebenskultur/Verhaltensweisen aufzubegehren, extra mal etwas gegen diese Regeln/Normen tun das absolut als unmöglich gilt. Die Lust auszubrechen aus der eigenen Kultur und Moralvortellung.

RuM
03. März 2010

Oder die Lust gegen gelernte Lebenskultur/Verhaltensweisen aufzubegehren, extra mal etwas gegen diese Regeln/Normen tun das absolut als unmöglich gilt. Die Lust auszubrechen aus der eigenen Kultur und Moralvortellung.

Ich bezweifle dass jemand mit dieser 'Ursache' oder Motivation auf Dauer einen erfüllten SM leben kann, hier sind Spielereien und das schnelle Genuss eher das Ziel. Es fehlt die Authentizität dabei, mehr so ein trendiges, "wir spielen jetzt mal SM"...etwas fesseln, etwas Haue, trendige Lack-/Lederklamotten...aber kein D/S...oder doch?

Sabdi (m)
03. März 2010
ich denke auch diese Ursache

die Lust gegen gelernte Lebenskultur/Verhaltensweisen aufzubegehren, extra mal etwas gegen diese Regeln/Normen tun
- kann man vernachlässigen, BDSM ist inzwischen nicht mehr sooo exotisch und mit dieser Motivation allein wird man es nicht wirklich verinnerlichen. Es kann natürlich sein das man so herankommt und merkt das ist es... doch dann ist es nur eine Brücke über die man ging und nicht die Ursache.
03. März 2010
ok

aber was dann wenn es einem so richtig Spaß macht und eben auch gelebte Lust ist ?
Auch wenn es "über eine Brücke" als Weg oder Antrieb zu diesem Ergebnis kam.

RuM
03. März 2010
Ja, nur so! Ohne Grund! .... Weil es so ist !!!

Nun .. meine Antwort zu der Frage ist spontan und ohne die Antworten/Kommentare der anderen gelesen zu haben ....

Wir fügen uns in die Rollen von D/s oder suchen Sie weil wir Menschen sind

Wir alle ticken anders.... der eine so, der andere so. Und wir reifen und mit wachsender Erfahrung ändern sich auch unsere Wünsche, Vorstellungen und Vorlieben ...... Nichst ist angeboren.

Wir sind Menschen so wie wir sind und zu allererst müssen wir uns selber akzeptieren.

Nein D/s .. dominat/Devot .Sadist oder Masochist ........ sind Eigenschaften wie alle anderen auch und sind nur zusätzliche Fraben in unserem Leben.


Nicht die Frage wo her kommt es ist entscheident, sondern akzeptieren wir es und wie gehen wir damit um??


Grüsse Ari
03. März 2010

hallo!

ich bin devot, und es war immer schon da (auch wenn ich es früher nicht wirklich zugegeben hätte.)
meine erfahrung ist leider, dass manche leute (oder nennen wir es mal "die Gesellschaft") uns immernoch glauben machen wollen, dass das "pervers" ist, und krank!
Nachdem mein mann (jetzt auch herr *gg*) und ich die magie des bdsm entdeckt haben, hatte ich in der tat ein schlechtes gewissen, weil ich tat, was ich nun mal tat!
habe lange drüber nachgedacht *gruebel* , und in meiner vergangenheit nach auslösern gesucht. es gibt keine!!!!!
ich bin wie ich bin, was ich bin und wer ich bin!!!! *bravo*

das faszinierende daran? ... hmmm, das ist schwer zu beschreiben, aber kurz und knapp: ich kann mich dabei so richtig fallen lassen und die kontrolle einfach meinem herrn überlassen!!!

*wolke7* nadine
03. März 2010
Das ist eben

die Sache mit der Macht.

Auch in anderen Lebensbereichen gibt es Menschen die ihre Existenz leugnen, andere, die gerne mit Ihr spielen, wieder andere, die es viel angenehmer finden sich von ihr lenken zu lassen..

Vielleicht ist BDSM nichts anderes als der Umgang mit dem Thema Macht
im sexuellen Bereich.. (andere werden Vorstandschef.. oder Mutter *gg)

Ich ahne, dass es ungesund und äußerst ungeil sein könnte, sich zu überlegen, woher das wohl kommt.
Außerdem gibts eh keine richtige Antwort.
03. März 2010

...wäre es 'naturgegeben' müsste es sich dann nicht schon in sehr jungen Jahren äussern? Meist haben aber nur die Dev./Maso. solche Phantasien im Jugendlichenalter...von Dom/Sad. habe ich dies noch nie ausdrücklich gehört, hier entwickelt es sich meist erst sehr viel später...

Wenn man "naturgegeben" mit "angeboren" gleichsetzen mag, geh ich das Tempo mit. *ja*

Ich habe meine Leidenschaft für Bondage/SM mit vier Jahren (!) entdeckt. In einem Unterforum frage ich derzeit nach SMigen Kindheitserinnerungen, und es gibt nicht wenige die ebenso früh angefangen haben (ohne zu wissen natürlich was es zu bedeuten hat, dass man dieses und jenes ungewöhnlicherweise mag). Mein Fazit deswegen: So etwas kann angeboren sein.

Sadistisches lässt sich wiederum sehr viel schlechter in der Kindheit ausleben oder damit rumspielen. Einen auf unterwürfig machen (so spielt eine Verwandte von mir, grade mal 3 Jahre alt, mit Herzblut "Kätzchen" und verschenkt sich als solches sehr gerne, da denke ich mir jetzt auch mal meinen Teil ... *zwinker* ) wird nicht groß gerügt, einen Hauen (selbst wenn der/diejenige das sehr interessant oder spannend findet) wird sofort unterbunden und als "böse" abgestempelt.

Dass solcherlei Gelüste dann erstmal wieder im psychischen Giftschrank landen, dürfte ja wohl klar sein.

Ich finde es jetzt nicht so natürlich dass ich sagen würde "es ist stinknormal". Das ist es nicht. Denn wäre es das, würde die Mehrheit so empfinden, so ist es aber ja nicht.
Es ist in meinen Augen eine Vorliebe, eine Leidenschaft, die wie viele andere auch Gleichgesinnte benötigt um aufblühen zu können.
Das gilt aber ja für jede andere sexuelle Vorliebe auch. *g*
04. März 2010
Nur soooo.....

...denk ich, gibt es gar Nichts.....*cool*

Alles hat irgendwo einen Sinn und auch eine Entwicklung.

Lernen kann man Dominanz nicht....Devotheit vermutlich auch nicht.

Es sind ganz persönlich gewachsene Eigenschaften im Leben , mit vermutlich einer gewissen Grundveranlagung.

Wenn ein Devoter Dominanz sich anlesen und damit erlernen wollte, dann wird das wohl sehr schnell sich als angelernt "enttarnen" und alles Andere, als authentisch sein.
Ebenso umgekehrt.

Es sind Eigenschaften...Grundverannlagungen, die mehr oder weniger im Menschen ausgrprägt vorhanden sind und ich sage mal : "erweiterbar" sind.

Das Ausleben ist, wie hanjie schreibt, wiederum ein ganz anderer Part.
Da bietet heute das i-net und die vermeintliche Erfüllung von Sehnsüchten ja die vielfältigsten "Fallen"....

Heute geht das eigentlich "problemlos"...früher war das mit Sicherheit viel schwieriger umzusetzen.

Nur....die "negativen Auswüchse"...die füllen dann eben auch seitenweise threads...*gruebel*

Weil man ja dev ist und die Schnauze zu halten hat....
*hinknieen...blasen...auspeitschen lassen...fertig*
und oft fällt Dev auch drauf rein,wenns gut "verpackt" ist....
04. März 2010

Es gibt in dem Bereich Dominant und Devot viele unterschiedlichen Facetten , verschiedene Meinungen u.v.m.

Für die meisten die sich öffentlich äussern im Internet und Büchern, ist es in erster Linie eine erotische Spielart.

Über Menschen die Dominanz oder Devotation als eigenständige Veranlagung, Charaktereigenschaft oder ähnliches ansehen hört und liest man sehr selten.

Oftmals wird betont ..... Ich bin devot nur beim Sex ... oder ja ich bin devot .... aber im Leben, sage ich wo es lang geht.
Ich bin Dominant aber respektiere was mein Partner / in möchte .... Ich bin Dominant jedoch nur so weit es meinem Partner gefällt.
Diese und ähnliche Aussagen wiederholen sich immer wieder.

Es geht also im Prinzip nicht nur um die Frage
Dominant & Devot NUR SO oder was?

sondern wie empfindet man sein Dominant oder Devot sein, rein sexuell oder doch als eine Veranlagung unabhängig von sexuellen Dingen ?

Warum, wieso, weshalb man nun diese oder jene Veranlagung hat oder in sich trägt, weiß bestimmt kaum jemand genau, man kann nur Vermutungen anstellen.

Es sind ganz persönlich gewachsene Eigenschaften im Leben , mit vermutlich einer gewissen Grundveranlagung.


grob umschrieben finde ich was Scirocco555 schrieb am besten beschrieben.
Die eigene Entwicklung und Lebensgeschichte prägen den Menschen.

Ich führ mich persönlich kann nur sagen ...
Ich bin dominant / dominierend unabhängig von Sex und jeglichem SM Lifestyle. Die Veranlagung zu dominieren besitze ich bewusst seit der Pubertät.

Ob es mit diesem oder jenem zutun hat in meiner Erziehung .... kann sein , muss aber nicht. Im Prinzip ist das auch völlig egal.
Fakt ist, es ist so.

Diese Tatsache macht es mir z.B. unmöglich, Dominanz als sexuelle Dienstleistung anzubieten.

Ich finde es gut das es diese Dienstleistung gibt, es spricht nichts dagegen.
Doch mir persönlich unmöglich, da sich alles in mir sträuben würde Wunschzettel abzuarbeiten.
Lieber würde ich Nonne als zu bedienen.

es gibt so einen Witz.

Masochist zum Sadisten : schlag mich.
Der Sadist : nein

Mit tiefer Aussage , jedoch evtl. für wenige wirklich verständlich.
04. März 2010
gute Entwicklung

hier im Forum. Ein Danke an den Initiator, war eine gute Idee.

Zum letzten Beitrag, warum immer die Ratio so tief ansetzen, der Spruch ist doch sehr eingängig und erschließt sich sofort.

Wir schließen uns den vorgenannten Darstellung an und glauben auch das es eine Mischung aus Veranlagung, Neigung und gelebtem Leben als Prägung des eigenen Empfinden ist.

Die Anlagen für die Anlage/Neigung bei Sexspielen umzusetzen kam bei uns erst durch die Freizügigkeit der Gesellschaft und Medien wie auch durch leicht zugängliche Info und Gedankenautausch im Internet.

Sicherlich sind die nun vorhandenen Neigungen tief im Innern verwurzelt und sind erst jetzt als Spiel hevorgeholt worden.
04. März 2010

Was denkt ihr, gibt es reproduzierbare Unterschiede:

Sind Spieler die mehr auf Grund ihrer Erlebnisse und Vorgeschichte dominant/devot/sad./maso. werden anders 'drauf' als solche mit einer tendenziell eher natürlichen Veranlagung??

Oder spielt das dann keine Rolle mehr?? *gruebel*


Sabdi (m)

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