![]() | 09. Februar 2010 Dann frag ihn doch mal, ob es ihm Spaß machen würde, dir was zu tun, wenn er sieht, dass du in dem Moment, in dem er dir was tut, scharf auf ihn wirst (nebenbei bemerkt, ich bin nicht devot, sowas gibt es, auch bei Frauen). |
![]() | 09. Februar 2010 @ sweetlena Also, natürlich muss nicht jeder einen Fetisch o.ä. haben, aber dass mein Freund keine noch so klitzekleine Außergewöhnlichkeit will, glaub ich nicht so ganz. Schämen braucht er sich vor mir nicht, das weiß er. Andererseits: Wie ihr bereits sagtet... was ist außergewöhnlich... Ich bin der Meinung: Jede Form von Sex ist aussergewöhnlich. Denn Sex kennt so viele Spielformen, dass mann und frau überall einen "point of view" findet, von dem aus besehen die anderen Formen "aussergewöhnlich" sind. So ist es für eine Person A, die täglich Sex hat und braucht, aussergewöhnlich, dass B ein Leben in sexueller Enthaltsamkeit leben kann; und für B ist es aussergewöhnlich, dass C Sex über SM mit Schmerz verbindet; und für C ist es aussergewöhnlich, dass D Sex mit tantrischer Spiritualität verbindet; und für D ist es aussergewöhnlich, dass A täglich poppen kann, ohne sich dabei mit dem tantrisch Göttlichen zu verbinden; und so weiter, und so fort. So kann man nach meiner Meinung in diesem grossen Land von Lust, Liebe, Enthaltsamkeit, Fetisch usw. usw. nur einen Fehler machen: Indem man seinen eigenen Standpunkt zur "Normalität", zum "Gewöhnlichen" erklärt - und aufgrund dieses Standpunktes sich fragt, warum denn die anderen nicht auch so gewöhnlich sind ... (oder langer Rede kurzer Sinn: Dein Freund ist mit seiner Art, seine Sexualität zu leben, genau so gewöhnlich - oder aussergewöhnlich - wie Du |
![]() | 10. Februar 2010 @ Lena Ist es realistisch, dass jemand keinerlei außergewöhnlichen sexuellen Wünsche hat? Absolut! Was für die einen noch dicht beim Blümchensex liegt, ist für andere vielleicht schon völlig abgefahren. Ich finde mich "normal"... Außergewöhnlich wäre, wenn ich keine passende Partnerin hätte, mit der ich meine Vorlieben lust- und genußvoll ausleben kann. Fetische, BDSM, devote oder dominante Veranlagung etc... ... sind demnach so lange weder außergewöhnlich noch "unnormal", so lange die Beteiligten diese Vorlieben teilen.Erst wenn man über den Tellerrand seiner Beziehung(en) – egal, ob nur für das eine oder auch für mehr – hinausguckt, die von Statistikern immer wieder gern genommene Gauß'sche Glockenkurve über die gesamte Gesellschaft stülpt und guckt, wo man mit seinen Vorlieben im Vergleich zur Masse liegt, lassen sich Ab- und Ausgrenzungskriterien festlegen. Die finde ich aber so lange uninteressant, wie sich zu mir passendes findet und ich deswegen nicht von der Masse in die Pfui-schäm-Dich-Ecke gestellt werde. Zumindest nicht, so lange ich nicht jemandem etwas tue, das der nicht will. Alle anderen dürfen sich gern da raushalten, wenn's ihnen nicht liegt. Die Frage deswegen, weil mein Freund behauptet, sowas nicht zu haben... ich das aber irgendwie nicht glauben kann. Vielleicht paßt Ihr mit Euren Vorlieben und Abneigungen so gut zusammen, daß Euch das, was Ihr so treibt, nicht außergewöhnlich vorkommt? Oder er hat die einschlägigen Statistiken gelesen, die von Zeit zu Zeit in "Männermagazinen" und "Zeitschriften für gelangweilte Hausfrauen" veröffentlicht werden, und er findet sich beim Vergleich im "Normalbereich". habt ihr ebenfalls einen sochen Partner? Wenn ich solche Partnerin nicht hätte (wo die Vorlieben und Abneigungen passen), hätte ich diese Partnerin sicherlich nicht mehr besonders lange. Aber ich habe zum Glück eine, wo's paßt. Schmunzelnde Grüße REsync |
![]() | 10. Februar 2010 Nun liebe TE,deine Fragestellung war ja zunächst recht allgemein gehalten. Im weiteren Verlauf deiner Postings wird aber recht deutlich klar, w a s genau du eigentlich dir selber erwünscht/ersehnst und die Verallgemeinerung hat nun mehr ganz konkrete Hintergründe bekommen,nämlich deine unerfüllten Wünsche, die dir dein Freund ganz offenbar nicht erfüllen kann,weil er weder eine dominante noch eine devote Ader hat. Somit ist für Dich das Nicht-vorhanden-sein dieser Neigung ein Problem und könnte im weiteren Verlauf Eurer Beziehung zu einem weitaus noch größeren Problem werden,wenn es nämlich beginnt,dich zu belasten,das ausgerechnet dieser Partner dahingehend nicht mit dir kompatibel ist und du unter der Nichterfüllung deiner Sehnsüchte zu leiden beginnst. Norm und Abnorm ist immer relativ zu betrachten,vom individuellen Standpunkt des Einzelnen.Wat dem einen sin Uhl ist es noch lange nicht dem anderen. Wenn man schon versucht,da Standard-Werte zu definieren ,dürfte die Frage gerade hier,in einer Community,wo sich sicherlich nicht die breite Masse der "Normalos" bewegt, relativ müßig sein,da die meisten hier Dinge als "normal" empfinden,die nicht das Gros der Gesamtbevölkerung Deutschlands so betrachtet. Nehmen wir mal als Beispiel Utilitys Beitrag: da genügte der normale akt mit lecken u blasen.. Ich bin der festen Überzeugung,dass es ne Masse Menschen gibt, die selbst Lecken und Blasen n i c h t für"normal" befinden,liest man ja hier sogar mehr als einmal,dass sich Männer darüber beschweren ,ausjammern,das ihre Gattinnen/Partnerinen da so rein gar keinen Vertrag mit haben. Somit ist die Frage was"normal" und "anormal" ist,per Definitionem nicht zu beantworten.Ist wie die Frage was war eher da? Die Henne oder das Ei?Ebenso nicht zu beantworten. Was Dich angeht, liebe TE: Wenn du mit dem sexuellen Nicht-Agieren deines Freundes ein Problem hast,und das hast du m.E. ganz entschieden, dann solltest du überlegen,ob du langfristig damit klar kommst,dass es so ist und wenn nicht,ziehe in irgendeiner Weise deine Konsequenzen daraus. Sonst wirst du mit Sicherheit auf lange Sicht betrachtet,deines Lebens mit ihm nicht froh. |
![]() | 10. Februar 2010 Ich denke, dass insgeheim jeder irgendwann mal eine Phase erreicht, ind er er sich gewisse Dinge wünscht, sie es auch nur im Kopfkino. Vielleicht keine Fetishe, aber sicher wünscht sich jeder mal irgendwann eine "abnormale" sexuelle Handlung. Das können ja auch Kleinigkeiten wie Dirty Talk oder einen Klatsch auf den Po beim sex sein. Vielleicht hat man sowas noch nicht in den ersten Jahren seiner sexuellen entdekcunsgreise, aber irgendwann wird doch ganz normaler Kuschelsex jedem etwas zu langweilig und man wünscht sich etwas abwechslung oder man wünscht sich, einen shritt weiter zu gehen. |
![]() | 10. Februar 2010 Denke nicht. Denke nicht das es jemanden ohne bestimmte Vorlieben gibt. Vieleicht gibt es einiege die es sich selbst einfach nicht eingestehen woll und können. |
![]() | 10. Februar 2010 Für die ausführlichen Antworten erstmal vielen Dank! Meine Frage war schon absichtlich so allg. gehalten, ich wollte nur mal eure Meinung dazu hören. Der Hintergrund liegt da aber natürlich in meinen Bedürfnissen. aber ich glaube dann sollte der Thread ins Thema "Beziehung" verschoben werden oder? WEnn ja , bitte éinfach machen. Also, dass unser Sex dann wohl nicht ganz so gewöhnlich ist, ist mir inzwischen auch klar. Meine Ansprüche liegen da nur einfach etwas breiter gefächert als die von meinem Freund. So Sachen wie Orts- und Stellungswechsel sind genau wie Oralsex und Dirtytalk selbstverständlich. Und ja, wahrscheinlich, so sagt er ja auch, decke ich damit so ziemlich alle seiner Wünsche ab. Aber leider nicht all Meine. Ihm zu sagen, dass es mich antörnt wenn er dominanter ist, das hat nichts gebracht. Hat jmd eine Idee, wie ich ihm das auf subtile Weise schmackhaft machen kann? Denn daran, dass das mal unsere Beziehung kaputt machen könnte werde ich jetzt noch nicht denken! |
![]() | 10. Februar 2010 sorg dafür das er sich "nehmen" muss was er will indem du dich zierst... |
![]() | 10. Februar 2010 :) gute Idee... hab ich auch schon gemacht, aber das darf ich nicht zu oft machen, sonst wird er so genervt, dass nix mehr geht |
![]() | 10. Februar 2010 sorg dafür das er sich "nehmen" muss was er will indem du dich zierst... Genau. Ich glaube zwar nicht daß Du aus einem nicht BDSMler zum Dom machen kannst. Aber so gewissen Spielarten kann man im Laufe einer Beziehung schon einstudieren. Kirk ende |
![]() | 10. Februar 2010 Ja, ich denke, dass es realistisch ist, wenn jemand von sich sagt, er hätte keinerlei sexuelle Vorlieben, die aus dem Rahmen fallen. Wer sich lange intensiv mit Sexualität befasst und wer in Foren wie diesem hier verkehrt, dem verzerrt es über kurz oder lang das Weltbild und er meint, jeder hätte einen Fetisch, eine abgefahrene Phantasie oder einen Latexstrampler im Schrank. Dem ist aber nicht so. Ich kenne genug Menschen, die sehr zufrieden sind mit "normalem Durchschnittssex" in den "üblichen Stellungen" ohne schrille Fummel an und ohne Beteiligung von Dritten, Vierten oder Fünften. |
![]() | 10. Februar 2010 herrlich ...ich oute mich jetzt mal als Freak ohne Fetisch oder absonderliche Neigungen...und...*trommelwirbel*..hey, ich bin glücklich und zufrieden mit meinem Sexleben und die Wahrscheinlichkeit, dass ich meinem Freund den Hintern aus sexuellen Gründen versohlen möchte tendiert gegen Null... Und das is gut so. Mir gefällt es. Er akzeptiert es. Aus höheren Gründen, die über die Bettkante hinausgehen. Auch dafür liebe ich ihn. Wenn ich manche Post hier ernstnehmen würde, müsste ich dringend auf die Psychocouch, weil ich mir meiner eigenen Wünsche und Neigungen nicht bewusst bin und quasi meinem Glück im Weg stehe... Es gibt so vile Menschen, die ohne einen Fetisch durchs Leben gehen und "trotzdem" ein ausgefülltes und spannendes Sexleben haben. Die TE steckt natürlich in einem Dilemma, da ihr Partner, den sie sich anscheinend nicht aufgrund von gemeinsamen sexuellen Neigungen ausgesucht hat, zurzeit nicht ihre Fantasien mit ihr ausleben kann und will. Und schon sind wir wieder bei dem, auch in anderen Threads beliebten, Thema der Manipulation! "Wie bekomme ich meinen Partner dazu, meinen kleinen Freund in den Mund zu nehmen/sich in den Hintern stoßen zu lassen/meinen Urin zu trinken/ sich fesseln zu lassen/mich herumzukommandieren...?" Diese Kreativsammlungen erstaunen mich jedesmal wieder, vor allem, weil die Ratgeber (hey, is nicht auf jemanden persönlich gemünzt) denken, dass der Partner des Beratenen das nicht kapiert und sih dann herrlich betrogen fühlt. Liebe TE: dein Partner hat keine dominante Ader, deine Wünsche kann und möchte er dir zurzeit nicht erfüllen. Dann lass ihn doch bitte so, wie er ist! Entweder ändert er seine Ansichten im Laufe der Zeit oder auch nicht. Aber die eigenen Wünsche einfach durchknüppeln zu wollen, was hat das noch mit einer fuktionierenden und glücklichen Beziehung zu tun, in der man zusammen Kompromisse findet. Und Kompromisse können auch bedeuten, dass ein Partner auf etwas verzichten muss, weil es dem anderen sowas von gar nicht in den Plan passt und sich kein anderer Kompromiss finden lässt. Wenn dir das Ausleben deiner devoten Ader so wichtig ist, dass du deinen Freund unter Druck setzt und ihn mit Spielchen dazu bringen möchtest, dir diese Befriedigung zu verschaffen, dann solltest du diese Beziehung lieber beenden und dir einen "Herren" suchen, so wie du es ja anscheinend auch möchtest. Der Markt gibt ne Menge Angebote her und wie hier, glaube ich, schon geschrieben wurde: dein Postfach würde überquellen! Das ist sicherlich nicht böse gemeint, aber werde dir darüber klar, wie wichtig dir diese Neigung ist. Und dann triff eine Entscheidung. |
![]() | 10. Februar 2010 Genauso sehe ich es auch!@Fleckchen. Man kann nicht seine sexuellen Neigungen /Wünsche in einen anderen Menschen,der diese ganz offensichtlich nicht teilt,hineinimplizieren,hervorkitzeln oder gar "ANLERNEN". Was würde es dir denn bringen,wenn dein Freund sich so verbiegt,dass er dir zu liebe,dieses jenes oder welches macht,damit DU zufrieden bist,ER sich aber verbiegen müßte? Nix und dreimal nix. |
![]() | 11. Februar 2010 Ist eben die Frage... ...ob ihr Freund so genau weiß, was sie will. Vielleicht ist faires Verhalten in ihm ja sehr tief verankert (was ja an sich ein feiner Zug ist) und er scheut sich einfach kopfmäßig davor, mit ihr Dinge zu machen, von denen er nicht wollen würde, dass das jemand mit ihm macht. Fürs Zusammenleben ist das auch wichtig, aber beim Sex kann man dieses Prinzip, wenn beide das wollen, auch temporär außer Kraft setzen. Das würde ich erst mal klären und feststellen, ob solche Sachen, wenn er nicht befürchten muss, dass da ein wie du mir, so ich dir nachfolgt und er seine Frau damit glücklich macht, immer noch nicht sein Ding sind. Vielleicht ist das für einen passiv/devoten Typus ein bisschen schwierig, initiativ werden und passiv/devot sein passt wahrscheinlich nicht so optimal zusammen... aber einen Versuch ist es ja vielleicht wert, bevor man alles hinschmeißt und sich im Netz einen Wildfremden sucht, der einen malträtiert... Wenn das geklärt ist und ihn d/s wirklich langweilt, kann man immer noch Prioritäten setzen. |
![]() | 11. Februar 2010 @ JCS aber einen Versuch ist es ja vielleicht wert, bevor man alles hinschmeißt und sich im Netz einen Wildfremden sucht, der einen malträtiert... Das sehe ich genauso, natürlich muss ein klärendes Gespräch geführt werden, um auszuloten, wie da die Rahmenlinien gesteckt sind. Und mit der Suche nach einem Herren meinte ich nicht, dass sie sich vom nächstbesten Mann "malträtieren" lassen soll...aber es gibt viele Männer, die Neigungen haben, die ihren Wünschen entsprechen und dieses auch ausleben wollen...wenn sie der Meinung ist, dass dieser Teil unbedingt zu ihrem Beziehungsleben dazugehören soll, dann wird sie einen anderen Partner finden können...mit dem sie mehr gemeinsam hat, als nur ihre Vorliebe des Dom/Dev-Spiels... |
