![]() | 11. Januar 2010 Nö nö nö ! Also ich bin auch single,und zwar glücklicher single,aber ich würde niemals behaupten das ich mich vor wahrer liebe streube. Ich kann auch nicht in irgendeinen Modell leben oder dieses Schubkasten denken,das funktioniert erst recht nicht. Man muß ja bei einer neuen Beziehung nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.Ist es nicht schöner zuzusehen wie sich alles entwickelt und wie Grenzen beim Partner auf einmal Grenzenlos werden.Das man auf einmal garnicht merkt das man seine eigenen Grenzen eingerissen hat. Liebe ,Wärme ,Sehnsucht sind doch die wesentlichen dinge des lebens die eigentlich jeder sucht,doch die suche ist halt nicht so einfach. Peter |
![]() | 04. März 2010 Eine Frage des Zeitgeistes Welche Beziehungsform zu wählen ist, ist nur eine Variante der einen Frage, die das Leben in der Postmoderne so mit sich gebracht hat: Was soll ich wählen, wenn ich alles wählen kann? Welche Werte sind mir wirklich und dauerhaft so wichtig, dass ich diese beim Treffen meiner Entscheidung, mit der ich auch nach ein paar Monaten/Jahren zufrieden sein werde, berücksichtige? Wir leben in einer Welt, in der wir aus den meisten normierenden sozialen Bezügen gefallen sind, bzw. es sehr leicht fällt, sich aus diesen zu befreien oder außerhalb dieser zu bewegen. Wir könnten es Freiheit nennen, aber ich nenne es den Zwang, entscheiden zu müssen. Es ist ja voll geil, so ein "freigesetztes" Individuum zu sein - aber manchmal ist es einfach eine Überforderung. Praktisch wäre, verschiedene Bezihungsformen einfach auszuprobieren, parallel, hinter einander, überlappend - und irgendwann wird sich zeigen, welche die richtige ist. Im Spannungsfeld zwischen individuellem Freiheitsdrang und dem Wunsch nach Anerkennung durch eine soziale Gruppe oder ein Gegenüber stehen Menschen immer. Die Kunst liegt wohl darin, zu lernen, diese Spannung auszuhalten oder sich Räume und Möglichkeiten zu eröffnen, beiden Bedürfnissen nachgehen zu können. Siehe dazu auch Fromm, Erich: Die Kunst zu lieben. |
![]() | 04. März 2010 @Weibeslust mir scheint du gehst da zu kopfgesteuert ran und bremst dich schon aus bevor du gestartet bist. irgendwie erinnert mich das an paul watzlawick "anleitung zum unglücklich sein". |
![]() | 04. März 2010 Richtig! Dein Kopf spielt dir einen Streich! Auch du kannst eine glückliche Beziehung führen. Allerdings ist rein rationales Denken und Planen ziemlich tödlich für eine Beziehung. Gefühle und emotionales Planen sind zwar nicht immer gut konrollier- und steuerbar, aber das hält eine Beziehung lebendig. Wenn du dich darauf einlässt und eine gesunde Mischung für dich findest, kannst du in einer Beziehung sehr glücklich werden! |
![]() | 05. März 2010 @Weibeslust Ich hatte mich in Deinem Alter und auch noch Jahre danach immer wieder mit wohl "ähnlichen" Gedanken beschäftigt, während ich diverse sehr unterschiedliche "Beziehungskonstellationen" lebte... Vielleicht hilft Dir klare Selbstbetrachtung um zwischen ggf. durchaus wohltuendem Alleinsein und ggf. psychisch eher destruktiver Einsamkeit eines etwas "haben wollen/müssen" (z.B. fehlende "richtige" Liebe, Nähe, Sex, Austausch, u.v.m. ...) zu differenzieren. Wobei bei "mir" eigentlich nur "wirklich" mit "Einsamkeit" assozierbare Empfindungen aufkommen, wenn ich Menschen wahrnehme, die in ihren Konditionierungen und Alltagshandlungen in einem mehr oder weniger "Teufelskreis" oder im Sinne eines "Täglich grüsst das Murmeltier" in Ihren Wiederholungen gefangen sind/scheinen. Jedenfalls sind wohl weder "diese Arten" ggf. subjektiven "Glücks" bis subjektiven "Leids" mehr etwas für mich. Ich für mich hatte u.a. , als ich mich aus meinen eigenen Prägungen ähnlicher Art verabschiedete, immer wieder mal gefragt: Gibt es ein wirkliches lebendiges Leben noch vor dem Tod?! Unbenommen sei natürlich jedem so zu leben wie sie/er kann/will/muss... (ich subjektiviere wie objektiviere hier nur für "mich") "Beziehungsmodelle" jeglicher Art "funktionieren" für mich schon seit Jahrzehnten nicht mehr - und das ist sehr gut so. Ich habe für mich entschieden nahezu keinen Alltag leben zu müssen. Wobei ich mir und allen die mit mir näher zu tun haben, alle Optionen offenlasse. Ich lebe meist Allein und nehme die Zeit des Alleinseins für meine persönliche Weiterentwicklung. Dies funktionierte natürlich nicht von Anfang an sehr gut. Es hat schon etwas Zeit gebraucht, mich wirklich selbst, und mir wichtige Entwicklungswege und Ziele zu finden. Wenn ich Liebe, dann intensiv in einem absoluten Hier und Jetzt mit anschließendem loslassen (eben verantwortungsvoller Freiheit für Jeden). Das beinhaltet eine Intensität, Konzentration, Präsenz, Nähe zu dem/die Anderen wie sie in einer wie auch immer gearteten "Beziehung" zumindest für mich so nicht lebbar wäre (ich kenne auch sonst niemanden). Ich lebe diese Momente wie die letzten Momente meines Lebens. Meist sind es jeweils einige sehr intensive Tage und Nächte, die sich mit gleichen und/oder verschiedenen Lieben meist zu zweit oder zu mehreren auch über viele Jahre - bei aller Vertrautheit - immer wieder NEU (er)leben lassen. Ebenso wie die Zeit des bewussten Alleinseins (was bei mir zunehmend grössere Zeiträume einnimmt). Vor vielen Jahren hatte ich wohl schon die meisten "Beziehungsmodelle" von exclusiver Monogamie bis Polyamorie u.v.m für mich durch. Verantwortliche und Selbstverantwortliche "Freiheit" ist das einzige was übrig geblieben ist. Was wohl durchaus so etwas wie wirklich wachsen und "erwachsen" werden beeinhaltet. Häufig geschieht dies wohl erst "nah" einer zunächst subjektiven Überforderung. Ohne wirkliche Herausforderungen ändert sich objektiviert wohl meist wenig bis nichts. Natürlich kommt ein Grossteil der Menschen für ähnliche "Lebensrahmen und Liebesrahmen" wohl eher nicht in Frage, ebenso wie umgekehrt. |
![]() | 09. März 2010 liebe Weibeslust, Ich habe auch schon viel ausprobiert, was ich mir momentan nur sehr schwer vorstellen kann ist eine klassische monogame Partnerschaft. Derzeit habe ich einen sehr guten Freund, mit dem ich Sex haben kann, wenn ich Lust drauf hab, und mit dem mich sehr viel verbindet - trotzdem sind wir beide absolut frei. Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich Sehnsucht nach mehr bekomme - mehr Nähe, mehr Vertrauen, die eine Person, die einem alles bedeutet - und gleichzeitig weiß ich, dass ich es niemals länger aushalten und mich sehr bald eingeengt fühlen würde. Also, ich lerne gerade zu akzeptieren, dass ich eben diese beiden Seiten in mir habe, und das wird wohl immer so sein. Im Zweifelsfall überwiegt bei mir wohl eher der Freiheitsdrang, die stetige Lust auf neue Erfahrungen, auf Weiterentwicklung ... in einer monogamen Beziehung werde ich bequem, ruhe mich aus auf dem, was ich habe, es fehlt die Inspiration. Aber ich bin wohl ein Mensch, der sowas braucht. Vielleicht lerne ich ja mal jemanden kennen, der damit umgehen kann. Bis dahin werde ich jedenfalls das Leben und alle Begegnungen, die es mir bringt, geniessen. Ich denke, warum du dich verunsichert fühlst, ist, dass es so wenige Vorbilder in dieser Hinsicht gibt - die eben in einer alternativen Beziehungsform leben und auch öffentlich dazu stehen, sich nicht binden wollen und das auch zugeben. Du mußt deinen eigenen Weg finden, der dich glücklich macht, aber das wird dir sicher gelingen! |
![]() | 09. März 2010 Meine Meinung.... .... ist als erstes Setz dich nicht unter Druck Du kannst ja mit einer Affäre beginnen siehst wie es ist und wenn es mehr sein soll gehst du über zu einer Partnerschaft. Wie diese dann "strukturiert" ist muß man , denk ich, in Gesprächen sehen was hat der andere sich so vorgestellt, was möchte er und vorallem was möchte ich, kann ich das, will ich das.... Oder man läßt es auf sich zukommen aber achte bei allem immer darauf wie es sich anfühlt. Wenn du dem richtigen begegnet bist wir er bestimmt nicht gleich gehen wenn du sagtst "Ne, das fühlt sich nicht gut an,..... das geht mir zu schnell...." whatever Was war dein Traum als du klein warst oder als du angefangen hast drüber nachzudenken wie es sein könnte? Wenn es sich da für dich gut angefühlt hat, was hat dich dann "abweichen" lassen? Das du hier bist und gesehen hast das es noch andere Formen des zusammen sein`s gibt? Es ist alles eine Lernsache, ein herantasten und ich denke eine Sache des Gegenübers. Bei dem einen wirft man alle bedenken über Bord, da gibt es kein wenn ind aber und dann gibt es den wo man nur wenn und aber hat Weißt du denn wie dein Gegenüber sein soll? (sie) |
![]() | 09. März 2010 @Weibeslust Ich hatte eine fast 4-jährige Beziehung mit einer Frau, die sich nicht binden wollte. Damals, war es das, was ich gesucht habe, heute, würde ich mich auf so eine Beziehung nicht mehr einlassen. An deiner stelle, würde ich einfach mal alles greifbare ausprobieren Vielleicht kommst du ja auf den Geschmack? |
![]() | 09. März 2010 @ weibeslust ach jaaa... wie gut ich mich wiedererkenne in deinen Gedanken und deinen Fragen! Auch ich neige dazu mir solche Fragen zu stellen und mich zu "verrennen" in den "was wäre wenns" der Lebensmodelle. Ich habe bisher - nach verschiedenen Modellen von "normal" monogam, über 3-erbeziehung, Affären etc.pp und der beobachtung der Modelle der anderen zwei Dinge gelernt: 1. Je mehr man sich darüber den Kopf zerbricht, desto schmlimmer und unlösbarer scheint einem das Problem zu werden und bisweilen ist man so damit beschäftigt über das "was wäre wenn" nachzudenken, dass einem die Möglichkeit auf einem lebenden Versuch glatt entgeht, weil man gar nicht bemerkt, dass da lohnenswerte Interessenten ohne Ansprüche direkt vor der Nase stehen. und 2: Jeder den ich bisher kennen gelernt habe, der einem vordefinierten Modell nachging war in Wahrheit totunglücklich und unzufrieden und hat sich nicht getraut was zu ändern - weil ist ja angeblich das perfekte Modell... haha Ich halte es jetzt mit: sannchen ruhig blut - erster schritt - joa geht - zweiter schritt - hm schön - dritter schritt - hm nicht so - vierter schritt - ja so macht spaß und so weiter und so fort. Ach und 3. Was ich vor einem Jahr noch unter "no go" einsortiert habe ist heute schon wieder ganz anders... Insofern ist jede Modellplanung nur Zeitverschwenugng und enttäuschung vorprogrammiert... Ich wünsche dir viel freude, glück liebe - wie auch immer es das richtige für dich sein wird! Bye Sanni |
![]() | 09. März 2010 Ich würde mich nicht weiter der Qual der viel zu großen Auswahl hingeben... einfach "beherzt den kürzeren Stohalm ziehen" und die erste lecker aussehende Eissorte ausprobieren. Dazu vielleicht einen Tapetenwechsel, der einen durch eine neue Aufgabe, neue Umgebung, neuen Sport zwingt, sich mal nicht mit dem Thema zu beschäftigen für eine Zeit lang... den Rest festigt das Unterbewusstsein. Keine Angst haben und nicht die Gefühle "zurecht denken", das blockiert nur das Draufzu-Leben! |
![]() | 10. März 2010 Jede Beziehungsform hat vor und Nachteile. Ich denke das ist auch immer mit abhängig vom jeweiligen Partner. Am ende entscheidet doch dein Gefühl welche Form du wählst. Also einfach abwarten und offen sein für neues. |
![]() | 10. März 2010 ...die einzige.... Beziehungsform die für mich funktioniert ist meine eigene! Modelle sind mir Schnuppe, Schubladen mir zuwider.......im Dialog bleiben mit dem Gegenüber ist mir wichtig, über alles zu reden und auch dazu zu stehen wenn sich eigene Bedürfnisse verändern....alles ist erlaubt, alles ist möglich.....das Leben ist grenzenlos und die Möglichkeiten des Miteinanders auch...... Mir hat es geholfen sich ein bischen weniger Gedanken zu machen und etwas mehr auf den Bauch zu hören....nur Mut, das wirkt Wunder! |
![]() | 10. März 2010 moderne beziehungen? das erlebe ich immer öfter. die päärchen sind, an sich, nur gute freunde. haben sogar kinder. ab und an sex, zwischendurch kuscheln. aber vom prinzip her, nur gute freunde. (er) |
![]() | 15. März 2010 Beziehungsunfähig... ...ist ein Mensch nur, wenn er keinerlei soziale Bindungen eingehen kann! Pflegst du guten Kontakt zu Vater, Mutter, Geschwister, Freundinnen? Dann hast du schon Beziehungen und bist nicht beziehungsunfähig! Ansonsten würde ich mich in deinem Alter noch nicht mit so schwierigen Sinnfragen auseinandersetzen, sondern erst kurz vorm Aussetzen des Tickens der biologischen Uhr... sofern man einen Kinderwunsch hegt! Bis dahin, lebe und geniesse das Leben, denn du hast nur Eines!!! |
![]() | 15. März 2010 Was heute für Dich gilt - kann morgen schon ganz anders sein. Du genießt Dein entspanntes Leben, dann tu ich mit vollem Herzen und dem Bewußtsein, dass eine Sekunde alles ändern kann... Positiv - aber auch negativ. Insofern wird es Dir wenig bringen, Zukunftsoptionen geistig durchzuspielen. Die Wünsche, die wir haben, werden selten wahr - die Wahrheit zu einem Wunsch werden zu lassen, diesen zu leben, darauf kommt es an. Alles im Leben hat seine Zeit - so heißt es schon in der Bibel und seit Jahrhunderten tragen sich die Menschen mit den gleichen Gedanken, haben Angst, nicht den passenden Gegenpart zu finden, sind unzufrieden, wenn sie sich eingesperrt fühlen, sind einsam, wenn sie denken, keiner liebt sie... Aber jeder Moment, jede Sekunde, jeder Augenblick kann Dein Leben von Grund auf ändern - Du kannst nichts erzwingen. Bleib Dir selbst treu und lass alles andere auf Dich zukommen - glaub mir, es kommt sowieso... |
