Der klassische Swingerclub

30. Dezember 2009
Der klassische Swingerclub

Überall liest man von "Pärchen"-Clubs oder "Herrenüberschuss"-Clubs oder "Fetish"-Clubs. Gibt es noch die Ursprungsform, die alles miteinander vereint?

Ich swinge zwar erst seit ein paar Jahren, aber es scheint in den vergangenen 10-20 Jahren einen Wandel bei den Swingerclubs gegeben zu haben.

Die meisten Swingerclubs haben sich spezialisiert.
In einigen Clubs dürfen nur Paare (und manchmal zusätzlich Solodamen) herein - diese nennen sich dann Pärchenclub (kurz: PC).
Solche Clubs finanzieren sich durch die Paare. Sex findet auf Basis eines Partnertausch (PT) oder unter einem Paar (ohne PT) statt, d.h. auch einzelne Paare vergnügen sich nur mit sich selbst oder mit einem Teil eines Paares. Kreuz & Quer-Sex (1 Frau & 1 Mann, die sich vor dem Clubbesuch unbekannt waren) ist selten.

Andere Läden lassen auch Soloherren zu - diese nennt die Swingerszene dann "Herrenüberschuss"-Club (kurz: HÜ-Club).
Solche Läden finanzieren sich zu großen Teilen durch die Solomänner, die höhere Preise bezahlen müssen. Sex findet auf Basis (selten) von Partnertausch-Basis (PT), (manchmal) Nymphomanie (1 Frau und viele Männer, deshalb der HÜ-Begriff) und (meistens) Kreuz & Quer-Sex statt.

Was aber, wenn ich die Mischform daraus suche?

Wenn ich die älteren Swinger richtig verstehe, gab es vor 20 Jahren fast keine PC´s und überhaupt keine HÜ-Clubs, sondern nur den einen Swingerclub. BDSM war eine ganz andere Szene, und niemand fragte nach Peitschen oder Andreaskreuzen in Swingerclubs. Eine Sauna, einen Whirlpool und ein warmes Buffet hatten die wenigsten Clubs, dafür waren die Eintrittspreise niedriger und an der Tür wurde entschieden, wer hereinkommen darf und wer nicht.
Es galt die Regel: Swingen heißt Partnertausch. Dabei war egal, ob das Paar außerhalb des Clubs auch zusammen war oder nicht. Wichtig war, dass alle aufgeschlossen waren und niemand gelangweilt in der Ecke saß. Einzelne Herren, Damen oder ganze Männergruppen wurden nicht eingelassen. An sich wurde eine Solodame oder ein Solomann nur nach voriger Anmeldung eingelassen, im Idealfall sollte er/sie sich eine Begleitung gesucht haben. Mehr als eine überzählige Frau oder ein zusätzlicher Mann waren nie im Club. Sex war das Ziel, und nicht dass drei Solomänner in der einen und zwei Solodamen in der anderen Ecke des Clubs saßen und sich unauffällig anstarrten. Für Solodamen und Soloherren gab es kein gesondertes Preissystem, sie zahlten einfach jeweils die Hälfte des Paarpreises (Beide!).

Warum ist diese Clubversion ausgestorben? Gibt es solche Clubs überhaupt noch? Oder findet das alles tatsächlich (dank Internet) nun im privaten Rahmen statt???
30. Dezember 2009

Schade-Du wohnst etwas weit weg. Sonst-wenn in *bayern* bist-besuch doch mal La Boum. Wir sind voll zufrieden mit dem, was wir da haben. Es gibt auch bei uns unzufriedene (man kann ja nicht jedem Recht machen!) Aber fast alles, was Du beschreibst, ist auch in unserem Club zu finden. Aufgeschlossene Paare, ausgewogener Verhältnis Einzeldamen und Herren. Allerdings die Preise sind doch für Herren nicht so, wie für Paare, aber wir kennen auch viel teuere Clubs mit HÜ.
LG nikilana`s
P.S. Und "ja"-es geht in unserem Club um Sex (wobei auch Whirpool, Sauna, grosser Garten, Buffet und riesengrosse Tanzfläche vorhanden ist*ggg*)
30. Dezember 2009
@ nikilana

Definitiv Nein.
Das La Boum gehört zur Kategorie HÜ-Club. Allein schon das Preisssystem mit Verzehrpauschale ist ein Witz.
30. Dezember 2009

Du kannst es nicht behaupten-weil Du noch nie bei uns warst. Oder verwechsle ich da etwas *gruebel*
30. Dezember 2009

Vielleicht hat sich das alte,"klassische"Swingerkonzept einfach überlebt und mit den ewiggestrigen(von denen mittlerweile wohl viele aus Altersgründen weg sind)konnten die betreiber nicht leben und haben sich einfach angepasst...
30. Dezember 2009

Sagen wir mal so, der klassische Wohnzimmerswingerclub wird wohl ausgedient haben.
Wir denken mal das die Betreiber sich an das angepasst haben was ihrer Meinung nach am meisten Kohle bringt. Dann spielt es noch eine Rolle ob der Betreiber sich selber mit dem Swingen identifiziert. Das merkt man auch heute bei einigen Clubs, sind die Betreiber selber aktive Swinger, dann fließt das in den Club oft mit ein.

Die Szene hat sich verändert und das ist wohl der Lauf der Dinge.

Vieles spielt sich wohl auch im privaten ab, verständlich, da kann man schalten und walten wie man will, bestimmt wer dabei ist und gut ist es.

Gruß Sie
30. Dezember 2009

@ nikilana
Natürlich kann ich das behaupten, auch wenn ich nicht da war. Ein Blick auf die Homepage des La Boum-Clubs reicht schon. Solomänner müssen mehr als Doppelte als Paare zahlen und dafür bekommen sie auch noch Verhaltensregeln gratis dazu.*zwinker*
Solche Regeln sind ja schön & gut, aber das auf der Homepage lesen doch eh nur die Falschen, aber nachher hat man wieder eine Rechtfertigung zu sagen: Ja, da stand es aber doch...
Der klassische Swingerclub braucht(e) keinen 99 Euro-Eintritt und keine Extra-Verhaltensregeln für Solomänner, damit ein gewisses Niveau eingehalten wird, weil dort Solomänner eine Minderheit bild(et)en und von den Paaren "erzogen" wurden.
Zu der La Boum-Diskussion im "Locations"-Thread äußere ich mich nicht, da kann nur wer mitreden, wer auch da war. Aber als Vorzeigeclub taugt das La Boum gewiss nicht, wenn es dermassen scharfe Kritik vertragen muss.

@ LesBiKathi
Ich sehe die Entwicklung etwas anders. Am Anfang waren die Paare und vereinzelt Singles im Club. Solomänner und die Rotlichtbranche klopften vehement an die Türen der Swingerclubs und wollten gerne mitspielen. Die Betreiber witterten das große Geld und liessen das zu. Plötzlich stimmte das Verhältnis nicht mehr. Es entstanden auch Clubs, die werktags Bordelle/Stripbars und am Wochenende Swingerclubs waren. Immer mehr einfache Barbetreiber funktionierten ihre Clubs in SCs oder Erotikbars am Wochenende um. Doch die Gäste blieben aus. Also mussten neue Anreize geschaffen werden. Es enstanden reine Pärchenclubs sowie andererseits HÜ-Clubs für Herren - in der Hoffnung, dass dort die nymphomanisch-veranlagten Frauen hingehen, was nur teilweise stimmte, weil Swingerfrauen eben meistens nicht nur eine sexuelle Vorliebe haben. Die Anbiederung an die Fetish-Szene, der Wellness-Trend und die neue Medienberichterstattung über Swingerclubs und Pornos durch Vox, RTL2, YouPorn & Co. taten ihr Übriges, dass die Swingerszene völlig zerfaserte.
Nicht die Swinger haben die Entwicklung in Gang gebracht, sondern die äußeren Umstände.

@ jo_jana
Ob das früher alles Wohnzimmer-Clubs waren, ich denke eher nicht. Das ist eine zu verklärte Sichtweise. Früher waren die Betreiber auch Geschäftsleute, die mit Swingerclubs Geld verdienen wollten.
Diese Aussage sehe ich aber auch so:
Wir denken mal das die Betreiber sich an das angepasst haben was ihrer Meinung nach am meisten Kohle bringt. Dann spielt es noch eine Rolle ob der Betreiber sich selber mit dem Swingen identifiziert. Das merkt man auch heute bei einigen Clubs, sind die Betreiber selber aktive Swinger, dann fließt das in den Club oft mit ein.
Genau, das ist der Punkt.
Doch heutzutage treibt so etwas u.U. merkwürdige Stilblüten.
Bsp. Fantasy in Frankfurt/Main. Der Betreiber betont auf seiner Homepage überall, wie wichtig ihm Sex in seinem Club sei. Die Erfahrungsberichte im Joyclub bestätigen das auch, dass dort viel auf den Matten los sei.
Dennoch basiert sein Preissystem auf den Solomännern - in einer so krassen Form, wie ich es lange nicht mehr gesehen habe: Paare/Solodamen haben freien Eintritt, Solomänner sollen 115 Euro zahlen. *haumichwech*
Wer seinen Club so betreibt, erzeugt erstens unpassende Erwartungshaltungen und schafft zweitens eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Was passiert denn im Fantasy, wenn vier Wochenenden lang keine Soloherren mehr in den Club kommen? Wer zahlt denn die ganzen Unkosten dann?
31. Dezember 2009
Nachtrag zu Solomänner

Jetzt ist mir auch eingefallen, wie es zu diesem wahnsinnigen Sinneswandel bei den Clubbetreibern kam, ungebremst Solomänner einzulassen:
Männer gehen in Pornokinos, gehen zu Stripshows oder Live-Sex-Shows in Nachtclubs - sie zahlen gerne viel Geld dafür, nur um zuschauen zu können. An diese Klientel wollten die SC-Betreiber vor 10-15 Jahren heran. Sie dachten, Paare sind doch eh im SC schon anwesend, die teilweise exhibitionistisch veranlagt sind. Einige umherstehende Männer werden schon nicht stören.

Genau diese Männer-Sorte, die es aus Nachtclubs gewohnt war, still die passive Rolle zu ertragen, wurde jedoch plötzlich aktiv. Träumten sie doch von der Live-Umsetzung ihrer Porno-Fantasien mit Gangbangs. Teilweise trafen sie in Swingerclubs auch auf nymphomanische Frauen, die diesen Wunsch teilten. Oft waren solche Frauen jedoch nicht anwesend. Diese wortlose Sex-Anbahnung beim Gangbang war & ist Schuld daran, dass (Solo)Männer die abstruse Vorstellung bekamen, im Swingerclub bekommen sie unendlich viel Sex automatisch. Sie bräuchten sich nur auszuziehen und dazuzulegen.
Die Clubbetreiber wiederum merkten, dass sie ihr neues Monster-Publikum nicht mehr beherrschen konnten. Wegen des Niveau-Verfalls blieben frühere Swinger weg. Um sich zu retten, funktionierten manche Betreiber ihre SCs zu PCs um, Andere zu HÜ-Clubs.
Damit die HÜ-Clubs besser liefen, gab es Gangbang-Partys, um die neue gutzahlende Männer-Klientel ruhigzustellen. Anfangs noch privat, später schon mit Aufwandsentschädigungen und Verträgen für die Dame(n), damit keine einen Tag vor dem angekündigten Event absagen könnte. Schnell kamen so auch die ersten professionellen Damen in den Swingerclub, die solche GB-Partys veranstalteten. Umso mehr Männer, umso mehr zum Geschäft verkam das Ganze.

Ich als einzelner Solomann habe diese Entwicklung heute auszubaden. Wenn ich am Einlass frage, wie das aktuelle Verhältnis sei, bekomme ich gelegentlich folgende Antwort: "1 Solodame, 2 Paare und 10 Solomänner, aber die eine Frau von dem Paar ist sehr aktiv."
Für Nicht-Swinger übersetzt heißt der Begriff "aktiv": Eine nyphomanisch-veranlagte Frau, die auf mehrere Männer steht, ist im Club.
Aus Sicht des SC-Betreibers heißt das: "Da ist eine Frau, die auf mehrere Männer steht, also sei froh, dass du für deinen hohen Eintritt heute auch etwas geboten bekommst."
Genau mit dieser idiotischen Sichtweise fördern SC-Betreiber das schlechte Verhalten ihrer Gäste. Ich hasse den Begriff "aktiv" mittlerweile, steht er doch wie kein Zweiter für diese Beliebigkeit in der Swingerszene. "Sympathie entscheidet", müsste viel stärker im Vordergrund stehen.

Ich habe keine Lust mehr auf 08/15-Sex, in einer Männer-Reihe vor einer liegenden Frau zu stehen, schnell-schnell und für so eine gefühlslose "Nummer" 100 Euro zu zahlen. Männer, die auf so etwas stehen, könnten auch in Bordelle gehen, keiner würde sie vermissen.
31. Dezember 2009

Mächtig interressant.
Sag mal,wie weit bist du denn in die Vergangenheit gereist?
ich glaube dass bei so weit zurückliegenden Anfängen kaum einer mitreden kann.

Und wenn du es nicht selbst erlebt hast kann da von den "alten"doch auch reichlich verklärtheit mit drin sein,oder?SO lange zurückliegend und als hörensagen.

Wir waren das erste mal vor 11 Jahren in einem SC,ist also nicht so lange her
02. Januar 2010
@ LesBiKathi

Schaut euch einmal die englische Wikipedia-Seite zum "Swingen" an. Da wird die Entwicklung erzählt.
Außerdem gibt es dort Links zu Seiten wie z.B. libchrist (diese US-Vereinigung gefällt mir zwar nicht, aber die Informationen zum Thema sind brauchbar), die die Veränderungen in der Swingerszene genau erklären.

Mir passt diese harte Definition - nur Paare sind Swinger - auch nicht, aber wer nach den "altmodischen" Swingerclubs sucht, muss sich gezwungermassen damit auseinandersetzen.
02. Januar 2010

Da ich dir recht gebe fasse meinen Post nicht kritisch auf.
Nur,wer hat denn in D die 70er oder 60er als Swinger erlebt?
Und kann objektiv was sagen,ohne dieses "Früher war alles besser"?
Man muss immer den Kontext der damaligen Zeit bedenken,in den 60ern alsü30 fremdsexen?Als Paar???
Au weia.Damals ging das alles noch anders ab,man vergleiche nur die 60er mit dem Neuerscheinen von Beate Uhse und der freizügigkeit heute.
Kam vor einiger Zeit eine Doku über Sexuelle freiheit in den 60ern,DAS will bestimmt keiner wiederhaben.Da dachte ich nur,zu DER Zeit Swinger sein?Oder SMler???Undenkbar.
Daher meine Frage wie weit du zurückgefragt hast,80er,70er,60er...
In anderen Ländern wie USA ist das eh anders,ich verstand das TE auf D bezogen.
Als in US die GayCom offen auftrat hat hier keiner zugegeben dass er schwul ist,und bei Swingern ist das da auch anders.
Mir wurde berichtet dass in den 80er/90er Jahren in Frankreich in SCs normal war mit chicer,normaler Kleidung anwesend zu sein,auf sowas wie in D(Bollerunterbuxe,BH,Adiletten)wäre da NIEMAND gekommen.

Also,in D?Früher?
02. Januar 2010

Wir kennen die "gute alte Swingerzeit" zwar auch nur vom Hörensagen, haben aber in unserer Swingerzeit auch einen deutlichen Wandel der Clubs erlebt. Clubs, die sich schon in der Selbstdarstellung an Paare wenden, die Partnertausch praktizieren möchten, wie es früher bei der venus in Haminkeln der Fall war, sind von der Bildfläche verschwunden oder haben ihren Charakter verändert. Viele Clubs haben sich zu Erotikdiscos oder Wellnesstempeln weiterentwickelt mit einem Publikum, das mehrheitlich nicht unbedingt den aktiven Sex mit anderen Partnern sucht.
Die "Geldmaschine" HÜ Club hat sich vielerorts auch überlebt, viele Paare meiden die (kleineren)Clubs, die (Männer-)Gruppen Einlass gewähren und oft zusätzlich professionelle Hausdamen beschäftigen. Wir erleben es so, dass kleine Clubs mit einer guten Führung und aktiven Publikumsanbindung und -Auswahl überleben, bei anderen ein ewiger Kreislauf von Neueröffnung und Schließung, vom Wechsel zwischen Swingerclub und bordellartigem Betrieb stattfindet. Trotzdem halten sich ja auch viele alteingessene große Clubs: das beverly, das CP haben immer ihr Publikum gehabt und haben es heute noch. Trotzdem erleben wir es auch so, dass sich ein großer Markt für professionelle und semiprofessionelle Partys entwickelt hat, die wir selbst auch ab und an einem Clubbesuch vorziehen weil sie eine klarere Zielgruppe haben. Man weiß eben vorher, dass man zu einer HÜ-Party oder eben zu einem erotischen Event mit ein wenig Sehen und Zeigen geht und auch auch ein entsprechend eingestelltes Publikum trifft.
Was die SM-Szene betriff, die Integration von SM in einen Swingerclub hat real fast nirgens stattgefunden, der SM-Raum ist fast überall eine wenig genutzte Requisite. Nur im Beverly haben wir an den entsprechenden Partytagen wirklichen SM praktizieren sehen. Es ist sicher nicht zufällig, dass immer mehr eindeutige SM-Clubs eröffnet werden.
02. Januar 2010

insblaue
woran habt ihr erkannt dass es "wirklicher SM"war...?

Und das ganze erinnert an die Zeit der Fitnesstudios in den 70ern bis ca 85,die "Muckibuden".Dann kam der Wandel mit Sauna,Karddio,Sonnenbank,immer größeren Barbereichen und auf einmal kamen Sekretärinen,Studentinnen und Läufer,aber Bodybuilder sah man dort nicht mehr weil die sowohl vom Publikum als auch von der Ausrüstung her nicht mehr da trainieren konnten.

Auch diese Läden mussten sich der Masse anpassen.Mit solchen "echten,alten"Hantelbuden könnte heute auch keiner mehr über die Runden kommen.
02. Januar 2010
@ LesBiKathi

Hallo, dazu muss ich (Jo) auch mal wieder was schreiben.
Steph hat wohl sehr das Internet und das "HörenSagen" bemüht, aber so unrecht hat er nicht. Man muss auch nicht in die 60er oder 70er zurückgehen um einen Wandel zu bemerken.
Ich habe schon sehr früh einen Einblick in die Swingerlandschaft nehmen können und behaupte ganz selbstbewußt auf 20 Jahre Erfahrung zurückgreifen zu können.
In den 80er 90er gab es vorallem kleine Clubs (gerne von Jana als Wohnzimmerclub tituliert), größere waren rar und hauptsächlich den Paare vorbehalten, vorbei wir beim Swingergedanken sind:
mal ernsthaft, ein Single (egal ob M oder W) kann nie wirklich ein Swinger sein unserer Meinung nach (und das soll jetzt keine Beleidigung sein). Warum und weshalb würde jetzt den Rahmen sprengen und zu neuen Diskussionen führen.

Was ist denn Swingen? Unserer Meinung nach das Ausleben sexueller Fantasien in einer festen Partnerschaft auch mit anderen Sexpartnern. Singles können sich sicher auch frei entfalten und öfter andere Sexpartner haben, das ist für uns dann aber promiskuitiv. Sicher sind da die Grenzen fließend und wer will und kann da schon die Grenze richtig ziehen?

Davon ausgehend, daß nur Paare Swinger sein können, sind eigentlich nur Paareclubs richtige Swingerclubs (soll auch wieder keine Abwertung sein). Dann wollen vielleicht auch Paare mal Fantasien ausleben mit mehreren Männern; dazu gibt es heute in manchen Paareclubs Gigoloabende...
Ich bin abgeschweift...

Natürlich will jeder Clubbetreiber Profit machen und dagegen ist auch gar nichts einzuwenden, aber früher waren Swingerclubs eher einem eingeweihten Publikum ein Begriff und deshalb auch nicht so "fremdbevölkert" mit Discogängern, Puffgängern, einsamen Frauen und vorallem Männern.
Wie LesbiKathi es schon geschrieben hat, die Muckibuden haben sich im Laufe der Zeit gewandelt, aber jetzt findet wieder ein Wandel statt (und das sollte auch bei den Clubs wieder geschehen).
Die Eisenbeißer-Keller-Studios sind großen "Wellness-Tempeln" gewichen (hie und da gibt es auch noch die ganz kleinen Hantelstudios) und es ist so ziemlich zur Gelddruckmaschine geworden.
Es kamen viele Leute in die Sportstudios, die eigentlich gar nicht wegen dem Sport kamen, sondern wegen Sauna, klönen an der Bar, Kontakte und Partner finden usw. und das bei horrenden Monatsbeiträgen. Wie bei den Swingerclubs, kenne ich die Sportstudioszene auch schon sehr lange udn erkenne da den Wandel: BilligFit ist auf dem Vormarsch, es geht wieder um den Sport und um die Essenz des Traininierens zu einem Hammerpreis. Das lockt immer mehr Leute an, auch und vorallem junges Publikum. Es trennt auch die Spreu vom Weizen. Wellnesspeople gehen in die Schicki Micki Studios, Leute, die "einfach gut auseehen" wollen (oh Gott, das soll hier keine Werbeveranstaltung werden), gehen ins McSport.

Die Clubs (Clubbetreiber) und die Besucher müssen sich endlich wieder oder endlich einmal auf die Urspünge und das "was will ich wirklich" besinnen.
Wie schon so oft geschrieben, Eintrittspreise sollten endlich gerechter gestaltet werden. Einlasskontrolle wie in der Dicso ("Du kummscht hier nett roi").
Unter uns: wo ist der Unterschied zwischen Puff und Club, wenn das Paar / Frau keinen oder fast keinen Eintritt zahlt und der Mann alles (wenn es denn mal kein Paareclub ist)? Der Unterschied besteht darin, der Betreiber kassiert direkt von den Männern und nicht die Frauen / Paare und die bekommen nix. Sie sind also die freiwilligen "Anschaffer" vom Clubzuhälter. Früher hatten dabei noch alle ihren Spaß bzw. öfter, aber mittlerweile wird alles eingelassen, auch wenn diese mit dem Swingergedanken gar nichts am Hut haben (gilt für Paare und Singles).
Singles die auf Partnersuche sind, sollten das nicht in den Club tragen, Paare, die nur mit Paaren wollen, dürfen nur in Paareclubs. Punkt.

Über Billig Mc Sport hat auch alles am Anfang gelacht, aber das vernüftige hat sich durchgesetzt und sein Publikum gefunden.

Ein Swingerclub oder Sexclub für private, naturgeile Menschen (so sehe ich das heute) sollte seine Kosten gerecht aufteilen. Wo zahlen Paare in einem Restaurant, Kino, Schwimmbad usw. weniger als Singles und mit welcher Begründung?
Nur über hohe Kosten niveauvollere Singles? Wenn ich diesen Spruch lese und höre, dann scheint er wohl wirklich zu stimmen, denn da Paare weniger zahlen, haben sie auch sicher ein niedrigeres Niveau, oder?

Steph hat doch Recht: Sympathie sollte beim "swingen" an erster Stelle stehen, nicht Geld, Alter, Kleidung, Auto usw.

So, ich übergebe mich wieder an Jana...äääh, übergebe wieder an Jana.

Grüssle,
Jo (Jana schaut frühstückend über meine Schulter)
02. Januar 2010

Für Solodamen und Soloherren gab es kein gesondertes Preissystem, sie zahlten einfach jeweils die Hälfte des Paarpreises (Beide!).

Bei der Diskussion fehlt mir der wirtschaftliche Aspekt. Es ist heute defacto unmöglich einen Club wie vor 20Jahren wirtschaftlich zu führen. Die enorm gestiegenen Energiepreise (Wasser, Heizung) und die deutlich höheren Erwartungen der Gäste an Verpflegung, Ambiente und Ausstattung haben die Kosten explodieren lassen.
Auch deshalb sind reine Pärchenclubs Mangelware, weil mit den dort erzielbaren Eintrittspreisen, es schon einer großen Erfahrung und Backgrounds bedarf um zu überleben. Bei uns in der Region herrscht steter Betreiberwechsel in den Clubs...warum wohl??
Auf der Suche nach Einnahmequellen sind Soloherren ins Blickfeld gerückt als Alternative zum Bordellbesuch wird eben der SC aufgesucht (mit leider genau dergleichen Erwartungsgaltung). Kein Paar oder Solodame wäre bereit, soviel Geld im Verhältnis für Sex auszugeben...
Es ist die Marktwirtschaft die das bestimmt, nicht eine geänderte soziale Komponente.

Ein Wort zum SM: Gut ausgestattete und taugliche SM-Räume gibt es nur dort, wo auch die Betreiber eine Affinität dazu haben. Und je größer diese ist um so eher wird der Club ein reiner SM-Club um auch dem Betreibern eine gewisse Erfüllung im Job zu bieten...das reine Poppen wird SM-ler nicht glücklich machen.
SM ist sehr oft mit einer gewissen elitären Note behaftet und dort ist es einfacher mit dem "Perversenaufschlag" etwas Geld zu machen, sei es beim Spielzeug, Events oder solchen Clubs...die aber selten genug sind, zumnidest die guten.


Sabdi (m)

Mehr zu Der klassische Swingerclub


Interessante Gruppen zum Thema

  • Michas Swingertreff

    Michas Swingertreff

    Joyclub meets Michas Swingertreff ___*willkommen*____
  • Swinger Niedersachsen

    Swinger Niedersachsen

    Hier geht es um alle, die in Niedersachsen Swingen wollen. Themen wie Clubs, Treffen, Chatter-Gemeinschaften,
  • Swingerfreunde  München

    Swingerfreunde München

    Für Swinger von Swingern für Neulinge als auch für Fortgeschrittene .Für Swinger die sich Real treffen.
  • Neu hier? Kein Problem!