![]() | 15. Dezember 2009 Haben Männer Angst vor ihren Frauen??? Hallo zusammen... habe mal eine Frage an euch und hoffe auf eure Gedanke dazu. Hatte am we einen Streit mit meinem Mann... er hat mich angelogen... was mich sehr schockiert hat!! Auf meine Frage hin warum er gelogen habe sagte er, dass er Angst vor mir hatte... vor meiner Reaktion. Das hat mich wirklich sprachlos gemacht! Er meinte viele Männer z.b. auch seine Kollegen würde gewisse Dinge zuhause nicht sagen weil sie einfach Angst vor der Reaktion der Frau haben. Denn Frauen würden dann abweisend reagieren und das wäre schlimm. Nun ist es ja nicht so als würde ich ihn schlagen oder so etwas ich stehe nur auf Ehrlichkeit... ich verbiete nichts ... ich will es nur wissen. ich finde das macht vieles einfacher! Wie seht ihr das? ... ist da was dran... oder haltet ihr das für ein vorgschobenes Argument um über die eigene Feigheit hinweg zu kommen und unangenehmen Fragen zu entkommen??? Bin gespannt auf eure Meinung und Gedanken! sonnige Grüße innocent06 |
![]() | 16. Dezember 2009 Feigheit, Faulheit oder Angst??? Ich glaube oft, daß Männer unangenehmere Diskkusionen aus dem Weg gehen. Ich glaube auch, daß sie Meister darin sind: zu verdrängen und zu überspielen. Sich mit einer Situation auseinander zusetzen bedeutet auch Emotionen zu zeigen und vor allem zulassen. Schon das allein wiederspricht sich mit der natürlichen Dominanz des Mannes. Ich denke das es wirklich eine große Überwindung kostet sich der Wahrheit zustellen. Ich selbst versuche so gut wie möglich immer ehrlich zusein, doch manchmal komme ich auch an die Grenzen. Erkenne ich, daß ein Mann sich schwer tut mit der Wahrheit, versucht er also Gesagtes zu überspielen, abzulenken, so als ob er es gar nicht hören will....weiß ich manchmal wirklich nicht wie ich damit umgehen soll. Sinnesrausch |
![]() | 16. Dezember 2009 Haben Männer Angst vor ihren Frauen??? Vor meiner Frau habe ich keine Angst, innocent06 kenne ich nicht persönlich, deshalb kann ich keine verlässliche Aussage machen, ob es bei ihr anders wäre. |
![]() | 16. Dezember 2009 @innocent Hatte am we einen Streit mit meinem Mann... er hat mich angelogen... was mich sehr schockiert hat!! Und worum ging es bei dem Streit bzw. bzgl. welcher "Sache" hat er dich angelogen ? Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass ich "die besten" Erfahrungen mit Ehrlichkeit gegenüber Frauen habe, die "absolut" auf Ehrlichkeit bestehen. In vielen Fällen war es so, dass wenn die Ehrlichkeit nicht in das (Beziehungs/Liebes)-"Konzept" der Frauen paßte, dass deren Umgang damit nach meinem Empfinden alles andere als "konstruktiv" war Ich denke das es wirklich eine große Überwindung kostet sich der Wahrheit zustellen. naja - aber bei beiden Seiten ! Das Stellen selbst ist noch nicht mal besonders schwierig - viel schwieriger ist der Umgang mit (unliebsamen) Wahrheiten.Erwin |
![]() | 16. Dezember 2009 Wir "praktizieren" auch absolute Offenheit und erzählen uns jede Kleinigkeit. Im Gegenzug muss man lernen damit umzugehen: würde ich mich jedes Mal aufregen, wenn er mir erzählt mal wieder eine Essenseinladung von einer Verehrerin bekommen zu haben, würde er es mir irgendwann nicht mehr erzählen. Als ich bei einem Bekannten geschlafen habe, weil ich so betrunken war *räusper* habe ich es ihm am nächsten Morgen gleich erzählt. Er war sehr enttäuscht und ich habe Tage gebraucht um das wieder hinzubiegen. Alle denen ich es erzählt habe, waren verständnislos warum ich es überhaupt erzählt habe, aber verschweigen wäre überhaupt nicht infrage gekommen, zu mal ja nichts dabei war. Am Ende wusste er es zu schätzen, dass ich wie immer ehrlich war obwohl es bequemer gewesen wäre den Ärger mit einer Lüge zu vermeiden und entschuldigte sich für seine spontane Überreaktion. Es wäre natürlich interessant zu wissen um was es geht, aber grundsätzlich gebe ich dir Recht, denn ich bin auch jemand der auf eine Lüge sehr empfindlich reagiert, egal wie schwerwiegend (oder nicht) sie war. Mit der Wahrheit hat man bei mir bessere Karten! |
![]() | 16. Dezember 2009 Das mag ich unterschreiben... auf Wahrheit pochen und dann Amok laufen, wenn die echte Wahrheit nicht so ist, wie man die gern hätte, ist das beste Mittel, den Leuten die Wahrheitsvermeidung näher zu bringen. Wenn es ausreicht, dass ich mit meiner Kollegin einen Kaffee trinke, damit mir die Liebste eine Woche lang die Hölle auf Erden bereitet und mir dabei die eiskalte Schulter zeigt, wenn ich wegen eine Lappalie zu Kreuze kriechen muss, damit der Haussegen wieder ins Lot kommt, dann spare ich mir irgendwann den Auftritt der Furie und lebe getreu dem Motto "Wenn sies nicht weiß, dann bleibt sie heiß". Mit Angst vor der Frau hat das nichts zu tun: das ist dann eine Frustvermeidungsstrategie, indem man Anlässe für große Auftritte möglichst gar nicht bieten will. |
![]() | 16. Dezember 2009 Lustgewinner, genau so ist es! Wenn ich meinem Partner vertraue, sollte ich nichts dagegen haben, wenn er (um dein Beispiel aufzugreifen) mit einer Kollegin Kaffee trinken geht. Würde ich allerdings in Erfahrung bringen, dass er Kaffee trinken war und es mir verheimlicht hat, wäre das für mich ein Vertrauensbruch. Nicht wegen des "Dates", sondern wegen der Lüge. Allerdings würde ich mich (in innocent06's Fall) auch fragen warum er mich angelogen hat? Aus Bequemlichkeit? Oder weil ich doch nicht so locker mit der Wahrheit umgegangen wäre? |
![]() | 16. Dezember 2009 @er-win die Erfahrung habe ich auch gemacht....nicht lustig.... |
![]() | 16. Dezember 2009 ..für eine Weile mag das ja gutgehen. Aber ob es immer auf Dauer mit der sofortigen Wahrheit gut geht, da habe ich Zweifel. Zumindest sind mir die Rechtfertigungs-Diskussionen einfach zu lästig. Da heißt es dann lieber: Schnauze halten, sie muß nicht alles wissen, ich weiß schließlich auch nicht alles. wäre das für mich ein Vertrauensbruch. Nicht wegen des "Dates", sondern wegen der Lüge. Typisch weibliche Argumentation. Welche Lüge? Kreuzi |
![]() | 16. Dezember 2009 oh gott... was habt ihr denn für frauen? nein, ich hätte größere probleme, wenn später rauskäme, dass ich gelogen habe. und umgekehrt ist das doch wohl auch so, oder nicht? |
![]() | 16. Dezember 2009 Gelogen und/oder verschwiegen wird ... idR. (ausser bei pathologischen Fällen) dort, wo NoGo's der Partner berührt werden - und diese (er)kennt man auch wenn sie gar nicht explizit "ausverhandelt" sind. Absolute Ehrlichkeit ist sowieso schwachsinnig zu "fordern", das artet beliebig konstruierbar in völlige Überforderung aus. Viel besser gedient ist *imho* einer Partnerschaft, wenn jeder selbst daran "arbeitet" jedweger Ehrlichkeit des Partners offen, anerkennend und nicht ablehnend zu begegnen, ohne sie zu "fordern". Dadurch kann dann ein Klima von Vertrauen wachsen, sonst entsteht eben das, was @lustgewinner auch schon beschrieben hat: Mit Angst vor der Frau hat das nichts zu tun: das ist dann eine Frustvermeidungsstrategie Erwin |
![]() | 16. Dezember 2009 menno mrburns, immer noch die Frage: Welche Lüge? Niemand hat gelogen, höchstens etwas vergessen zu erzählen |
![]() | 16. Dezember 2009 @drama Wenn ich meinem Partner vertraue, sollte ich nichts dagegen haben, wenn er (um dein Beispiel aufzugreifen) mit einer Kollegin Kaffee trinken geht. hehe - unpassendes Beispiel: interessant ist deine Reaktion bei "der Wahrheit" erst dann, wenn es etwas berührt, wogegen du etwas hast Erwin |
![]() | 16. Dezember 2009 DAS kann passieren.... |
![]() | 16. Dezember 2009 Typisch weibliche Argumentation. Welche Lüge? Okay, falsch ausgedrückt. Wegen des Verheimlichens. Denn so lange er es mir erzählt, weiß ich dass nichts dahinter steckt (würde also auch kein herum argumentieren geben). Wenn ich rauskriege dass er mir so etwas verheimlicht gibt es für mich zwei Möglichkeiten: entweder, ich reagiere auf Wahrheiten doch nicht so locker wie gedacht und er wollte eine Diskussion umgehen, oder er hat einen Grund es mir zu verheimlichen, nämlich dass es nicht nur um den obligatorischen Kaffee geht. |
