Haben Männer Angst vor ihren Frauen???

An euch und hoffe auf eure Gedanke dazu. Hatte am we einen Streit mit meinem Mann. er hat mich angelogen.

16. Dezember 2009

du kannst auch statt "Schwächere" formulieren, der, der (in Summe) mehr "Ängste" hat ...

dann könnte die eingangsfrage auch lauten: ist der mann das schwächere geschlecht ?
16. Dezember 2009

Es ist aber so eine Sache mit den einseitig ausgerufenen Nogos (nettes Wort).
Wenn eine/r sagt Monogamie ist oberste Pflicht wie willst Du Dich diesem Diktat denn demokratisch entziehen?
Ertses jahr gilt mein Diktat, im zweiten jahr wird Fremdgevögelt, im dritten wieder monogam.
Problem ist doch das der/die Fremdvögler am Anfang der Beziehung nie zugeben daß sie welche sind. Um dem Verallgemeinerungsverdacht zu entkommen: nicht alle

kirk ende
16. Dezember 2009
*Ähm* ...

aber das ändert nichts daran, dass Stärken und Schwächen zweier Menschen sicher nie gleich verteilt sein werden

Und was soll es jetzt bringen, das zu beleuchten?

wie wär's mit (Selbst)Erkenntnis *liebguck*


*hae*


Selbsterkenntnis beinhaltet deines Erachtens also, die Schwächen des anderen ins Visier zu nehmen und den Blick auf die ungleiche Verteilung der Schwächen und Stärken zu richten?

Das ist eine mir gänzlich unbekannte Methode zur Selbsterkenntnis. Und ich wage auch, an der dadurch gewonnenen Selbsterkenntnis zu zweifeln... *zwinker*
16. Dezember 2009

ängste und schwächen...


maschinenkunde 3. semster 4.te vorlesung

wie berechnet man an einer kette das schwächste glied?

in der theorie, ist das recht simpel...
ein paar annahmen, ein paar formeln und fertig

in der praxis...
kann sowas angstschweiß verursachen...
warum?
man kann die nicht vorhersehbaren parameter einordnen

welcher unvorhersehbarer parameter?
den materialfehler, denn genau da reißt das kettenglied, an ihrer schwächsten stelle nämlich...

ergo...
man kann zwar durch parameter und mathematischer berechnung, die theoretische festigkeit festlegen...

in der praxis, nützt das demjenigen nichts, der von der tonnenschweren last auf den kopf, dass durch das gerissene kettenglied, getroffen wird...

wie beugt man diesem vor...
wenn man angst hat, sollte man die schwächen berücksichtigen...

man baut also sein arbeitsbereich so auf, das alle bekannten schwächen berücksichtigt werden, und somit keine angst entsteht, beim hantieren mit tonnenschweren lasten...

denn diese lasten, können einen seelisch fürchterlich zerdrücken...

wenn man schwächen ausklammert, aus der lebensberechnung zweier menschen, dann hat man zwar eine klar definierte annahme, und fühlt sich rein mathematisch (logisch) auf der sicheren seite, aber der praxistest (wie oben erwähnt) zwingt einen dann immer wieder zur korrektur seiner annahmen...
16. Dezember 2009
@jonathanseagull

Ihr habt klare Prämissen und wenn die gebrochen werden dann gehst DU nicht er. Also verliert er u. U. dich aufgrund seines zugegebenen Verhaltens und nicht du ihn.

lach... na da ist aber wer spitzfindig *g*
...kommt immer auf die betrachtungsweise an, gell?! *zwinker*
...sicher würde er mich verlieren... aber gut würde mir es deswegen noch lange nicht gehen!!

@venice
Aber etwas zu tun, von dem ich zwar weiß, daß es garnicht geht, aber nicht angekündigt zu haben, daß es mir damit anders geht - grade wenn man nicht drüber spricht, ist das dem Betroffenen nämlich nicht klar - wäre für mich ein ziemlicher Brocken.
...Vielen Dank *top* ...genau so sehe ich das auch... aber ich merke auch im verlauf des threads das männer und frauen wohl grds. unterschiedlich sind *gg*

Und oft scheint mir, daß derjenige, der vor einem Partner etwas verheimlicht (zu dessen Besten natürlich) eigentlich schlichtweg feige ist, sich mit dem Gegenüber auseinander zu setzen. Lieber oberflächliche Harmonie, aber darunter macht jeder Seins. Das kann für Manchen ausreichend sein, für mich ist es ein Trennungsgrund, da ich das als Zeichen von fehlender Reife und Intimität wahrnehme.
...du sprichst mir aus der seele! ... ich mache aus meinem herzen und gewissen keine mördergrube... und ich dachte meinem mann geht es ganauso...
... daher denke ich auch durchaus darüber nach was an meinem verhalten bisher falsch war bzw. für ihn abschreckend war....
16. Dezember 2009
also ...

Selbsterkenntnis beinhaltet deines Erachtens also, die Schwächen des anderen ins Visier zu nehmen und den Blick auf die ungleiche Verteilung der Schwächen und Stärken zu richten?
ich betrachte (zumindest) mich weder innerhalb noch ausserhalb einer konkreten Beziehung als Solipsist und bin somit auch auf das Feedback meiner Umgebung angewiesen - auch um mich Selbst zu erkennen.

Wer könnte mir besseres Feedback geben, als jemand der mich liebt und mich kennt ?

Die Möglichkit ist nicht völlig unrealistisch, daß ich mich bei manchen Punkten in meinem Selbstbild irre ... *nixweiss*

zB. ein ganz nettes "Fremdstudienfeld" zu solchen Irrtümern stellen ja hier im JOY die selbstdarstellenden Profiltexte im Vergleich zu den (Meta)Kommunikationsstrukturen im Forum dar *fiesgrins*

@mutabor
wenn man schwächen ausklammert, aus der lebensberechnung zweier menschen, dann hat man zwar eine klar definierte annahme, und fühlt sich rein mathematisch (logisch) auf der sicheren seite, aber der praxistest (wie oben erwähnt) zwingt einen dann immer wieder zur korrektur seiner annahmen...
danke, das paßt dann auch noch beispielhaft dazu.
Erwin
16. Dezember 2009

glaube nicht das Männer und Frauen so unterschiedlich sind. Wir diskutieren vermutlich nur anders. Im Ergebnis sehe ich hier aber noch keinen eindeutigen Unterschied zwischen Mann und Frau.
Es gibt Menschen die bestehen auf der Wahrheit. Und es gibt Menschen die finden eine Notlüge allemal besser als sich deshalb dann zu trennen.
Ich zähle mich letztlich zur Wahrheitsfrakion, was soviel heißt, man muß sein Leben Verhalten so leben damit es nicht zur Notlüge kommt. Oder es ist einem so wichtig dann aber heraus mit der Sprache und zwar zu Beginn der Beziehung.
In der Praxis kann man da ganz schön ins stolpern geraten. Erklär mal schwer verliebt einer Frau die aus der katholischen Mädchenschule kommt, daß Du gerne swingerclubs besuchst.
Die Eier kann man haben, und bleibt in dem Fall dann wieder single

Kirk ende
16. Dezember 2009

Erwin
da kommt aber dann ein neues Problemfeld auf.

Der , oftmals langjährige Partner, wird auch zum Referenzrahmen dieser Nabelspiegelung.
Bei dem einen führt das zur Befreiung, beim anderen zum Trauma, immer davon abhängig welches Reibungsfeld der Partner anbietet und mit welcher Potenz er seinen Standpunkt vertritt.
16. Dezember 2009
@jonathanseagull

das hast du schön gesagt, stimme dir absolut zu.

aber ich denke es gibt gesellschaftliche Grundtendenzen was als richtig oder falsch empfunden wird und da haben seit 30 Jahren eine Definitionslücke. Das wären nämlich dann die "echten Männer" die dann aber wieder nicht recht sind, weil sie ihre Definitionshoheit über sich selbst auch ausüben. Ich kenne wenige Frauen die damit auch umgehen können.

Wäre die Frage ob es eine Generationsveränderung bedeute á la der Mann im Wandel der Emanzipation?

Möchtest Du damit sagen, dass Männer in früheren Zeiten keine "Angst" vor ihren Frauen hatten?

Ich als Frau empfinde es gänzlich anders. Meines Erachtens nach versuchen Männer, die sich so benehmen, ihre Frauen zu schonen. Für mich oft mehr als unverständlich, denn ausgerechnet dieses "Schonen" llässt sie um einiges mehr zur Furie werden. - > Vertrauensbruch.. etc..

Herzlichst,

Gabriela-Vera *blume*
16. Dezember 2009
Gabriela

das ist der Konflikt in dem MANN soeben lebt.
Einerseits hat er gefälligst nachsichtig, konziliant und nicht patriarchalisch zu benehmen. Was wohl unter deinem "schonen" laufen würde.

Andererseits sollen sie "männlich" agieren in Stärke, selbstbestimmt und auch mit einer gewissen Dominanz, aber bitte nur da wo gewünscht und von der Leine gelassen.

Ja ein bischen weniger Rücksichtnahme auf typische Ansprüche vom einen oder anderen wäre mal sicher angebracht.

Wieso ist Frauenversteher eigentlich zum Schimpfwort geworden?

Wo aneinander vorbei geredet wird, lässt sich auch keine Mitte bestimmen. die wäre aber notwendig für eine Aussprache auf Augenhöhe und die kann alleine an den Bedürfnisstrukturen der Geschlechter erfolgen. Dass die unterschiedlich sind setze ich dabei einfach mal voraus.
16. Dezember 2009

wir männer sind an diesem Konflikt selbst schuld. Weil wir dieses ewige sowohl als auch spielchen mitspielen und nicht so sein wollen wie wir sind.
Der eine ist halt der Frauenversteher und der andere halt was anderes. Aber Erfolg bei den Frauen scheint so wichtig zu sein daß mann alle angeblich erforderlichen Felder bedienen will, und sich am Ende verzettelt. Wie ich diese Diskussionen wie ein Mann sein soll hasse. Er soll in zu aller erst sich selbst sein mit seinen Stärken und Schwächen.

Kirk ende
16. Dezember 2009

Wer könnte mir besseres Feedback geben, als jemand der mich liebt und mich kennt ?

Da stimme ich dir zu, Menschen, die mich kennen und lieben geben mir gutes und sinnvolles feedback und ich mag es sogar sehr gerne, wenn meine blinden Flecke für mich beleuchtet/erhellt werden. Das ist der Selbsterkenntnis sehr zuträglich ... *ja*

Aber mir leuchtet nichtsdestotrotz nicht ein, warum (ausgerechnet) "Liebende" ihren Blick auf die Verteilung der Stärken und Schwächen richten sollten

aber das ändert nichts daran, dass Stärken und Schwächen zweier Menschen sicher nie gleich verteilt sein werden

... um konstruktiv (gewinnbringend) feedback geben zu können. *skeptisch* *nixweiss*

Wird der Blick auf die ungleiche Verteilung von Schwächen und Stärken gerichtet - wird dieses Feld also vermessen, so birgt dies meiner Beobachtung nach vielmehr die Gefahr, sich in Missverständnissen, Projektionen und/oder Machtspielchen zu verlieren.


Mir selbst würde es an Erkenntnis (ob Fremd oder Selbst) nichts bringen. Und wie gesagt schon gar nicht in einer Liebesbeziehung...

*gruebel*

Und ich bin für solch eine Maß_nahme wohl einfach zu schwach... *seufz*

*my2cents*
16. Dezember 2009
Stimme Kirk

Wie ich diese Diskussionen wie ein Mann sein soll hasse. Er soll in zu aller erst sich selbst sein mit seinen Stärken und Schwächen.

vollkommen zu! Der Satz mit "Topf" und "Deckelchen" ist alt und abgedroschen, aber wahr!
Dieses ständige verbiegen, manipulieren, Erwartungshaltung hin, Schwächen her...
Jetzt wo ich am eigenen Leib merke wie einfach es sein kann, wenn es passt, lässt das mich frühere Beziehungen ganz anders sehen.
Damals stritt ich, man kämpfte, hatte das Gefühl sich verbiegen zu müssen, der Partner unterstellte einem man wolle ihn verändern (was vielleicht auch stimmt)... Und man fragte sich immer "Warum? Was mache ich falsch..?) *roll*
Wenn der andere mit dem was man ist ein Problem hat (wo wir auch wieder bei den unterschiedlichen Ansichten sind), ist er wohl nicht das passende "Deckelchen" und keiner wird auf Dauer glücklich werden.
16. Dezember 2009
*arrrgh @wH

ich habe doch nirgends geschrieben, daß die Verteilung jetzt im Sinne von Vermessung das Hauptaugenmerk bekommen soll, sondern nur festgestellt, dass es diese ungleiche Verteilung gibt. Punkt.

Und das andere schreibst du dann ja selbst auch:
Da stimme ich dir zu, Menschen, die mich kennen und lieben geben mir gutes und sinnvolles feedback und ich mag es sogar sehr gerne, wenn meine blinden Flecke für mich beleuchtet/erhellt werden. Das ist der Selbsterkenntnis sehr zuträglich ...

viel was anderes meinte ich nicht ... *nixweiss*

zumindest wenn ich meine "blinden Flecke" mal als "Schwäche" sehen will - manche "blinden Flecke" könnten sogar auch Stärken darstellen ... *idee*

Erwin
16. Dezember 2009

zumindest wenn ich meine "blinden Flecke" mal als "Schwäche" sehen will - manche "blinden Flecke" könnten sogar auchg Stärken darstellen .

*ja*

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