![]() | 09. Dezember 2009 Zwar ist das, was Amistad... ...schreibt, durchaus eine treffende Beschreibung, was einen erwarten KANN, wenn man mit einem Borderliner eine Liebes-Beziehung zu führen probiert. Dennoch finde ich Behauptungen wie: es spricht SEHR VIEL für eine manifeste Persönlichkeitsstörung, und es KÖNNTE durchaus ein Borderliner sein. sehr gewagt, gerade wenn man das Eingangsposting genau liest (wozu die TE bisher auch keine weiteren Informationen gegeben hat). Natürlich gibt es bei Borderlinern Schwarz-Weiß-Denken und ein Schwanken zwischen Nähe und Distanz bei unverhältnismäßiger Auf- und Abwertung des Partners. Aber von solchen charakteristischen Details ist im Eingangsposting nichts zu finden. Für alle beschriebenen Dinge kann es bisher auch "natürliche" Erklärungen geben. Ich finde zwar nix Schlimmes am "Hobbypsychologentum". Sorgen daran macht mir, daß eine "Diagnose" immer die Hoffnung macht: "Es liegt nicht an mir, er liebt mich ja, kann es aufgrund seiner psychischen Disposition aber nicht zeigen. Aber wenn ich ihm helfe, wird alles gut..." (Über diese trügerische Hoffnung und das zu dem Topf - ob nun Borderliner, Narzist, Bipolarer - auch ein passender Deckel mit "Helferleinsyndrom" ist hier ja von anderen schon geschrieben worden. Ob psychische "Erkrankung" oder nicht. Unter dem Strich bleibt: Es ist dem, der sich so verhält wie von der TE beschrieben, nicht wichtig genug, diese Beziehunmg ernsthaft aufzubauen. Entweder reicht das Interesse oder die Verliebtheit nicht, oder sie reicht nicht, um sich seinen eigenen psychischen Problemen zu stellen. Das wird die TE nur herausfinden, indem sie es auf die Probe stellt, d.h. ihm klar macht, daß er sie los ist, wenn er weiter sich so verhält und sie behandelt, wie ein Spielzeug, daß man hervorholt, wenn man(n) Lust darauf hat und "löscht" (oh, Segen des Internets) wenn man wiedrum keine Lust hat. Und die TE sollte sich fragen, ob sie eine solche Rolle spielen möchte. Denn das "Helferleinsyndrom" hat nicht selten auch etwas mit mangeldem Selbstwertgefühl zu tun. M. |
![]() | 09. Dezember 2009 Nichts von dem was du schreibst, lässt auf eine Borderline-Störung, oder eine bipolare Störung schließen. |
![]() | 09. Dezember 2009 borderline wenn er wirklich ein Borderliner ist. Dann nimm die Beine in die Hand und lauf...ich spreche aus eigener Erfahrung und weiss , wie schlimm das sein kann. mir hat meine beziehung sehr geholfen und auch wenn es viele tiefen gab, hat sie mich gesund gemacht... ja es ist nicht einfach für den partner keine frage, aber wenn man jemanden liebt--dann sollte man niemals aufgeben und kämpfen... bei uns hat es sich gelohnt wir sind fast 4 jahre zusammen, und sind auch glücklich! und hier ist noch ne seite die ich empfehlen kann! Links nur für Mitglieder liebste grüße amy |
![]() | 09. Dezember 2009 Depressionen HUHU ihr Lieben, ich leide seit meiner Kindheit an immer stärker werdenden Depressionen und bei mir ist es ebenfalls so, dass ich unter erheblichen Stimmungsschwankungen leide. Bei einer Familienfeier freue ich mich auf meine Mitmenschen, sitze aber stumm und traurig ein einer Ecke und sage nichts und verzeihe den Mund, rede nur, wenn ich mal angesprochen werde. Ich will auch sehr viel Aufmerksamkeit haben, sodass ich tagtäglich und das mehrmals mit meinen Kontaktpersonen telefonieren muss oder sie regelmäßig treffen und klappt das mal nicht, werde ich schnell launisch. Was Verabredungen angeht, tue ich mich auch sehr schwer, bin sehr unentschlossen. Ich verabrede mich, finde aber schnell einen Weg um der Verabredung aus dem Weg zu gehen, weil ich Selbstzweifel und Ängste habe, wie ich auf andere wirke... Ich nehme jeden Tag mehrere Antidepressiva und gehe regelmäßig zur Psychotherapie und bald wieder in die Psychiartie, weil durch meine Depresionen mehere Suizidgedanken auftreten. Wenn ihr mehr erfahren wollt, schreibt mich an... Lg Nicksmachtjanix |
![]() | 09. Dezember 2009 borderline dann wünsche ich dir ganz viel kraft und stärke für die klinik!!! |
![]() | 09. Dezember 2009 @deluxepaar HUHu deluxe, vielen lieben Dank für deine Wünsche. Die Kraft wird mich stärken weiter an mir zu arbeiten!!!! Lg Nicksmachtjanix |
![]() | 09. Dezember 2009 borderline das wichtigste ist den glauben an sich nie zu verlieren, egal wie schwer alles wird! und die klinik wird dich noch mehr stärken!!! |
![]() | 09. Dezember 2009 @deluxepaar Huhu, ich persönlich werde positiv an die Sache rangehen... Die Klinkzeit werde ich nutzen, um wieder zu Kräften zu kommen und Kraft zu tanken!!! Lg Nicksmachtjanix |
![]() | 09. Dezember 2009 borderline das ist gut--sonst bringt es ja nichts! und es kann nie schaden noch mehr kräfte zu haben und zur ruhe zu kommen |
![]() | 09. Dezember 2009 Zitat deluxepaar_bln: "wenn er wirklich ein Borderliner ist. Dann nimm die Beine in die Hand und lauf...ich spreche aus eigener Erfahrung und weiss , wie schlimm das sein kann." Äh, vielen Dank für diese freundliche und absolut bescheidene Äusserung! Fühl mich grad diskriminiert! Guten TAG! |
![]() | 09. Dezember 2009 Eine Bitte: zum Thema Borderline haben wir mehrere Threads .. bitte belaßt diesen doch beim ursprünglichen Thema liebe Grüße JOY-Team Moderator xxxotb |
![]() | 09. Dezember 2009 Sorgen daran macht mir, daß eine "Diagnose" immer die Hoffnung macht: "Es liegt nicht an mir, er liebt mich ja, kann es aufgrund seiner psychischen Disposition aber nicht zeigen. Aber wenn ich ihm helfe, wird alles gut..." Genau das ist das Problem dabei. Und deswegen finde ich es bedenklich, hier eine subjektive und stark persönlich geprägten Bericht dazu herzunehmen, hier auch nur einen Hauch einer "Diagnose" zu stellen, oder auch nur eine küchenpsychologische Vermutung anzustellen. Kein Profi würde das machen. Es ist vielleicht angenehmer zu denken, daß der andere ja nur eine "temporäre" Krankheit hat, und das "Fehlverhalten" allein damit zusammenhängt. |
![]() | 10. Dezember 2009 Bitte - Keine Küchenpsychologie! F60.3, F60.30 und F60.31 sind die ICD – Schlüssel für die Diagnosen Emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Imuplsiver Typ und Borderline Typ. So etwas als Laie oder Küchenpsychologe diagnostizieren zu wollen – halte ich persönlich – für absolut unangemessen. Borderline ist ein Überbegriff für viele verschiedene krankhafte Verhalten. Fachlich heißt es: Bei einer solchen Störung sind bestimmte Bereiche von Gefühlen, des Denkens und des Handelns beeinträchtigt, was sich durch negatives und teilweise paradox wirkendes Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen sowie im gestörten Verhältnis zu sich selbst äußert. Die BPS wird sehr häufig von weiteren Belastungen begleitet, darunter dissoziative Störungen, Depressionen sowie verschiedene Formen von selbstverletzendem Verhalten (SVV). Die Störung tritt häufig zusammen mit anderen Persönlichkeitsstörungen auf (hohe Komorbidität). Mindestens fünf der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein, wenn von einer solchen Störung gesprochen wird: 1. Starkes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind. 2. Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist. 3. Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung. 4. Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden Bereichen (z. B. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren). Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind. 5. Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten. 6. Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z. B. hochgradige episodische Dysphorie, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern). 7. Chronische Gefühle von Leere. 8. Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren, (z. B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen). 9. Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome. BPS-Betroffene weisen charakteristische dichotome Denkmuster auf, die auch als „Schwarz-Weiß-Denken“ bezeichnet werden. Analog bestehen Muster von wechselnder Idealisierung und Entwertung bestimmter Mitmenschen. Es gelingt selten, von emotional bedeutsamen Menschen eine konstante Vorstellung zu behalten. Das Selbstbild wechselt zwischen Minderwertigkeit und Omnipotenz-Phantasien (respektive Größenwahn). Des Weiteren aktivieren Betroffene zu einem gewissen Maß gleichzeitige widersprüchliche Grundannahmen. Alle diese Denkmuster werden mit zwei Dingen charakterisiert: Erstens als „spaltende Denkvorgänge“, zweitens als „primitive“ (resp. „primärprozesshafte“) Denkvorgänge. Beide Muster werden mit der projektiven Identifikation assoziiert, die bei Borderline-Patienten sehr ausgeprägt ist. Die projektive Identifikation ist ein Abwehrmechanismus, bei dem Teile des Selbst abgespalten und auf eine andere Person projiziert werden. Diese wird dann unbewusst als Teil des eigenen Selbst empfunden. Dadurch werden eigene Inhalte (Werte, Gedanken, Gefühle) als die der anderen Person wahrgenommen. Die typischen Denkweisen bestehen speziell in bestimmten Situationen und in Verbindung mit bestimmten Objekten, z. B. wenn der Betroffene stark emotionalisiert ist und bei für ihn bedeutsamen Dingen. Daneben sind Borderline-Persönlichkeiten auch in der Lage, ganz normal wie jeder andere Mensch zu denken. Laut Leichsenring, Kernberg und anderen können die spaltenden und primärprozesshaften Denkmuster so ausgeprägt werden, dass die Gedankengänge dabei nicht mehr der rationalen Logik folgen. Leichsenring (2001) bezeichnet sie als „eigenartig, bizarr, merkwürdig“. Ihm zufolge haben sich Kernbergs Annahmen bestätigt, dass solche Denkvorgänge mit dem Einschalten primitiver Affekte, Abwehrmechanismen und Objektbeziehungen zusammentreffen. Dies spräche übereinstimmend mit Kernberg dafür, dass die Denkstörungen bei der BPS konfliktbedingte Ausfälle und keine Defekte seien. Quelle: Links nur für Mitglieder Persönlich sage ich: Ich kenne einige Personen die unter Borderline leiden, die meisten inklusive Selbstverletzendem Verhalten. Und das was du hier beschreibst ist kein Borderline. Auch wenn man gewisse Überschneidungen in dem was du geschildert hast erkennen kann mit dem Fachtext – es ist nicht so. Ich kenne einen Mann – es könnte bis auf den Punkt mit dem Sex – der gleiche sein, von dem du sprichst. Und das ist kein Borderline. Hast du einmal darüber nachgedacht, ob dieser Mann den du kennst, vielleicht hochintelligent ist? Menschen mit überdurchschnittlich hohem IQ haben oft große Probleme im Leben… Borderliner haben oft im Kopf „Ich habe nicht verdient, glücklich zu sein.“ Oder „Ich darf nicht glücklich sein.“ – was aber meist bei denen mit SVV einhergeht… Bitte – versucht keine Küchenpsychologie bei so einem komplexen Thema wie Borderline und vor allem bei gravierenden Psych. Störungen. Datt Karma – Psychologische Beraterin |
![]() | 10. Dezember 2009 ... Ich kenne einige Personen die unter Borderline leiden, die meisten inklusive Selbstverletzendem Verhalten. Und das was du hier beschreibst ist kein Borderline. Auch wenn man gewisse Überschneidungen in dem was du geschildert hast erkennen kann mit dem Fachtext – es ist nicht so. In diesem Thread BORDERLINE-BEZIEHUNG - Und danach? hatten wir es geschafft, dass Borderliner und zu Borderline neigende Menschen sich äußern. Ich kann nur weil einer krankhaft sein Profil, sein Gästebuch, seine virtuelle Welt immer wieder neu aufbaut definitiv nicht als Borderliner bezeichnen... ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass er es wie ein Rollenspiel betrachtet. Die "Suche" nach Nähe, nach Aufmerksamkeit per excellent, die verwechslung reale virtuelle Welt und das überdemsionierte Verhalten wenn doch reale Nähe gegeben wird, machen den Menschen höchsten zum Computersüchtigen aber noch lange nicht zum Borderliner.... |
![]() | 10. Dezember 2009 @ UniX0 hey, das war n zitat von Eowyn das war leider mein erster eintrag und ich hab das mit der zitatfunktion nich gecheckt deshalb hab ich das fett geschrieben. du bist nicht der einzigste der sich durch diese aussage diskriminiert fühlt aus diesem grund wollte ich das ja nochmal vorholen. vielleicht hat sich das aus meinen beiträgen nicht direkt ergeben aber ich bin selbst davon betroffen, genauso wie mein freund und alle anderen aus meinem umfeld. in diesem sinne lg amy |
