![]() | 14. November 2009 Abgestumpft!? leider hat die suchfunktion nichts passendes hervorgerufen...... hallo zusammen, seit einiger zeit beschäftigt mich die frage, ob ich langsam dabei bin abzustumpfen oder dieses schon bin. nachdem ich gestern ein sehr intensives gespräch mit meinem besten freund hatte geht mir diese frage nicht mehr aus dem kopf. bis vor kurzem bin ich noch in einer festen partnerschaft gewesen. keine frage diesen mann habe ich geliebt. der knackpunkt was, dass wir uns im schnitt maximal 2x die woche getroffen haben. es gab weder einen gemeinsamen freundeskreis noch gemeinsame interessen. anfangs störte mich das sehr bis ich anfing "mein" leben zu leben ohne rücksicht auf verluste. z.B. wurde die woche von mir geplant ohne absprachen. sprich ich habe mich mit meinen freunden verabredet wie es mir gerade in den kram passte, wenn ich eine veranstaltung besuchen wollte habe ich dies getan etc. dadurch konnte es schon mal sein, dass kein einziger tag in der woche frei war an welchem wir uns hätten treffen können. irgendwann beschwerte er sich verständlicher weise. doch mir ist es egal gewesen.....(obwohl ich mich in der vergangenheit immer beschwert habe, dass wir zu wenig zeit miteinander verbringen) und ich machte weiter so. fazit ist, dass ich ein singleleben in einer partnerschaft geführt habe. das erste mal war ich bei der trennung über mich selbst erschrocken. als ich feststellte, dass ich nichts vermisse und im grunde so weiter lebe wie bisher. da die sexualität in dieser beziehung sagen wir mal so gut wie nicht statt fand bzw. ausgelebt wurde habe ich jetzt nachholbedarf..... allerdings stelle ich fest, dass sex für mich immer mehr an emotionaler bedeutung abnimmt und ich diesen als reine triebbefriedigung sehe. selbstverständlich muss mich mein gegenüber optisch ansprechen und eine gewisse sympathie muss auch vorhanden sein. aber mehr interessiert mich einfach nicht mehr. es gibt nur ganz wenige individuen bei denen ich mich auch nur ansatzweise für die person interessiere. es ist als würde ich einen schalter drücken. vögeln, überlegen ob es gut war und wiederholungsbedürftig ist, abhaken und nicht weiter darüber nachdenken. alleine die vorstellung mich emotional (ich meine hier nicht das zwischenmenschliche gefühl der verliebtheit oder des liebens) auf meinen gegenüber einzulassen lässt mir lediglich ein müdes lächeln über die lippen huschen. die vorstellung neben jemanden einzuschlafen und wieder aufzuwachen geht überhaupt nicht. das bedürfnis mich an jemanden anzulehnen kommt nicht bei mir auf. gerade überkommt mich der gedanke, dass ich mehr und mehr funktioniere, aber immer weniger fühle. ich freue mich sehr auf meinungen oder gedanken. die tante grüßt |
![]() | 14. November 2009 gerade überkommt mich der gedanke, dass ich mehr und mehr funktioniere, aber immer weniger fühle. Vielleicht ist das ein gewisser Eigenschutz, den du dir aufgebaut hast.Es hört sich für mich nach einer Phase an, die du durchlebst. Spaß am Sex, etwas triebgesteuert, doch nicht interessiert an weitergehender Emotionalität. Leb sie aus diese Phase, tu, was dir gut tut und was du möchtest. Irgendwann wirst du auch wieder "fühlen" können und dann weißt du, das diese andere Phase vorbei ist. Mit Druck jetzt versuchen, etwas umzukrempeln, geht in die Hose. Immerhin bist du Single und hast so die Möglichkeit dich auszuleben ohne jemandem weh zu tun. |
![]() | 14. November 2009 Hey... Ich habe momentan auch die Phase... Ich habe mich im April von meinem Partner getrennt und nun habe ich überhaupt keine lust, mich auf gefühle einzulassen, aus Angst enttäuscht zu werden. Jetzt bin ich so abgestumpft, das ich ( auch wenns scheisse ist ) mit den Männern spiele und keine gefühle zulassen kann... Ich habe mich in den letzten Monaten total verändert, durch die 30kg weniger und das intresse der Männer hat sich dermassen mein selbstbewusstsein gestärkt, das ich mich äußerlich komplett verändert habe. Nicht nur äußerlich !!! Dieses Gefühl der begierde macht glaube ich süchtig, das man immer mehr will !!! Oder kommt mir das nur so vor ???? Liebe Grüße |
![]() | 15. November 2009 allerdings stelle ich fest, dass sex für mich immer mehr an emotionaler bedeutung abnimmt und ich diesen als reine triebbefriedigung sehe. (...) es ist als würde ich einen schalter drücken. vögeln, überlegen ob es gut war und wiederholungsbedürftig ist, abhaken und nicht weiter darüber nachdenken. (...) gerade überkommt mich der gedanke, dass ich mehr und mehr funktioniere, aber immer weniger fühle. ey, wer sagt, Du fühlst "immer weniger"? Ich persönlich würde sagen, Du "fühlst" sehr stark, und zwar auf "körperlicher Ebene": Du fühlst Deine Triebe, Deine Lust auf Sex; Du nimmst wahr, wie sich Deine Orgasmen anfühlen, usw. usw. Auf "herzlich-verbindender" Ebene fühlst Du auch - nämlich, dass da gar nicht so viele Gefühle da sind. Aber: brauchen sie da zu sein? Wenn Du nach gutem Sex glücklich bist, und Dein Gegenüber ist es auch - macht es dann Sinn, Dein Glück zu schmälern mit dem Gedanken: es kann kein glücklicher Sex gewesen sein, denn die "herzlich-verbindende" Ebene hätte auch ein Teil des Spiels sein müssen? Nein. Langer Rede kurzer Sinn: Vergiss das mit dem "ich fühle immer weniger". Du fühlst sehr viel, sonst würdest Du nicht von Trieben getrieben. Deine Lust brennt, Dein Leben fliesst ... und wo Feuer ist, wo Leben im Fluss ist, da vergeht das eine, und das andere entsteht .. so ist gut möglich, dass Deine Triebe irgendwann wieder zur Ruhe kommen, und das Herz wieder Raum und Zeit erhält, seine Art von Fühlen zu leben. |
![]() | 15. November 2009 vielen dank für die antworten bzw. statements ich vermute fast, dass ich mich nicht richtig ausdrücke oder nicht wirklich klar zu verstehen geben kann was ich meine. die suche nach dem glück habe ich aufgegeben. die dinge/wünsche von denen ich in der vergangenheit glaubte sie würden mich glücklich machen existieren nicht mehr oder haben an stellenwert verloren. sex macht mich nicht glücklich sondern dient zu meiner befriedigung. diese habe ich oftmals nicht, da keinerlei emotionalität meinerseits zugelassen wird. dementspechend habe ich schwierigkeiten mich fallen zu lassen. dies gelingt mir nur in seltenen augenblicken. andererseits hat das thema sexualität in meinem leben einen recht hohen stellenwert bekommen und mir kommt es vor, dass ich nach dem "kick" suche und diesen nicht finden kann. mich beschäftigt die frage des warum? die erklärung welche ich gefunden habe bzw. die vermutung ist, dass ich mehr oder weniger emotionslos an die sache rangehe..... |
![]() | 15. November 2009 Tante_Uschi Es ist alles eine reine Kopfsache. Ich selber lebe so wie Du es beschreibst und will es eigentlich nicht ändern. Bei mir sind es die schlimmen erfahrungen der Vergangenheit die mich einfach Beziehungsunfahig machen,es die Angst vor den verlust dessen was man am meisten liebte.Es ist die Angst das sich alles wiederholt,es ist die Angst seine Freiheit zu verlieren. So geht es mir jedenfalls. LG Peter |
![]() | 15. November 2009 Guten Morgen, andererseits hat das thema sexualität in meinem leben einen recht hohen stellenwert bekommen und mir kommt es vor, dass ich nach dem "kick" suche und diesen nicht finden kann. Es ist wie eine Sucht: erst geniesst man die Freiheiten (wann und mit wem und wie oft man will) ohne sich Gedanken machen zu müssen. Bis man an dem Punkt angelangt ist, andem Du jetzt scheinbar stehst @TanteUschi - Du merkst, dass Dir doch etwas fehlt..... Ja und man stumpft auch ab..... Glyxkind, die gerade dabei ist, sich ihre Gefühlswelt auf sexueller Ebene wieder zurückzuerobern.... |
![]() | 15. November 2009 @glyxkind du sprichst mir fast aus der seele...... aufgrund deines beitrags stelle ich mir jetzt die frage, ob mir was fehlt. bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass ich nichts vermisse. anscheinenend signalisiert mir mein unterbewusstsein etwas anderes. fragen über fragen...... |
![]() | 15. November 2009 @ Tante Uschi sex macht mich nicht glücklich sondern dient zu meiner befriedigung. Aus Befriedigung entsteht Zufriedenheit, Erfülltheit - dies ist doch auch eine Form von Glück, glücklich sein! Mir scheint, Du diskriminierst dieses Glück, das durch körperliche Befriedigung entsteht ... so gewissermassen im Sinne von: Ich will nicht den Spatz in der Hand, ich will die Taube auf dem Dach ... ??? |
![]() | 15. November 2009 @ sinnflut grundsätzlich gebe ich dir recht mit der aussage, dass aus befriedigung zufriedenheit entsteht.... allerdings hält dieses körperliche gefühl ein paar minuten und dann ist wieder "nichts" da.... als hätte es nicht stattgefunden (selten ist es anders). |
![]() | 15. November 2009 Wenn ich @Tante_Uschi richtig verstanden habe, zielt es wohl eher darauf ab, dass diese "Befriedigung" doch nicht ganz so ist, wie einem der Bauch mitteilt. Mir scheint, Du diskriminierst dieses Glück, das durch körperliche Befriedigung entsteht Kann man "Glück" diskriminieren? Ist ein Glück mehr wert, als das andere.... LG Glyxkind |
![]() | 15. November 2009 hmmm ich versuche es mal anders....... der großteil der menschheit hat körperliche triebe, welche nach befriedigung rufen. diese zu bekommen ist keine wirkliche herausforderung. doch was ist mit der mentalen zufriedenheit??? um diese zu erlangen muss ich emotionen zulassen. nur bin ich dazu kaum in der lage |
![]() | 15. November 2009 Mal ganz provokativ: hast Du schonmal bewusst versucht, eine (längere?) Zeit auf diese körperliche Befriedigung zu verzichten? Vielleicht merkst Du dann, was Dir mental wirklich fehlt? Mir hilft es manchmal, wenn ich dieser ständigen "Überreizung" entfliehe und mal ganz, ganz was anderes mache. Das kann durchaus zur Findung neuer Wege führen...... Nicht falsch verstehen: Du sollst nicht plötzlich Nonne werden, um festzustellen, was Dir sonst noch fehlen könnte. Aber ein bisschen Abwechslung und Veränderung der eingefahrenen Gewohnheiten kann manchmal schon helfen sich neue Perspektiven zu eröffnen... LG Glyxkind |
![]() | 15. November 2009 wenn ich so nachdenke... glaube ich dass emotionen zulassen der Schlüssel ist. Und zwar eigene Emotionen.Ich öffne mich mit meinen Gefühlen, gehe sozusagen in Vorleistung und nehme bewusst Zurückweisung in Kauf. Sehr oft wird so ein Outing dankbar honoriert und führt zu neuem Verstehen und zu neuer Nähe. |
![]() | 15. November 2009 @glyxkind im grunde führe ich ein doppelleben. mein alltag füllt mich aus, es kommt keine langeweile auf, habe ein sehr gutes familiäres verhältnis und einen großen freundes- und bekanntenkreis. daher gibt es diese pausen sehr wohl bei mir. wenn meine zweite seite zum vorschein kommt bin ich auf der suche nach dem kick, welchen ich nicht bekomme. vielleicht möchte ich auch etwas was es nicht gibt. allerdings bezweifel ich das. @Bodo_P das was du schreibst kann ich voll und ganz nachvollziehen. das erschreckende an mir ist, dass ich weder nähe suche noch diese haben möchte. ich lebe getreu nach dem motto, wenn kuscheln dann mit meinem teddy |
