Rauschen im Bild

Beim fotografieren mit meiner Canon EOS 300 D, und zwei Softboxen als Beleuchtung und sobald ich ohne Blitz...

15. November 2009

hm warum ziehst du in dem bereich im nachhinein die tiefen so an? dann würd ich doch gleich etwas mehr belichten -sprich iso hoch oder mehr licht...
und richtiges rauschen ist das auch nicht... richtiges rauschen bekommst auch mit programmen wie noiseninja o.ä. wieder etwas entfernt.

wsa für dauerlicht hast du? hinter was für softboxen? solche boxen schlucken da schon einen großteil... daher würd ich eher mal auf blitzlicht umsteigen...??
31. Dezember 2009
Neat Image

Hi!

Wenn du immer noch keine Lösung gefunden hast, kannst du ja mal das kostenlose Programm Neat Image ausprobieren. Bei der Installation wirst du sogar gefragt, ob das Plug In für Photoshop falls du das hast) mit installiert werden soll. Ich bin sehr zufrieden damit. Das ganze funktioniert wesentlich besserals der Rauschfilter von Photoshop selbst, der die Bilder immer recht unscharf macht.
21. Januar 2010
dauerlicht?

ich frag mal ganz unruhig: mit was für nem licht arbeitest du in den softboxen, wenns kein blitz ist? da sollte dann schon richtig wumms drinne sein, sonst hast du nichts anderes als ne doofe stehlampe zum lichtmachen.
in meinen sortboxen stecken je 2 45er metz stabblitze... und da kanns schon manchmal etwas eng werden. allerdings muss ich auch nicht über iso 100 rausgehen.
nur so als anhalt, ich hab mir das mal vor ner weile von dem fotodealer meines vertrauens auseinanderklamüsern lassen. die reine helligkeit eines 45er metz entspricht der lichtleistund, die 6 500watt baustrahler auf einen einzigen punkt abgeben. (daraussen vor ist natürlich die lichttemperatur und das verzogene farbspektrum)
du kannst dir also vorstellen, was ein paar "leuchtmittel" in einer softbox bewirken. eine gute videolampe mit einer leistungsaufnahme von 3 kw ersetz grade mal eben einen blitz mit leitzahl 28.
wenn man davon absieht, was ein starkes dauelicht, das eine softbox ausleuchten könnte, an wärme daherbring, lost sich deine softbox wahrscheinlich in rauch auf, bevor du die erste einstellung nur angedacht hats. ein dauerlicht taugt grade mal zum einstellen, danach musst du zwangsläufig mit nem blitz ran. bleibt nur die frage ob studioblitz, wenn du zuviel geld hast, oder entfesselter aufsteckblitz, wenn du nach dem strobistensystem arbeitest. alles ander ist kappes und lässt sich nicht durch bastelei mit ebv zurechtbiegen.
27. Januar 2010

Blätter im Wald rauschen, das Meer rauscht und Foddos auch.
Früher nannte man das "Korn", beim Foto.
Unter- sowie Überbelichtung verstärken das Rauschen, ebenso wie eine hohe Lichtempfindlichkeit (ISO-Wert).
Es gibt noch weitere Faktoren die das Bild- (Farb-) Rauschen beeinflussen, aber das ginge zu sehr ins Detail.

Man sollte sich jedoch immer vor Augen führen, das sowohl Film, wie auch Sensoren Grenzen haben.
Ein Belichtungsmesser z.B. sagt ja nicht; "hey, jetzt belichte ich richtig", sondern sagt uns nur; "... hier vereinen sich alle gemessenen und verteilten Tonwerte zu einem 18% Grauton (Normgrau)."
Und das wird zum Problem, wenn wir aber kein 18%Grau haben wollen.
Ein Hautton kommt der Sache ebenso wenig nahe, wie ein schwarzer BH.
Beides zusammen gemessen ergibt dann einen schönen Matsch (keine Tiefen- und Lichter mit Zeichnung), aller versinkt im Grau.
Film und Sensor hingegen sagen sich; "... pah, lass die Messfunzel mal labern, das bekommen wir schon hin. Schließlich können wir einen Kontrast bis zu 16 Lichtwerten (LW/EV oder Belichtung- Blendenwerten) einfangen."
Ja schon, aber nur wenn die Tonwerte richtig verteilt sind und wenn richtig gemessen wurde.
Spooky wird die Angelegenheit dann noch, wenn der Fotograf versucht mit eine Funzel in der Stärke eines Teelichtes einen Flugzeughangar auszuleuchten und erwartet das eine harmonische Tonwertverteilung erzielt wurde.
Film und Sensor erkennen nun einen afroamerikanischen (Neger wollte ich jetzt nicht tippen) Boxkampf im Kohlenkeller, die (Belichtungs-) Messung hingegen sagt; "... ist alles Grau".
Ja schöner Mist. Um aus diesem Schlamassel heraus zu kommen gilt es das Licht richtig zu setzen, dieses gezielt zu messen und immer im Hinterkopf zu halten; "... wo in diesem Motiv versteckt sich ein mittleres Grau?"
Habe ich das im Griff, dann minimiert sich das Rauschen sowohl in den Tiefen, wie auch in den Lichtern, denn diese Tonwerte wurden an ihrem Platz verwiesen.

Doch bei aller Theorie sollte man auch nicht vergessen, das am Bildschirm das Rauschen immer um ein vielfaches höher erscheint als später im Druck, belichtet oder ausgepieselt.

Und was haben wir heute gelernt?
Na, das das Bild (Farb-) Rauschen oft vollkommen überbewertet wird.
Und das die tollste Technik keinen Pfifferling wert ist, wenn man nicht weiss wie diese einzusetzen ist.

Das nachträglich Rauschentfernen (wie auch immer man das interpretiert) geht immer auf Kosten der Bilddetails und der Bildschärfe.
Da gilt es zu entscheiden ob nicht ein "Korn" gestalterisch eingesetzt werden kann, dafür aber die Spitze am BH noch schön zu erkennen ist, oder ob ich es vorziehe eine glatte Fläche zu erzeugen (überspitzt ausgedrückt) und dabei auf manches Bilddetail zu verzichten.
05. März 2010
Farbtemperatur

Farbtemperatur, damit kann es auch gelegentlich zusammenhängen.
Wenn die Lampe, mit der beleuchtet wird (egal
ob Dauerlicht oder Blitz) ein sehr unausgeglichenes
Spektrum hat (z.B. sehr "rotes Licht" 2500K oder weniger)
und nacher versucht wird, den Stich zu entfernen (also
z.B. den Rotkanal zu reduzieren) wird es unweigerlich rauschen,
da fast alle Informationen eben nur in diesem Rotkanal stecken.

Und ganz klar...wenn ein unterbelichteter Bildteil später aufgehellt wird, entsteht Rauschen (oder noch schlimmer, die "Klötzchen"). Wo keine (oder weniger) Bildinformation aufgezeichnet wurde, kann auch keine mehr herausgeholt werden (bzw. kann schon aber mit Qualitätseinbußen).
05. März 2010
rauschen...

ich halte den ganzen hype ums rauschen für masslos überzogen. ich kann mich noch an zeiten erinnern, da konnte ein iso 800 film fast nichts anderes als "korn" zu haben, dem äquivalent zum rauschen; und es wurde als gestalterisches mittel genutzt, ging niht anders.
heute fangen die user das heulen an, wenn bei iso 3200 das erste rauschen erscheint, gleichzeitig giert man nach immer höheren iso-werten, die unter realistischen gegebenheiten garnicht mehr genutzt werden können, jedenfalls kann ich mir kein sinnvolles szenario für solche isowerte vorstellen. schlimmer aber ist, das die isowerte duch rechenakrobatik erreicht werden. ein chip hat eine grundempfindlichkeit (vie ein analogfilm) alles andere wird errechnet, ist also synthetisch, da werden daten gebügelt und verbogen. gleichzeitig steigt aber mit dem hohen end-isowert auch die grundempfindlichkeit, ich mag mich irren, aber nikon beginnt jetzt schon mit iso 200. abgesehen vonn dem technischen drumrum, selbst wenn ein photo rauscht, lässt mans ausbelichten, in normaler grösse, zb 10x15, ist von dem rauschen eh nichts mehr zu sehen.
bilder, die ich unter echt schlechten lichtbedingungen gemacht habe und nicht blitzen konnte muss ich schon auf 500% hochziehen und pixelpeepend nach dem rauschen suchen. sowas ist in manchen fotografenkreisen schon zum fetischismus entartet und zum puren selbstzweck verkommen.
die hersteller versuchen dem problem mit ausgefeilten algorythmen zu leibe zu rücken oder gleich ein in-camera-hdr zweck zu entfremden. unterm strich ists einfach so, das man die grenzen seines kamerasystems kennen muss und wenns zu grieselig wird, muss eben mehr licht her. den neger im kohlenkeller rettet auch iso 1.000.000 nicht. bevor die photonenakrobatik der hersteller nichts sinnvolles ausser hochrechnen bringt, hilft eben entweder besagtes licht oder ein e lichtempfindlichere optik. die gängigen zooms, die erst bei 3,6 oder noch weiter oben beginnen sind einfach dunkle ofenrohre. es tuen sich welten auf, wenn man mal eine kitlinse abnummt ind ein altes analogobjektiv 50mm, f 1,7 aufsetzt, der ruf nach höherem iso verklingt da recht schnell.
schönen resttag noch oscar
06. März 2010

Früher war das Foto zu körnig, dann waren´s zuwenig Megapixel, dann zuwenig Zoom, dann waren die zur Verfügung stehenden ISO-Werte nicht ausreichend...... und jetzt ist bei einem Einsteiger Kameramodell bei 100facher Vergrößerung etwas Bildrauschen zu sehen. NA UND?!


Ein tolles Accessoire ist der Spyder3cube:
Links nur für Mitglieder
ist zwar etwas off-topic aber trotzdem.
06. März 2010

Die Bildergebnisse für hohere ISO als die Grundempfindlichkeit des Sensors werde nicht allein durch Rechnerei hergezaubert. Da wird erst mal noch das Analog-Signal verstärkt, und da geht schon einiges (ich arbeite bei nem Kamerahersteller). Dann fangen halt die Optimierungen an, um ebenfalls mit verstärkte Bildfehler (Rauschen) so wenig störend wie möglich hinzubekommen. Das sind dann erst mal Dinge mit dem Timing mit der Ansteuerung des Sensors, einer besseren Kühlung des Sensors und Teilen der Elektronik etc.
Die Hersteller von Consumer-Kameras packen dann erst einiges an Algorithmen rein, um das Rauschen weiter zu minimieren - teils zu Lasten der Bildinformation. Das tritt vor allem bei Kompaktkameras störend zu Tage.
Dann gibts noch grundlegendere Verfahren, die für wirklich mehr Elektronen im Sensor sorgen: eine größere Sensorfläche, bessere Mikrolinsen, Bayer-Filte rmit höherer Transmission, bzw. anderer Aufteilung (R, G, B, Helligkeit), oder Rückbeleuchtete Sensoren (wie inzwischen bei paar Kompaktknipsen).

Höhere ISO Zahlen könnte ich gerne noch gebrauchen. Zu oft habe ich bei Offenblende (z.B. 1.2) und ISO 3200 erst 1/50 Sekunde Belichtungszeit. Das reicht nicht immer für scharfe Bilder meiner Tochter. Wenn ich da ISO 100.000 hätte, dann könnte ich zumindest auch mal etwas abblenden und eine sichere 1/100 Sekunde nehmen - und bei Bedarf noch mit weniger Licht fotografieren (nein, die Baustrahler stell' ich nicht immer auf).
Weniger Rauschen bei höheren ISO, also sagen wir mal das die Bildqualität die ich jetzt bei ISO 400 habe, auch bei ISO 1600 erreicht wird, wäre schon toll. Aber eventuell doch ein Wunschtraum.

Abe rich gehöre auch zu den seltenen Vertretern des Spezies Fotohansel die auch geringere ISO haben wollen würden, z.B. für Langzeitbelichtungen ohne Graufilter oder extremes abblenden.
Oder um mit geringer Schärfentiefe auch bei Sonnenschein gestalten zu können. Brauchte heute schon die 1/8000 Sekunde bei ISO 50 *schiefguck*

Elektronisches Rauschen und Korn sind für mich aber zwei sehr verschiedene Dinge: Korn kann super schön sein, also vor allem bei SW. Rauschen stört mich meist doch etwas - aber ich akzeptiere es als Nebenwirkung wenns nicht anders geht.
06. März 2010
jepp

soweit kann ich dir nur zustimmen, ich bin leider informatiker und fuchtle in rechnern rum und nicht in kameras, also muss ich nehmen, was ich kriege und mir leisten kann. da wird bei den meisten auch der hund begraben liegen. ich hab wegen nicht vorhandenem licht schon einiges an experimenten durchgeführt. unter anderem hab ich auch mal ein nachtsichtgerät aus beständen der roten armee angeflascht. ist irgendwo vom laster gefallen und bei mir gelandet. al experiment ganz nett, aber in der praxis, wenn man nicht grade spion ist, garnicht zu gebrauchen. das problem ist immer wieder das selbe, egal ob analog oder digital, wenn licht fehlt, hilft nur eines: mehr licht her. da nutzt es nict mit iso rumzumachen und mit riesigen chips rumzubasteln. wo nichts ankommt, kann der beste chip nichts sehen. stichwort: neger im kohlekeller ( bitte keine rassismusvorwürfe, wens nicht passt, nimmt stattdessen einen schornsteinfeger oder nen schwarzen hund/schwarze katze)
ich stehe zb grade vor dem problem, das es in meiner gegend wieder luchse gibt, die würde ich zusammen mit dem lokalen förster auch ablichten. das heisst, mitten in der nacht auf nem ansitz im wald, es ist so dunkel wie in einem bärenarsch. der förster muss seine flinte daheim lassen, denn er will die katzen nicht bejagen. und wenn er seine flinte nicht dabei hat, darf ich mit nem nachtsichtgerät arbeiten, um die tiere zu sehen. kameratechnisch nutz mir das quasi null. also ist der umweg licht. iso 800 auf meiner oly, davor ne rubinar 500 und darauf flach liegend ein metz 45-stab mit televorsatz. die einzige möglichkeit über 300 m genug licht hinzubekommen und das raubtier abzulichten.da hilft kein gigantisches iso und tolle algorythmen, die irgendwelche japaner im stillen kämmerlein ausbrüten. und in kleinformat ists das selbe. es gibt nur eines was gegen zuwenig licht hilft, nämlich noch mehr licht. vielleicht bin ich zu konservativ, wurde mir hier schon gelegentlich vorgeworfen, aber technische interpretation des originals ist einfach voodoo, so wie ein digitalzoom. (alleine bei dem gedanken daran fühl ich schon nadeln in mich stechen)
den wusch, mangelndes licht durch mehr sensorempfindlichkeit auszugleichen kann ich zwar nachvollziehen, hätt ich auch gerne, aber wo nix zu sehen ist kann man auch durch grössere augen nichts ändern, so man nicht grade eine eule ist, physik lässt sich eben nicht durch rechenkünste überlisten. nicht umsonst ist das hubbleteleskop so gross.
ums aufs kleine zu reduzieren: wenn ich jede masch eines bh s auf den chip zu bekommen muss ich eben einen grossen blitz und eine kleine blende nehmen, sonst saufen die details im nirgendwo ab.
schönen restabend der gemeinde, die meine mentalen ergüsse soweit konsumiert hat. und ja, ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
oscar
07. März 2010

Naja, irgend wie paar Photonen schwirren noch umher. Und bei gleicher Blende des Objektives, landen einfach mehr Photonen auf größeren Sensoren.

Für die Luchse gäbs noch ne andere Idee: IR-Blitzen, eventuell sehen sie das nicht, lassen sich dann nicht stören. Hatte auch ein russisches Nachtsichtgerät. Super-Sch.. - ohne den IR-Strahler sah ich mit dunkeladaptiertem Auge mehr. Mit IR Strahler am Nachtsichtgerät wars dann besser. Aber der alte Restlichtverstärker mußte total passen, als ich den IR-Strahler an meine IR-Kamera (EOS 350D mit Wechselfilter-System) gehängt habe - die war wesentlich empfindlicher und mit besserer Bildqualität.
07. März 2010
blitze

die luchse lassen sich von meinem gblitze nicht sonderlich beeindrucken. nach dem 2. mal wars ihnen piepegal.
die sache mit dem ir hab ich mir auich schon durch den kopf gehen lassen, aber als zu kostenintensiv verworfen, zumal es dann eben ir-mässig aussieht->nicht schön jedenfalls.
aber das geht jetzt zu weit ot. schlussendlich läufts drauf raus: gegen zuwenig licht hilft nur mehr licht.
oscar

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