Wer von Euch fotografiert noch analog?

24. Januar 2012
@ silberkorn

jetzt hast du mich voll trocken erwischt. es mag jetzt erstaunen, wenn iich doch ne alte rolleiflex rumstehen habe, warum nutz ich das schmuckstück nicht einfach.
gut, ich hab das teil sozusagen geerbt, aber es nutz mir schlicht nix! mit meinen 20% restvisus bing ich zwangsläufig auf ne slr angewiesen. bei meiner rolleiflex erkenn ich in normaler haltung grade mal, das das teil vorhanden ist.
der visus ist mithin auch einer der gründe für den umstieg auf digital. mit ner leselupe vor augen würde ichs grade mal schaffen, ein bild chemisch auszuvergrössern. von allem anderen mal ganz zu schweigen.
digital kann ich mir das alles soweit aufzoomen, das ich mit der lesebrille zurande kommen. so gesehen ist der digitale weg der einzige, der mir hilft, mit meinen defiziten noch in der fotografiererei mitzuspielen.
oscar
24. Januar 2012
Lieber Oscar ...

offensichtlich zieht sich bis zum Schluss das Thema Geld wie ein roter Faden durch Ihren Beitrag.
Und ich finde es bedauerlich, welcher falsche Eindruck bei Ihnen entstanden ist.
Ich habe hier lediglich auf eine Frage geantwortet und niemand verspotten wollen!
Ob unter 20 Megapixel oder 200 Megapixele, ob 250km aus Zuffenhausen oder 407km
zum zehnfachen Preis von Volkswagen aus dem elsässischen Dorlisheim, was hat das alles
mit Zynismus zu tun? Schönen Gruß von der Insel Sylt
24. Januar 2012
@ rumpelstilz

ich denk, da ist völlig falsch rübergekommen, was ich eigentlich sagen wollte. der zynismus kam von mir und bezog sich auf die 200 mp für ein bild als amateur. solche datenmengen krieg ich zusammen, wenn ich ein panorama zusammenbastel.
aber im ernst. selbstredend zieht sich das thema geld wie ein roter faden durch meine aussagen. hätte ich genug davon, würde hier ne hasselblad rumliegen und der gesamte objektivpark, den man da so baut. nd hinten dran ein digi-back. aber erstens hab ich es nicht so dicke und zweitens bin ich amateur.
aber wahrscheinlich würden meine bilder auch nicht besser, wenn ich mit hasselblad oder mamiya arbeite. schlussendlich, ich denke, das thema kosten, von mir wohl hervorgehoben, beziehst du auf meine aussage: chemischer film, entwickeln, teuer! aber nein, das ists nicht. ich seh nur nicht ein, für eine leistung, die ich nicht brauche, geld auszugeben, also filme entwickeln und ausbelichten lassen.
die frage sollte vielleicht lauten: wer fotografiert noch wie zu analogen zeiten? und ich leb in der hoffnung, das ich das noch tue und nicht megabyteweise irgendwelchen mist ablichte, nur weils nix kostet, denn genau dazu verführt das digitale.
ich will hier niemanden von meinen ansichten überzeugen, dazu sind wir alle alt genug. und ich will hier niemanden anfeinden, manchmal neige ich zu etwas überbordendem sarkasmus, also siehs mir nach.
übrigens, mein auto, ein golf 2 stammt aus belgien, fäht 150 und den halt ich für echt analog, der hat sogar noch vergaser. was ich damit sagen will, es kommt auf die verhältnismässigkeit der mittel an, ein bild mit 200 mb zu verarbeiten, da stösst mein laptop an seine grenzen und den body dazu könnte ich wohl nur mit unterstützung der lokalen bank stemmen. die frage ist halt, was will ich mit solchen bildern, damit kann ich mir ne tapete drucken. um zum ende zu kommen, sollte mir mal ein brauchbarer negativscanner in die finger fallen, ist meine erste tat, meine zenit rauszuholen. damit fall ich dann unter all den canon-weisses-lusern wenigstens auf.
ich hoff, es ist durchgedrungen, das ich dir nicht übers maul fahren wollte.
soweit: gruss auf die insel oscar, der im waldviertel haust
24. Januar 2012
-

@Silberkorn,
ein guter Mittelformatscanner kostet ab 2000 Euro aufwärts.
Es bringt ja nicht viel Nutzen mit exzellentem Mittelformat zu arbeiten und dann das Ganze mit einem lausigen Scanner auf zu laden.

Rechnet man Preis, Arbeit und Qualitätsverlust durch scannen über den Daumen, stellt sich die Frage; warum nicht gleich digital abspeichern?

Das ist genauso Sinnlos wie analog zu fotografieren und die Negative Beim Discounter um die Ecke zu entwickeln.

Kein Bildservice wird dir das Maximum aus deinen Negativen herausholen, das muss man schon selber machen.
24. Januar 2012

@ HaPe
Dass fotografieren einfach nur Freude bereiten kann ist wohl schwer zu vermitteln. Gerade wenn ich für mich fotografiere, dann kann ich gerne etwas mehr Aufwand treiben. Einfach weil es Spass macht. Und dann darf es auch noch' n Groschen mehr kosten. Wenn jemand nun gerne sich auch mal an das Erlebnis 'alte Kamera' heranwagen möchte, dann ist es heute nicht mehr teuer eine solche zu erstehen. Und man muss auch nicht den Homrich im Keller haben um mit einer alten Kamera nette Bilder zu machen. Das kann ja alles in einem nächsten Abschnitt kommen. Oder halt nicht...
24. Januar 2012

wir haben immer noch eine gute alte Canon die wir auch noch nutzen
25. Januar 2012
Das führt...

...aber langsam schon zu der Diskussion ob man lieber Zoom/Superzoom-Objektive verwendet oder doch lieber die Festbrennweite.

Wobei ich auch da dogmatisch bin und lieber mich bewege als einen Ring am Objektiv. Zudem sind die Lichtstärken stellenweise zu extrem günstigen Preisen der schiere Hammer.

Aber, wie gesagt, das ist ein anderes Thema *g*
25. Januar 2012
Zum Fotos „knipsen“ reichen sie mir aus ...

Nikon AF-S Nikkor 24-70mm f2.8 G ED
Nikon AF-S Nikkor 70-200mm f2.8 G ED VR

Die beiden einzigen Vario-Objektiv das ich alltäglich mitführe und gerne benutze:
Leica Tri-Elmar-M 1:4 / 16-18-21 mm ASPH
LEICA Tri-Elmar-M 1:4 / 28-35-50 mm ASPH
an einer Leica M 9
25. Januar 2012
analoge objektive SIND der brüller!

grade auf meiner ft-oly machen sie sinn, denn dort können sie ruhig ne randabschattung haben, ich nutze eh nur den sweet-spot. abgesehen von meinem liebling zeiss biator 55/2, bj 1952 liegen hier noch diverse ander objektive aus pentacon/carl zeiss jena herum, das grösste teil, ein 500/5,6 spiegelteil stammt aus der ehem. udssr. da sind teilweise dinger drunter, da kommen die originaloptiken nicht mal entfernt ran. und das zu preisen, da staunt man. die leute sind schon dankbar, wenn man die dinger freiwillig nimmt.
man muss blende und focus zwar mit hand einstellen, nicht jedermannes ding, aber das ist eben das "back to the roots". ...und wieder bin ich bei der selbstbeschränkung angekommen *zwinker*
nun muss ich aber langsam mal die frage aufwerfen, wo eigentlich der unterschied zwischen der chemischen (absichtlich sag ich nicht analog) und der digitalen fotorafie, wenn man mal das selber entwickeln draussen vorlässt? denn, bei licht betrachtet, wo liegt der unterschied, ob ich einen mehrschichtigen film mit den einzelnen, farbempfindlichen schichten verwende oder aber einen chip mit, durch filter selektierte farbinformation verwende? das entstehende korn kann ja nicht so das alleinstellungsmerkmal sein. sinds die pseudohohen isowerte, die man digital erreicht?
oder ists ne imagesache (ich will jetzt keinem auf die zehen treten), bei der man nicht als ernsthafter fotograf gilt, wenn man nicht chemisch gearbeitet hat? so nach dem motto: hast du noch kein auto mit schaltgetiebe und hinterradantrieb durch nen schwäbischen winter geprügelt, hast du keine ahnung vom autofahren. wobei das stückweise schon seinen sinn macht, wenn ich mir die nachwuchsfahrer ansehe, die ohne servolenkung/bremse, abs, tiptronik usw, keine grade strasse langkommen. so ne art grüne-punkt fahrer.
versteht die ironie in der frage nicht falsch, die frage selber ist absolut ernst gemeint.
oscar
26. Januar 2012
Unterschiede...

...sind gegeben, alleine schon durch die unterschiedlichen Materialien. Was mit viel Arbeit verbunden die Chemie - und natürlich die unterschiedlichen Filme sowie das Papier - bringen, wird auf anderem Wege eben digital mit Photoshop und seinen Derivaten erledigt. Der Aufwand bleibt oftmals identisch - ist zumindest meine Meinung, wenn ich manchmal sehe, mit wieviel Akribie meine dgitalen Kollegen an die Bearbeitung ihrer Bilder machen. Sicher eine Frage des gewollten Ergebnisses.

Ein Chip rechnet eben "nur" die Farbe aus dem Bild, während beim Film unterschiedlich empfindliche Schichten belichtet werden. Zumindest die rohen Negative unterscheiden sich dabei stellenweise extrem vom digitalen Zwischenergebnis.

Vielleicht ist es auch einfach nur eine Frage der Nostalgik. Um den Vergleich mit dem schwäbischen Winter aufrecht zu halten: Es ist sicherer und ganz gewiß deutlich entspannter, mit allem technischem Schnickschnack über die Alp zu heizen - aber manchmal will man eben doch ein ausbrechendes Heck und Stotterbremse *g*
26. Januar 2012
das überzeugt

"Vielleicht ist es auch einfach nur eine Frage der Nostalgik. Um den Vergleich mit dem schwäbischen Winter aufrecht zu halten: Es ist sicherer und ganz gewiß deutlich entspannter, mit allem technischem Schnickschnack über die Alp zu heizen - aber manchmal will man eben doch ein ausbrechendes Heck und Stotterbremse *g*"

ich glaub, DAS überzeugt mich. dumm dabei ist halt nur, ich hab schlicht nicht den platz, mir hier ein labor hinzustellen. und irgendwie muss es ja einen grund geben, warum ich meinen ganzen analogen kram noch rumstehen habe. als staubfänger sind sie schon ein bisschen teuer *zwinker*
aber nachdem ich den rückschritt von ner vollautomatischen €410 zu ner € 1 gemacht habe, also wieder auf den konservativen weg gegangen bin, ists wohl nur eine frage der zeit, bis ich erst die zenit und dann die rolleiflex wieder in betrieb nehme. man wird sehen...
oscar
26. Januar 2012
Manchmal...

...findet man in der Nähe auch noch kleine Labore, die nach eigenen Angaben entwickeln und nicht alles durch die gleiche Suppe ziehen. Das spart dann Platz und Zeit, kostet aber eben.

Und, ganz ehrlich, für die Negativentwicklung tut's 'ne Küche und als Trockenschrank eine Dusche. Und die Filme in die Entwicklerdose einspulen - das kann man Nachts unter der Bettdecke. Dann fragt Frauchen auch mal völlig verwirrt, was man denn da treibe... *g*
26. Januar 2012

...findet man in der Nähe auch noch kleine Labore, die nach eigenen Angaben entwickeln und nicht alles durch die gleiche Suppe ziehen

Das geht absolut nicht, wäre gar nicht bezahlbar.

Analog Fotografie macht Spass, wird aber erst interessant wenn man die Negative wie auch die Positive selber entwickelt. Speziell die Bildabzüge benötigen eine persönliche Handarbeit, Lichter & Schatten brauchen eine sorgfältige Bearbeitung, alles andere ist absurd. Wenn man nur schon bedenkt was mit verschiedenen Papier-Graditationen verändert werden kann, geschweige denn alles andere.

Es gibt kein Labor das Abzüge nach deinen Vorstellungen herstellt, es sei denn du stehst neben dem Laborant und gibst ihm Anweisungen, oder aber deine Vorstellungen entsprechen einem Discount Fotoabzug. Dann brauchst du aber auch nicht den ganzen Aufwand der Analogfotografie zu betreiben, denn das Abknipsen ist ja nur der kleinste Teil von allem.
26. Januar 2012
entwickeln und abzug nach wunsch?

ich hab mich heute mal zu meinem lokalen fotohändler geschleppt und ihn zu dem thema entwicklung befragt, klar, meine er, kann er selber machen. abzug nach wunsch, papier, was immer ich will. aber zahlen sollte ich das dann auch. und als er mir da preise nannte, war die idee ganz schnell vom tisch. wie hape schon sagt: das ist nicht. grossentwickler jagen alles durch die selbe suppe, die kleinen wollen es bezahlt haben, was ich auch absolut einsehe. aber da ist kein abzug für 10 cent mehr drinnen. geht schon eher in richtung von 10 €. und das pro abzug.
dann gab mir mein foto-hoss den tip, ich soll mich mal nach nem gebrauchten digitalen ausbelichter umsehen, wenn ich schon auf normales fotopapier ausbelichten will. ich würde das negativ nur durch ne art beamer ersetzen. damit hätte ich das beste beider welten. ich mach mich da mal auf die suche
in nem anfall von nostalgie hab ich mir heute beim 2nd hand dealer eine agfa optima 1535 gekauft. ne alte kb-kompakte. so sollten sich mal die digi-kompakten anfühlen, da knarzt nix, da ist kein billiger lack drauf. wieder mal ein teil für die vitrine.
die idee der sw-entwicklung hats mir aber jetzt angetan, sooo aufwendig ist die geschichte ja nicht, brauchts soweit wenigstens keine dunkelkammer. der rest wird sich finden.
schönen resttag noch oscar
02. März 2012
Nikon Bereitschaftstasche zu verschenken!

Hallo,

ich setze das mal hier rein, da ich hier vielleicht am ehesten Interessierte finde.
Bevor ich sie wegschmeiße, biete ich hier mal an: eine Nikon CF-35 Bereitschaftstasche für F-301 oder F-501 (bin mir nicht sicher). Ganz neu und nicht benutzt.
Möchte sie jemand haben? Ich miste gerade aus und entsorge sie sonst (was schade wäre).

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