Wer von Euch fotografiert noch analog?

22. Februar 2011

yep, pentax funktioniert immer, das kann ich bestätigen. keines meiner 4 gehäuse war je in reparatur, und das jüngste davon ist auch schon fast 26 jahre alt...
24. Februar 2011

also ich habe bis vor ein paar wochen noch mit einer Minolta XG-M
und einem Soligor objektive 35-140mm mit macro..
schoenes ding..
nutz es fuer manche aufnamen auch noch...schon alleine durch den flair.. der aufname..
04. März 2011
Dinosaurier?

Wenn dieser Ast tatsächlich am Aussterben ist, frage ich mich, warum es immer mehr Hersteller gibt, die sich wieder mit der Produktion analogen Filmmaterials befassen.

Ganz abgesehen von den Klassikern wie Ilford (Hamann), Kodak und Fuji drängt mittlerweile eine ganze Schar hochinterressanter Filmgießer auf den kleinen, aber scheinbar lohnenswerten Markt. Dabei sind echte Highlights, die auszuprobieren ich jedem nur raten kann, der sich mit dem Thema Film und Entwicklung beschäftigt. Adox z.B. arbeitet nach den Originalrezepten des bekannten und beliebten Agfapan. Gegossen wird der Film auf Originalmaschinen nach den Originalvorgaben aus den 50ern. Gerade für den Fotofreund, der nicht immer nur den knackscharfen Autofocus sucht und sich blind auf die Programmautomatik verlässt - und der ganz nebenbei auch noch ein kleines Faible für Push- und Pullentwicklung hat - bietet sich hier ein pflegeleichter Film mit jeder Menge Möglichkeiten.

Pfui, das klingt nach Werbung. Sollte es natürlich nicht sein, lediglich ein Beispiel *g*

Klasse finde ich auch die neuen Filme des Impossible Project für die alte Polaroid. Nicht ganz billig, aber für jeden halbwegs begeisterten Fan der Sofortbildtechnik ein absolutes Muß.

Von Aussterben kann also keine Rede sein. Betrachten wir es eher als eine Art ökologischer und okönomischer Nische, in der uns die Bilderflut der digitalen Cowboys vollkommen neue bildgestalterische Möglichkeiten gibt!

J.
05. März 2011

Contax G1 und G2 (alle Objektive)

Spiegelreflex war und ist mir zu gross unhandlich und im Outdooreinsatz auch zu empfindlich gegen Schläge.

Nostalgie: eine Zeiss Ikon Contaflex Super

lg adular
05. März 2011

@sw_analog

wenn man schon alleine auf der photokina war, hat man gesehn das diese technik nie ganz weg war.. sie wird nicht wiederkommen.. aber sie wird uns begleiten die nächsten jahre =)
07. März 2011
Nicht mehr

Hallo Ihr Lieben.
Ich habe bis vor kurzem noch analog meine Vorlagen für meine Zeichnungen fotografiert selber entwickelt und vergrößert.Da mir es aber zu unsicher ist,wie lange ich überhaupt noch Material bekomme und die Kosten dafür jetzt schon sehr hoch sind und wohl noch steigen werden,habe ich gerade auf Digital umgestellt und bin dabei meine ersten Versuche umzusetzen.
Graphit-Zeichnung.
10. März 2011
Materialversorgung

Die Versorgung hängt hier aber auch davon ab, wie die Nachfrage ist. Je höher die Nachfrage, umso besser die Auslastbarkeit der Maschinen(strassen) der Hersteller. Man darf hier auch nicht vergessen, dass der normale Bildmässige Film, den wir durch die Kameras jagen, nur ein Teil des Produktspektrums ist, der produziert wird.
Die Firmen, die Film herstellen, begiessen auch Röntgenfilm und andere Produkte, für die es derzeit noch keinen praktikablen Ersatz gibt.

Dh. für die nächste Zeit ist die Materialversorgung zumindest im S/W-Bereich gesichert. Farbe: Naja, hier sehe ich wirklich eine kleiner werdende Nische, die für die meisten Zwecke von Digital besser bedient werden kann. S/W hat hier aber einige Vorteile gegenüber Digital, u.a. den höheren Dynamikumfang und Archivierbarkeit auf körperlichem Medium.
10. März 2011
Analog vs. Digital

Ich sehe den Vorteil noch ganz woanders. Während digitale Schwarzweißfotografie lediglich die Farbe aus einem Bild herausrechnet, werden im analogen Verfahren zwei Schichten belichtet. Daraus ergeben sich vollkommen andere Gestaltungsmöglichkeiten als in der digitalen Fotografie. Gerade in extremen Lichtsituationen kann der Film hier deutlich mehr Punkte sammeln, als der Chip.

Dabei möchte ich die digitale Fotografie keineswegs schlechtmachen. Photoshop und diverse andere Programme bieten dem digitalen Fotografen Möglichkeiten, von denen der in der Dunkelkammer schwitzend schuftende analoge Dinosaurier nicht einmal zu träumen wagt. Und das Ganze auch noch in Echtzeit, ohne langes Warten, Wässern und Wiederholen.

Zudem hat der Boom der Digitalfotografie Communities wie diese hier, aber auch jede Menge anderer Fotografen- und Modelsites möglich gemacht. Erst mit der Verbreitung der Fotografie auch außerhalb enthusiastischer Amateure ist die allgemeine Akzeptanz dieses Hobbies so weit angestiegen, das man heutzutage tatsächlich Modelle findet, die dieses Hobby teilen. Vor zwanzig Jahren mußte man entweder die Frau auf der Straße ansprechen und entsprechende Reaktionen abkönnen, oder man wandte sich an eine Agentur oder die Kleinanzeigen in entsprechenden Magazinen - was meist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden war.

Gut, ich schweife ab. Ich persönlich empfinde es als sehr angenehm, mittels Scanner meine dann digitalisierten Bilder eine breiteren Öffentlichkeit präsentieren zu können, gerate aber jedes Mal wieder ins Schwärmen, wenn ich einen besonders gelungenen Papierabzug in den Händen halte. Den sehen dann zwar weniger Leute, aber meine Freude daran ist deswegen nicht geringer...

J.
10. März 2011

Ich sehe den Vorteil noch ganz woanders. Während digitale Schwarzweißfotografie lediglich die Farbe aus einem Bild herausrechnet, werden im analogen Verfahren zwei Schichten belichtet. Daraus ergeben sich vollkommen andere Gestaltungsmöglichkeiten als in der digitalen Fotografie. Gerade in extremen Lichtsituationen kann der Film hier deutlich mehr Punkte sammeln, als der Chip.


Stimmt nicht ganz.
Dank der Farbinformation im digitalen Bild kann man viel einfacher und konkreter, Grauwerte im Schwarzweiss-Bild beeinflussen.

Zum Beispiel die Farbe Blau (Blauer Himmel) abdunkeln,.....Hauttöne aufhellen und vieles mehr.
10. März 2011

ich denke es geht hier nicht um rechtfertigung – die ja schon im vollen gange ist. die frage war doch nur ob noch jemand noch analog fotografiert. beide techniken haben ihre reize, ebenso wie ihre schwachstellen.

wie die bei mir auf der arbeit immer sagen: jeder macht es sich anders *mrgreen*

ich würde gerne mal ein foto mit einer 8x10 machen…
10. März 2011

naja, aber man sollte die Unterschiede schon kennen, sonst weiss man nicht was man mit analog verpasst. *zwinker*
11. März 2011
Unterschiede...

...sind gegeben, glücklicherweise. Und mir durchaus bewußt und bekannt. Dennoch liegt hier ein Mißverständnis vor. Natürlich lassen sich durch die Farbinformationen die Graustufen individuell steuern - was aber letzten Endes doch immer nur ein herausrechnen von Farbe aus einem Bild bleibt *g*

Der Effekt davon ist einzigartig und analog in der Form kaum nachvollziehbar - weswegen man (nicht immer, aber sehr häufig) ein digitales Bild von einem analogen unterscheiden kann.

Genauso, wie umgekehrt eben der analoge Belichtungseffekt auf einem Film über Photoshop nur sehr schwer realisierbar ist. Beides hat seine Reize, beides hat seine Berechtigung und beides kann - entsprechend eingesetzt - einzigartige Bilder hervorbringen.

Mir persönlich - aber das ist eine vollkommen subjektive Einstellung - gibt die Arbeit mit analogem Material mehr. Ich fotografiere sorgfältiger, produziere weniger und der schließlich entstandene Abzug hat für mich eine vollkommen andere emotionale Qualität. Wie gesagt - rein subjektiv. Ich wollte auch keine Diskussion hier vom Zaun brechen, denn in diesem ewigen Streit kann es keinen Sieger geben *g*

J.
11. März 2011

Natürlich, es ist eben auch eine Frage des Geschmacks. Ich fürchte aber trotzdem, daß die analoge Fotografie über kurz oder lang mehr oder weniger ausstirbt. Wer heute als Teenager damit anfängt, tut das fast immer mit vollautomatischen Digitalkameras, oder mindestens mit analogen der letzten Generation, die genauso automatisiert sind. Daraus kann man ihnen nicht einmal einen Vorwurf machen, weil sie ja kaum mit etwas anderem konfrontiert sind. Es bedarf schon eines großen Individualitätsdrangs, um sich in dem Alter bewußt für eine mechanische SLR zu entscheiden, die vielleicht nur einen Zeiger für die Belichtungsmessung hat, sonst aber über keinerlei Hilfsmittel verfügt.

Man kann das vergleichen mit den heutigen Führerscheinanfängern. Die würden ein Auto aus den 60er oder 70er Jahren vermutlich nicht einmal anbekommen, zumal bei niedrigen Temperaturen, weil niemand mehr weiß, wie man mit Vergaserautos umgeht, die beim Kaltstart feinfühlige Chokedosierung brauchen. Die haben vielleicht sogar eine Lenkradschaltung mit altem Schema (1. Gang hinten unten), keine Servolenkung, kein ABS, ESP, etc., das Fahren selbst würde somit also schon zur Herausforderung, wenn sie es denn zum Laufen gebracht haben...
11. März 2011

Der Effekt davon ist einzigartig und analog in der Form kaum nachvollziehbar - weswegen man (nicht immer, aber sehr häufig) ein digitales Bild von einem analogen unterscheiden kann.
Der Effekt ist ungefähr vergleichbar mit Farbfilter bei schwarz-weiss Aufnahme.

Im Digitalbereich hat man die volle Kontrolle, von der Aufnahme bis zum Endprodukt und kann sofort reagieren, gegebenenfalls einzelne kleine/- grosse Schritte verbessern oder rückgängig machen.
Im Analogbereich sieht man vieles erst danach, was daraus geworden ist, und kann nicht mehr, oder nur sehr schwer verbessert werden. Im Labor müssen ganze Arbeitsprozesse eventuell gar mehrmals neu erstellt werden. Wer gerne bei Rotlicht & stickiger Luft arbeitet hat sicher auch seine Highlights. Ich hatte damit Jahrelang mein Vergnügen.
Heute arbeite ich lieber am Computer mit Musik, Kaffee und Kuchen *g*
11. März 2011

Mit Fotografie hat das dann jedoch nur noch am Rande zu tun, das geht schon in den Bereich Bildbearbeitung.

Jedem das Seine, ich mag meine stickige Dunkelkammer und mein Rotlicht. Und ich mag den Aha-Effekt, wenn ich nach dem Entwickeln plötzlich ein Negativ in der Hand halte, das einfach nur wundervoll ist *g*

Aber um das Ganze hier mal zu einem Ende zu bringen: *torte* *kaffee* - Musik mußt Du Dir denken *g*

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